Hubert Geißler, Gastautor / 25.07.2020 / 10:00 / Foto: Tomaschoff / 21 / Seite ausdrucken

Aus dem Heldenleben eines deutschen Lehrers (8): Warum so kompliziert?

Dass im Schulsystem nicht zuletzt Geld fehlt, dürfte inzwischen ein Allgemeinplatz sein: Marode Schulgebäude, fehlende Lehrer, defizitäre Ausstattung: Alles seit langem bekannt und kaum bearbeitet. Für eins gibt’s aber immer Geld und Ressourcen: Evaluationen und Vergleichstests verschlingen Zeit und Kapazitäten, werden aber kaum infrage gestellt, so wenig wie sie durchgreifende Konsequenzen haben. Ende letzten Jahres sind die Ergebnisse des neuesten PISA-Tests zum Leseverständnis von Neuntklässlern erschienen. Hatten die ersten Evaluationen noch zu so etwas wie einer gesellschaftlichen Erschütterung geführt, werden die katastrophalen Befunde des neuesten schon halb weggelächelt: Alles halb so schlimm, man hat sich zwar verschlechtert, aber andere sind noch mieser.

Nur ein Ergebnis: Die sogenannte Risikogruppe der 15-Jährigen, die nicht richtig Schreiben und Rechnen können, ist mit 21 Prozent wieder fast so groß wie vor zwei Jahrzehnten. In nicht gymnasialen Schulen liegt ihr Anteil teilweise bei bis zu 30, 40 oder sogar 50 Prozent. Ich wiederhole es nochmal in einfacher Sprache: Auf Haupt- und Realschulen kann ein Drittel bis die Hälfte der Schüler nicht lesen, schreiben und rechnen. Und das bei einem Test, wo das Leseverständnis dergestalt abgeprüft wurde, dass man entscheiden sollte, ob man einem kranken Huhn Aspirin geben sollte.

Das Leben selbst ist an Komik kaum zu überbieten. Die Antworten auf die Verständnisfragen mussten dann in ein Multiple-Choice-Formular eingetragen werden, selbstverständlich am Computer, macht ja die Auswertung leichter, führt aber auch dazu, dass man, wenn man irgendwas ankreuzt, auch mal das berühmte Korn des blinden Huhns erwischt und die Antwort richtig ist. Berücksichtigt man das, dürfte die Situation noch katastrophaler sein. Wohlgemerkt, es ging um Hühner, nicht um Goethe oder das Verständnis eines Satzes von Kleist.

Da würde der kleine Faust in einfacher Sprache sagen: „Ich stehe hier. Ich bin dumm. Das tut mir leid.“ Mir auch!

Die theoretische Pädagogik hat immer mehr an Boden gewonnen

Dass diese Ergebnisse auf ein massives Staatsversagen hindeuten, kann wohl nicht geleugnet werden. Proteste bleiben im Grunde aus, jedes Elternhaus versucht sich noch, wenn irgend möglich, aufs Gymnasium zu retten, der Rest ist betretenes Schweigen.

Die offizielle Erklärung für das Schlammassel ist natürlich eine ökonomische: mehr Geld, mehr Bildungserfolg. Das ist sicher nicht falsch, aber mehr Wissen und Können könnte mittelfristig auch mehr Geld bedeuten. Und: In einem meiner Regale liegen die Schulhefte meiner verstorbenen Mutter: Jahrgang 1924, aus einer bitterarmen Kleinbauernfamilie mit sieben Kindern: Gestochene Schrift, fehlerfrei, seitenlange Aufsätze! Dafür würde mich mal eine aktuelle Erklärung interessieren.

