Chronik des Irrsinns – der August 2022

Der achte Monat des Jahres 2022 ist zu Ende gegangen, also das achte Zwölftel eines Irrsinns. Die mit dem Klammerbeutel Gepuderten erhöhen die Schlagzahl, der Chronist kommt kaum hinterher. Lesen Sie, staunen Sie! 

Angekündigt waren bis zu 200 Teilnehmerinnen, aber am Ende ziehen rund 70 Frauen und Männer mit teils freiem Oberkörper durch Augsburg. Sie fordern Gleichbehandlung und wenden sich gegen die Sexualisierung ihrer Brüste. Sie kritisieren das „Patriarchiat“, das sie laut Sprechchören „in Schutt und Asche“ legen wollen („Freier Oberkörper für alle – Patriarchat abnippeln"). Die Gesellschaft sei „sexistisch“.

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Eben noch hat CDU-Chef Merz die Cancel Culture beklagt, jetzt kriegt er kalte Füße, weil er von Grünen und Sozen angegangen wurde, und sagt eine Veranstaltung mit dem republikanischen US-Senator Lindsey Graham ab, weil auch Henryk M. Broder und Joachim Steinhöfel teilnehmen. Daraufhin hat Graham keine Lust mehr, sich mit Merz zu treffen. Konservative würden sich „nicht gegenseitig canceln, bevor sie sprechen“. Folge man diesen Prinzipien nicht, sei man „nicht anders als die Linken“. Merz wird von den Linken aber trotzdem weiter für einen knallrechten Konservativen gehalten, das ist der Witz dabei.

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Claudia Kemfert, Wirtschaftswissenschaftlerin und Energiewende-Märchenerzählerin der Nation, nennt die Argumente gegen die Energiewende – wie Dunkelflaute und dass nachts die Sonne nicht scheint – „altbewährte Mythen“.

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Der Integrationsbeirat Hannover-Ricklingen lehnt den Antrag des Paritätischen Familienzentrums zur Förderung mit 3.000 Euro für eine Kinderferienfreizeit ab: Er reibt sich am Indianer-Motto. Laut einer Rathaus-Sprecherin sollte „die geschichtliche und zeitliche Einordnung des Themas in der Vermittlung an Kinder und Teilnehmende“ im Fokus stehen, „ohne Fokus auf eine Ethnie und die Reproduktion von Klischees“. 

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Kika-Moderator Matondo Castlo nimmt gerade an einem israelfeindlichen Jugend-Festival in Farkha (Westjordanland) teil, das von der marxistischen „Palestinian People’s Party“ organisiert wird, die seit Jahrzehnten gegen Israel hetzt und Terroristen verherrlicht. Der Sender kennt Castlo aber als „sehr engagierten und stets am Wohl der Kinder orientierten Menschen, der sich in seiner Arbeit als Coach, Musiker und Erzieher deutlich gegen Hass und Gewalt positioniert“. Na dann!

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Womit wir auch gleich bei einem Sozen wären: Mohamed Baaqoul, Chef der Jusos Rüsselsheim-Raunheim und Beisitzer im SPD-Ortsvereinsvorstand, bezeichnet in einem Chat Israel als „Apartheidstaat“ und spricht von „Verbrechern“. Das ist der Landes-SPD jetzt ein bisschen peinlich, aber sie hat schon etwas unternommen: mit Mohamed vereinbart, „dass er an einer Fortbildung teilnehmen wird, die sich mit dem Nahost-Konflikt befasst.“ Und wer leitet die Fortbildung? Jürgen Todenhöfer?

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Oops, they did it again: Das ZDF macht auf einem Bild erneut – wie schon im Februar – den aus einem AKW-Kühlturm aufsteigenden Wasserdampf zu dunklem Rauch. 

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Ach, herrje: Im Zuge der Ermittlungen in der Cum-ex-Affäre haben Fahnder im Sparkassenschließfach des umstrittenen SPD-Politikers Johannes Kahrs („Hass macht hässlich!“) 214.800 Euro und 2.400 US-Dollar in unterschiedlich großen Scheinen gefunden. Und da heißt es immer, es gebe keine Fachleute in der Politik – die SPD hat sogar einen Schließfachmann!

