Chronik des Irrsinns – der August 2022

Der achte Monat des Jahres 2022 ist zu Ende gegangen, also das achte Zwölftel eines Irrsinns. Die mit dem Klammerbeutel Gepuderten erhöhen die Schlagzahl, der Chronist kommt kaum hinterher. Lesen Sie, staunen Sie! 

Angekündigt waren bis zu 200 Teilnehmerinnen, aber am Ende ziehen rund 70 Frauen und Männer mit teils freiem Oberkörper durch Augsburg. Sie fordern Gleichbehandlung und wenden sich gegen die Sexualisierung ihrer Brüste. Sie kritisieren das „Patriarchiat“, das sie laut Sprechchören „in Schutt und Asche“ legen wollen („Freier Oberkörper für alle – Patriarchat abnippeln"). Die Gesellschaft sei „sexistisch“.

***

Eben noch hat CDU-Chef Merz die Cancel Culture beklagt, jetzt kriegt er kalte Füße, weil er von Grünen und Sozen angegangen wurde, und sagt eine Veranstaltung mit dem republikanischen US-Senator Lindsey Graham ab, weil auch Henryk M. Broder und Joachim Steinhöfel teilnehmen. Daraufhin hat Graham keine Lust mehr, sich mit Merz zu treffen. Konservative würden sich „nicht gegenseitig canceln, bevor sie sprechen“. Folge man diesen Prinzipien nicht, sei man „nicht anders als die Linken“. Merz wird von den Linken aber trotzdem weiter für einen knallrechten Konservativen gehalten, das ist der Witz dabei.

***

Claudia Kemfert, Wirtschaftswissenschaftlerin und Energiewende-Märchenerzählerin der Nation, nennt die Argumente gegen die Energiewende – wie Dunkelflaute und dass nachts die Sonne nicht scheint – „altbewährte Mythen“.

***

Der Integrationsbeirat Hannover-Ricklingen lehnt den Antrag des Paritätischen Familienzentrums zur Förderung mit 3.000 Euro für eine Kinderferienfreizeit ab: Er reibt sich am Indianer-Motto. Laut einer Rathaus-Sprecherin sollte „die geschichtliche und zeitliche Einordnung des Themas in der Vermittlung an Kinder und Teilnehmende“ im Fokus stehen, „ohne Fokus auf eine Ethnie und die Reproduktion von Klischees“. 

***

Kika-Moderator Matondo Castlo nimmt gerade an einem israelfeindlichen Jugend-Festival in Farkha (Westjordanland) teil, das von der marxistischen „Palestinian People’s Party“ organisiert wird, die seit Jahrzehnten gegen Israel hetzt und Terroristen verherrlicht. Der Sender kennt Castlo aber als „sehr engagierten und stets am Wohl der Kinder orientierten Menschen, der sich in seiner Arbeit als Coach, Musiker und Erzieher deutlich gegen Hass und Gewalt positioniert“. Na dann!

***

Womit wir auch gleich bei einem Sozen wären: Mohamed Baaqoul, Chef der Jusos Rüsselsheim-Raunheim und Beisitzer im SPD-Ortsvereinsvorstand, bezeichnet in einem Chat Israel als „Apartheidstaat“ und spricht von „Verbrechern“. Das ist der Landes-SPD jetzt ein bisschen peinlich, aber sie hat schon etwas unternommen: mit Mohamed vereinbart, „dass er an einer Fortbildung teilnehmen wird, die sich mit dem Nahost-Konflikt befasst.“ Und wer leitet die Fortbildung? Jürgen Todenhöfer?

***

Oops, they did it again: Das ZDF macht auf einem Bild erneut – wie schon im Februar – den aus einem AKW-Kühlturm aufsteigenden Wasserdampf zu dunklem Rauch. 

***

Ach, herrje: Im Zuge der Ermittlungen in der Cum-ex-Affäre haben Fahnder im Sparkassenschließfach des umstrittenen SPD-Politikers Johannes Kahrs („Hass macht hässlich!“) 214.800 Euro und 2.400 US-Dollar in unterschiedlich großen Scheinen gefunden. Und da heißt es immer, es gebe keine Fachleute in der Politik – die SPD hat sogar einen Schließfachmann!

