„Du bist rechts“, ist bekanntlich der liebste Spruch deutscher Platzanweiser, und es folgt der Verweis auf den Ausgang des Kinos. Deshalb wird es da allmählich einsam, bald ist keiner mehr übrig, und sie können das Licht ausmachen. Für den verbliebenen Rest gibt’s jetzt ein neues Programm im Lichtspielhaus: Die Verschwörungstheoretiker respektive Aluhüte sind unter uns.
Die gibt es rechts und links, oder auch rinks und lechts und überhaupt. Mit den Verschwörungstheorien verhält es sich wie mit den Statistiken: Jeder kocht diejenige Brühe auf, die ihm am besten in den Kram passt. Eine Prise Gates, zwei Löffel Soros und ein Fond von jüdischer Weltverschwörung. Wahlweise abgeschmeckt mit ein bisschen Mondlandungs-Fake und 9/11-Petersilie. Als Krönung vielleicht noch ein Schlag Schmand vom Bilderberger.
Gelöffelt wird die Suppe in allen Milieus und Bildungsschichten, selbst wenn sie lauwarm ist. Auch Medien sind dafür anfällig. Wenn man beispielsweise der Trump-Berichterstattung deutscher Amerikaflüsterer lauscht, so ist die Grenze zwischen Berichterstattung und Verschwörungs-Geraune so fließend wie ein verunglückter Schokoladenpudding.
Mit den Religionen haben Verschwörungs-Erzählungen gemeinsam, dass alles, was dagegen spricht, in eine Bestätigung der einmal akzeptierten steilen These umgewandelt wird. Der Glaube an Verschwörungen immunisiert gegen Einwände. Das ist eigentlich nichts Neues, ganze Bibliotheken und Filmarchive zeugen davon.
Die unterhaltsame Geschichte von Attila dem Küchenbullen
Jeder Krieg, jede Krise und jede Katastrophe fallen irgendwann der überirdischen, respektive unterirdischen Deutung anheim. Einen großen Anteil daran haben die jeweils herrschenden Kreise, die dem Volk was vom Pferd erzählen wollen. Neudeutsch nennt man das „Framing“ oder auch „Narrativ“. Unter diese Geschichte fällt beispielsweise das Märchen von der überirdischen Wirkungsmacht unserer Kanzlerin und ihres treuen Knappen Jens Spahn, die das Virenmeer für uns teilten wie einst Moses das Rote Meer.
Doch das Volk ist störrisch und misstrauisch und lernt zwischen den Zeilen zu lesen. Das Problem besteht allerdings darin, dass Viele damit gar nicht mehr aufhören können und wollen. Und wer nichts mehr glaubt, glaubt irgendwann alles. Meine Oma las stapelweise diese bunten Blättchen mit den erfundenen Adelsgeschichten, sie lebte damit glücklich bis ans Ende ihrer Tage, und wenn sie nicht gestorben wäre, so würde sie noch heute Das neue Blatt verschlingen.
Als aktuelles Beispiel mag hier die sehr unterhaltsame Geschichte von Attila dem Küchenbullen dienen. Attila Hildmann, ein Angehöriger der Spezies „Starkoch“, wurde durch Standardwerke wie „Vegan for Fun“ bekannt, das vom Vegetarierbund zum „Buch des Jahres“ gekürt wurde. Er trat bei Maischberger auf und entwickelte außerdem vegane Lebensmittelmarken. Kurz: Attila brachte alle Voraussetzungen für einen Liebling der Bionade-Fraktion mit, dem die fleischlose Zunft sogar seinen Porsche mit Kalbsledersitzen verzieh.
Jüngst kam Attila durchaus nachvollziehbar auf den Trichter, dass Einschränkungen der Grundrechte auf Basis einer wackeligen Seuchengesetzgebung nicht der Weisheit letzter Schluss oder gar gefährlich sein könnten. Bedauerlicherweise hat er aber deutlich schlechtere Bremsen als sein Porsche, und so beschloss er, der Menschheit auf Instagramm & Co mitzuteilen, wie es sonst noch in ihm denkt, siehe oben Weltverschwörung, Bilderberger und so.