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In einem tagesthemen-Kommentar meint eine Sabrina Fritz, der Staat gebe Milliarden für Elektroautos, neue Medikamente oder dass wir günstig mit der Bahn fahren. Er könne aber „nicht immer nur geben, er muss auch mal nehmen“. Ach, wissen Sie, Sabrina: Der Staat gibt doch nur, was er uns vorher genommen hat! Man nennt das Steuern. Und davon nimmt der deutsche Staat viel. Er nimmt uns auch monatlich 18,36 Euro, damit wir uns Ihren gequirlten Mist anhören müssen. 

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Karl Lauterbach hat sich Corona eingefangen, „trotz“ Vierfach-Impfung. Das wäre mit einer fünften Impfung wohl nicht passiert. Er mag auch nicht sagen, wie lange die letzte zurückliegt, obwohl die Bürger das ab 1.10. tun sollen, wenn sie unmaskiert ins Restaurant wollen. Und er schluckt Paxlovid (auch von Pfizer) zur „Vermeidung von Komplikationen“, obwohl er doch immer sagt, dass die Impfung einen schweren Verlauf verhindert. Sehr verwirrend. Klar ist nur: Karl ist ein Impfluencer.

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Der Chef des Umweltbundesamtes, der den Grünen nahestehende Dirk Messner, liebäugelt mit einer CO₂-Steuer für Kühe. Die furzen nämlich alle drei Minuten und emittieren so übers Jahr jeweils 100 kg Methan. Wie üblich eine Milchmädchenrechnung, weil die Rindviecher nicht mehr Treibhausgase ausstoßen als die Pflanzen, die sie fressen, vorher durch Photosynthese gebunden haben. Aber Geld stinkt ja nicht, wusste schon der römische Kaiser Titus Flavius Vespasianus.

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Nach neuen Enthüllungen tritt Patricia Schlesinger nun auch als RBB-Intendantin zurück. Nicht etwa wegen eigener Verfehlungen wie Korruption oder dem Umgang mit Gebührengeldern zum eigenen Wohl, mitnichten: wegen der „persönlichen Anwürfe und Diffamierungen“, denen sie ausgesetzt sei. 

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Claudia Roth stellt der Bundesregierung treu ergebenen „NGOs“ 2,3 Millionen Euro Steuergeld „zur Stärkung von Vielfalt und… Medienkompetenz“ zur Verfügung. In ihrer Jury sitzt auch Ferda Ataman, neuerdings unabhängige (!) Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes und Gründerin der „Neuen deutschen Medienmacher“. Und wer gehört zu den mit Geld bedachten Vorfeldorganisationen von Rot-Grün? Die „Neuen deutschen Medienmacher“! Auch Correctiv bekommt nochmal Extra-Zuwendungen. Binnen drei Jahren haben die „Faktenchecker“ dort fünfmal festgestellt, dass Claudia Roth zu Unrecht kritisiert wurde. Das Geld sorgt nun dafür, dass sie weiter unabhängig bleiben.

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Genderei im Endstadium: In der WDR-Sendung „Lokalzeit“ stellt Moderator Stefan Fuckert seine Interviewpartnerin als „Intensivkrankenschwesterin“ vor. Ich habe mich nicht verhört, er sagt es dann gleich nochmal. Auch WDR-Moderatorin Catherine Vogel spricht von einer „Krankenschwesterin“. Laut Sender ein „Versprecher“. Hä? Eine Versprecherin, wenn schon!

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In einem Ausländeramt in Wuppertal springt Einmann unvermittelt über den Empfangstresen und sticht mit einem Messer auf eine Mitarbeiterin ein. Überm Eingang des Amtes steht übrigens „Haus der Integration“.

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In Dortmund ist Einmann mit einem Messer auf Polizisten losgegangen, die erschossen ihn in Notwehr. Jetzt avanciert der 16-Jährige aus dem Senegal posthum zum George Floyd der Bundesrepublik. „Ich spüre, dass man aufgewühlt ist“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) bei der Trauerfeier in der Abu-Bakr-Moschee. „Weil in unserer Stadt ein 16 Jahre junger Mann durch einen Polizeieinsatz zu Tode gekommen ist.“ Und: „Mouhamed hat auf der Flucht alles verloren: Seinen Vater. Seine Mutter. Seinen Bruder.“ Wenig später trifft der WELT-Reporter Tim Röhn die Angehörigen Mouhamed D.s im Senegal. Seinen Vater. Seine Mutter. Und die neun Geschwister.