***

In einem tagesthemen-Kommentar meint eine Sabrina Fritz, der Staat gebe Milliarden für Elektroautos, neue Medikamente oder dass wir günstig mit der Bahn fahren. Er könne aber „nicht immer nur geben, er muss auch mal nehmen“. Ach, wissen Sie, Sabrina: Der Staat gibt doch nur, was er uns vorher genommen hat! Man nennt das Steuern. Und davon nimmt der deutsche Staat viel. Er nimmt uns auch monatlich 18,36 Euro, damit wir uns Ihren gequirlten Mist anhören müssen. 

***

Karl Lauterbach hat sich Corona eingefangen, „trotz“ Vierfach-Impfung. Das wäre mit einer fünften Impfung wohl nicht passiert. Er mag auch nicht sagen, wie lange die letzte zurückliegt, obwohl die Bürger das ab 1.10. tun sollen, wenn sie unmaskiert ins Restaurant wollen. Und er schluckt Paxlovid (auch von Pfizer) zur „Vermeidung von Komplikationen“, obwohl er doch immer sagt, dass die Impfung einen schweren Verlauf verhindert. Sehr verwirrend. Klar ist nur: Karl ist ein Impfluencer.

***

Der Chef des Umweltbundesamtes, der den Grünen nahestehende Dirk Messner, liebäugelt mit einer CO₂-Steuer für Kühe. Die furzen nämlich alle drei Minuten und emittieren so übers Jahr jeweils 100 kg Methan. Wie üblich eine Milchmädchenrechnung, weil die Rindviecher nicht mehr Treibhausgase ausstoßen als die Pflanzen, die sie fressen, vorher durch Photosynthese gebunden haben. Aber Geld stinkt ja nicht, wusste schon der römische Kaiser Titus Flavius Vespasianus.

***

Nach neuen Enthüllungen tritt Patricia Schlesinger nun auch als RBB-Intendantin zurück. Nicht etwa wegen eigener Verfehlungen wie Korruption oder dem Umgang mit Gebührengeldern zum eigenen Wohl, mitnichten: wegen der „persönlichen Anwürfe und Diffamierungen“, denen sie ausgesetzt sei. 

***

Claudia Roth stellt der Bundesregierung treu ergebenen „NGOs“ 2,3 Millionen Euro Steuergeld „zur Stärkung von Vielfalt und… Medienkompetenz“ zur Verfügung. In ihrer Jury sitzt auch Ferda Ataman, neuerdings unabhängige (!) Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes und Gründerin der „Neuen deutschen Medienmacher“. Und wer gehört zu den mit Geld bedachten Vorfeldorganisationen von Rot-Grün? Die „Neuen deutschen Medienmacher“! Auch Correctiv bekommt nochmal Extra-Zuwendungen. Binnen drei Jahren haben die „Faktenchecker“ dort fünfmal festgestellt, dass Claudia Roth zu Unrecht kritisiert wurde. Das Geld sorgt nun dafür, dass sie weiter unabhängig bleiben.

***

Genderei im Endstadium: In der WDR-Sendung „Lokalzeit“ stellt Moderator Stefan Fuckert seine Interviewpartnerin als „Intensivkrankenschwesterin“ vor. Ich habe mich nicht verhört, er sagt es dann gleich nochmal. Auch WDR-Moderatorin Catherine Vogel spricht von einer „Krankenschwesterin“. Laut Sender ein „Versprecher“. Hä? Eine Versprecherin, wenn schon!

***

In einem Ausländeramt in Wuppertal springt Einmann unvermittelt über den Empfangstresen und sticht mit einem Messer auf eine Mitarbeiterin ein. Überm Eingang des Amtes steht übrigens „Haus der Integration“.

***

In Dortmund ist Einmann mit einem Messer auf Polizisten losgegangen, die erschossen ihn in Notwehr. Jetzt avanciert der 16-Jährige aus dem Senegal posthum zum George Floyd der Bundesrepublik. „Ich spüre, dass man aufgewühlt ist“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) bei der Trauerfeier in der Abu-Bakr-Moschee. „Weil in unserer Stadt ein 16 Jahre junger Mann durch einen Polizeieinsatz zu Tode gekommen ist.“ Und: „Mouhamed hat auf der Flucht alles verloren: Seinen Vater. Seine Mutter. Seinen Bruder.“ Wenig später trifft der WELT-Reporter Tim Röhn die Angehörigen Mouhamed D.s im Senegal. Seinen Vater. Seine Mutter. Und die neun Geschwister.