Grippe für die politische Glaubwürdigkeit
Dies war mit einer deutlichen Steigerung des Unterhaltungswertes der Affäre und mit einem ebensolchen Verlust des Marktwertes seiner Unternehmungen verbunden. Die Corona-Nummer spaltet nämlich auch ansonsten gut vernetzte deutsche Sekten, in denen es oft ganz ähnlich denkt, die aber eine bessere PR-Agentur haben. Die Lebensmittelkette Vitalia beispielsweise schmiss Attilas „Vegane Bolognese im Glas“ aus dem Regal und ließ nicht ganz konsistent verlauten: „Diese Meinungsäußerungen entsprechen nicht unserer Philosophie. Wir stehen für einen offenen Diskurs.“
Im Zuge der Mutation des Corona Virus von einer Infektion der Atemwege hin zu einer Grippe für die politische Glaubwürdigkeit sind die Verschwörungs-Fuzzis inzwischen nützliche Idioten für diejenigen, die das Thema am liebsten in einer Gruft auf dem Wiener Zentralfriedhof versenken würden. Zu groß ist die Angst, die Virenlast könnte den gegenwärtigen politischen Entscheidungsträgern auf die Füße fallen wie ein Glas von Attilas Bolognese.
Überfällige Kritik an der politischen Behandlung und der Instrumentalisierung der Corona-Causa zum Zwecke der Machterhaltung und -mehrung wird deshalb kurzerhand als Verschwörungstheorie abgetan und erspart jede inhaltliche Auseinandersetzung. Wer keine Maske tragen mag, kriegt automatisch einen Aluhut aufgesetzt. So schnell wird man zum Ufologen. Als Angehöriger der Risikogruppe erwäge ich bereits die Anschaffung einer fliegenden Untertasse, um meinen Fahrzeugpark zu erweitern. Ufos haben mich schon immer fasziniert.
Von Dirk Maxeiner ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Portofrei zu beziehen hier.
Beitragsbild: Pixabay

Frank Michael Goldmann, der deutsche Wähler, der noch vor Vierteljahresfrist bereit war, an der Hand von Greta, Robert und Annalena fröhlich in den Klimasonnenuntergang zu hüpfen, kehrt nun angesichts einer realen Gefahr zu Bewährtem zurück: Augen zu - CDU Diagnose: Nicht therapierbar
Schöner Artikel, Herr Maxeiner. Das Bild dazu gefällt mir besonders gut. Irgendwann wird es die deutsche Nazi - Durchschnittsflöte begreifen WAS hier grad abläuft. Und die Verneinung von VSCHT zeigt nur deren Existenz. Z.B. VdLeyen veranlasst, aufgrund des Urteiles des BVG vom Montag, ein EU -Verfahren gegen ihre Heimat. Die Dame ist NICHT demokratisch gewählt; von Legitimation wäre damit noch zu reden. Wer da noch VSCHT verneint, sollte sich dringend auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen. Corona dürfte in selbigen Vakuum unter der Schädeldecke bereits die Kontrolle übernommen haben.
Sie tragen mit Ihrer kompromisslosen Anti-Haltung dazu bei, dass solche Ressentiments entstehen. Die einen Demonstraten in Köln versuchen Passanten genötigt und teilweise bedroht um zu erreichen, dass diese die Maske herunternehmen. (was hier auf Achgut euphemistisch "auffordern" genannt) Die waren vermutlich einfach nur froh sind, dass Läden wieder öffnen und sehr viele sind auch froh, dass sie dies - dank der Markenpflicht - einigermaßen geschützt tun können. Freiheit hört da auf, wo der andere anfängt. Sie können gerne tun was Sie wollen, aber bitte gefährden Sie keine anderen und zahlen dann bitte auch konsequenterweise ggf. die Krankenhausrechnung selbt, wenn Sie fahrlässig eine Infektion riskiert haben. Wer gegen Quarantäne-Maßnahmen verstößt, der kann theoretisch übrigens wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt werden. Zu Recht!
