Carl Christian Jancke, Gastautor / 01.11.2020 / 16:00 / 48 / Seite ausdrucken

Dossier – ein aktueller Sachstand zur Coronalage

Ich gebe zu, ich habe mich geirrt. Eine zweite Corona-Welle habe ich mir nicht vorstellen können. Jedes Grippevirus verschwindet irgendwie, irgendwo, irgendwann. Das tut der nicht. Aber auch die Pandemie-Politik der Regierungen dieser Welt hat sich als weitgehend wirkungslos erwiesen. In Deutschland ist es eben nicht gelungen, das “Infektionsgeschehen einzudämmen”, “Infektionsketten zu unterbrechen”. Abstandsregeln, Maskenpflicht und Hygienekonzepte haben sich als wirkungslos erwiesen, wenn man die Ergebnisse betrachtet. Und das auf ein paar unvernünftige, feiernde junge Leute zu schieben, greift doch wohl zu kurz, wenn selbst der vorbildlich maskierte Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, der mittlerweile gelernt hat, zumindest öffentlich eine Maske zu tragen, hat sich infiziert. Soweit bekannt, ist er, wie die anderen prominenten Fälle (Friedrich Merz, Kerner), nicht schwer erkrankt. Selbst der Risikopatient Donald Trump hat überlebt. 

Betrachtet man das im Worldometer, das auf den Daten unter anderem der Johns-Hopkins Universität beruht, verstärkt sich die Erkenntnis, dass alle Strategien der unterschiedlichen Staaten völlig ohne Einfluss auf die Infektionszahlen sind. Belgien hat etwa am 16.10.2020 einen Teil-Lockdown verfügt. Am 29.10. wurden dort 13.571 Neuinfektionen verzeichnet – 14 Tage später. Wirkungslos. Die gescholtenen Schweden machen keine Angaben über offene Fälle und Neuinfektionen. Hatten aber vor zwei Tagen 56 schwere Fälle und sieben Todesopfer. Sieben. 

Betrachtet man das europäische Sterberegister Euromomo, so ist eine “Übersterblichkeit” seit der 17. Kalenderwoche in Europa nicht mehr feststellbar. Die eindrucksvollen Bilder der Särge wie aus Bergamo bleiben europaweit aus. In Deutschland hat es eine solche Übersterblichkeit nicht gegeben. Und wer auf die Zahlen schaut, bemerkt schnell: Es gibt fast keine Todesopfer, die mit Corona infiziert waren. 

Die Zahlen

Europa hat rund 741 Millionen Einwohner. Davon sind am 28.10.2020 5,24 Millionen positiv auf das Corona-Virus getestet worden und gelten noch nicht als genesen („offene Fälle“), ca. 200.000 mehr als am Vortag. Das sind 0,71 Prozent. Neu positive Fälle gab es auf dem Kontinent 245.787, das sind ganze 0,03 Prozent der Bevölkerung. Schwer oder ernsthaft erkrankt sind 18.977 Menschen. In ganz Europa! Nicht nur in der EU (0,00002 Prozent der Gesamtbevölkerung und 0,36 Prozent der offenen Fälle). Auf dem Kontinent sind 2.506 Menschen gestorben, die positiv getestet waren, 0,0000034 Prozent der Bevölkerung, 0,00048 Prozent der offenen Fälle, allerdings 13,21 Prozent der schweren.

In Deutschland leben 83,8 Millionen Menschen. Davon bezeichnet das Worldometer ebenfalls für den 28.10.2020 entsprechend 136.362 als „offene Fälle“. Das sind 0,16 Prozent der Bevölkerung. Die Zahl kann von der des RKI genannten differieren, das RKI bezeichnet seine Angabe als „geschätzt“. „Neu positiv“ getestet wurden 16.161 Personen. Das sind 0,16 Prozent der Gesamtbevölkerung. Es gab insgesamt 1.536 schwere und ernste Fälle, 0,0018 Prozent der Bevölkerung, 1,13 Prozent der offenen Fälle. Da die Zahl mit der gestrigen Meldung des Intensivregisters übereinstimmt, gehe ich davon aus, dass diese Personen auch auf Intensivstation behandelt werden und etwa die Hälfte invasiv beatmet werden, 0,00011 Prozent der Bevölkerung; 0,00011 der offenen und rund 1,13 Prozent der schweren Fälle. 

