indubio / 13.08.2020 / 12:00 / 12 / Seite ausdrucken

indubio – Tapfer im Nirgendwo

Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Tapfer im Nirgendwo. Der Kölner Theatermacher und Blogger Gerd Buurmann beklagt sich im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich über den verfetteten Kultursubventionsbetrieb. Außerdem erzählt er von seinem Werdegang, seiner Vorliebe für Heine und warum Shakespeare Lessing überlegen ist. 

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Thomas Bonin / 14.08.2020

Noch zu später Stunde (nach 24h) reingehört, vom Anfang bis zum Ende durch. Soviel Zeit musste einfach sein: Denn es hat sich gelohnt. Danke für die (wie gewöhnlich) höchst angenehme Moderation, zudem mit einem Gast, der nicht nur was zu erzählen weiß, sondern auch die Gabe hat, dies mit Schwung, hellwacher Intelligenz, Sympathie plus Erkenntnisgewinn (Anmerkungen zu Lessing/Heine/Shakespeare - klasse!!) authentisch zu verbinden.

Gerd Heinzelmann / 13.08.2020

Den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, kann ja durchaus auch befreiend wirken.

K.Wilhelm / 13.08.2020

Schade, daß Sie Fritz Kortner als Shylock nicht erwähnten Da gibt es noch uralte Filme aus den damals großartigen Münchener Kammerspielen - und Sie werden jeden Antisemiten verachten

Ulrich Schily / 13.08.2020

Hallo, Vielen Dank für den Einblick und die ausführliche Vorstellung. Wir wollten uns schon länger ja mal treffen. Meine volle Unterstützung für die Streichung sämtlicher staatlichen Förderung diverser Kultureinrichtungen, insbesondere der für ö r Funk und Fernsehen. Aber wir müssen uns dringend sprechen, ich habe Theater ganz anders kennengelernt und Lessing ist hier wahrscheinlich in G. Buurmans Darstellung nur so zu verstehen, dass es einen Schulaufsatz gab: Stell den Antisemitismus im Nathan der Weise heraus. Darum geht’s Lessing glaube ich nicht. Also, danke schön und bis bald.

K. Schmidt / 13.08.2020

Ich würde mir so gerne ein Stück von Herrn Buurmann anschauen. Leider bin ich gesinnungstheatergeschädigt und habe seit Jahren kein Vertrauen in die umliegenden Staatstheater und Kleinbühnen.

Burkhard Goldstein / 13.08.2020

Respekt vor einer solch konsequenten Haltung dem subventionierten Theaterbetrieb gegenüber! Da muss einem die künstlicherische Freiheit wirklich aus innerster Überzeugung näher stehen als der finanzielle Vorteil. Ich teile Ihre Meinung, Herr Buurmann, über die Zurschaustellung der eigenen politischer Meinung zahlreicher Theater- und Opernregisseure als oftmals wichtigsten/einzigen Beweggrund, ein Stück, gerne ein so genannter Klassiker, auf die Bühne zu bringen. Ich habe das Gespräch mit großem Interesse verfolgt. Vielen Dank dafür!

Ulla Schneider / 13.08.2020

Hallo Herr Buurmann, schön Sie mit Ihrer Stimme zu hören. Aus dem Emsland. Die Jungens und Mädels müssen von dort auswandern, sonst wird das nix! Herr Buurmann, es gibt und gab Juden im Emsland, zwar wenige, ich kannte 2 Familien aus Meppen und eine Familie aus Lathen. Ein schönes Gespräch. Heine gehört zu meiner Ahnentafel, sieh an.

Peter Ackermann / 13.08.2020

Sehr sympathischer und intelligenter Typ, schöne Ansichten. Was allerdings gar nicht geht, ist „...wegen den Öffentlich-Rechtlichen…“. Ich erwarte von Indubio und seinen Gästen, dass im vor der Sendung ausgefüllten Formular ein Bekenntnis zum Genitiv angekreuzt sein muss!...;-)

Bernhard Maxara / 13.08.2020

Sehr geehrter - ich verbessere: hoch(!) verehrter Herr Buurmann! “Daß ich das noch erleben darf”, wie ein abgebrauchter Großvatersatz lautet, und noch dazu von einem Theatermann, womit ich seit über vierzig Jahren Intendanten düpiert, Regisseure beleidigt und Kollegen von Schauspiel und Oper befremdet habe: Befreit endlich das Theater - von Subventionen! Wenn eine Stadt etwas tun will, dann soll sie das Theater beheizen, alles andere aber dem Markt überlassen, und die Kultur wird neu erstehen! Machen Sie weiter! Denken Sie an Enrico Carusos einfache Sentenz: “Das einfachste auf der Welt ist der ‘Troubadour’ - man braucht dazu nur ein Klavier und die vier besten Sänger der Welt…”  Diese werden Sie bekommen, wenn Sie die Idee vermitteln, die hinter einem solchen Versuch steht, - wieder Kunst zu machen für das Publikum, nicht für ein selbstreferenzielles Feuilleton und auf Kosten von Leuten, die nicht hineingehen. Ich danke Ihnen!

Karl Schmidt-Walter / 13.08.2020

@Hjalmar Kreutzer, war das etwa des Pudels Kern, den Sie aus dem vorzüglichen Mittagsprogramm schöpfen konnten?

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