Doch verlassen wir die unerfreuliche Aktualität und wenden uns Grundsätzlicherem zu. Seit dem Beginn der umfassenden Bildungsreformen in den frühen 1960er Jahren sind Umfang und Bedeutung der universitären Pädagogik quasi explodiert. Fand früher die Lehrerbildung für „Volksschulen“ an Pädagogischen Hochschulen statt und bestand zudem in einer doch recht praxisorientierten Einführung in Methodik und Didaktik und studierten die künftigen Gymnasiallehrer intensiv ihre Fächer, ohne von erziehungswissenschaftlichen Fragen allzu sehr belästigt zu werden, hat nun die theoretische Pädagogik immer mehr an Boden gewonnen und überwuchert Praxis und Fachorientierung.

Einfaches wird immer komplizierter

Nun gilt auf jeden Fall das Folgende: Jedes System macht das, wozu es da ist. Ein universitäres System produziert erst mal Papier. Jeder Lehrstuhlinhaber steht unter einem Publikations- und Innovationsdruck und muss sich beweisen, mit immer neuen Ansätzen und Untersuchungen. Ob dafür allerdings das pädagogische Feld ein geeignetes ist, kann mit Verlaub infrage gestellt werden. Wie in einem vorherigen Text schon erwähnt, sind in der BRD die Länder am erfolgreichsten, die ihre Schulsysteme am wenigsten reformiert haben.

Dazu kommt noch als fatale Verstärkung, dass die wuchernden Verwaltungen ebenfalls Papier produzieren, sonst würde man ihnen ja ihre Existenz nicht abnehmen. Die Papierfluten beider Institutionen schaukeln sich nun tendenziell tsunamiartig auf und sorgen vor Ort für Chaos und Verwirrung, „Unordnung und frühes Leid“.

Einfaches wird immer komplizierter. Wurden in den Zeiten einer noch existenten pädagogischen Idylle mit den Kindern die passend zum Mathematik-Anfangsunterricht herunterprasselnden Kastanien unter Absingung eines fröhlichen Wanderliedchens in Gottes freier Natur in den Jutesack gesammelt, um dann fleißig zu rechnen, erscheint heute die Kastanie eher auf dem Tablett, mit 3D-Brille sogar plastisch, wozu am besten noch, um die sinnliche Erfahrung zu stärken, Rosskastanienraumspray über die Kinderköpfe gedieselt wird. Ende der Satire!

Und die billige, aber effektive Schiefertafel als Hauptmedium ist ersetzt durch endlose Lückentexte, mit deren Ausfüllung die fatalen Ergebnisse der neuesten Schreibdidaktik korrigiert werden sollen.

Alles gendergerecht zubereitet. Mahlzeit!

Pädagogische Wissenschaft besteht aus der Grundlage eines x-ten Aufgusses von Gesellschaftskritik à la Frankfurter Schule (die den mündigen, kritikfähigen, aber weitgehend wissensbefreiten Bürger hervorbringen soll) und einem Zuckerguss von verdünnter Entwicklungspsychologie à la Piaget. Das meiste vom Rest ist noch ein dünnes Reformpädagogiksüppchen mit einem aktuellen Virtue-Signalling-Maggi, alles gendergerecht zubereitet. Mahlzeit!

Auf der Primarstufe verrottet das System durch Reformitis, auf der Ebene der „höheren“ Lehranstalten durch Faktenfreiheit, Fehlen eines Kanons und die Anbetung von wissensbefreiten „Kompetenzen“. Dem irritierten Lehrer und verzweifelten Schüler eilt nun eine ganze Industrie zu Hilfe: Unterrichtseinheiten digital oder analog und Tests, die sich quasi selber korrigieren, werden von spezialisierten Verlagen in die Schulen gedrückt.

Meine Google-Suche „Rechtschreibtrainer“ brachte 13.200 Ergebnisse in 0,29 Sekunden, die Suche mit „Rechtschreibübungen“ gar 50.100 in 0,32 Sekunden. Nicht schlecht, obwohl mein Laptop miserabel ist. „Aber soviel Sand und keine Förmchen.“ Das riesige Angebot steht sozusagen in umgekehrt proportionalem Verhältnis zum Erfolg.

