Ausgestoßene der Woche: Mal wieder Maaßen

Nachdem Hans-Georg Maaßen beim Beck-Verlag ausgestoßen wurde, gerät der ehemalige Verfassungsschutzpräsident zusätzlich ins Visier seiner Partei. Schon vor einem Jahr war sein Ausschluss aus der CDU gefordert worden, Anfang der Woche meldete sich der Berliner Landesvorsitzende Kai Wegner zu Wort: „Herr Maaßen hat eine weitere Grenze überschritten. Jetzt muss Schluss sein. Wer sich so äußert, hat in der CDU nichts mehr zu suchen“. „Parteiausschluss-Verfahren JETZT“, rief Ruprecht Polenz, Ex-Generalsekretär und Merkel-„Missgriff“. „Schmeißt ihn endlich raus“, ergänzte Peter Tauber, Ex-Generalsekretär und Hipster. Der amtierende Generalsekretär, Mario Czaja, findet Maaßens „wiederholte Anspielungen auf und den Gebrauch von Sprache aus dem Milieu der Antisemiten und Verschwörungsideologen […] zutiefst verstörend und unerträglich.“

Was hatte der rheinische Rebell denn nun schon wieder angestellt? Na ja, eigentlich nur reagiert, und zwar auf einen gewissen Axel Steier, seines Zeichen „linksradikaler Seenotretter“. Steier schleust Menschen auf diese Seite des Mittelmeers, weil er – wie von Maaßen dokumentiert, das Existenzrecht Deutschlands infrage stellt und durch seine Mitwirkung an der „Enthomogenisierung der Gesellschaft“ die Abschaffung der „Weißbrote“ bewerkstelligen möchte. „Weißbrot“ ist das – politisch offenbar weniger unkorrekte – Gegenstück zum „N*ger“. Nach Steiers Vorstellung ist „Schluss mit dem lustigen Leben als Weißbrot“, weil Weiße hierzulande auf lange Sicht aussterben würden.

Elimination und Ma(a)ßregelung

Empörung riefen aber nicht etwa solche Aussagen hervor, sondern Maaßens Reaktion auf Twitter: „[Steier] fühlt sich so sicher, dass er ausspricht, was die treibenden Kräfte im politischen-medialen Raum als Stossrichtung [sic!] haben. Eliminatorischer #Rassismus gegen Weiße und der brennende Wunsch das [sic!] #Deutschland verrecken möge.“ Aufgrund einer Assoziation mit dem Begriff „eliminatorischer Antisemitismus“ sei dies Holocaust-Relativierung, urteilt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein. Andere schlugen in eine ähnliche Kerbe.

Früher hatte man Maaßen die Verwendung des Begriffes „Globalisten“ angekreidet, den einige zur antisemitischen Chiffre erklärt haben – sehr zur Verwunderung Henryk M. Broders. Was den aktuellen Sprachgebrauch angeht: „Die @AmadeuAntonio-Stiftung hat den Begriff des ‚eliminatorischen Rassismus‘ im Zusammenhang mit dem Attentäter von Hanau ebenfalls gebraucht“, merkt Sylvia Kaufhold auf Twitter an. „Ist die Stiftung damit antisemitisch?“ Maaßen sieht darin eine „schäbige Schmutzkampagne“, mit der man seine angestrebte „Wahl zum Vorsitzenden der #WerteUnion […] verhindern“ wolle. Mainstream-Medien weisen zudem darauf hin, dass er in einem Interview „Rassismus, der gegen die einheimischen Deutschen betrieben wird“, erwähnt hat. Die Vize-Bundesvorsitzende der CDU, Karin Prien, kündigt einen Parteiausschluss-Antrag gegen Maaßen an, sie beabsichtigt also im Wortsinne seine Elimination.

Konzert abgeblasen

Oft wird trotz anfänglicher Weigerung schließlich doch gecancelt, weil weiter gequengelt worden ist. Bei der Metal-Band Panterasiehe letzte Woche – wurden jetzt Fakten geschaffen. Die Wogen schlugen weiter hoch, Die Toten Hosen wollten nicht aus Protest gegen Pantera-Frontmann Phil Anselmo ihren eigenen Auftritt bei Rock im Park absagen und wurden dafür kritisiert. Nun wurde die Beteiligung der amerikanischen Musikgruppe bei diesem und dem Partnerfestival Rock am Ring abgesagt. „Nach intensivem Gespräch mit Künstlern, Partnern und Festivalfans habe man sich entschlossen, die Band aus dem Programm zu nehmen“, schreibt t-online. (Ich könnte auch den Originaltext der Veranstalter zitieren, aber der ist gegendert.)

