indubio / 26.06.2022 / 06:05 / 36 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 230 – Winter der Inflation

Finanzminister Lindner stimmt das Volk auf mehrere Jahre der Knappheit ein. Darüber spricht Gerd Buurmann mit der Rechtswissenschaftlerin Annette Heinisch, dem Kulturwissenschaftler Benny Peiser und dem Wirtschaftswissenschaftler Bernd Lucke. 

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Thomas Brox / 26.06.2022

Eine hervorragende Sendung. Kompetente Teilnehmer, wobei m.E. Herr Lucke gegenüber den beiden anderen Teilnehmern etwas abgefallen ist. ++ Der Ukraine Krieg verstärkt nur das schon lange andauernde Staatsversagen der Eurozone. Besonders katastrophal ist das Versagen des extrem unfähigen EU/deutschen Beamtenstaates: Idiotische Energiewende, Inflation, Euro-Desaster, ... . Die Wirtschaft steht vor existentiellen Problemen: Es wird Zusammenbrüche geben,  Deindustrialisierung, Arbeitslosigkeit, Verarmung. Der Lebensstandard wird absinken. Es stehen Verteilungskämpfe bevor. ++ In vielen anderen Industrieländern wird es zu einer Umkehr der Energiepolitik kommen, aber nicht im Deutschland. Deutschland wird seinen idiotischen Weg fortsetzen, und sich weiter zu einem rigorosen sozialistischen System entwickeln. ++ Die Inflation ist kein weltweites Phänomen, wie Herr Lucke behauptet. Herr Peiser hat zu Recht darauf hingewiesen, dass es ein Problem ganz bestimmter Länder ist. ++ Im Gegensatz zu Herrn Luke sind m.E. nicht die Vermögen der “Reichen” ein Problem, sondern die aufgeblähten Staatsapparate der Eurozone und die inhärent unfähige staatliche Planwirtschaft. Wie Luke richtig analysiert: Die Vermögen der “Reichen” sind rein numerisch gewachsen, weil der Euro durch das Gelddrucken der EZB entwertet wurde, und “Reiche” Sachwerte besitzen, Fakt ist: Die EZB hat mit dem massenhaft “gedruckten” Geld fast nur Staatsanleihen gekauft: Staatsfinanzierung durch Inflation. Herr Luke hätte mal die aufgeblähten und unproduktiven Staatssektoren der Eurozone thematisieren sollen. Eine weitere Umverteilung führt nur dazu, dass der Staatssektor weiter wuchert, während die Produktivität absinkt.

A. Ostrovsky / 26.06.2022

Herr Lucke, was Sie da gemacht haben, das wäre ja genauso, als wenn Sie alle Professoren der Füsik bitten würden, in das Geschwurbel und Geheule zum CO2-Klimawandel endlich mal etwas Klarheit zu bringen. Da könnten Sie auch den Bock zum Gärtner machen. Als ich noch vor vielen Jahren täglich mit dem Regionalzug in die Arbeit gefahren bin, und als ich da mal so richtig verschlafen hatte, an einem Montag, und deshalb erst den Zug 9:30Uhr nehmen konnte, weil der um 9:00 ausgefallen war, da geschah folgendes. Ich trat in einen Großraumwagen, wo alle Viererabteile belegt waren. Nur ganz hinten schien noch Platz zu sein, links und rechts. Als ich dort angekommen war, sah ich, dass dort in zwei gegenüberliegenden Viereplätzen jeweils ein südländisch aussehender junger Mann schräg darin lag, die Füße auf dem diagonal angeordneten Sitzplatz. Beide hattenm einen Apple-Laptop auf dem Bauch und schauten darin Betriebswirtschaftliche Folien an. Da ich kein Arrabisch kann, zögerte ich zuerst mit der Frage, versuchte es dann aber auf Englisch. Ob der eine Junge Mann denn ausnahmsweise seine Füße auf den direkt gegenüber liegenden Sitz legen könne, statt diagonal. Der blinzelte mich kurz an, reagierte aber nicht. Deshalb habe ich mich neben ihn gesetzt (er hatte einen Fehler gemacht und sich ans Fenster gesetzt) und legte meine Füße neben ihn auf den selben Platz, der von mir aus nicht diagonal sondern einfach gegenüber lagt. Dann verwickelte ich ihn in ein Gespräch zu seinen Folien, die zur BWL gehören sollten, was er in der großen Stadt studierte. Dabei stellte ich fest, dass es die 150 Jahre alte Lehre der Politischen Ökonomie des Kapitalismus von Karl Marx war, mit der man mich in meiner Jugend gequält hatte, bis zu dem nachweislich falschen Gesetz zum tendenziellen Fall der Profitrate. Als ich das dem jungen Mann sagte, dass dieses Gesetz von Marx falsch ist, setzte er sich zu seinem Kameraden in dessen Abteil und würdigte mich keines Blickes mehr. Hochschule in DE!!!!