***

Nach eigener Aussage hat sich Karl Lauterbach schon im März zum vierten Mal impfen lassen. Dann macht der Minister jedoch den Fehler, in der Bundespressekonferenz auch sein digitales Impfzertifikat in die Kamera zu halten. Flugs scannen einige geistesgegenwärtige Beobachter den QR-Code per CovPass-App und es stellt sich heraus, dass seine letzte (offenkundig dritte) Impfung vom November 2021 datiert. Das Ministerium beeilt sich daraufhin mit der Erklärung, Lauterbachs vierte Impfung im März sei noch nicht digital erfasst worden. Klar, ist ja auch erst fünf Monate her, und warum sollte Lauterbach etwas gleich nutzen wollen, was er anderen dringend empfiehlt bzw. zur Auflage macht, um unmaskiert essen gehen zu können?

***

In New York ist der islamkritische Autor Salman Rushdie bei einem Messerattentat schwer verletzt worden. Über den Schriftsteller verhängte Irans Ayatollah Khomeini 1989 eine Fatwa, die dazu aufrief, den Apostaten zu ermorden, dafür wurde ein Kopfgeld von vier Millionen Dollar ausgelobt. Seither lebt er ständig unter Polizeischutz. Die Tagesschau schreibt, der Täter (der übrigens einen Führerschein auf den Namen eines toten Hisbollah-Terroristen benutzte) sei festgenommen worden: „Sein Motiv ist unklar“. Wahrscheinlich ein militanter Literaturkritiker.

***

WDR-Intendant Thomas „Tom“ Buhrow (Jahresgehalt: 400.000 Euro) ist das Geprasse der nunmehr ehemaligen rbb-Intendantin Patricia Schlesinger (Jahresgehalt: 303.000 Euro) peinlich. Er hat zwar auch einen 100.000-Euro-Dienstwagen, aber mit schlechtem Gewissen: „Ich fahre einen 7er BMW, leider mit Massagesitzen.“ Mensch, Tom. Das ist bitter.

***

Im Vergleich etwa zu den Rentnern in Italien, die 91,8 Prozent des letzten Nettoeinkommens bekommen, in Österreich (89,9 Prozent) und den Niederlanden (80,2 Prozent) sind die Deutschen, die auch noch länger arbeiten, mit 51,9 Prozent ganz arm dran. Wir liegen sogar weit unter dem europäischen Durchschnitt. Das Bundeswirtschaftsministerium behauptet dennoch bei Twitter, dass „das deutsche Rentenniveau eines der höchsten in der Welt“ sei. Jetzt warten wir auf die offizielle Losung: „Armut ist Reichtum“. 

***

NRW-Innenminister Herbert Reul ahnt schon, dass die Politik gegen die Bürger Letztere gegen Erstere früher oder später auf die Straßen treiben wird. Und wenn sie es wagen, gegen Teuerung, Energieknappheit und neuen Corona-Maßnahmenterror zu protestieren, dann „geht es jetzt nicht mehr um Protestler, sondern es geht fast um so was wie neue Staatsfeinde“. Nur damit Sie’s wissen…

***

Pressekonferenz im Bundeskanzleramt. „Palästinenserpräsident“ Mahmud Abbas wirft Israel vor, „50 Holocausts“ begangen zu haben, während Olaf Scholz zwei Meter Luftlinie neben ihm steht und die Zähne nicht auseinanderkriegt. Und dann ist die PK auch schon vorbei, Shakehands. Am nächsten Morgen greift Scholz bei Twitter in seinen Phrasenbaukasten, er sei „zutiefst empört über die unsäglichen Aussagen“. „Gerade für uns Deutsche ist jegliche Relativierung des Holocaust unerträglich und inakzeptabel“ und so weiter und so fort. Wir kennen das ja, in Deutschland hat der Antisemitismus keinen Platz. Bis auf den direkt neben dem Bundeskanzler.

***

In München zeigt ein Security-Mitarbeiter israelischen Sportlern den Hitlergruß. Es ist ein Mann mit einem arabischen Namen, aber glücklicherweise mit bundesrepublikanischem Pass, sodass die Aktion als rechte Straftat, begangen von einem Deutschen verbucht werden kann.