Der rote Dehm und die Rothäute

Wo sind all die Indianer hin?“, frug die Band Pur vor 30 Jahren. Aus einem Liedtext sind sie jetzt verschwunden – jedenfalls in einer ARD-Sendung. In Der große Schlagerabschied gaben Moderator Florian Silbereisen und die Schweizer Schlagersängerin Beatrice Egli den Song „1000 und 1 Nacht (Tausendmal berührt)“ zum Besten, der 1984 der Klaus Lage Band zum Erfolg verholfen hatte. Allerdings mit einer textlichen Modifikation: Aus der Zeile „Wir ha’m Indianer gespielt“ wurde „Wir ha’m zusammen gespielt“.

Da haben die Verantwortlichen ihre Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der Koautor und Verleger des Liedes, Musikproduzent, -komponist und -texter Dieter Dehm, hat, wie er schreibt, auf diese „Verschandlung eines geschützten künstlerischen Werks“ mit einer Strafanzeige reagiert. Er wolle auch zivilrechtlich gegen alle vorgehen, die solche Textzeilen „eigenmächtig“ entfernen. Dehm, früherer Stasi-Spitzel und ehemaliges MdB, gegen den in der Linkspartei ein Ausschlussverfahren läuft (wie letzten Monat berichtet), ergänzt: „Ich bestehe […] auch darauf, dass meine Kinder, Enkel und Ur-Enkel wo – und wann – immer sie wollen, ‚Indianer spielen dürfen‘; so wie hoffentlich auch junge Indigene ewig und überall auf der Welt ‚alte weiße Männer‘ spielen dürfen sollen.“

Gegenüber dem Journalisten Boris Reitschuster wird Dehm zudem grundsätzlich: „Ob bei Impf- oder Gender-Pflicht, ob bei Wortverboten wie Indianer: Wenn sich sogar ein Superstar beugt, nährt er Sprachpolizei und deutschen Untertanen-Geist!“ Die oben angesprochene Band Pur hält übrigens an ihrem Indianer-Song fest, Frontmann Hartmut Engler trägt allerdings bei Live-Aufführungen des Liedes nicht mehr wie früher einen entsprechenden Kopfschmuck.

Deutschland – ein Winterfeldt

Die Berliner Synchronsprecherin Giovanna Winterfeldt, ihrem Selbstverständnis nach eine „stolze schwarze Frau“, beklagt sich, dass sie als bekennende Corona-Ungeimpfte mehr „echte Diskriminierung“ erfahren habe als früher wegen ihrer Hautfarbe in Brandenburg. „Ich wurde in meinem Arbeitsumfeld diskreditiert, mir wurden Rollen weggenommen […]. Langjährige Arbeitspartner und Freunde haben sich von mir abgewandt und Projekte gecancelt“, weil Winterfeldt sich öffentlichkeitswirksam bei Aktionen wie #allesaufdentisch beteiligt und mehrere Corona-Demos in Berlin (#friedlichzusammen) organisiert hatte. Dabei wurde sie auch als „rechtsoffen“ tituliert – und sogar als „Nazi“.

Davos weh tut

Ein Video vom Weltwirtschaftsforum soll auf verschiedenen Plattformen wie Facebook, Instagram und Youtube gelöscht worden sein, so Avi Yemini vom australischen Alternativmedium Rebel News. Yemini hatte mit seinem kanadischen Kollegen Ezra Levant die Gelegenheit, beim WEF-Treffen im schweizerischen Davos Pfizer-Vorstandschef Albert Bourla auf dem Weg zu einer Veranstaltung ein paar Fragen zu stellen. Seit wann er wusste, dass sein „Impfstoff“ keine Virusübertragung verhindert, was er persönlich daran verdient hat und ob er sich auf seiner Yacht oder in seinem Privatflugzeug manchmal Sorgen über Myokarditis mache. Bourla, sagen wir mal, sprudelte nicht gerade über vor Auskunftsfreude.

