Henryk M. Broder / 06.05.2018 / 11:00 / 16 / Seite ausdrucken

Zu Gast bei Freunden: Der Leibwächter von Osama bin Laden

Es läuft nicht so gut mit der Integration der Flüchtlinge, wie es sich die Regierung vorgestellt hatte, als es hieß, es kämen lauter Facharbeiter, die für ein neues Wirt-schaftswunder sorgen würden. Es war auch die Rede von einer „Win-Win-Situation“ für alle – die Flüchtlinge bräuchten Arbeit, und wir, die wir schon länger „gut und gerne in Deutschland“ leben, Arbeitskräfte, um unseren Lebensstandard halten zu können.

„Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt!“, jubelte die grüne Politikerin Katrin Göring-Eckardt, als wäre sie gerade vom Weihnachtsmann besucht worden. Und mehr noch: „Es geht einerseits darum, sind wir ein Land, was für Migrantinnen und Migranten offen ist, was Leute anzieht. Die wir übrigens dringend brauchen. Nicht nur die Fachkräfte, sondern weil wir auch Menschen hier brauchen, die in unseren Sozialsystemen zu Hause sind und sich auch zu Hause fühlen können.” 

Das zumindest hat gut geklappt. Inzwischen leben hunderttausende Flüchtlinge von Sozialhilfe. Die Kosten für ihre Versorgung liegen im zweistelligen Milliardenbereich jährlich. Zu den auf diese Weise Versorgten gehört auch, wie vor kurzem bekannt wurde, ein ehemaliger Leibwächter von Osama bin Laden, der mit Frau und vier Kindern in Bochum lebt und mit rund 1.167 Euro monatlich alimentiert wird. Als Gegenleistung muss er sich täglich bei der Polizei melden.

Um „Abgehängte“, die weniger gut versorgt werden, zu beruhigen, spricht sich die Kanzlerin „für eine schnelle Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt“ aus. Wer einen Führerschein habe, könnte es als „Kraftfahrer“ versuchen, denn diese würden „überall gesucht“. Die Kosten für das „Umschreiben einer syrischen Fahrerlaubnis in eine deutsche“ könnten über „ein Darlehnsprogramm“ finanziert werden, meinte sie im September 2016.

Vor ein paar Tagen griff der neue Chef der Grünen die Idee auf und variierte sie ein wenig. Da in Deutschland in der Alten- und Krankenpflege tausende Stellen nicht besetzt sind, sollten Flüchtlinge, die in der Pflege arbeiten wollen, ein Bleiberecht bekommen. Das wäre auch ein guter „Einstieg in ein Einwanderungsgesetz“, schlug Robert Habeck vor.

So jagt eine Idee die andere. Glücklich der Flüchtling, der einen Führerschein hat und eine Platzwunde behandeln kann.

Dieser Beitrag erschien auch in der Schweizer Weltwoche

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Wolfgang Kaufmann / 06.05.2018

„Zu den auf diese Weise Versorgten gehört auch“ …die Legion der abgehalfterten Soziologen und Politologen, für die in der bösen kapitalistischen Welt sonst kein Platz wäre, da echten Mehrwert zu erzeugen nicht zu ihren Qualifikationen gehört.

Chr. Kühn / 06.05.2018

Aus eigener (beruflicher) Erfahrung kann ich sagen: freiwillig, aus Naechstenliebe oder aus Ueberzeugung macht von den Dahergelaufenen keiner eine Ausbildung oder Qualifizierung zu einer Pflegekraft. Wenn, dann nur, weil damit der Aufenthaltsstatus zementiert wird (3+2-Regelung). Sprachlich sind die meisten “Aspiranten” sowieso auf einem Niveau, auf dem keine vernuenftige Verstaendigung mit den Betreuten moeglich ist. Ausserdem habe diese Leute keinerlei Schimmer von den Lebenserfahrungen unserer alten Leute, koennten also nicht einmal etwas sagen, selbst wenn sie der Sprache maechtig waeren. Diese ganzen Vorschlaege der Politik sind einmal mehr weltfremd. Und ich will ganz einfach nicht, dass unsere beduerftigen und aelteren Mitbuerger diesen unqualifizierten und, ich kann es leider nicht anders sagen, oft genug unterzivilisierten Reingeschneiten ausgesetzt sind. Ein Horror!