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Nach eigener Aussage hat sich Karl Lauterbach schon im März zum vierten Mal impfen lassen. Dann macht der Minister jedoch den Fehler, in der Bundespressekonferenz auch sein digitales Impfzertifikat in die Kamera zu halten. Flugs scannen einige geistesgegenwärtige Beobachter den QR-Code per CovPass-App und es stellt sich heraus, dass seine letzte (offenkundig dritte) Impfung vom November 2021 datiert. Das Ministerium beeilt sich daraufhin mit der Erklärung, Lauterbachs vierte Impfung im März sei noch nicht digital erfasst worden. Klar, ist ja auch erst fünf Monate her, und warum sollte Lauterbach etwas gleich nutzen wollen, was er anderen dringend empfiehlt bzw. zur Auflage macht, um unmaskiert essen gehen zu können?

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In New York ist der islamkritische Autor Salman Rushdie bei einem Messerattentat schwer verletzt worden. Über den Schriftsteller verhängte Irans Ayatollah Khomeini 1989 eine Fatwa, die dazu aufrief, den Apostaten zu ermorden, dafür wurde ein Kopfgeld von vier Millionen Dollar ausgelobt. Seither lebt er ständig unter Polizeischutz. Die Tagesschau schreibt, der Täter (der übrigens einen Führerschein auf den Namen eines toten Hisbollah-Terroristen benutzte) sei festgenommen worden: „Sein Motiv ist unklar“. Wahrscheinlich ein militanter Literaturkritiker.

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WDR-Intendant Thomas „Tom“ Buhrow (Jahresgehalt: 400.000 Euro) ist das Geprasse der nunmehr ehemaligen rbb-Intendantin Patricia Schlesinger (Jahresgehalt: 303.000 Euro) peinlich. Er hat zwar auch einen 100.000-Euro-Dienstwagen, aber mit schlechtem Gewissen: „Ich fahre einen 7er BMW, leider mit Massagesitzen.“ Mensch, Tom. Das ist bitter.

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Im Vergleich etwa zu den Rentnern in Italien, die 91,8 Prozent des letzten Nettoeinkommens bekommen, in Österreich (89,9 Prozent) und den Niederlanden (80,2 Prozent) sind die Deutschen, die auch noch länger arbeiten, mit 51,9 Prozent ganz arm dran. Wir liegen sogar weit unter dem europäischen Durchschnitt. Das Bundeswirtschaftsministerium behauptet dennoch bei Twitter, dass „das deutsche Rentenniveau eines der höchsten in der Welt“ sei. Jetzt warten wir auf die offizielle Losung: „Armut ist Reichtum“. 

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NRW-Innenminister Herbert Reul ahnt schon, dass die Politik gegen die Bürger Letztere gegen Erstere früher oder später auf die Straßen treiben wird. Und wenn sie es wagen, gegen Teuerung, Energieknappheit und neuen Corona-Maßnahmenterror zu protestieren, dann „geht es jetzt nicht mehr um Protestler, sondern es geht fast um so was wie neue Staatsfeinde“. Nur damit Sie’s wissen…

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Pressekonferenz im Bundeskanzleramt. „Palästinenserpräsident“ Mahmud Abbas wirft Israel vor, „50 Holocausts“ begangen zu haben, während Olaf Scholz zwei Meter Luftlinie neben ihm steht und die Zähne nicht auseinanderkriegt. Und dann ist die PK auch schon vorbei, Shakehands. Am nächsten Morgen greift Scholz bei Twitter in seinen Phrasenbaukasten, er sei „zutiefst empört über die unsäglichen Aussagen“. „Gerade für uns Deutsche ist jegliche Relativierung des Holocaust unerträglich und inakzeptabel“ und so weiter und so fort. Wir kennen das ja, in Deutschland hat der Antisemitismus keinen Platz. Bis auf den direkt neben dem Bundeskanzler.

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In München zeigt ein Security-Mitarbeiter israelischen Sportlern den Hitlergruß. Es ist ein Mann mit einem arabischen Namen, aber glücklicherweise mit bundesrepublikanischem Pass, sodass die Aktion als rechte Straftat, begangen von einem Deutschen verbucht werden kann.