Das Video ist zumindest bei Youtube nicht konsequent verschwunden, sondern findet sich zum Beispiel hier. Auf Twitter, wo es rund 40 Millionen Aufrufe verzeichnet, darf es jedenfalls bleiben. „Twitter ist die Quelle der Wahrheit“, begründet dies Elon Musk höchstpersönlich. Der entsprechende Hinweis verletzt nach Twitter-Prüfung nicht mal deutsches Recht, wie Yemini vermerkt, der nach eigener Aussage früher bei der israelischen Armee Scharfschütze auf den Golanhöhen war. Und heute, nach anderen Angaben, ein „Rechtsaußen-Verschwörungstheoretiker“ sein soll.

Das ist der Gipfel

Apropos Social Media: „Es gab einen geheimen Corona-Gipfel zwischen der Bundesregierung und US-Konzernen, der den Kampf gegen vermeintlich falsche Informationen auf der Agenda hatte“, berichtet Bild. Dieser fand im Juni 2020 statt, in Anwesenheit des damaligen Regierungssprecher Steffen Seibert. Diese Information ergänzt die Erkenntnisse aus den Twitter Files über die Einmischung amerikanischer Behörden. Dem Journalisten Boris Reitschuster hatten damals „die Sprecher der Bundesregierung auf der Bundespressekonferenz auf meine Fragen nach der Zensur bei Facebook und Google mit Unschuldsmiene beteuert, sie hätten damit nichts zu tun“. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) nun: „Natürlich können wir nicht ausschließen, dass es mögliche Einflussnahmen auf Twitter und Co. nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande gegeben hat.“

Scharmützel an der Heimatfront

Eine Sächsin, die sich gegen Kampfpanzer-Lieferungen in die Ukraine ausspricht, vor „Putins Rache“ warnt und die Gefahr einer atomaren Auslöschung Deutschlands heraufbeschwört, muss nicht weiter auffallen. Wenn sie dies als Kommentatorin im MDR tut, bricht allerdings ein Shitstorm los. So geschehen bei Rommy Arndt. In ihrem unverblümten Radio-Kommentar geht sie auch auf den Druck von NATO-Partnern, wie vor allem den USA, auf den Bundeskanzler ein: „Aber wir sind doch ein souveränes Land, oder? Kein Vasallenstaat, wie manche Verschwörungstheoretiker behaupten.“ Da könne Scholz doch mal Nein sagen.

Der Sender sah sich durch eine Welle der Empörung offenbar genötigt – ähnlich wie der WDR bei Gudrun Engel letzten Monat –, dazu eine Erklärung abzugeben. Der MDR verweist auf Meinungsvielfalt und die verbreitete Ablehnung von Panzerlieferung in Ostdeutschland. Lediglich in Äußerungen Arndts über FDP-Politikerin Agnes Strack-Zimmermann sieht die Rundfunkanstalt einen möglichen Verstoß gegen ihre „journalistischen Qualitätskriterien“.

Einer von vielen Rommy Arndt scharf attackierenden Twitterern schreibt, dass ihre dortige Timeline „voll mit Inhalten der postfaktischen und verschwörungsdemagogischen Blase“ sei. Dies sei „sehr bemerkenswert – für jemanden, der beim MDR noch einen Job hat jedenfalls ...“, formuliert ein Anderer drohend. In der Tat legen ihre dort geposteten und geteilten Inhalte nahe, dass sie politisch doch ein wenig anders tickt als die meisten ihrer Kollegen – vor allem in Sachen Corona-Politik (siehe pars pro toto hier). Dazu sollte Arndt stehen, denn die Behauptung, dass ihr Twitter-Account gehackt worden sei und andere in ihrem Namen etwas gepostet hätten, wirkt wenig überzeugend.