***

Bei einem Auftritt in Neuruppin wird Scholz von Demonstranten ausgebuht. Jemand fragt, ob es einen Schießbefehl geben werde gegen protestierende Bürger. Scholz antwortet in bester Ulbricht-Manier: „Niemand in diesem Land hat vor, dass auf Demonstranten geschossen wird.“

***

Freuen Sie sich auch so auf den Herbst? Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): „Begrenzung der Raumtemperatur auch in Privatwohnungen muss möglich sein.“ Baden-Württembergs Landesvater Winfried Kretschmao (Grüne) fühlt sich sogar bemüßigt, den Bürgern Hygieneratschläge zu erteilen: „Man muss nicht dauernd duschen. Auch der Waschlappen ist eine brauchbare Erfindung.“ Das stimmt, etliche bekleiden inzwischen sogar ein Ministeramt!

***

Für den „Palästinenserpräsidenten“ hat sich die Reise nach Berlin gelohnt. Er fährt mit der Zusage der Bundesregierung von 340 Millionen Euro nach Hause. Wenn Antisemitismus sich wieder auszahlt!

***

Olaf Scholz sagt einmal mehr vor dem Cum-ex-Ausschuss aus. Beziehungsweise: eben nicht. 22-mal gibt der Bundeskanzler an, keine Erinnerung an gewisse Treffen zu haben, insgesamt 14 Formulierungen fallen ihm dafür ein: „Ich weiß von den Details nichts.“ „Keine Ahnung.“ „Das weiß ich nicht mehr.“ „An die konkreten Dinge habe ich keine Erinnerung.“ Man würde ihn ja gern mal mit Joe Biden eine Partie Memory spielen lassen. Das könnte eine zähe, verdammt lange Veranstaltung werden…

***

Auch beim NDR brennt jetzt der Baum: 72 Mitarbeiter des Landesfunkhauses Kiel haben sich an den Redaktionsausschuss des Senders gewandt und einen „politischen Filter" sowie die gezielte Verhinderung von kritischer Berichterstattung beklagt. Sie sind ein bisschen spät dran, aber besser spät als nie. Ts. Dabei hat Georg Restle neulich noch „Staatsferne" beteuert. Wir haben Tränen gelacht!

***

Ex-Ministerin Kristina Schröder wendet sich bei Twitter gegen die Maskenpflicht für Schulkinder und wird von Jutta Ditfurth (drei Abtreibungen und daher für das Thema Kindeswohl nur sehr bedingt qualifiziert) „strunzdumm“ genannt. Strunzdumm wie der Rest von Europa, im Gegensatz zu den schlauen Deutschen. Die Ex-Grünen-Mitbegründerin und heutige Politikerin der Ökologischen Linken legt sogar noch einmal nach: „Kristina Schröder ist moralisch verkommen, leugnet wissenschaftliche Fakten, lügt, manipuliert Menschen, ist kapitalabhängig und ein schlechter Mensch.“

***

In einem Freiburger Altersheim wird eine Pflegerin während der Nachtschicht von der Polizei festgenommen und nach Armenien abgeschoben. Die Clan-Chefs der Al-Zeins, der Remmos und der Abou-Chakers sollen beim Lesen der Meldung vor Lachen vom Stuhl gekippt sein.

***

Der NDR hat mit Henry Gross zwar einen gut entlohnten Musik-Chef, leistet sich aber noch einen Dieter Petereit als „Musikberater“ und lässt sich bzw. den Gebührenzahler das bis zu 50.000 Euro im Jahr kosten. Dass Herr Petereit auch der Lebensgefährte von Sabine Rossbach, der Direktorin des NDR-Landesfunkhauses in Hamburg ist – reiner Zufall!

***

Ein Grüner, wie er leibt und lebt: Winfried „Waschlappen“ Kretschmann hat auf Einladung des Bürgermeisters von Bad Wurzach die 170 Kilometer von Rheinfelden mit dem Helikopter zurückgelegt. Flugzeit: 45 Minuten, Verbrauch: 260 Liter Kerosin, Kosten: 4.000 Euro. Ging nicht anders, aufgrund seines engen Terminkalenders.

***

Justizminister Marco Buschmann: „Waschlappen haben in der Politik nichts verloren.“ Das ist doch mal eine originelle Rücktrittsankündigung!