Vieles ist faul, nicht nur im Staate Dänemark. Wie ein Grauschleier liegt auch über dem Schulsystem ein Netz von Beschwichtigungen, Verharmlosungen, Verdrängungen und Lügen, garniert von einem System psychologisierender Fortbildungen, die fast jeden Schüler zum Opfer stilisiert. Die durchaus denkwürdige Pisastudie zeigt trotzdem, dass die Defizite enorm sind. Wie soll ein Schüler, der nicht lesen kann, zur vielbeschworenen Fachkraft werden? Denen, die darauf warten, „fiel fergnügen.“

Lesen Sie am nächsten Samstag: Was qualifiziert einen Menschen zum Lehrerberuf, und ist er überhaupt erlernbar?

Teil 1 finden Sie hier.

Teil 2 finden Sie hier.

Teil 3 finden Sie hier.

Teil 4 finden Sie hier.

Teil 5 finden Sie hier.

Teil 6 finden Sie hier.

Teil 7 finden Sie hier.

Foto: Tomaschoff

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Leserpost

netiquette:

Rainer Nicolaisen / 25.07.2020

Fehlendes Geld? Fehlende Lehrer? —Doch wohl kaum! Wie sah es denn mit dem Geld und den Klassengrößen im Kaiserreich aus? ..

Gerd Körner / 25.07.2020

“Aber wie man im zweiten Absatz sieht, hat auch der Deutschlehrer Probleme mit der Rechtschreibung.” @August Klose: Was sollen denn heutzutage Schüler*innen für eine Rechtschreibung lernen, wenn deren Lehrer*innen ihrerseits schon mit der Methode “Schreiben wie man es hört” beschult wurden? Zu meiner Einschulung (April 1966) wurden mir Karl May Bücher geschenkt, die ich abends unter der Bettdecke verschlungen habe. Durch das häufige Lesen prägten sich die Worte und Sätze und deren Rechtschreibung für die Ewigkeit ein. Schon fünf Rechtschreibfehler im Diktat wurden mir damals lediglich mit einem “ausreichend” benotet. Oder nehmen wir die Kopfnoten im Versetzungszeugnis: Betragen, Beteiligung am Unterricht, Ordnung und Sauberkeit, Häuslicher Fleiß... Auf so was wurde tatsächlich im NRW Schulbetrieb mal geachtet. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Zugegeben: Zu meiner Schulzeit war unser Klassenverband relativ homogen. Das Leistungsgefälle war auch nicht allzu extrem. Es mussten unter 30 Schülern in der Realschule f. Jungen gerade mal 3 Ausländerkinder integriert werden. Auch das wären heute Traumbedingungen

Manni Meier / 25.07.2020

@Helge Lange “Ich gestehe, dass auch ich keine Ahnung habe, ob man kranken Hühnern Aspirin geben sollte. Ist das eine wirklich schwere Bildungslücke, wenn man weder Tierarzt noch Hühnerhalter ist?” Nö, eigentlich nicht, Herr Lange, wenn man seine sechs Sinne, früher mal gesunder Menschenverstand genannt, noch beisammen hat. Braucht man heute aber nicht mehr wissen, weil Hühner und Eier bei Aldi wohnen und da kann man sie auch kaufen. Doch zurück zu ihrer Frage: Aspirin ist gar nicht schlimm für’s Vögeln, aber Viagra ist weitaus wirksamer.