Der Feind steht im Adenauer-Haus

Jean-Philippe Kindler, angeblicher Satiriker, hatte Anfang des Monats auf Instagram in einem Video die Diskussion um die Berliner Neujahrsnacht mit dem Aufruf kommentiert, die CDU als „unseren Feind“ zu betrachten und sie „auf radikalste Weise zu bekämpfen“, da sie Migranten die Schuld gebe und gegen das Prinzip der Gleichheit der Menschen verstoße. Ist das noch Satire oder schon woke? Angesichts der Biographie Kindlers muss man wohl davon ausgehen, dass die Äußerungen ernst gemeint waren. Da sich Kindler auch als freier Mitarbeiter für den WDR betätigt, fordern CDU-Politiker, diese Woche die Rundfunkrats-Mitglieder der Partei, Konsequenzen seitens des Senders. Der beruft sich darauf, dass der Betreffende auf seinem Instagram-Kanal privat unterwegs sei. Dass „‚Hetze und der Aufruf zur Radikalisierung gegen eine demokratische Partei‘ nicht zum Auftrag des beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehörten“, heißt es von CDU-Seite. Jedenfalls, wenn es um sie selbst geht.

Die radikale Zeh

„Warum wird diese Autorin eigentlich in der Schule gelesen?“, fragt jemand – wo wohl – auf Twitter. „Noch befremdlicher“, ergänzt ein anderer: „Sie ist ‚ehrenamtliche Richterin‘ am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg.“ Kann man sie nicht, schlägt eine vor, „canceln“ im „Deutschunterricht“? Die Rede ist von Juli Zeh, Schriftstellerin und auf SPD-Ticket nebenbei Verfassungsrichterin. Beim schwierigen Balanceakt, gleichzeitig dem Establishment anzugehören und kritisch zu denken, ist sie in einem NZZ-Interview zu ihrem neuen Buch ins Straucheln geraten. Der Achgut-Autor Thilo Sarrazin hatte bei Immigration und Integration „das richtige Thema am Wickel“, Corona-Ausgangssperren „stehen für eine totalitäre Strafsituation“, „menschenfeindliche Invektive gegen Ungeimpfte“ dominierten, Verhandlungen sind einer „säbelrasselnden Form der Ukraine-Politik“ vorzuziehen.

Zehs Einschätzung, „dass es in den Neunziger und den Zweitausender Jahren in Deutschland so ruhig war“ wird ihr als Ignoranz gegenüber rechtsextremen Gewalttaten ausgelegt, ihre Bezeichnung der AfD als „überaus unerfreulicher Partei“ offenbar als Verharmlosung. Katharina Nocun, Expertin für „Verschwörungstheorien“ findet es „krass wie man Juli Zeh bei der Radikalisierung zusehen kann“. Viele echauffieren sich ähnlich. Die Schriftstellerin selbst zeigt sich noch unbesorgt, dass sie, wie die Interviewerin fragt, „von links-grünen Meinungsführern gecancelt […] werden“ könnte. Abwarten.

Augsburger Bücherkiste

Die Augsburger Stadtbücherei will „rassistischer“ Kinderliteratur an den Kragen. Studenten sollen Verdächtiges aufspüren. Anschließend könnte man Pippi-Langstrumpf-Werke weniger prominent präsentieren oder „Kinder- und Jugendbücher, die aus Sicht von Rassismus-Fachleuten kritisch einzustufen sind, entsprechend […] markieren“, eventuell mit einem QR-Code.

Keine Unschuldsvermutung

Der Miterfinder der Zeichentrickserie Rick and Morty, Justin Roiland, darf bei seiner Sendung nicht mehr mitmachen. Wie diese Woche mitgeteilt wurde, hat der US-Fernsehsender Adult Swim die Kooperation mit Roiland, der im englischen Original der Serie auch mehrere Figuren sprach, beendet. Er ist nämlich wegen häuslicher Gewalt angeklagt. Ihm werden Körperverletzung und Freiheitsberaubung einer früheren Lebensgefährtin vorgeworfen. Ob er verurteilt wird, steht noch aus; die Unschuldsvermutung scheint für ihn beruflich nicht zu gelten.

Lesen bildet

Zu guter Letzt noch etwas über Hitler. Nachdem ein Foto aufgetaucht ist, das einen Studenten der amerikanischen Stanford-Universität auf dem Campus das Buch Mein Kampf lesend zeigt, wurde ein Verfahren eingeleitet, an dem die Abteilungen für Studentenangelegenheiten sowie für Religiöses und Spirituelles der Elitehochschule beteiligt sind. Dabei geht es um jüdische Studenten, die sich negativ betroffen fühlen könnten, und irgendwelche Maßnahmen gegenüber dem Leser und denjenigen Studenten, die das Foto gepostet haben. „Die Nazis haben Bücher verboten“, schreibt der Stanford Review, „wir sollten das nicht tun“. Es schade keineswegs, sich mit gefährlichen Ideologien auseinanderzusetzen.

