indubio / 07.04.2024 / 06:01 / 29 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 323 – 20.000 weiße Elefanten

Gerd Buurmann spricht mit Journalist und Afrika-Kenner Kurt Gerhardt über Fehler der Entwicklungshilfe. Für Gerhardt ist Entwicklungshilfe in heutiger Form keine Erfolgsstory, da sie Afrika abhängig hält, statt Aufschwung aus eigener Initiative zu fördern.

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Bücherl Ernst / 07.04.2024

Der Mensch ist beharrlich. Die Leutchen auf den britischen Inseln lebten vor der Ankunft der Römer in Erdkuhlen, über die ein Dach aus Ästen und Blättern gebreitet wurde. Die Römer bauten dann Straßen, Villen, Aquädukte. Der Brite nahm es zur Kenntnis. Aber kaum, daß der Römer abgedampft war,  wurden wieder Erdkuhlen gebuddelt. Die Römer hatten das eine oder andere mitgebracht, schön und gut, aber was war das schon, verdammt nochmal? Doch nichts als deren verwerfliches Römerzeugs.  +++ In der heutigen Sendung wurde viel Kluges gesagt. Aber die entscheidenden Worte fielen meiner Meinung nach bereits zu Beginn. Es ist die Großamilie, die alles bestimmt. Das ist der Kern aller  gesellschaftlichen Struktur. Die Hirarchien und Verflechtungen von  Großfamilien, ihre Einzwingung des Individuums in verwandschaftliche Verpflichtungen bis zum 10. Grad der Vetternschaft, verhindern die Freisetzung ungeahnter Potentiale. Nicht Begabung und eigene Initiative entscheiden, sondern die Stellung in der Familie. Man erschafft nicht selbst, man empfängt: Gaben ebenso wie Aufgaben. +++ Der Soziologe Ruud Koopmanns war selbst höchst verblüfft, als er bei Recherchen zu seinem Buch “Das verfallene Haus des Islam” herausfand, daß unter nichtmuslimischen außereuropäischen Ländern  der Anteil an freien und halbfreien Gesellschaftssystemen am höchsten bei den Ländern war, die zuvor mindestens für 150 Jahre unter  “weißer” Kolonialherrschaft  gelebt hatten. +++ Da uns weder die Zeit, noch die Potentiale und - gottlob - auch nicht die überhebliche Selbstgewissheit für weitere Kolonialisierungen zu Verfügung stehen, kann man nur hoffen, daß das exorbitante Bevölkerungswachstum in Afrika von selbst die entscheidende gesellschaftlich verändernde Dynamik bewirkt: zum Segen Afrikas.

Gabriele Klein / 07.04.2024

@Lutz Herrmann: “Aber wenn die Afrikaner nicht wollen ...” Die wollen schon, nur halt nicht so wie ihre selbsterklärten “antiimperialistischen” und “anti-rassistischen” Fürsprecher, denen sie zumindest laut int. mainstream Medien, ganz genau das vorwerfen was diese behaupten zu bekämpfen…..Weiter wage ich mich nicht zu äußern, da das was ich so las nicht sonderlich schmeichelhaft ist für “unsre Regierung”,  (Scheint sich mir hart an d. Strafbarkeitsgrenze f. Kritik am deutschen Staatswesen. vorbei zu bewegen) Scharfe Beobachtung u. ne extra “Schippe drauf” könnte da angesagt sein, wo es gilt, nicht nur deutsche Satire u. Kabaretts ins Visier zu nehmen, sondern AUCH jene internationale Presse,  die genau zu wissen scheint,, wie mans macht. .Kurzum mir scheint das ein klarer Fall für Frau Faeser die vielleicht Frau Baerbock mit ins Boot nehmen sollte,um hier gemeinsam ein “Machtwort"zu sprechen bei allzu freier Äußerung jenseits deutscher Grenzen . Denn, egal wo ich google,  überall das gleiche “Highlight” aus Germany wohin mein Auge u. mein google Übersetzer auch reicht.. Nicht nur Feldstecher “Habicht” sondern auch gründliche Lektüre scheint mir angesagt für Fahnder auf heißen gedanklichen Spuren jenseits deutscher Grenzen (Interpol?)  Hier schon mal erste mir höchst verdächtig scheinende Quellen: BBC, Guardian, New York Post, CNN, CBS News, NBC Radio France, China Daily, Saudi Gazette u. FranceSoir, El Pais Urug.  Einen aus journalistischer Perspektive sehr guten Eindruck machte mir zum Thema “20.000 Elephants for Germany” “The Indian Express. Wärmste Empfehlung meinerseits erhält auch das Interview im O-Ton auf Sky News Australia m. d. Präsidenten selbst (betraf allerdings sein Geschenkvorschlag für den “Hyde Park” jedoch im gl. Zusammenhang.