Lutz Herzer / 26.06.2022

“Die Angst vor weiteren Aggressionen von Putin” (35:30) wird von den Systemmedien geschürt, sie ist jedoch kaum begründet. Allein für die herbeigeredete Annektierung der gesamten Ukraine gibt es keinerlei Anzeichen. Um dies zu erreichen, müsste zuerst einmal Kiew vollständig unter russische Kontrolle gebracht werden, was offenbar weder stattfindet noch vorbereitet wird, geschweige denn möglich erscheint. Dieses lebhafte Phantasieren und Dämonisieren resultiert mitunter aus der beharrlichen Weigerung, sich mit der Interessenlage des Kremls auseinanderzusetzen. Es führt nicht weiter, die militärische Bedrohung Russlands durch die NATO zu leugnen. Sicherheitsstrategisch ist es für Deutschland von Nachteil, auf Energieimporte zu verzichten und dafür die Sache auf einen Staatsbankrott hinauslaufen zu lassen. Der kann schneller kommen, als es so mancher Makroökonom auf dem Plan hat. Die USA dürften alles daran setzen, dass der Dollar nicht früher und stärker inflationiert als der Euro. Dafür werden ihnen keine Mittel zu schade sein, denn es geht für sie um nicht weniger als den Erhalt ihrer Weltmachtstellung und darum, den eigenen Wirtschaftskollaps zu verhindern. In diesem Zusammenhang sollte man sich als Europäer darüber im Klaren sein, dass Amerika bereits zwei Mal davon profitiert hat, dass Europa im Chaos versunken ist. Harry S. Truman sagte als US-Senator 1941: “If we see that Germany is winning the war, we ought to help Russia; and if that Russia is winning, we ought to help Germany, and in that way let them kill as many as possible…” (Quelle: NYT, Dec. 27 1972).

A. Ostrovsky / 26.06.2022

Der Lucke ist eigentlich eine tragische Figur. Er macht einen Aufruf an die Hochschullehrer der VWL, ohne die wirtschaftliche Ausnahmesituation zu begreifen, in der Hochschullehrer sind. Folgerichtig ging das in die Hose.

A. Ostrovsky / 26.06.2022

Wackelkontakt wird manchmal mit reiner Software simuliert. Das ist neu, im IT-Zeitalter. Man kann alles simulieren und manchmal ist einfach das Netz zu schwach. Mit einem Heringsnetz kann man eben keine Wale fangen, selbst dann nicht, wenn die Gallionsfigur des Schiffes vergoldet ist. Upps Gold ist ja jetzt böse….

HDieckmann / 26.06.2022

Die deutsche Energiewende war schon gescheitert vor dem Krieg der Nato/USA/EU gegen Russland, vgl. McKinsey Energiewende-Index i.A. der Bundesregierung. Danach waren schon vor dem Krieg 11 der 15 Energiewende-Ziele der Bundesregierung für 2030 nicht mehr erreichbar. Zu den erreichbaren Zielen zählt McKinsey stabile Energiepreise für die Haushalte, ausreichende Strom-Importkapazitäten und keine Gefahr von Blackouts.

Steffen Huebner / 26.06.2022

“Alfa” hieß die neue, von Lucke 2015 mit gegründete Konkurrenz zur AfD. Der Zustrom hielt sich offenbar in engen Grenzen - die Leute haben eben mehr Probleme, als NUR den Euro. Dann 2017 zweiter Versuch von Lucke, diesmal die “LKR” - aber der neue Aufguss FDP 2.0 scheint auch kein Erfolg zu sein, wie man sieht. Was nun Prof. Lucke? Jeder hat drei Versuche, einmal geht noch!

Werner Arning / 26.06.2022

Begünstigt oder erschwert die zu erwartende dramatische wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung eine schnelle, globale Transformation der finanzwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse? Könnten zu erwartende starke gesellschaftliche Konflikte (arm/reich, jung/alt) konstruiert, oder deren Existenz wohlwollend in Kauf genommen sein? Wenn ja, wer könnte ein Interesse an der Verschärfung der zu erwartenden Notlage haben, um diese in seinem Sinne zu nutzen und um schließlich eine „Lösung des Problems“ zu präsentieren, die der eigenen (bisher nicht öffentlich gemachten) gesellschaftspolitischen Strategie entspricht? Könnte behauptet werden, dass uns diese „Gesamtlösung des Problems“ vor großem Ungemach schützen wird, als da zum Beispiel sein mögen: Revolten, Bankenkrise, Klimanotstand, Pandemien, Schwarzgeld, wirtschaftliche Ungerechtigkeiten, Ungleichheit, weitere Inflation, Arbeitslosigkeit, Bildungsnotstand, Krankenversorgung, Rentenversorgung, Bürgerkrieg? Und könnte diese „gefundene Lösung“ das Ende der freien Welt, wie wir sie bisher kannten, bedeuten?

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