Und so endet der allwöchentliche Überblick des Cancelns, Framens, Empörens, Strafens, Umerziehens, Ausstoßens, Zensierens, Denunzierens, Entlassens, Einschüchterns, Moralisierens, Politisierens, Umwälzens und Kulturkämpfens. Bis nächste Woche!

 

Christoph Lövenich ist Redakteur bei „Novo Argumente“, Achgut-Kolumnist und wohnt in Bonn.

Ein Archiv der Cancel Culture in Deutschland mit Personenregister finden Sie unter www.cancelculture.de. Um auch weniger prominente Betroffene aufnehmen zu können, sind die Betreiber der Webseite auf Hinweise angewiesen. Schreiben Sie ihnen gerne unter cancelculture@freiblickinstitut.de.

Foto: BMI/Sandy Thieme CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons

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Leserpost

netiquette:

Andreas Müller / 27.01.2023

Polenz, Tauber, Prien und Czaja. Da muß Herr Maaßen alles richtig gemacht haben.

Gisela Zabka / 27.01.2023

Und vor allem: Die meisten Medien verschweigen, worauf Hans-Georg Maaßen reagiert hat, dpa sowieso, die „Welt“ zeigte die „Weißbrot“-Anmerkungen des sog. Seenotretters Axel Steier immerhin als Screenshot, ohne inhaltlich darauf einzugehen („CDU-Vize wirft Maaßen ,Radikalisierung nach rechts außen‘ vor“), am abstoßendsten kommentierte jedoch die FAZ, die Maaßen unterstellt, „völkische und rassistische Verschwörungstheorien“, kurz: das „Gedankengut von Rechtsterroristen“ zu verbreiten, Philip Eppelsheim: „Wer so denkt und redet, sollte ein Fall für den Verfassungsschutz sein. Und er hat in der CDU definitiv nichts mehr zu suchen.“ Tiefer kann die FAZ nicht sinken. ––– Nicht hoch genug zu rühmende Ausnahme ist daher Ulrich Reitz, der im „Focus“ die „ganze Geschichte hinter dem Maaßen-Eklat“ erzählt hat. ––– Und damit auch jeder weiß, wovon die Rede ist, hier das ganze Twitter-Zitat dieses sog. Seenotretters, der demnächst übrigens Flüchtlinge per Flugzeug direkt nach Berlin bringen will, Steier: „Es wird irgendwann keine Weißbrote mehr geben, weil ihre Nachkommen in 50-100 Jahren sich ... für ein*n Partner*in entscheiden, der nicht weiß ist. Die Enthomogenisierung der Gesellschaft schreitet voran. Ich unterstütze das mit meiner Arbeit. ... Wir sitzen am längeren Hebel. Bald ist Schluss mit dem lustigen Leben als Weißbrot.“ ––– Entweder kannten unsere Journos die Tweets nicht oder sie haben nur hirnlos nachgeplappert, was CDU-Czaja vorgeplappert hat.

T. Schneegaß / 27.01.2023

Kleine, für unseren funktionierenden “Rechtsstaat” eher unwichtige Ergänzung: der Weimarer Richter, der das Corona-Verbrechen an Kindern nicht legalisieren wollte, wurde von seinen übergeordneten Kollegen mit Berufsverbot belegt. Ziemlich exakt zu dem Zeitpunkt, an dem einer der Hauptverbrecher, Wieler, lakonisch wissen ließ, dass die staatlichen Terror-“Maßnahmen”, die man niemals hinterfragen darf, in diesem Fall “nicht nötig” waren.

T. Schneegaß / 27.01.2023

Rufen Sie doch mal den verlinkten Twitterkanal von Frau Arndt auf, Herr Lövenich.

Wilfried Cremer / 27.01.2023

hi, Indianer spielen? Wie pervers! In fremde Rollen schlüpfen dürfen heutzutage nur normale sexuell Verwirrte. Wenn schon falsch, dann richtig falsch und beide Seiten!