***

Demnächst – ab Oktober – sollen Flugpassagiere nach Lauterbachs Willen eine Schnabelmaske aufsetzen (eine Verschärfung der bisherigen Praxis, die ohnehin nur noch in Deutschland gilt). Für Olaf Scholz und seine Mitreisenden – darunter zahlreiche Pressevertreter – im Regierungsflieger nach Kanada gilt allerdings gar keine Maskenpflicht. Man kennt das aus Orwells „Farm der Tiere". Weil es dummerweise Fotos der unmaskierten Gesellschaft gibt, schlägt die Angelegenheit Wellen. Man redet sich mit PCR-Tests heraus, die alle Teilnehmer des Fluges zuvor gemacht haben wollen – eine Regel, die es gar nicht gibt. Später verfügt Scholz, dass auch in Regierungsfliegern Maske getragen werden muss (oder jedenfalls keine Fotos geschossen). Lieber quälen sie sich selbst, als dass sie darauf verzichten würden, das Volk zu quälen. So kann man sich natürlich auch zum Gespött der Welt machen.

***

Woko Haram dreht mal wieder durch: Ravensburger zieht sein Buch zum Kinderfilm „Der junge Häuptling Winnetou“ nach Vorwürfen „kultureller Aneignung“ zurück. In einem Statement auf Instagram erklärt der Verlag: „Unsere Redakteur*innen beschäftigen sich intensiv mit Themen wie Diversität oder kultureller Aneignung. Die Kolleg*innen diskutieren die Folgen für das künftige Programm und überarbeiten Titel für Titel, unser bestehendes Sortiment.“ Da es ja sonst keine Probleme gibt, arbeitet man sich nun medial an Karl May ab. So sagt der in Hamburg lehrende Kolonialismusforscher Jürgen Zimmerer, Mays Werke seien „in ihrer DNA rassistisch“: „Hitler war nicht zufällig Fan.“

***

Gasumlage I: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: „Die Entscheidung (zur Gasumlage, C.C.) ist bitter, aber trotzdem richtig, weil ansonsten die Stadtwerke die Verbraucher belasten müssten. Da ist es so schon der bessere Weg.“ WTF?! 

Gasumlage II: Die umstrittene Gasumlage soll unter Mitarbeit zweier großer Energiekonzerne entstanden sein, berichtet das Nachrichtenportal „Business Insider“. 

Gasumlage III: Habeck redet sich ob der Kritik an der Gasumlage um Kopf und Kragen: „Aber es ist sicherlich nicht moralisch richtig, dass Unternehmen, die – lassen Sie mich das mal plattdeutsch sagen – ein Schweinegeld verdient haben, dann auch noch sagen: Ja, und für die paar Einnahmeausfälle, die wir haben, da bitten wir die Bevölkerung um Hilfe, die soll uns auch noch Geld geben. Also, ich will damit nur sagen: Das schauen wir uns noch mal an.“ Ja was?! So etwas passiert, wenn man einen Geisteswissenschaftler und Kinderbuchautor zum Wirtschaftsminister macht.

***

DER SPIEGEL, das Sturmgeschütz der Regierenden, sekundiert Kretschmann, indem er berichtet, der Astronaut Matthias Maurer habe sich auf der Raumstation ISS fast sechs Monate lang mit einem feuchten Tuch gewaschen: „Diese Art der Reinigung empfand er als entspannend – die erste Dusche auf der Erde war ein Schock.“

***

Saturn, ein Unternehmen, das hauptsächlich elektronische Geräte verkauft, die viel Strom fressen, spart Energie und schaltet in einzelnen Märkten die Rolltreppen aus.

***

„Der Mensch funktioniert eben nicht über Freiwilligkeit. Er will gezwungen werden.“

Wer hat’s gesagt?

A) Adolf Hitler beim Gemüsemümmeln im Führerbunker

B) Josef Stalin, Trinkspruch im Kreml

C) Mao Tse-Tung, auf dem Großen Sprung nach vorn

D) Kristin Joachim, rbb, im Tagesthemen-Kommentar

***

Aus dem SPIEGEL: „Gabriele Mahr kontrolliert Biomülltonnen im Landkreis Stade. Sie sucht nach Dingen, die nicht hineingehören – eine pädagogische Maßnahme“. Deutscher wird’s heute nicht mehr.

***

Lange nichts mehr von größeren Geldbeträgen gehört, die von Asylbewerbern gefunden und umgehend bei der Polizei abgegeben werden. Aber jetzt wird es ein wenig origineller, fasten your seatbelt: „Von der Straßenbahn aus entdeckt Asylbewerber Mostafa Mahmoud einen verletzten Babyvogel. Er fährt zurück, versorgt ihn, gibt ihm einen Namen. Jetzt ist ,Abbas‘ im Flüchtlingscamp Neuss eine Legende.“ Illustriert ist die herzergreifende Geschichte mit einem Foto von gleich vier Migranten (neben Mostafa noch Zoheir, Khalil und Mohammed), die das Taubenbaby gefunden und gerettet haben sollen. Darauf ein Paulaner!