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Bei einem Auftritt in Neuruppin wird Scholz von Demonstranten ausgebuht. Jemand fragt, ob es einen Schießbefehl geben werde gegen protestierende Bürger. Scholz antwortet in bester Ulbricht-Manier: „Niemand in diesem Land hat vor, dass auf Demonstranten geschossen wird.“

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Freuen Sie sich auch so auf den Herbst? Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): „Begrenzung der Raumtemperatur auch in Privatwohnungen muss möglich sein.“ Baden-Württembergs Landesvater Winfried Kretschmao (Grüne) fühlt sich sogar bemüßigt, den Bürgern Hygieneratschläge zu erteilen: „Man muss nicht dauernd duschen. Auch der Waschlappen ist eine brauchbare Erfindung.“ Das stimmt, etliche bekleiden inzwischen sogar ein Ministeramt!

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Für den „Palästinenserpräsidenten“ hat sich die Reise nach Berlin gelohnt. Er fährt mit der Zusage der Bundesregierung von 340 Millionen Euro nach Hause. Wenn Antisemitismus sich wieder auszahlt!

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Olaf Scholz sagt einmal mehr vor dem Cum-ex-Ausschuss aus. Beziehungsweise: eben nicht. 22-mal gibt der Bundeskanzler an, keine Erinnerung an gewisse Treffen zu haben, insgesamt 14 Formulierungen fallen ihm dafür ein: „Ich weiß von den Details nichts.“ „Keine Ahnung.“ „Das weiß ich nicht mehr.“ „An die konkreten Dinge habe ich keine Erinnerung.“ Man würde ihn ja gern mal mit Joe Biden eine Partie Memory spielen lassen. Das könnte eine zähe, verdammt lange Veranstaltung werden…

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Auch beim NDR brennt jetzt der Baum: 72 Mitarbeiter des Landesfunkhauses Kiel haben sich an den Redaktionsausschuss des Senders gewandt und einen „politischen Filter" sowie die gezielte Verhinderung von kritischer Berichterstattung beklagt. Sie sind ein bisschen spät dran, aber besser spät als nie. Ts. Dabei hat Georg Restle neulich noch „Staatsferne" beteuert. Wir haben Tränen gelacht!

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Ex-Ministerin Kristina Schröder wendet sich bei Twitter gegen die Maskenpflicht für Schulkinder und wird von Jutta Ditfurth (drei Abtreibungen und daher für das Thema Kindeswohl nur sehr bedingt qualifiziert) „strunzdumm“ genannt. Strunzdumm wie der Rest von Europa, im Gegensatz zu den schlauen Deutschen. Die Ex-Grünen-Mitbegründerin und heutige Politikerin der Ökologischen Linken legt sogar noch einmal nach: „Kristina Schröder ist moralisch verkommen, leugnet wissenschaftliche Fakten, lügt, manipuliert Menschen, ist kapitalabhängig und ein schlechter Mensch.“

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In einem Freiburger Altersheim wird eine Pflegerin während der Nachtschicht von der Polizei festgenommen und nach Armenien abgeschoben. Die Clan-Chefs der Al-Zeins, der Remmos und der Abou-Chakers sollen beim Lesen der Meldung vor Lachen vom Stuhl gekippt sein.

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Der NDR hat mit Henry Gross zwar einen gut entlohnten Musik-Chef, leistet sich aber noch einen Dieter Petereit als „Musikberater“ und lässt sich bzw. den Gebührenzahler das bis zu 50.000 Euro im Jahr kosten. Dass Herr Petereit auch der Lebensgefährte von Sabine Rossbach, der Direktorin des NDR-Landesfunkhauses in Hamburg ist – reiner Zufall!

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Ein Grüner, wie er leibt und lebt: Winfried „Waschlappen“ Kretschmann hat auf Einladung des Bürgermeisters von Bad Wurzach die 170 Kilometer von Rheinfelden mit dem Helikopter zurückgelegt. Flugzeit: 45 Minuten, Verbrauch: 260 Liter Kerosin, Kosten: 4.000 Euro. Ging nicht anders, aufgrund seines engen Terminkalenders.