Franklin Meissner / 27.01.2023

Jegliche technische Errungenschaft hatte immer zu Kriegszuständen geführt. Ob das Metalle, die Eisenbahn, Verbrennungsmotoren, Flugzeuge und so weiter, sind. So eben auch das Internetzeitalter. Diesen Cancelculture-Leuten ist langweilig. Dann fangen sie an zu stänkern. Denn jeglicher Antrieb, daß wir etwas suchen müssen, davor erst einmal davon träumen, wird uns abgekauft und uns sofort erfüllt. Gib einen Begriff ins Internet ein, dann kommt garantiert; “Bliblablub kaufen.”  Weil alles fertig ist! Wer jetzt noch GEZ bezahlt und sich immer noch aufregt über die Zustände die in diesen Land herrschen ist selbst daran…mit schuld. Lest Nietzsche. Jenseits von Gut und Böse. Seit “Vornehm”. Schaut euch was schönes an. Steve Vai,” I Know you´re here” Live. Den Stratosphärensprung von Felix Baumgartner, Hört euch ” Burn” von Deep Purple oder lernt irgend ein Musikinstrument. Schönes Wochenende

Andreas Rochow / 27.01.2023

Die deutsche “Ausgrenzungskultur” mit all ihren faschistoiden Hetzformen geht wesentlich auch auf die Hetzstiftung mit dem Opfernamen Amadeu Antonio zurück. “Unabhängig” wuchern von hier aus die Denk- und Sprechpolizei und die Empörungskampagnen in die Medien und den parlamentarischen Kampf um die Bedeutungshoheit. Die SED-Genossin und Stasi-Zuträgerin Anetta Kahane kann über Jahrzehnte unbehelligt und von “dunklen Mächten” gestützt ihr ideologisches Gift versprühen und so Einfluss nehmen auf öffentliche Stimmung und Meinung. Die von Ihr rekrutierten Hetz-Jünger haben Gewicht bei der “politischen Bildung”, in den Medien und bei den Aktivisten der Fact Checker. Wer sich über den rauen Ton des Mainstreams und die Tendenz zu linksgrünen und schwuldiversen, antirassistischen Hetzenjagden und den neuen Bellizismus wundert, sollte auch einen Blick auf die hohe Bedeutung der hauptberuflich hetztätigen Genossin Anetta Kahane mit ihrer monströsen Stiftung werfen! Ein Staatswesen, das sich von solchen Figuren “beraten” lässt, hat Demokratie und das hohe Gut der freien Meinungsäußerung aufgegeben. Es ist reine Paradox-Propaganda, wenn Kritiker der Regierung oder Mitglieder der AfD als “Feinde der Demokratie” verunglimpft werden. Das ist auf den ersten Blick als erbärmliche Projektion zu erkennen und Symptom einer moralischen Verkommenheit, die bitte niemals im Leben als “politisch korrekt” gelten darf. Ich greife heute die Feindseligkeit der Merkel-Merz-CDU gegen ihr Mitglied Dr. Hans-Georg Maaßen heraus: Seine klugen kritischen Analysen MÜSSTEN Anlass sein für dringende Kursänderungen! In Diktaturen kommt das allerdings nicht in Frage und muss mit allen Mitteln (s.o.!) ausgeschlossen werden. Diskussionen kann und will man sich in Krisen- und Kriegszeiten und auch sonst nicht leisten!

Jörg Themlitz / 27.01.2023

Die hochgebildete und Meisterin der Rhetorik Baerbock erklärt mal ganz nebenbei vor großem Publikum Russland den Krieg. Während die Merkelianer et al. Herrn Maaßen, der den Elefanten im Raum beim Namen nennt, aus der CDU schmeißen will. (Kafka sinngemäß: Es ist nichts falsch. Und wenn es doch falsch ist, wer darf dann sagen, dass es falsch ist.) A propos Indianer. Die Taliban von heut sind die Indianer von morgen. Der Unterschied, die Sandalen Taliban haben es im Gegensatz zu den Mokassin Indianern geschafft, die USA aus ihrem Land zu werfen. Also, so lange wir es noch dürfen, gehen wir zum Karneval als Taliban.

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