W. Renner / 07.04.2024

Ich fände die 20 K Elefanten recht hilfreich. Hierzulande gibts nämlich eine Plage von Strassenklebern, die sich unkontrolliert vermehren. Vielleicht liessen sich die einzelnen Bestände so besser kontrollieren.

Klaus Keller / 07.04.2024

Die überheblichen Deutschen wollen die Afrikaner ärgern die sich das aber nicht gefallen lassen. Ich nehme die Hirsedreschmaschine als Beispiel. Ich habe keine Ahnung aber meine Phantasie reicht aus um mir vorzustellen das sich die Frauen in Afrika zusammentun um gemeinsam Hirse zu verarbeiten so das es nicht nur um die Nahrungsherstellung geht sondern auch um ein Gemeinschaftserlebnis was den Frauen möglicher Weise ja vielleicht mindestens ebenso wichtig ist wie nur der Erhalt der Hirse. +++ Ich habe als Krankenpfleger in der Psychiatrie gearbeitet, das gemeinsame zubereiten eines Mittag.- oder Abendessens. Kartoffeln schälen inklusive ist etwas anders als der Konsum von irgendwelchem Zeug das in einer Großküche produziert wurde und mit Hilfe eines Tablettsystems geliefert wurde. Ich hatte nie Schwierigkeiten damit genug Leute zu finden die daran mitwirkten. Oft kam der Dienstarzt und fragte ob was übrig ist. Da wird auf der einen Seite der Mangel an Eigeninitiative beklagt und gleichzeitig tut man das Gegenteil in dem man ihnen etwas aufdrängt was sie nicht brauchen. Wie viele lokale Produzenten in die Pleite Geschickt werden würden, wenn man eine Ziegelfabrik baut, davon rede ich erst gar nicht. Mein Tipp: Menschen leben seit ein paar Tausend Jahren in Afrika. Lasst die Leute einfach in Ruhe ihr arroganten Spinner. PS: Mich erinnern die Entwicklungshelfer in Afrika an Fachleute die den Deutschen windige Energieproduktionsvarianten schmackhaft machen wollen und ihnen den Verbrennungsmotor madig machen. Man nimmt die Subventionen mit und tut was man für richtig hält.

W. Renner / 07.04.2024

Die Lübckes sind seit 62 wohl die gleichen geblieben. „Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Neger … Na dann wünsche ich ihnen noch eine gute Entwicklung da unten“. Die Afrikaner dreschen Hirse, die Europäer dreschen Phrasen

Klaus Keller / 07.04.2024

Bei 51:10 bin ich ausgestiegen mit dem Gedanken das da ggf tatsächlich jemand protestantische Arbeitsethik auf die Afrikaner übertragen möchte und sich darüber ärgert das es nicht funktioniert. Für mich sind diese weißen Elefanten Symbole dafür was die Leute von den Europäern halten, nämlich gar nix. Die Entwicklungshelfer aus Deutschland leben in Afrika ihr Helfersyndrom aus. Es könnte ja durchaus sein das viele in Afrika ein größeres Interesse an sozialen Beziehungen haben als an marktwirtschaftlichen Erfolgen. Der Großteil marktwirtschaftlich orientierter Israelis sind der Herkunft nach Europäer. M.E. ist es möglicher Weise einfach so das es große gesellschaftliche Gruppen gibt die im europäischen Wertewesten nicht das sehen wonach was sie streben wollen. Ggf gehört es zu deren Gepflogenheiten Afrikas Geschenke nicht abzulehnen sich aber gleichzeitig eben auch nicht kaufen zu lassen.

Thomas Schmied / 07.04.2024

Großartige Sendung! Unaufgeregt auf den Punkt! Habe da einen gewissen Bezug zum Thema. Der Mann kennt sich aus, er bestätigt alles, was ich auch erfahren habe. Bitte gerne mehr von Kurt Gerhardt! Das Subsidiaritätsprinzip ist nicht nur in der “Entwicklungshilfe” ein sehr guter Weg. Danke!

Boris Kotchoubey / 07.04.2024

Deutschland hat ohnehin viele Elefanten, aber sie sind alle rosafarbig und daher unsichtbar.

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