Mit der Vokabel "Verschwörungtheoretiker" ist es ähnlich wie mit der Klassifizierung "Populist". Das sind in Merkelland die gängigen Totschlag-Etiketten für die Opposition. - Ansich ist ein Mensch, der eine eigene von der veröffentlichten Meinung abweichende Ansicht vertritt, in einer Demokratie ein geachteter Mitbürger, mit dem Argumente auszutauschen die vornehmste Pflicht jedes aufrechten Demokraten wäre. Im Zuge der Gleichschaltung wurden aber kurzerhand sämtliche alternativ denkende oder nach alternativen Deutungen und Lösungen suchende Bürger als Populisten (früher Klassenfeind o.ä.) klassifiziert und finden sich regelmäßig als Dissidenten wieder, gefangen in strenger medialer Quarantäne. - Fast jedes politische Handeln basiert auf Strategien und Absprachen bzw. Handlungsverabredungen, die in Demokratien normalerweise auch öffentlich gemacht und diskutiert werden. Wenn nun die Absichten und Verabredungen, die Strategien, das Volk "unnötig" verunsichern und beunruhigen könnten, dann verabreden sich die Verantwortlichen regelmäßig auch zum Stillschweigen. Sind die Absichten dergestalt, daß das Volk ihnen argwöhnisch gegenüberstehen würde und sie in demokratischen Akten wahrscheinlich sogar ablehnen könnte, handelt es sich dann in solchen Fällen nicht um eine Verschwörung zur Durchsetzung von Zielen einer elitären Minderheit? Ich würde mal davon ausgehen, daß die Verschwörung zwar nicht die Regel ist, aber doch garnicht so selten wie man in einer Demokratie annehmen sollte ( "Wenn es ernst wird, muß man lügen.") - Debatten über Ziele, Absichten und Strategien sind in der Welt der Merkels und Junkers nicht erwünscht. In diesem System sind damit grundsätzlich alle Oppositionellen populistische Verschwörungstheoretiker, Ungläubige, Ewiggestrige, Aluhüte, die eigentlich zu ihrem eigenen Schutz in eine Heilanstalt eingewiesen werden sollten.
Cooles Parkschild! // "Wir stehen für einen offenen Diskurs" ist übrigens Merkel-Sprache vom Feinsten. Und Merkel-Sprache wiederum ist nichts anderes als perfektes NEUSPRECH: "Freiheit ist Sklaverei!" Wer hätte vor 30 Jahren geahnt, daß im Jahre 2020 Orwells 1984 errichtet sein würde... Die Zeitung schreibt, was die GröKaz will, und der Sternekoch kocht, was die GröKaz will, und die Antifa schlägt, wie die GröKaz es will, und der Richter richtet, wie die GröKaz es will. Und alle machen Abitur und alle studieren, und am Ende glauben sie alle an Gender und CO2, nur leider haben sie den Dreisatz nicht begriffen und "Freiheit" halten sie für eine faschistische Kampfparole.
Sie, lieber Herr Maxeiner, waren doch immer sehr für die Masernimpfung. Ich habe dazu eines Theorie, und da ich diese nicht beweisen kann, ist es eine Spekulation. Die Theorie ist, dass, wenn man alle Kinderkrankheiten impft und dazu jede bakterielle Erkrankung therapieren kann, was an sich gut ist, wir neue Erreger bekommen. Und so wie die Masern selten ein Kind schwer beschädigen oder gar zum Sterben bringen, sondern Erwachsene und vor allem ältere Immungeschwächte oder isolierte Stämme hinraffen wie ein Mähdrescher Gerste, so haben wir jetzt ein CV, das exakt das Gleiche macht. Meine Theorie kann ich lediglich stützen mit einer singulären Beobachtung: Meine Kinder, mehr geimpft als ich, waren in der Schulzeit bedeutend häufiger wegen Grippe, Erkältung oder Gastroenteritis nicht in der Schule als beide Eltern, die etwas mit Ex-Bahnchef Mehdorn gemeinsam hatten: Keinen Tag krank, auch nicht im Beruf. Kann mich auch nicht entsinnen, dass zu meiner Schulzeit im Herbst die halben Klassen verwaist waren oder massenhaft Lehrer fehlten. Somit besteht für mich ein Grund, sich die Proliferation von Impfungen kritisch anzusehen. Und nicht nur diese, sondern auch die zunehmenden Autoimmunerkrankungen und Allergien. Aber solche Studien werden nicht finanziert, denn da geht es ja um den Menschen, und es bestünde Gefahr, dass der Pharmarubel langsamer rollt.
Das muss nun endlich einmal gesagt werden, Herr Maxeiner: eine fliegende Untertasse ist nur ein halbes UFO. Dazu braucht man, wenn schon, dann zwei Untertassen, eine oben und eine unten. Pastateller würden sich übrigens besser eignen. Wenn ich so ein UFO hätte; das mit den Pastatellern wird wohl nichts, da hätte meine Frau was dagegen, dann würde ich aber ganz schnell, um der schon von Dr. med. Hiob Prätorius erforschten "Mikrobe der menschlichen Dummheit" zu entfliehen zum Mond fliegen, dort den Union Jack suchen, nicht finden, und weiter zum Mars reisen, etwas rotes Marseis aufnehmen und den Sirius im Sternbild des großen Hundes ansteuern, dort wo Hitler mit seine deutschen Schäferhund Blondi Asyl gefunden haben soll. Zum Schluss meiner Reise besuche ich Karl Marx im kommunistischen Himmel, wo er, Allah und der liebe Gott gerade Skat spielen und Bockbier saufen.