Josef Hunne / 25.07.2020

Manchmal stößt der Lehrer auch einfach nur an die knallharten Auswirkungen einer Jahrhunderte lang praktizierte Kulturtechnik: So gilt im islamischen Kulturkreis die Koran-Rezitation als wichtiges Element der Glaubenspraxis. Es verwundert daher nicht, wenn das “auswendig herunterleiern” auch in der Schule, speziell aber bei den fleißigen Mädchen, jegliche echte Auseinandersetzung mit dem Lernstoff verhindert. Wenn eine Schülerin auf Befragung hin einen glasigen Blick bekam, dann wusste ich, dass die innere Suchfunktion nach dem Triggerwort ablief. Nach dem Einrasten wurde der dazu gehörige Buch- oder Hefttext wörtlich rezitiert. Nachfolgende Verständnisfragen konnten fast nie auch nur ansatzweise, außer durch Wiederholung der Textstelle, beantwortet werden. Wenn ich vom ganzen Trauerspiel dann wenigstens noch den Fleißanteil positiv in die Notengebung einfließen ließ, kam sofort der Protest: “Aber warum so schlecht, ich habe doch alles gewusst!” Die (leider viel zu oft notwendige) wiederholte Erklärung wurde nur mit völligem Unverständnis quittiert, von den Glaubensbrüdern oft noch mit teilweise impertinenten Kommentaren begleitet. Die daraus resultierende Gesamtbilanz war nicht nur einmal Gegenstand eines Dienstgespräches mit dem Stufen- oder dem Schulleiter. Jüngere Kolleginnen und Kollegen machten zwar ähnliche Erfahrungen im Unterricht und gaben das auch in Pausengesprächen zu, passten aber ihre Bewertungen an und so blieben wenige übrig, die dann immer wieder auffielen. Es gab keine Zeugnis-Konferenz, wo nicht entweder schon im Vorfeld Kollegen um eine Notenverbesserung gebeten wurden oder dann, beim aktuellen Wackel-Kandidaten, eine Schacherei begann, wer nun mit dem geringsten Gesichtsverlust seine Note noch anheben kann, um noch einen Abschluss oder eine Eignung für die nächste Stufe zu erhalten. Die langsfristigen Folgen des Niveauverlustes sind ja bereits ausführlich beschrieben worden.

Markus Baumann / 25.07.2020

Lieber Herr Geissler, nach 38 Jahren Schuldienst in der Schweiz habe ich mich pensionieren lassen. Ich unterschreibe jedes Ihrer Worte. In der Schule wird heute das „Handwerk“ eines Faches anhand von klaren Inhalten nicht mehr gelehrt und eingeübt. Wir müssen jetzt, um ein Bild zu gebrauchen, neben dem Schwimmbecken mit den Schülern/Schülerinnen die „Schwimmkompetenz“ von diversen, unterschiedlichen Perspektiven aus „behandeln“ und „abfragen“ und in Projekten „kreativ“ darstellen lassen. Am Ende der Schulzeit schubst man sie ins Wasser und wundert sich, wenn die Hälfte ertrinkt, andere Wasser schluckend an Ort treten, um nicht unterzugehen, und ein kleines Trüppchen im Freestyle den Beckenrand wieder erreicht - und sich dann lauthals über die erbärmliche Schule beklagt. Ich bin nicht desillusioniert, was die jungen Menschen angeht - aber ich bin definitiv desillusioniert, was das „System Dauerreform Schule“ angeht. Was da an Zeit, menschlicher Energie und Geld vergeudet wird, ist unglaublich.

Alexander Mazurek / 25.07.2020

Wenn wir die nahe Ursache suchen, werden wir bei den 68ern fündig. Seither produzieren die neuen Comprachicos der Revolution des Nihilismus Monster, wie Ayn Rand schrieb, wegen der Macht, und das erfolgreich. Ihre Monster hüpfen u.a. Freitags fürs Klima und wählen Die Grünen. Übrigens ist die Farbe des Propheten - grün! Die causa remota ... ist vor ca. 500 bzw. 250 Jahren zu finden.

Wolfgang Kaufmann / 25.07.2020

„Gestochene Schrift, fehlerfrei, seitenlange Aufsätze!“ — Mit kleinbürgerlichen Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Rechtschreiben oder Dreisatz könnte man auch ein Konzentrationslager führen, oder einen Flughafen bauen, respektive Bahnhof oder Verbrennungsmotor. – Zum Glück sind hier wir schon bedeutend weiter. Wir sind bereits in einem Maße strukturell desindustrialisiert, wie es ein Morgenthau kaum hätte träumen können. – Das kinderlose linke Deutschland kickt sich ins historische Nirwana und macht Platz für nicht ganz so linke Familienmütter und Bolidenfahrer.