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Justizminister Marco Buschmann: „Waschlappen haben in der Politik nichts verloren.“ Das ist doch mal eine originelle Rücktrittsankündigung!

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Demnächst – ab Oktober – sollen Flugpassagiere nach Lauterbachs Willen eine Schnabelmaske aufsetzen (eine Verschärfung der bisherigen Praxis, die ohnehin nur noch in Deutschland gilt). Für Olaf Scholz und seine Mitreisenden – darunter zahlreiche Pressevertreter – im Regierungsflieger nach Kanada gilt allerdings gar keine Maskenpflicht. Man kennt das aus Orwells „Farm der Tiere". Weil es dummerweise Fotos der unmaskierten Gesellschaft gibt, schlägt die Angelegenheit Wellen. Man redet sich mit PCR-Tests heraus, die alle Teilnehmer des Fluges zuvor gemacht haben wollen – eine Regel, die es gar nicht gibt. Später verfügt Scholz, dass auch in Regierungsfliegern Maske getragen werden muss (oder jedenfalls keine Fotos geschossen). Lieber quälen sie sich selbst, als dass sie darauf verzichten würden, das Volk zu quälen. So kann man sich natürlich auch zum Gespött der Welt machen.

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Woko Haram dreht mal wieder durch: Ravensburger zieht sein Buch zum Kinderfilm „Der junge Häuptling Winnetou“ nach Vorwürfen „kultureller Aneignung“ zurück. In einem Statement auf Instagram erklärt der Verlag: „Unsere Redakteur*innen beschäftigen sich intensiv mit Themen wie Diversität oder kultureller Aneignung. Die Kolleg*innen diskutieren die Folgen für das künftige Programm und überarbeiten Titel für Titel, unser bestehendes Sortiment.“ Da es ja sonst keine Probleme gibt, arbeitet man sich nun medial an Karl May ab. So sagt der in Hamburg lehrende Kolonialismusforscher Jürgen Zimmerer, Mays Werke seien „in ihrer DNA rassistisch“: „Hitler war nicht zufällig Fan.“

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Gasumlage I: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: „Die Entscheidung (zur Gasumlage, C.C.) ist bitter, aber trotzdem richtig, weil ansonsten die Stadtwerke die Verbraucher belasten müssten. Da ist es so schon der bessere Weg.“ WTF?! 

Gasumlage II: Die umstrittene Gasumlage soll unter Mitarbeit zweier großer Energiekonzerne entstanden sein, berichtet das Nachrichtenportal „Business Insider“. 

Gasumlage III: Habeck redet sich ob der Kritik an der Gasumlage um Kopf und Kragen: „Aber es ist sicherlich nicht moralisch richtig, dass Unternehmen, die – lassen Sie mich das mal plattdeutsch sagen – ein Schweinegeld verdient haben, dann auch noch sagen: Ja, und für die paar Einnahmeausfälle, die wir haben, da bitten wir die Bevölkerung um Hilfe, die soll uns auch noch Geld geben. Also, ich will damit nur sagen: Das schauen wir uns noch mal an.“ Ja was?! So etwas passiert, wenn man einen Geisteswissenschaftler und Kinderbuchautor zum Wirtschaftsminister macht.

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DER SPIEGEL, das Sturmgeschütz der Regierenden, sekundiert Kretschmann, indem er berichtet, der Astronaut Matthias Maurer habe sich auf der Raumstation ISS fast sechs Monate lang mit einem feuchten Tuch gewaschen: „Diese Art der Reinigung empfand er als entspannend – die erste Dusche auf der Erde war ein Schock.“

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Saturn, ein Unternehmen, das hauptsächlich elektronische Geräte verkauft, die viel Strom fressen, spart Energie und schaltet in einzelnen Märkten die Rolltreppen aus.

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„Der Mensch funktioniert eben nicht über Freiwilligkeit. Er will gezwungen werden.“

Wer hat’s gesagt?

A) Adolf Hitler beim Gemüsemümmeln im Führerbunker

B) Josef Stalin, Trinkspruch im Kreml

C) Mao Tse-Tung, auf dem Großen Sprung nach vorn

D) Kristin Joachim, rbb, im Tagesthemen-Kommentar

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Aus dem SPIEGEL: „Gabriele Mahr kontrolliert Biomülltonnen im Landkreis Stade. Sie sucht nach Dingen, die nicht hineingehören – eine pädagogische Maßnahme“. Deutscher wird’s heute nicht mehr.