***

„Er ist da, der Preisschock. Gut so! Denn nur wenn Öl und Gas spürbar teurer werden, kriegen wir die Erderwärmung in den Griff“, so tagesthemen-Kommentator Detlef Flintz im Oktober 2021 über die gestiegenen Energiepreise. Hm. Wenn sich jemand über steigende Preise freut und meint, „wir“ (Deutschen?) könnten mal eben das Klima regulieren – kann das nicht nur ein Grüner sein? Bingo! Zur gleichen Zeit stieg die Flintzpiepe bei den Ökosozialisten ein, wie jetzt herauskommt, heute ist der öffentlich-rechtliche Wirtschaftsjournalist Teil des Grünen-Vorstands im Stadtverband Grevenbroich. Hat da jemand was von Unabhängigkeit gesagt?

***

Die Ärzte distanzieren sich von ihrem eigenen Lied „Elke“ („Sie hat zentnerschwere Schenkel, sie ist unendlich fett / Neulich hab‘ ich sie bestiegen – ohne Sauerstoffgerät“) aus dem Jahr 1988. Von Konzertgästen aufgefordert, das Lied zu spielen, weigert sich die Band. Farin Urlaub: „Nee, Leute. Elke ist fatshaming und misogyn. So was spielen wir nicht mehr, das ist letztes Jahrtausend.“ Das wäre ja auch anstößig und eine Provokation, das wäre geradezu Punk! Nee, Leute…

***

Zum Tod von Grünen-Urgestein Hans-Christian Ströbele, der einst als RAF-Anwalt wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt wurde, weil er „an der Konsolidierung der RAF nach der ersten Verhaftungswelle 1972 mitgewirkt habe und in den Aufbau des illegalen Informationssystems der RAF involviert gewesen sei" (Wikipedia), nennt die tagesschau ihn: „Einer, der seinem Gewissen folgte". Hätten die Staatsfunker auch ohne das altrömische „De mortuis nil nisi bene" gesagt. Ein Linksterroristenfreund und Saddam-Versteher, der Raketen auf israelische Städte als „fast zwingende Konsequenz" der Politik des jüdischen Staates bezeichnete, war für die Medien immer nur der nette Onkel mit den buschigen Augenbrauen und dem roten Schal auf dem Fahrrad. Sie werden ihn vermissen, kein Zweifel.

Foto: Bundesarchiv/Georg Pahl CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Ilona Grimm / 01.09.2022

Werter Herr Casula, Ihrem Irrsinnsreport habe ich noch eine Meldung hinzuzufügen. Während der „Forum 2000 Conference“ in Prag versicherte die Außenministerin Baerbock, auf die deutschen Wähler*?§&% und deren Willen zu defäkieren und die Ukraine – koste es was es wolle, zu unterstützen: Wörtlich sagte Madame Baerbock: →→„Ich gebe den Menschen in der Ukraine das Versprechen: Wir stehen zu euch, solange ihr uns braucht. Ich will liefern, unabhängig davon, was meine deutschen Wähler denken, möchte ich für die Menschen in der Ukraine liefern. Und darum ist für mich wichtig, immer offen und klar zu sein: Jede Maßnahme, die ich unternehme, da will ich ganz klar sein, dauert an, solange die Ukraine mich braucht.“ ←← Den kleinen „Nebensatz“, der das Demokratieverständnis der Außenministerin offenbart, ‚UNABHÄNGIG DAVON, WAS MEINE DEUTSCHEN WÄHLER DENKEN’, haben die deutsche Qualitätsmedien untertänigst unterschlagen. (Nachzulesen beim Anti-Spiegel von Thomas Röper, der die „Schwarmintelligenz“ bemüht hat, um das von TASS wiedergegebene Zitat zu verifizieren. Und siehe da: TASS hat korrekt zitiert!)

