Henryk M. Broder / 15.08.2019 / 11:00 / Foto: US-Embassy Berlin / 14 / Seite ausdrucken

Trump and Merkel are “totally respectful” of each other

Heute erscheint in der Weltwoche ein längeres Interview, das Urs Gehriger und ich mit dem Botschafter der USA in Berlin, Richard Grenell, geführt haben. Hier finden Sie die englische Fassung. Die deutsche Version stellen wir morgen früh auf Achgut.com online.

German media reported today, "Shortly before Trump's planned trips to Europe, the US tightened the tone and threatened to withdraw part of its troops from Germany once again.” Mr. Ambassador, what will be left of the US - German friendship once you have moved US troops to Poland?

Well, first of all, the President hasn’t made any decisions on that. So, anyone reading into a decision being made is not accurate.

Is it pending?

No. Look, I think the German media, the European media, largely missed what President Trump said in Washington when he was standing with [Polish] President Andrzej Duda. His point is that the 2% commitment is a NATO commitment, and it's an obligation that we think is very important. He made that clear. President Trump said, “Germany is at 1 percent. They should be at 2 percent, and they’re not getting there fast. We have 52,000 military personnel in Germany. We’ve had them there for a long, long time. So, we’d be, probably, moving a certain number of troops to Poland, if we agree to do it.” The reality is that that's not a decision yet, and my comments were simply highlighting what the President already said. I am talking about the reality. Once again, some in the media are playing fast and loose.

The news in the US gives the impression that Germany and all of Europe is becoming less and less important for the Americans. Is that correct?

No, I don't think so. I think the Europeans are incredibly important for the Americans. One of the reasons I wanted this job [as ambassador to Germany] was because the E3 — the British, the French, and the Germans — are an incredibly important negotiator to the work that the United States does. I saw that at the United Nations. I saw that we needed to have the E3 as representatives of the EU reflexively with the West. We view the world in the same way. We believe in democracy, human rights, the rule of law and capitalism. This is why I wanted this position in Germany.

To put the relations back on the right track?

No. I would just say to deepen the relationship between Europe and the United States, between Germany and the United States, so that the West could be strengthened. We feel very strongly that Americans have sacrificed a lot for Europe, because we are friends.

Twice in one century.

Twice. We did that because we believe in the relationship, and we want Europe to be reflexively with the West. We're not asking Russia or China to build up their militaries. We're asking our friends, the Germans.

It's interesting that you mentioned the E3 and not the EU as a whole. Is the EU less important? 

No. I didn’t mean to suggest a separation. There's no bifurcation. I think, just practically speaking, at the UN, where I came from, we tend to organize with the E3 largely because the French and the British were on the Security Council as a permanent member, and having discussions with the E3 was quicker and easier. But we absolutely recognize that this is only the start of the wider discussion that must be had.

You have tried to put pressure on the Germans in regards to the US-led mission to secure oil tanker ships sailing in the Strait of Hormuz near Iran. Foreign Minister Heiko Maas said Germany will not be taking part. Do you take “No” for an answer?

We didn't put any pressure on them, and I think that was overplayed by the German media. We simply asked. If simply asking is too much pressure, I think we have a different problem. To simply ask should not be considered pressure. Unless you somehow are not used to being asked.

(Broder) May I, as a German, say this: If the Germans ask some government to do something, that's diplomacy. If some governments are asking the Germans to do something, that's blackmail.

I think that we have a deep friendship, and we should recognize that asking for help and assistance and cooperation is not a threat. Suggesting it is a threat is unserious. Hier geht es weiter.

Foto: US-Embassy Berlin

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Heiko Engel / 15.08.2019

Ja, ja; ganz nett. Informationsgehalt ? Eher überschaubar. USA möchten die 2 % realisieren, damit deutsche Rüstungsindustrie, die mehrheitlich in US Besitz ist, wieder mehr um - und absetzen kann. Der 2. Weltkrieg öffnete den Amerikaner doch erst den europäischen Markt. Vorher war das US - Angebot an Waren recht gering. Und die Amerikaner haben sich an den deutschen Patenten, die sie nach dem 2. Weltkrieg mitnahmen, dumm und dämlich verdient. Ist ok.. Haben ja auch gewonnen. Aber, werter Herr Broder, auch mal Fragen stellen, die dem lieben Herrn Botschafter Richtung Schnappatmung bringen. Unsinnigen Dünnsinn gibt es morgen früh wieder aus dem Berliner Regierungsbezirk. Also los ! Und trotzdem vielen Dank für Ihren Einsatz.