Ulla Schneider / 25.07.2020

Eltern wehren sich nicht, ob der von Ihnen beschriebenen miserablen Lage. Den Zirkus möchten Sie nicht mitmachen, wenn es einen A…..kollegen trifft der alles aufbietet, um sein Nichtkönnen zu vertuschen. Es gibt auch Eltern die fit sind und diesen ” Brutsverrat” sehr wohl durchschauen. Leider Zuwenige, genauso zu wenige Lehrer, die dagegen sich wehren, obwohl, ja obwohl laut Curricula die Möglichkeit besteht. Feige sind sie und obendrein, aufgrund ihres Studiums,  ” unwissend”  da sie nichts anderes kennen, oder mit Verlaub Ihres letzten Schriftstücks, platt gemacht werden, im Referendarium. Mein toller antroposoph.  Arzt, sagte stehts, dass so dumm keiner sein kann ( System), die müssen sich was dabei denken. - Und sie denken sich was dabei: Einnorden und auf Befehl sofort reagieren können( Eingliederung in die Gesellschaft, Wissen ist unwichtig haha). Schließlich braucht man für die unteren “Ränge” nicht unbedingt lesen, Zeichen genügen. Sie kennen bestimmt Gerald Hüther. Dieser Mann hat verzweifelt versucht, diesen Leuten das Lernen lernen begreiflich zu machen. Ganz besonders für unsere Jungens. Wir haben nur noch ” Mädchenschulen”! Und - wir sind Hand/Kopf bewegende-Menschen- Sehen - Greifen -Begreifen. Irgendwie ist das alles verlustig gegangen,leider.  Schämen sollen Sie sich. ——-Eigentlich waren Sie noch recht freundlich mit Ihrem Artikel! Dreizehn Schuljahr für nichts, nichts für die Entwicklung des Geistes, des Könnens und des Selbstwertgefühls, des Mutigmachens für die Irrungen des Lebens undsoweiter, undsoweiter .. Fast nur Auswendiglernen; wehe es biegt einer ab, der ist hoffnungslos verloren. Passt doch augenblicklich, nicht wahr? Übrigens, Arbeismaterial musste ich “selbstbasteln”, meine Schränke sind voll davon gewesen. Die Bücher waren oft überflüssig.

Raphael Yohanan Gruber / 25.07.2020

“Auf Haupt- und Realschulen kann ein Drittel bis die Hälfte der Schüler nicht lesen, schreiben und rechnen.” Dann haben die ja inzwischen das Abitur Niveau in NRW erreicht :D Abi Abschlussprüfung in NRW: Bestanden wenn man innerhalb der gesetzten Woche das richtige Gebäude findet.

Hansgeorg Voigt / 25.07.2020

Lesen und verstehen sind zwar Kompetenzen, aber nicht dienlich der faktenfreien Diskussion, Man nehme nur das Thema Klimawandel. was bedeuten schon Informationen, dass Nordafrika lange Perioden der Geschichte die Kornkammer Afrikas war. Was bedeuten Informationen, dass Grönland von Grünland kommt und besiedelt werden konnte. Man kann sich fragen, warum Hannibal mit Elefanten über die Alpen kam und man Ötzi gefunden hat. All das könnte man lesen und verstehen. Ein bisschen Geographie und Kontinentalverschiebungstheorie von Wegener und schon bekommen Dinge vielleicht ein paar andere Aspekte. Dazu ein paar Experimente in der Physik zur Batterietechnik und ein bisschen Chemie mit einem Experiment zum Knallgas. Aber das ist heute nicht mehr gewünscht. Das Ziel ist Glauben und nicht verstehen und denken. Hatten wir schon mal im Mittelalter vor der Aufklärung. Mal sehen, wann die Hexenverbrennung kommt!

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