A. Iehsenhain / 01.09.2022

Kemfert? War das nicht mit „Leib und Seele“ im ZDF? Zumindest namensklanglich! Da müsste sie jetzt nur noch ein paar Kilo zulegen, dann könnte sie Energiemärchen von der Kanzel herab predigen. Beim Mann aus Senegal, der alles verloren hat, kommt mir Herwig Mittereggers „Kreuzberg“ in den Sinn: „Fünf Leute sitzen hier, dabei sind wir zehn, hier zählt jeder doppelt, doch das kannst du nicht verstehn“. Jutta Ditfurth? Schon 1976 brachte Papa Hoimar das Buch „Der Geist fiel nicht vom Himmel“ heraus. War zwar offiziell keine Biographie über seine Tochter, aber die Gedanken sind ja frei. Berti Reul indes kennt sich mit den Schlichen des Bösen bestens aus, und zwar schon seit er als Prinz Koura in „Sindbads gefährliche Abenteuer“ den Gegenspieler des großen Seemanns mimte. Ansonsten gilt - wieder eine treffliche Psychoklopädie des Monats August im Jahr 2022, Herr Casula! Und Olaf Alzheimer? Vergessen Sie’s! (Einen noch zum Abschluss für Winni den Waschlappen: “Was ist der Unterschied zwischen einem VW Käfer und einem Waschlappen? Der VW Käfer eiert um die Kurve, der Waschlappen kurvt um die Eier.” Außer bei Kretschmann - dort fällt er kerzengerade vor die Füße…)

Thomas Müller / 01.09.2022

Ein Monat nur! Gibt es denn tatsächlich keinen ernstzunehmenden Widerstand gegen diese Kanaillen? Es kann doch nicht sein, dass Cretins an allen Schlüsselstellen Alles kaputt machen können? Wo kann man was tun, es ist Zeit, diese Idioten aus dem Land zu jagen und ihnen zu zeigen, wo der Bartl den Most holt. Ich habe es satt, zusehen zu müssen, wie das Geld für Scheiße rausgeschmissen wird, während ich jeden Tag 10-12 Stunden buckeln muss, um zu sehen, wie mir das Gehalt aus den Fingern zerrinnt! Es muss was geschehen, jetzt! Das eigene Motto der Versager, macht kaputt, was euch kaputt macht, ja genau, das sollten wir gegen sie anwenden!

Heinrich Wägner / 01.09.2022

Mein Gott das war ja einen ganze Menge….. Bei Stalin wurde man an die Wand gestellt. Als letzten Wunsch war wohl noch ein Schnitzel möglich . Bei den Grünen (Siehe Bremen wegen Tierwohl) geht es an die Wand ,aber bitte nur ein Scheibchen Gurke, wegen des Tierwohls. Wann werden sich die Deutschen sich die Kimme mit den Finger abkratzen weil alles andere zu kostbar für den Deutschen A….. ist. Was werden bloß meine Urenkelchen von mir denken wenn sie da noch so ein Bild in die Hand bekommen.  Der Uropa mit ner dicken Bratwurst,auch noch eine “Echte” auf den Weihnachtsmarkt und alle ohne Lappen . Das muss schlimm gewesen sein wie die gelebt haben wo man sich noch getuscht hat.

Ilona Grimm / 01.09.2022

Didi HH: Claudia Roth ist 87? Toll, dann dürfen wir ja bald auch mit deren Abgang von der Bühne des Lebens rechnen. Da mache ich dann meine seit Jahren eingelagerte Veuve Cliquot rosé auf. Das wollte ich eigentlich nach Merkels Ausscheiden aus dem Amt schon tun, hat sich aber nicht gelohnt, weil es danach noch schlimmer kam. Jetzt warte ich auf einen würdigen Anlass. (Ist das jetzt Gewaltverherrlichung? Nein, nein, ich meine es nur gut.)

Gerald Weinbehr / 01.09.2022

Die Liste des Irrsinns ist lang, es fehlt aber trotzdem etwas. Vom 9. bis 15. August fand das “System Change Camp” in Hamburg im Altonaer Volkspark statt. Ein Stelldichein von Klima-“Aktivisten” und Linksextremen, die dort bei der “Klimaintifada” u. a. übten, wie man sich gegen die Polizei behauptet. Genehmigt von Verwaltungsrichtern, die mit dem Grundgesetz argumentierten und damit eine Großversammlung von extremen GG-Feinden ermöglichten (Sprechchöre: “What we need is communism!”). Julian Reichelt hat auf seinem Youtube-Kanal “Achtung, Reichelt!” ein 15-minütiges Video zur Causa veröffentlicht (Titel: “Hier planen Klima-Terroristen den Umsturz”). Anschauen, staunen! Verbündet mit den Systembeseitigern, Umsturz-Träumer*****INNNNNEN und Kommunismus-Fans: FfF, Luisa Neubauer und - die Grüne Jugend! Nicht vergessen, die MSM verkaufen uns die Grünen unablässig als “die neue Mitte”! Wenn das die Mitte ist, dann hat Faeser recht, dann kann es tatsächlich keine Linksextremisten geben. Denn zw. diese “Mitte” und die ganz linke Wand passt nichts mehr.

