indubio / 21.02.2021 / 12:00 / 30 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 103 – Der Duden und die Dudin 

Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Der Schauspieler und Theaterleiter Gerd Buurmann und der Kulturjournalist Matthias Matussek plaudern mit Burkhard Müller-Ullrich am internationalen Tag der Muttersprache über die Genderei im Deutschen und die Schönheit von Heinrich Heines Versen. Außerdem geht es um Marsmenschen, den verstorbenen amerikanischen Radiomoderator Rush Limbaugh sowie ein sagenhaftes Kunstprojekt des Schauspiels Frankfurt. 

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Dieter Kief / 21.02.2021

Von Dudn und Blasn geene Anung. Ames Doitschlaand.

Richard Loewe / 21.02.2021

@lutzgerke: ich rede ja auch von meinem Gefuehl und sicherlich gibts hier auch sehr viele merkwuerdige Dinge - nicht nur das Patenrecht ist hier komisch, sondern das Recht allgemein. Aber mir macht es immer noch Spass, maskiert und bewaffnet in meine Bank zu gehen. Aus Hoeflichkeit verdeckt, aber jeder, der hinschaut, siehts. Meine Bankerin grinst mich immer an und ich grinse zurueck. Zum Thema Hamburger empfehle ich Ihnen Steve Martin als Inspektor Clouseau als er seinen ersten Hamburger ißt (Youtube). Und wenn man dry-aged beef mit Hand hackt und in ein Brioche steckt, passiert da bei mir das Gleiche wie bei Markkloeßchensuppe oder Linguine mit weissem Trueffel! Roundup ist ein genetischer Unkrautvernichter, den ich und mein Rasen ganz hervorragend finden. Gruesse an Sie und an Sabine Schoenfeld.

Jürgen Behm / 21.02.2021

Das nun stimmt mich sehr nachdenklich Ich habe als das Thema auf den Mars und dessen literarischen und cinematischen Bewohner gelenkt wurde, nur noch laut schallend gelacht. Was dann aber sofort endete, als die Diktatur der Mehrheit über die Minderheit zur Sprache kam, die uns die unveräußerlichen Grundrechte genommen hat und deren Vertreter uns sie bei Wohlverhalten wieder gewähren will oder uns dafür belohnen will. Bin ich wegen des Lachens schon in der Phase des Deliquenten, der mit seinem überdrehten Lachen, die Zeit bis zur Vollstreckung (Impfpass und - zwang, Bewegungsapp mit Totalüberwachung mit Belohnung und Bestrafung a la (Rot-) China, Bargeldabschaffung u. a.) überwinden will?

Dr. Armin Schmid / 21.02.2021

Einspruch, Herr Müller-Ullrich! Aber sicher sind Viren Organismen und kein nacktes Erbgut (RNA), sehen Sie sich nur die hübschen Mikroskopaufnahmen mit den charakteristischen Spikes an. Was sie von anderen Organismen unterscheidet ist, dass sie keinen Stoffwechsel haben, weshalb manche sie nicht als vollwertige Lebewesen anerkennen. Ihr einziger “Lebenszweck” ist die Vermehrung, welche perfiderweise die befallenen Wirtszellen übernehmen müssen. Ansonsten sollten Sie der “Affäre Wiesendanger” eine eigene Folge widmen, denn wie großer Teil unserer Journo-Fuzzis meint, gestandene Männer nach Gusto abschießen zu dürfen, zeigt sich hier so typisch, dass es einem den Magen umdreht.

Friedrich Richter / 21.02.2021

Mein Duden ist 44 Jahre alt und leistet hervorragende Dienste. Es gibt keinen Grund dafür, eine neuere Ausgabe zu beschaffen.

M. Grau / 21.02.2021

Gendern? Find ich voll knorke! Aber wenn, dann muss Muttersprache auch in Elternteil-1-und-2-Sprache umbenannt werden. Und aus dem Sandmännchen wird das Sand-Xchen. Ich denke, damit könnte ich leben.

lutzgerke / 21.02.2021

@ Sabine Schönfeld Meine Duden sind alle auf dem Sperrmüll gelandet. Ich habe sie ersetzt mit sehr schönen alten Duden aus dem Antiquariat. Die Duden-Lexikas haben sogar Ledereinband. Alle sehen aus wie neu. Früher hat man scheinbar einen bessere Klebstoff verwendet, denn die Blätter fallen auch nicht heraus. @ Richard Loewe Ganz so kann das nicht stimmen mit der Freiheit in den USA. Wenn man nicht mehr sagen darf, daß man bei Hamburgern würgen muß (Food Inc.), finde ich das nicht sehr frei. Und Monsato, das von der Bayer AG übernommen worden ist, unterwirft sich mit dem Patentrecht sämliche Lebensmittelproduktion. Das Patentrecht drüben ist kriminell. Nicht nur Planzen, auch Tiere können patentiert werden. Verweht die Saat von Roundup auf ein Nachbarfeld und patentierte Gene werden beim Bauern nachgewiesen, wird der verklagt und darf die eigene Saat nicht mehr ausbringen.  

g.schilling / 21.02.2021

Wer bestimmt eigentlich über unsere Sprache? Der Rechtschreibrat oder fehlgepolte verquaste Hirnis? Gut, man muss nicht alles so weitermachen wie es schon immer war, sonst gäbe es keinen Fortschritt. Das Gendergaga ist aber auch nicht fortschrittlich, sondern dämlich. Aber dass nicht dafür gewählte/bestimmte Personengruppen ihre Visionen dem Rest des Landes (+ Nachbarländer) aufnötigen geht gar nicht. Bürger wehrt Euch.

Jürgen Keil / 21.02.2021

@Sabine Schönfeld, ihr Kommentar, wie immer treffend, wohltuend. Das muß ich aber selbst schnell noch hier sagen: Ich besitze ein Synonymwörterbuch von Duden. Darin habe ich nachgeschaut, ob es ein Synonym für den Begriff Duden gibt. Gibt es nicht. Ich lege jetzt hier ein solches fest: Sprachkriecher.

Gisela Zabka / 21.02.2021

Gerd Buurmann echauffiert sich an falscher Stelle: Der WDR ist nicht zu kritisieren, weil er „Rassismus“ gesendet hat (hat er nicht), sondern dafür, dass er vor dem „antirassistischen“ Twittermob in die Knie gegangen ist, der WDR bußfertig: „Wir lernen daraus.“ Die Rede ist von einem harmlosen TV-Talk, bei dem es um „Das Ende der Zigeunersauce: Ist das ein notwendiger Schritt?” ging, kein notwendiger Schritt, befanden Teilnehmer (Gottschalk & Co.) wie Publikum und schon tobte der Mob; es handelte sich um einen ersten Versuch, den politkorrekten Schreihäls*innen auf unterhaltsame Weise mit Vernunft zu begegnen. – Wer traut sich künftig noch, eine vom rotgrünen Mainstream abweichende Meinung zu vertreten, wenn er anschließend (wie auch Gottschalk & Co.) öffentlich zu Kreuze kriechen muss? Wo zum Henker sind wir angelangt? Gottfried Benn soll in einem Brief geschrieben haben: „Das Abendland geht nicht an den totalitären Systemen zugrunde, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“

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