S.Niemeyer / 15.08.2019

Vielen Dank, Herr Broder + Herr Göhriger, für das Interview! Kein Wunder, dass Botschafter Grenell bei deutschen Pepita-Politikern mit ihrem Mikromanagement und ihren fanatischen Medienclaqueuren gefürchtet ist. Mann mit Format. Mögen seine Sätze zur Post-Merkel-Ära möglichst bald Realität werden. Es ist nicht mehr auszuhalten.

Klaus Blankenhagel / 15.08.2019

Mein Eindruck, ein ganz und gar diplomatisches Gespraech bzw Interview. Wenig Substanz.

Thomas Taterka / 15.08.2019

@Murmelstein, der ” Böse ” : Man muß schon dankbar sein, daß das Gespräch weitestgehend in Deutsch geführt werden konnte. Ein gewisses Interesse an diesem Land ist also schon vorhanden. Anders als bei diesem Sohn eines der übelsten Alkoholschmugglers und Geldräubers, der seine 4 Worte wahrscheinlich im Flugzeug gelernt hat , für einen gut inszenierten PR - Gag und in Dallas abgeknallt wurde, weil er die Schulden nicht bezahlen wollte bei den Inkasso -Familien, die seinen Vater ins Geschäft gebracht haben. Also, besser ein wenig mehr Deutsch nach 74 Jahren ! Respekt schreiben Amerikaner ja ganz groß ,wie wir alle wissen, besonders bei Freunden. In diesem Land freuen wir uns über diesen Respekt so sehr, daß es uns glatt ” die Sprache verschlägt “. Fehlt nur noch das Schwanzwedeln . P.S. : Ach so,  hab ich vergessen : God the Allmighty,  bless Donald Trump. ( With a twinkle in my eye ! )  

Werner Arning / 15.08.2019

„Totally respectful” mag sich Trump verhalten. Von Angela wage ich das nicht zu behaupten. Wer im Land des „Freundes“ Reden hält, die diesem als wenig hilfreich erscheinen könnten, erweist ihm nicht unbedingt Respekt. Und seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachzukommen, ist auch nicht unbedingt ein Zeichen des Respektes und die eigenen Medien nicht zu etwas mehr Zurückhaltung in Bezug auf Trump-Kritik anzuhalten, auch an dieser Stelle lässt sich nicht unbedingt Respekt herauslesen. Natürlich sollten Medien frei sein. Diese Freiheit jedoch zu nutzen, um Politik zu betreiben, das geht an journalistischer Neutralität ein wenig vorbei. Da wäre eine Kanzlerermahnung nicht einmal unangebracht, sei denn, die bundesdeutsche journalistische Auslegung von „Neutralität“ kommt einem ganz gelegen. Also, ich finde, Herr Trump verhält sich gegenüber den Deutschen ziemlich respektvoll und hat außerdem ein sehr dickes Fell. Respekt, Herr Trump.

Marcel Seiler / 15.08.2019

Der US-Bostschafter ist sehr gut in diplomatischer Sprache. Und deshalb ist das Lesen dieses Interviews Zeitverschwendung. (Ich habe das Interview ganz gelesen, also kann man mir glauben.)

Marc Blenk / 15.08.2019

Lieber Herr Broder, ” May I, as a German, say this: If the Germans ask some government to do something, that’s diplomacy. If some governments are asking the Germans to do something, that’s blackmail.” Köstlich, sie sagen es treffend. Dabei ist keine andere Diplomatie so penetrant wie die deutsche willing, moral Rainforest Offensive.  Der hat erfreulicherweise gerade der brasilianische Präsident was aufs Maul gegeben.

Ilona G. Grimm / 15.08.2019

E3: „We view the world in the same way. We believe in democracy, human rights, the rule of law and capitalism.“ Von was für einem Deutschland redet der Mann? Habe ich eine Revolution verpasst?

Thomas Taterka / 15.08.2019

Ich hab ’ durchgehalten bis zum Schluß. Schuld ist wahrscheinlich meine gute Kinderstube. Schließlich ist er der Botschafter des Landes, in dem ich am liebsten weit , weit weg bin von zu Hause.

Wilfried Cremer / 15.08.2019

Diplomatensprech mit wenig Output. Das nächste Treffen also bitte auf der Wiesn, aber schenken Sie ihm vorher bitte eine Krachlederne, und lassen Sie die Burka mal im Schrank!

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