06.04.2020
Henryk M. Broder / 06.04.2020 / 16:00 / 9

Visit us today, tomorrow it may be too late!

"Kill me today, tomorrow I'm sick" gibt es jetzt auch online zu sehen, für lächerliche 4,95 Euro. Einmal Pristina hin und zurück. Besser als jeder Ausflug nach Mac-Pomm, wo Sie nicht mehr willkommen sind./ mehr

Boris Palmer weist in einem lesenswerten Interview mit der taz darauf hin, dass der Niedergang der globalen Wirtschaft in Folge der Corona-Notstandsmaßnahmen insbesondere arme Länder trifft und dort auch Menschenleben kosten wird: „Wenn in Südafrika fünf Wochen lang alles mit der Armee dichtgemacht wird, dann ist das ein unvorstellbarer Armutsschock für die Bevölkerung. Mehr Armut bedeutet in Afrika steigende Kindersterblichkeit. Das kostet direkt Menschenleben.“ „Wie kommen wir da wieder raus?“, fragt der Interviewer der taz. Palmers Antwort: „Wir bekommen ja immer mehr Daten. Wir wissen zum Beispiel durch das Ifo-Institut, dass uns drei Monate Shutdown 700 Milliarden vom Bruttoinlandsprodukt kosten könnten. Wir wissen, dass das Durchschnittsalter der Menschen, die in Europa mit Corona sterben, etwa bei 80 Jahren liegt, also nur wenig niedriger als das normale Sterbealter. Wir wissen auch, dass sich das Virus bei Menschen unter 50 und ohne Vorerkrankungen eher wie eine schwere Grippe verhält, viele haben gar keine Symptome. Wenn wir all das berücksichtigen, müssen wir abwägen: Welche Maßnahme hat die höheren Kosten? Das meine ich nicht monetär, sondern gemessen an menschlichem Leid und Leben.“ / Link zum Fundstück
Thomas Rietzschel / 06.04.2020 / 15:00 / 36

Je mehr Schulden, umso besser

Die Chefin der EU-Kommission ruft nach einem Marshallplan für Europa. Damit soll die Wirtschaft gerettet und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Generationen gefördert werden. Eine gewagte Idee, die nur eines beweist: Auch von Ökonomie hat die Frau keine Ahnung. / mehr

News-Redaktion / 06.04.2020 / 13:30 / 0

Kurzarbeit bei der „Zeit”

Die Hamburger Wochenzeitung Die Zeit plant, in bestimmten Unternehmensbereichen Kurzarbeit einzuführen. Doch Subventionen vom Staat fordere man nicht, der solle sich stattdessen stärker als zahlender Anzeigenkunde mit Steuergeld für die Zeitungshäuser engagieren./ mehr

Rainer Bonhorst / 06.04.2020 / 13:00 / 2

Lesen statt Fallschirmspringen

Für passionierte Fallschirmspringer, Bergsteiger oder Mannschaftssportler sind dies harte Tage. So ein Hausarrest macht Betätigungen dieser Art praktisch unmöglich. Wer es vorzieht, sich auf das Sofa zu fläzen oder im Garten in der Sonne zu liegen und sich dem Lesevergnügen hinzugeben, hat es etwas leichter./ mehr

indubio / 06.04.2020 / 12:00 / 21

indubio – Systemvertrauen unterm Angstregime

Der Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz und Burkhard Müller-Ullrich sprechen über die (Un-)Möglichkeit, sich angesichts widersprüchlicher Informationen ein eigenes Lagebild zu machen und eigene Entscheidungen zu treffen. / mehr