Es sind 96 Menschen verstorben, die mit Corona infiziert waren, fast doppelt so viele wie am Vortag. Seit dem 22. Oktober hatte sich diese Zahl um die 45 eingependelt. Am 29. Oktober ist die Zahl wieder auf 72 gesunken. Trotzdem sind das 0,0000001 Prozent der Bevölkerung; 0,0007 Prozent der offenen Fälle und 6,25 Prozent der schweren Fälle. Von den in Deutschland verfügbaren 30.000 Intensivbetten waren gestern 5 Prozent mit Patienten belegt, die auf Corona positiv getestet waren. In Deutschland sterben im Schnitt jeden Tag unabhängig von Corona 2.572 Menschen. Der Anteil der mit Corona infizierten Todesopfern liegt bei 3,73 Prozent aller durchschnittlich Verstorbenen.

Der Verlust der Verhältnismäßigkeit

Vielen Dank, dass Sie, liebe Leser, sich durch diesen Zahlenfriedhof gequält haben. Sie wissen jetzt, die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich infizieren, an Covid-19 erkranken oder gar sterben, ist sehr gering. Sie können realistisch nicht mal auf einen Aufenthalt auf der Intensivstation hoffen. Invasive Beatmung bleibt Ihnen aller Wahrscheinlichkeit nach erspart. 

Die Bundesrepublik Deutschland garantiert nicht das ewige Leben. Sie versucht nur, durch die Etablierung und den Erhalt des Gesundheitssystems möglichst viele Menschenleben zu erhalten und Lebensqualität zu ermöglichen. Der Staat hat weder die Pflicht noch das Recht, Menschen davon abzuhalten, sich selbst durch eigenes Verhalten zu schaden. 

Der Staat ist allerdings verpflichtet, Menschen vor Risiken zu schützen, die ihnen durch sich selbst oder Dritte drohen. Allerdings gibt es keinen vollständigen Schutz, sondern nur eine Verpflichtung zur Angemessenheit. So kann der Staat tatsächlich nicht den Straßenverkehr verbieten, weil dadurch die Zahl der Emissionen, Unfälle, der Verletzten und der Toten sinken würde. Und genauso verhält es sich mit der Gesundheitsvorsorge und in diesem Fall der Pandemie. 

Er darf auch nur in das Leben der Menschen eingreifen, wenn diese Maßnahmen erfolgversprechend und angemessen sind, also wenn Aufenthalts-, Berufs- und Betriebsverbote verhältnismäßig sind – und vor allen Dingen erfolgversprechend. Diese Verhältnismäßigkeit muss also für die Betroffenen zumutbar sein. Einschnitte in die Bürgerrechte machen den Staat schadensersatzpflichtig. 

In der Bundesrepublik Deutschland hat sich das Infektionsrisiko mit Corona von 0,1 auf 0,16 Prozent verschlechtert. Wenn 136.362 Menschen infiziert sind, sind es 83,7 Millionen Menschen nicht. Und die können sich auch nicht zu Hause gegenseitig anstecken. 

Auch Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung erklärt, dass die beschlossenen Einschränkungen in die verfassungsmäßig garantierten Bürgerrechte wie die Unverletzlichkeit der Wohnung, der Schutz vor Betriebs- und Berufsverboten und die Bewegungs-, Niederlassungs- und Versammlungsfreiheit erfolgversprechend und angemessen seien. 

Das ist jedoch nicht der Fall. Sie sind nicht erfolgversprechend und schon gar nicht verhältnismäßig. 

Das Papier und die Pressekonferenz von Wissenschaft und Ärzteschaft

Um den Lockdown vielleicht doch noch zu verhindern, lud die Kassenärztliche Bundesvereinigung zur Pressekonferenz, um ein bereits länger in Vorbereitung befindliches Positionspapier noch vor dem drohenden Lockdownbeschluss der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten vorzustellen. Das Papier, das derzeit online nicht verfügbar ist, wurde von den Virologen Professor Hendrik Streeck und Professor Jonas Schmidt-Chanasit mit formuliert. In der Pressemitteilung heißt es: 

„Wir nehmen die Pandemie sehr ernst“, stellte KBV-Vorstandschef Dr. Andreas Gassen zu Beginn der Pressekonferenz klar. „Uns geht es um eine realistische medizinische Einschätzung von Chancen und Risiken, denn wir werden das Virus so schnell nicht eliminieren können“, sagt er und fügte hinzu: „Wir können nicht das ganze Land, gar einen Kontinent Wochen und Monate in ein künstliches Koma versetzen“ und damit bleibende Schäden verursachen.