Ilona Grimm / 01.09.2022

Ausdrücklich bedanken möchte ich mich für die Würdigung des Abgangs von H.-C. Ströbele. Kurz vorher habe ich nämlich bei einem anderen Blogger (den ich eigentlich schätze) folgendes über Ströbele gelesen: →Er war ein Aufrechter und ein Guter, Er war ein Aufrechter und ein Guter, „integer bis in die Haarpsitzen“ (zitiertes taz-Zitat). Ein seltenes Kaliber in der deutschen Politik – Friedenskämpfer und Menschenfreund, einer der letzten seiner Art. Möge er in Frieden ruhen.← „Ein Aufrechter und ein Guter“: Das hat mich verstört; so habe ich den Mann nämlich nie gesehen. Ob er in Frieden ruht? Da habe ich so meine Zweifel. Ich denke eher, dass er in der Hölle sitzt, steht oder liegt und sich all seiner Irrtümer bewusst ist und nicht nur deshalb Qualen leidet. Aber vielleicht irre ich mich ja auch und er war in Wahrheit ein aufrechter und ernsthafter Christ.

Klaus Schmid / 01.09.2022

Danke. 89 Prozent meiner Mitbürger haben nichts anderes verdient.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Claudio Casula / 01.07.2024 / 06:00 / 105

Chronik des Irrsinns – der Juni 2024

Der sechste Monat des Jahres 2024 ist zu Ende gegangen, also das sechste Zwölftel eines Irrsinns. Die mit dem Klammerbeutel Gepuderten erhöhen die Schlagzahl, der Chronist kommt kaum hinterher. Lesen Sie, staunen…/ mehr

Claudio Casula / 01.06.2024 / 06:00 / 73

Chronik des Irrsinns – der Mai 2024

Der fünfte Monat des Jahres 2024 ist zu Ende gegangen, also das fünfte Zwölftel eines Irrsinns. Die mit dem Klammerbeutel Gepuderten erhöhen die Schlagzahl, der…/ mehr

Claudio Casula / 31.05.2024 / 12:00 / 29

ZEIT zur EU-Wahl: Das Schönste aus der Lückenpresse

Ach ja, schön war die ZEIT. Lang ist’s her, dass man sie ernst nehmen konnte. Heute übersieht das Blatt jeden Elefanten im Raum. Unter der…/ mehr

Claudio Casula / 31.05.2024 / 06:00 / 41

Corona-Ticker (16): Freiwillig geben sie nichts heraus

Das Corona-Narrativ zerfällt wie ein Soufflé, wenn man zu früh die Backofentür öffnet. Die Aufarbeitung ist zwangsläufig. Hier die neuesten Entwicklungen der letzten Tage und Wochen.  So gut…/ mehr

Claudio Casula / 30.05.2024 / 06:00 / 68

Berliner Herzchen für Hamas

Warum fallen Berliner Universitäts-Präsidentinnen mit großem Verständnis für Judenhasser und Israels Todfeinde auf? Vor nicht einmal einem halben Jahr mussten Präsidentinnen von US-Universitäten den Hut…/ mehr

Claudio Casula / 25.05.2024 / 14:00 / 19

Wird der Hamas-Terror mit einem Staat belohnt?

In der Stunde der Not steht Israel allein da. Die Unterstützung im Westen schwindet, schon weil Millionen Moslems hier leben, die man sich nicht zum…/ mehr

Claudio Casula / 22.05.2024 / 06:05 / 78

Jodeln statt Jodl: Klettermaxe gegen rechts

Jetzt hat sich auch der Deutsche Alpenverein klar gegen Rechtsextremismus und für Offenheit, Vielfalt und Akzeptanz ausgesprochen. Darauf haben wir alle gewartet! Jetzt wird alles…/ mehr

Claudio Casula / 21.05.2024 / 06:10 / 53

Der will es wissen

Der Anwalt Joachim Steinhöfel hat sich einen Ruf als entschlossener Verteidiger der Meinungsfreiheit erworben. Jetzt hat er ein Buch geschrieben, das verirrten Politikern in diesem Lande…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com