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Lange nichts mehr von größeren Geldbeträgen gehört, die von Asylbewerbern gefunden und umgehend bei der Polizei abgegeben werden. Aber jetzt wird es ein wenig origineller, fasten your seatbelt: „Von der Straßenbahn aus entdeckt Asylbewerber Mostafa Mahmoud einen verletzten Babyvogel. Er fährt zurück, versorgt ihn, gibt ihm einen Namen. Jetzt ist ,Abbas‘ im Flüchtlingscamp Neuss eine Legende.“ Illustriert ist die herzergreifende Geschichte mit einem Foto von gleich vier Migranten (neben Mostafa noch Zoheir, Khalil und Mohammed), die das Taubenbaby gefunden und gerettet haben sollen. Darauf ein Paulaner!

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„Er ist da, der Preisschock. Gut so! Denn nur wenn Öl und Gas spürbar teurer werden, kriegen wir die Erderwärmung in den Griff“, so tagesthemen-Kommentator Detlef Flintz im Oktober 2021 über die gestiegenen Energiepreise. Hm. Wenn sich jemand über steigende Preise freut und meint, „wir“ (Deutschen?) könnten mal eben das Klima regulieren – kann das nicht nur ein Grüner sein? Bingo! Zur gleichen Zeit stieg die Flintzpiepe bei den Ökosozialisten ein, wie jetzt herauskommt, heute ist der öffentlich-rechtliche Wirtschaftsjournalist Teil des Grünen-Vorstands im Stadtverband Grevenbroich. Hat da jemand was von Unabhängigkeit gesagt?

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Die Ärzte distanzieren sich von ihrem eigenen Lied „Elke“ („Sie hat zentnerschwere Schenkel, sie ist unendlich fett / Neulich hab‘ ich sie bestiegen – ohne Sauerstoffgerät“) aus dem Jahr 1988. Von Konzertgästen aufgefordert, das Lied zu spielen, weigert sich die Band. Farin Urlaub: „Nee, Leute. Elke ist fatshaming und misogyn. So was spielen wir nicht mehr, das ist letztes Jahrtausend.“ Das wäre ja auch anstößig und eine Provokation, das wäre geradezu Punk! Nee, Leute…

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Zum Tod von Grünen-Urgestein Hans-Christian Ströbele, der einst als RAF-Anwalt wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt wurde, weil er „an der Konsolidierung der RAF nach der ersten Verhaftungswelle 1972 mitgewirkt habe und in den Aufbau des illegalen Informationssystems der RAF involviert gewesen sei" (Wikipedia), nennt die tagesschau ihn: „Einer, der seinem Gewissen folgte". Hätten die Staatsfunker auch ohne das altrömische „De mortuis nil nisi bene" gesagt. Ein Linksterroristenfreund und Saddam-Versteher, der Raketen auf israelische Städte als „fast zwingende Konsequenz" der Politik des jüdischen Staates bezeichnete, war für die Medien immer nur der nette Onkel mit den buschigen Augenbrauen und dem roten Schal auf dem Fahrrad. Sie werden ihn vermissen, kein Zweifel.

Foto: Bundesarchiv/Georg Pahl CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons

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Ulla Schneider / 01.09.2022

@Ilona Grimm, guten Abend. Ich lese gerade Ihren Kommentar zum Baerböckchen. Die Bemerkung .......salopp gesagt, daß ihre Wähler in ihrer Meinung sie nicht tangieren ..... kursiert original in baerbock-englisch viral durch das Internet, spez. Twitter. Text ist in deutsch untergelegt. War das nicht früher mal ...... ich mag’s gar nicht schreiben. MfG

Thomas Hechinger / 01.09.2022

Christian Ströbele. „De mortuis nihil nisi bene.“ Zu „nisi bene“ fällt mir nichts ein. Also belasse ich es bei „de mortuis nihil“.