Man traut in diesen Zeiten ja seinen Augen und Ohren nicht. Zu den ermutigenden Überraschungen gehören dabei Stimmen von jenen Meinungsbildnern, die einst eher der Kanzlerin der Alternativlosigkeit huldigten, doch jetzt angesichts der Ausschaltung wesentlicher Freiheits- und Grundrechte mit der nötigen Kritik auffallen. Hier reiht sich nun auch Juli Zeh ein, wie der Deutschlandfunk berichtet: „Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte sie, zur Zeit werde tief in die Grundrechte von Bürgern eingegriffen, ohne dass die Rechtsgrundlage geklärt wäre. Zwar sei es bei hohem Zeitdruck klar, dass es nicht ganz einfach sei, die Regeln der Demokratie einzuhalten. Nach der Krise werde man hier jedoch eine Menge aufzuarbeiten haben. Besonders bedenklich finde sie derzeit Tendenzen, die Bürger durch eine „Bestrafungstaktik“ einzuschüchtern. Aus ihrer Sicht stelle es immer eine Form von Politikversagen dar, wenn versucht werde, die Menschen mit Schuldgefühlen unter Druck zu setzen. Zudem vergifte dies die gesellschaftliche Stimmung. Über die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus müsse ernsthaft diskutiert werden, welches Vorgehen sinnvoll sei und welche Grundrechtseingriffe die mildesten wären: „Es gibt immer eine Alternative, und unsere Verfassung verlangt, dass wir die verschiedenen Möglichkeiten abwägen“, betonte die Autorin und ehrenamtliche Richterin am Landesverfassungsgericht in Brandenburg.“ / Link zum Fundstück
Henryk M. Broder / 06.04.2020 / 10:00 / 106

Spahn: Kein Grund zu übertriebener Sorge

Kein Corona-Bericht, in dem nicht daran erinnert würde, wie Donald Trump die Krise verharmlost, klein geredet und heruntergespielt hat. Ganz anders dagegen der deutsche Minister für die nationale Gesundheit, Jens Spahn. Zwar brauchte auch er eine Weile, um das Risikopotenzial des Virus zu erkennen, aber niemand macht es ihm zum Vorwurf. / mehr

News-Redaktion / 06.04.2020 / 08:26 / 0

Die Morgenlage: Anleihen und Abitur

Einige EU-Kommissare drängen auf Gemeinschaftsanleihen, in Italien, Frankreich und Spanien sinkt die Zahl der Covid-19-Todesfälle, Japan plant den Ausnahmezustand, Boris Johnson geht vorsorglich ins Krankenhaus, ein katholisches Institut in Berlin will gegen das Gottesdienstverbot vor Gericht ziehen, in NRW wird nun doch über den Verzicht auf Abiturprüfungen nachgedacht und die Corona-Krise bedroht deutsche Brauereien./ mehr

Wolfgang Zoubek, Gastautor / 06.04.2020 / 08:00 / 35

Europa und Japan – ein Vergleich in der Krise

Es gibt in Japan in der Corona-Krise keine hysterischen Reaktionen wie in Europa, keinen von der Regierung angeordneten Shutdown. Wie sich schon nach dem Atomunfall in Fukushima 2011 zeigte, reagieren die Japaner in Krisen allem Anschein nach besonnener als die Europäer. Ich fühle mich in Japan derzeit sicherer als in Europa, und kann mir dieses Urteil aufgrund eigener Erfahrungen erlauben./ mehr

Wolfgang Meins / 06.04.2020 / 06:26 / 58

Der Hanau-Attentäter, die Psychiatrie und das Schweigen

Kürzlich berichteten Medien, das BKA habe festgestellt, der Attentäter von Hanau sei kein Anhänger einer rechtsextremistischen Ideologie gewesen und habe „offensichtlich an Paranoia gelitten“. In weiser Voraussicht titelte Achgut.com zurückhaltend: „Bestätigt BKA das Offensichtliche?“ Und, siehe da: Das BKA bestätigt das inzwischen nicht mehr. Die psychiatrische Fachwelt duckt sich indes weg. Warum bloß?/ mehr

Achgut.tv / 06.04.2020 / 06:20 / 130

Broders Spiegel: Generalprobe für den Notstand?

Video. Gestern noch das Hohelied auf offene Grenzen und heute sind alle Grenzen geschlossen, selbst die Landesgrenzen nach Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Und jetzt muss ich auch noch der gleichen Meinung sein, wie Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung, der findet, dass es jetzt um die Grundrechte gehen muss, die uns einfach genommen wurden./ mehr

05.04.2020
Gastautor / 05.04.2020 / 16:00 / 19

Mit Tocqueville durch die Corona-Krise

Von Marc Jacob. Das Begehren der Bürger nach einem Beschützer entwöhnt jeden allmählich der freien Selbstbestimmung – für Tocqueville beginnt an dieser Stelle die Tyrannei:„Der Mensch bleibt in kritischen Situationen selten auf seinem gewohnten Niveau. Er hebt sich darüber oder sinkt darunter.“ Unsere Aufgabe muss es nun sein, das Individuum über den Staat zu stellen und auch im Ausnahmezustand nicht den Raum der Öffentlichkeit aufzugeben./ mehr

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