Vera Lengsfeld

Vera Lengsfeld, geboren 1952 in Thüringen ist eine Politikerin und Publizistin. Sie war Bürgerrechtlerin und Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR. Von 1990 bis 2005 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages zunächst bis 1996 für Bündnis 90/Die Grünen, ab 1996 für die CDU. Seitdem betätigt sie sich als freischaffende Autorin. 2008 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Weiterführende Links:
https://vera-lengsfeld.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Lengsfeld

Archiv:
Vera Lengsfeld / 12.07.2020 / 08:00 / 4

Sonntagslektüre: Die Wende im Leben des jungen W.

Es gab wenige literarische Sensationen in der DDR. Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“ war unzweifelhaft eine Sensation. Frederic Wianka wagt sehr viel, indem er in seinem Debut-Roman "Die Wende im Leben des jungen W." so eng an Plenzdorf anknüpft. Was geschieht mit den Prägungen eines Systems, das es dann nicht mehr gibt? Was bedeutet Flucht, wenn es keine Heimat mehr gibt? / mehr

Vera Lengsfeld / 08.07.2020 / 12:00 / 58

Die Maske als Machtinstrument

Die Politiker haben die Maske längst als Machtinstrument entdeckt. Ein Mensch unter der Maske wird in permanenter Angst gehalten. Nur wenn weiter Angst geschürt wird, besteht eine Chance, dass die harten Zeiten der wirtschaftlichen Repression, denen wir Dank der permanenten Fehlentscheidungen der Politiker entgegengehen, weitgehend widerspruchslos erlitten werden./ mehr

Vera Lengsfeld / 28.06.2020 / 06:05 / 15

Sonntagslektüre: Uwe Tellkamps „Das Atelier“

Kaum ein Büchlein hat eine solche Eruption an Kritikerstimmen ausgelöst wie der schmale Band des Dresdener Schriftstellers Uwe Tellkamp. Es ist amüsant zu lesen, wie die Herren Kritiker sich mit ihren schrillen Stimmen bei der Dekonstruktion des Textes gegenseitig zu übertreffen suchen. Tellkamp muss sie tief und präzise getroffen haben, wenn der Aufschrei so groß ist. / mehr

Vera Lengsfeld / 21.06.2020 / 06:00 / 19

Marzahn, mon Amour – Geschichten einer Fußpflegerin

Katja Oskamp, die nach Theaterwissenschaft auch am Leipziger Literaturinstitut studierte und ein paar Romane und Erzählungen veröffentlicht hat, entschließt sich mit Mitte Vierzig, ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. Sie absolviert eine Fußpflege-Ausbildung. Von der Schriftstellerin zur Fußpflegerin – „ein fulminanter Absturz“, sagte ihrer Intellektuellen-Clique. Es wurde ein Befreiungsschlag und ihr Aufstieg als Schriftstellerin. / mehr

Vera Lengsfeld / 19.06.2020 / 11:00 / 35

Der Unterschied zwischen der CSU und einem Nagelstudio

Der CSU-Nachwuchs erhebt sich über Frauen, die in Nagelstudios arbeiten. Welche Arroganz. Als geborene Optimistin möchte ich nicht damit enden, dass wir von diesen Leuten nichts erwarten können, sondern daran erinnern, was die Linke, als sie noch emanzipatorisch war, genau wusste: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun.“ / mehr

Vera Lengsfeld / 14.06.2020 / 14:30 / 5

Krumme Gestalten, vom Wind gebissen

Monika Maron wollte und will sich das unabhängige Denken nie abgewöhnen. Das SED-Regime mochte unabhängiges Denken gar nicht, doch auch heute gilt sie mancherorts wieder als „umstrittene“ Autorin. Wer wissen will, wofür man in eine solche Lage gerät, sollte den schmalen Band „Krumme Gestalten, vom Wind gebissen“ in die Hand nehmen. Ein Tag reicht für die Lektüre aus, die Anregungen, die man erhält, sind eine dauernde Bereicherung./ mehr

Vera Lengsfeld / 31.05.2020 / 11:00 / 6

Das vergessene Grauen

Die Beseitigung des Kommunismus in der Friedlichen Revolution von 1989/90 hat diesem Regime keineswegs den Todesstoß verpasst. Heute regen sich im Zuge der Romantisierung sozialistischer Ideen im Westen Enteignungsphantasien. Zum Glück gibt es sowjetische Autoren, die an die Gräuel unter Stalin erinnern. Zum Beispiel Gusel Jachina, die in ihrem packenden Roman „Suleika öffnet die Augen“ an die Kulaken-Ausrottung erinnert./ mehr

Vera Lengsfeld / 25.05.2020 / 15:42 / 6

„Margos Töchter“ oder die Abgründe deutsch-deutscher Geschichte

Ausgerechnet in dem Jahr, da sich die deutsch-deutsche Vereinigung zum dreißigsten Mal jährt, wurde mit Hilfe der Kanzlerin ein Ministerpräsident der SED-Linken in Thüringen installiert, obwohl dessen Koalition keine Mehrheit hat. Cora Stephans neuer Roman „Margos Töchter“ thematisiert genau diese Anbiederung Westdeutschlands an die DDR-Diktatur, die schon zur Zeit der deutschen Teilung existierte./ mehr

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