Henryk M. Broder / 11.12.2019 / 17:31 / 11 / Seite ausdrucken

SPD: Keine Antwort unter dieser Nummer

Die SPD hat nicht nur eine charismatische Doppelspitze,sie hat auch eine Pressestelle. Chef der Pressestelle beim Parteivorstand ist Albrecht von Wangenheim. Es sei, sagt er, eine aufreibende, aber erbauliche Tätigkeit. Vor allem angesichts der enormen Zahl von Zuschriften, die ihn tagtäglich erreichen. Darunter auch eine von mir:

sehr geehrter herr von wangenheim,

in allen berichten über die wahl der beiden neuen vorsitzenden der spd vermisse ich eine information. ist es ein ehrenamt oder bekommen die vorsitzenden ein entgelt, und sei es nur in der form eines schmerzensgeldes?

und falls dies der fall ist: werden sie nach BAT bezahlt oder außertariflich?

für eine auskunft wäre ich ihnen sehr verbunden.

beste grüße vom potomac an die spree

hb

Die Antwort kam umgehend.

Vielen Dank für die Nachricht.

Wir werten alle Zuschriften an den SPD-Parteivorstand sorgfältig aus. Anregungen und Kritik fließen dabei in unsere Diskussionen mit ein. Wir bitten um Verständnis, dass es uns aufgrund der enormen Zahl von Zuschriften nicht möglich ist, zeitnah auf jede Nachricht einzugehen.  

Mit freundlichen Grüßen

Team Direktkommunikation

Ich bedankte mich auf der Stelle bei der Pressestelle.

Vielen Dank. So genau wollte ich es nicht wissen. Alles Gute für Ihre Arbeit

 

Von Henryk M. Broder erschien am 8. November 2019 das Buch „Wer, wenn nicht ich – Henryk M. Broder“. Der Autor befasst sich darin mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop vorbestellt werden. Die zweite Auflage ist ab dem 18. Dezember lieferbar.

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netiquette:

Gert Köppe / 11.12.2019

Aber lieber Herr Broder! In schweren Zeiten muss man halt sparsam sein. Bei den “Sozen” spart man schon mal bei den Antworten.

Andreas Müller / 11.12.2019

“Vielen Dank. So genau wollte ich es nicht wissen”.  Ob die das kapiert haben ?

Wolfgang Kaufmann / 11.12.2019

Eine Arbeiterpartei, die dem Wähler derart arrogant den Stinkefinger zeigt, hat fertig. Und zwar zu Recht.

Karla Kuhn / 11.12.2019

Danke, Ihr Artikel ersetzt mir das Betthupferl, ich muß so lachen, herrlich. Auch die Antwort von Herrn Stricker paßt prima dazu. Ich habe ein lange E Mail an den Datenschutzbeauftragten der Bundesregierung geschickt und mich über die Dreistigkeit des Herrn Spahn beschwert, 73 Millionen Krankendaten der gesetzlich Versicherten OHNE Einwilligung und OHNE Widerspruchsrecht an die FORSCHUNG und die INDUSTRIE, Sie lesen RICHTIG, an die INDUSTRIE,  zu senden. Ich habe postwendend eine Antwort erhalten, ebenfalls ein lange Mail, u. a. mit dem Hinweis, daß ich diese Mail NICHT weiterleiten darf. Also HIER klappt der DATENSCHUTZ aber unsere 73 Millionen Krankendaten sind NICHT geschützt. Für mich ist somit das Amt eines Datenschutzbeauftragten überflüssig ! Ach ja, mein Hinweiß auf den Unrechtsstaat DDR hat dem Herrn offensichtlich nicht gefallen !

Peter Petronius / 11.12.2019

Äh Herr Broder, den BAT gibt es nicht mehr! Der Tarifvertrag heißt schon seit Jahren TVöD/TV-L. Ich selbst glaube, daß die SPD-Doppelspitze via AWO querfinanziert werden könnte, dabei in der Höhe von 14 Jahren Berufserfahrung inkl. eines Dienstwagens, das Frankfurter Modell könnte dies möglich machen.

Helmut Kaßner / 11.12.2019

Sehr geehrter Herr Broder, was seit längerer Zeit klar ist, zwei linke Parteien in Deutschland machen keinen Sinn, wurde gestern in meiner Regionalzeitung (MZ) konkretisiert. So wurde in einem Artikel berichtet, dass die Partei DIE LINKE genau das auch so sieht und man zukünftig einen Zusammenschluss für vorstellbar hält. Ob DIE LINKE dabei von einer Freiwilligkeit ausgeht oder noch abwartet bis man das wie 1946 in der SBZ mit Druck erreichen kann, konnte man dem Artikel nicht entnehmen. Vielleicht ist die Sache auch schon weitergediehen als wir denken. Da hätten Sie dann eine ganz andere Adresse/Telefonnummer wählen müssen um eine ordentliche Antwort zu bekommen.

Sabine Lotus / 11.12.2019

Wer die billigen Wiedergänger von Margot und Erich so ungeniert auf’s Silberparkett schiebt, taucht halt besser erst mal ein paar Tage unter. Den Stunt müssen die sich gerade erst mal tagelang schönsaufen.

Claudius Pappe / 11.12.2019

Ich habe auf meine Zuschriften an die Parteien meines Kreises noch nicht mal eine standardisierte Antwort erhalten, und die haben mit Sicherheit weniger Zuschriften bekommen.

Gabriele H. Schulze / 11.12.2019

Enorme Zahl von Zuschriften. Nicht kleckern, klotzen! Wenn man sonst nix hat…

Ilona Grimm / 11.12.2019

Die Antwort könnte von der EKD stammen…

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