Karla Kuhn / 06.05.2018

“Inzwischen leben hunderttausende Flüchtlinge von Sozialhilfe. Die Kosten für ihre Versorgung liegen im zweistelligen Milliardenbereich jährlich.” Nicht so kleinlich sein, der deutsche Michl zahlt doch gerne. Ich habe heute eine Sendung von Christopher Clark gesehen, wie er u. a. den “Deutschen Michl” beschrieben und abgebildet hat. Wunderbar. Warum denn keine Pfleger für die alten Menschen ? Die haben ja schließlich jahrzehntelang in die Sozialkassen eingezahlt und haben nun ein Recht auf eine GUTE !! Pflege !!  Und nicht vergessen, die Fakeärzte !!  Auch wenn es Heine anders gemeint hat, wenn ich an Deutschland denke in der Nacht , bin ich auch um den Schlaf gebracht. Hatte eigentlich Amri einen LKW Führerschein ?

Sophia Kopp / 06.05.2018

Zu Herrn Habeck. Ich wüßte nicht, dass in der muslimischen Kultur die Männer alte Menschen pflegen und viele Mütter neben dem Muttersein noch berufstätig sind. Der Vorschlag hätte auch von Katrin Göring- Eckardt sein können.

Bechlenberg Archi W. / 06.05.2018

Deutschland muss einfach noch viel massiver seine bürokratischen Traditionen abbauen. Erst gestern las ich, dass gut die Hälfte der Führerscheinbewerber durch die theoretische Prüfung rasseln. Und warum? Weil die Prüfbogen nach alter Väter Sitte gestaltet seien. Also mit lateinischen statt arabischen Buchstaben und überhaupt mit Buchstaben statt Bildern. Und warum überhaupt diese Hürde einer Prüfung? Bei syrischen Ärzten, Mechatronikern oder Ingenieuren genügt es doch auch, wenn sie Kenntnisse über das Bedienen von Telefonen nachweisen können, um arbeiten und die Renten unserer Nachkommen bezahlen zu können.

Joachim Lucas / 06.05.2018

Frau KGE und ihre geistigen Fluchthelfer kann man immer wieder nur so beschreiben: 0%-Kompetenz, dafür aber 100% Engagement. Die Ergebnisse sind täglich zu besichtigen. Ich denke, im angelsächsischen Ausland wird viel gelacht - über die Deutschen! Winston Churchill kannte seine Pappenheimer als er schrieb: “Die Deutschen hat man entweder an der Kehle oder am Stiefel”.

B.Kröger / 06.05.2018

Vor wem muss denn der ehemalige Leibwächter von… geschützt werden?  Ungeheuerlich!

-Gudrun Meyer / 06.05.2018

Diesmal hat die GröKaz gar nicht so unrecht: mit oder ohne Fahrerlaubnis fahren viele Kraftfahrer mit oder ohne MiHiGru so gemeingefährlich, dass ein paar weitere Fahrer, die ihre Führerscheine gekauft haben, ohne jemals so´n Nonsens wie Verkehrsregeln gelernt zu haben, auch nicht mehr auffallen. Dass KGE während der Katastrophe von 2015 einen begeisterten Tobsuchtsanfall lieferte, der ihr in jedem normalen Land eine Beruhigungsspritze eingebracht hätte, ist ebenfalls nicht unbekannt. Und dass ein ehemaliger Leibwächter Bin Ladens plus seine Familie hier lebenslänglich gut und gerne alimentiert werden, ist durchaus erträglich, wenn man bedenkt, dass diese vierköpfige Familie ja auch unter vierzig Identitäten in D leben könnte.

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