Heinrich Wägner / 01.09.2022

Hennri@Brunner,sind sie mein Jahrgang ,denn “89”  daß sehe ich genauso oder besser gesagt, ich habe es erlebt und fühle das es noch genauso ist . Auch wenn die Darsteller andere sind ,der Film ist der selbe und ein Ende sehe ich auch nicht . Außer das meine des ” Alters wegen”

Heinrich Wägner / 01.09.2022

NEIN !! Thomas Müller. Es sind zu VIELE. So wie “33” und auch kurz vor Toresschluss die Mehrheit noch an den Endsieg glaubten bis auf die welche in Stalingrad usw. Die Hufe hochmachen mussten. Die Deutschen geben immer erst auf wenn sie Kaputt gemacht werden. Das kann dauern . In der DDR in Worten Vierzig Jahre. Klaus @ Schmid sagt es 89%. 89% Mit Göbbels Harfen Anschluss. Stand bei Oma auf der Vertiko. Heute mit Ton und Bild.

Johannes Bader (geb. Fritz) / 01.09.2022

Kretschmann verteidigen liegt mir aus gleich mehreren, guten Gründen fern, aber Wurzach ist tatsächlich schlecht mit dem Auto zu erreichen. Leidvolle, jahrelange Erfahrung, es gibt sogar Funklöcher auf dem Weg dorthin.

armin_ulrich / 01.09.2022

Nachtrag: wie wir alle wissen, gibt es keine Zeitmaschine und Heilwig mußte das Buch:” Botschaften an mein ungeborenes Kind” doch nicht schreiben.

armin_ulrich / 01.09.2022

Zum Thema Abtreibung: Am einfachsten läßt sich das Thema mit einem Gedankenexperiment verstehen: Angenommen es gäbe die Zeitmaschine, mit der man/weib/div in die Vergangenheit zurückreisen kann. Wenn man/weib/div in der Vergangenheit ist, dann könnte man/weib/div ja diejenigen, die in der Gegenwart für Abtreibung sind, in der Vergangenheit abtreiben. Dann wären die alle weg! Und sie könnten sich nicht einmal darüber beschweren: a) aufgrund von Nichtexistenz. Und b) Ihre eigenen Rechtsvorstellungen wurden auf sie angewandt. Oder um das an einem konkreten Beispiel zu erläutern: Hoimar und Heilwig sitzen am Nachmittagskaffeetisch. Heilwig: Du Hoimar, ich muß Dir etwas sagen .....” Hoimar: das ist ja wunderbar, wir werden ihn Julius nennen “Gallia est omnis divisa in partes tres” Heilwig: “Und wenn es ein Mädchen Wird, dann nennen wir sie Julia!” Hoimar: “Nein, wenn dann noch ein Sohn nachkommt, nennen wir diesen Julius. Mal überlegen .... Ju, ... Ju ....  uns fällt schon irgendetwas ein.” Und in diesem Moment ist plötzlich der Zeitreisende im Zimmer und erklärt Hoimar, daß er in der Zukunft der Meinung sein wird, daß es zuviele Menschen auf der Erde gibt. Außerdem erzählt er den beiden jungen Eltern, daß ihre Tochter (also kein Julius) drei Ihrer Kinder abtreiben wird mit der Begründung, daß Kinder und eine politische Karriere sich ausschließen). Heilwig: “Was ist denn mit meiner politischen Karriere ....?!” Und damit war es aus mit Klein-Ju .

S.Donner / 01.09.2022

Wir schreiben das Jahr 2068. Die sogenannten 68er tragen schwere Konflikte mit ihren Eltern aus. ,,Wie konntet ihr das nur zulassen?’’ und ,,Warum hast du mitgemacht?’’ sind die Fragen die ganze Familien zerreissen.

H. Hoffmeister / 01.09.2022

Herr Casula, ich hoffe, dass die Achse des Guten ein abgesichertes Archiv unterhält, um den Irrsinn für die Nachwelt zu erhalten. Diese Begleitung eines bekloppten Landes mit seinen “Eliten” muss als Negativ-Beispiel für kommende Generationen in all seinen absurden Facetten erhalten bleiben.

Sirius Bellt / 01.09.2022

@Paul Sperling. Ihren Worten bezüglich Christian Ströbele schließe ich mich an. Einer der wenigen Grünen, dem ich seine Überzeugungen abgenommen habe. Christian Ströbele verdient auf jeden Fall einen würdigen Nachruf.

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