Nötig seien zielgerichtete und für die breite Bevölkerung nachvollziehbare Maßnahmen. „Wir brauchen eine gesunde Balance aus Einschränkungen und wissenschaftlich begründbaren Maßnahmen“, betonte Gassen. Dazu zähle der Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen. Nötig sei zudem eine Abkehr von der umfassenden Einzelnachverfolgung persönlicher Kontakte, die schon jetzt nicht mehr gewährleistet werden könne.

Den „dauerhaften Umgang mit dem Virus“ und damit „ein dauerhaftes anderes Verhalten“, hob auch der KBV-Vorstandsvize Dr. Stephan Hofmeister als notwendig hervor. „Bei den Maßnahmen dürften „die Nebenwirkungen nicht schlimmer sein als die Wirkungen“. Wichtig seien nachhaltige Konzepte. „Dazu wollen wir den Dialog eröffnen.“

Hofmeister wies darauf hin, dass derzeit insgesamt 1,8 Millionen Patienten durch ihre Hausärzte betreut würden, rund 850.000 davon sind schwer oder chronisch erkrankt. Von 20 Corona-Patienten mit Krankheitssymptomen werden 19 nicht im Krankenhaus, sondern vom Hausarzt behandelt.

Auch Streeck und Schmidt-Chanasit warnen eindrücklich vor den Folgen eines Lockdowns. 

Die ganze Pressekonferenz, die ich live verfolgt habe, glich einer fachlichen Hinrichtung auf dem Schafott der Expertise. Den Herren ist schlicht der Kragen geplatzt. Und man kann nur sagen: Endlich. Trotzdem haben sie durch Sachlichkeit entwaffnet. Ich habe hier ein paar Zitate zusammengestellt, die an Prägnanz nicht zu überbieten sind. 

Gassen: 

 “Wir erleben im Wochentakt, dass Politik Maßnahmen erlässt und fast genauso oft, dass Gerichte sie wieder kassieren.”

“Es ist falsch, nur mit düsterer Miene apokalyptische Bedrohungsszenarien aufzuzeichnen. Dabei ist es aber eine Kunst, keinesfalls zu verharmlosen. Uns geht es eher um eine realistische, medizinisch begründete Einschätzung von Chancen und Risiken und daraus sich ableitende Maßnahmen.”

“Es gibt Krankheiten, die uns seit Jahrzehnten begleiten und für die es immer noch keinen Impfstoff gibt.”

“Eine pauschale Lockdown-Regelung ist weder zielführend noch ist sie umsetzbar. Und wenn wir in die Nachbarländer schauen, die das zum Teil in deutlich harscheren Maßnahmen schon exekutieren… schauen Sie nach Spanien, Italien, nach Frankreich, Großbritannien… Die Zahlen schießen munter durch die Decke.”

“Wenn man den ZI-Radar zur Beurteilung heranzieht, hätten wir eine Vorwarnzeit von rund vier Wochen, bis wir bei einem weiter exponentiellen Wachstum eine Belegung von 25 bis 30 Prozent der Intensivkapazitäten hätten.“ 

Streeck:

“Das Grundprinzip ärztlichen Handelns ist, dass wir keinen Schaden anrichten wollen.”

“Der Schutz der Risikogruppen kommt eigentlich zu kurz”.

“Wir haben zwar natürlich Ressourcen reingesteckt, Altenheime, Pflegeheime, Krankenhäuser besser zu schützen und auch zu testen, aber das wird nicht systematisch gemacht. “

“Alleine auf die Infektionszahlen zu schauen, ist aus unseren Augen zu wenig. Auf Intensivbetten zu schauen, ist zu spät.” 

Gassen:

“Die ärztliche Position ist lange nicht wirklich gehört worden. Wir werden die Pandemie nicht am Rechenschieber besiegen.”

“Das kann man dann schön modellieren. Das ist auch wunderbar. Die Realität ist halt auch manchmal anders als in einer Modellrechnung.”

“Wir sehen ja schon im Ausland, dass es dramatisch nicht funktioniert. Und die Frage ist, wie oft wollen wir das noch machen? Da das Virus Teil der Lebensrealität bleiben wird, können wir wohl kaum alle vier Wochen das ganze Land herunterfahren – auf der anderen Seite brauchen Sie dann nichts mehr runterfahren, wenn Sie das noch zweimal runterfahren, dann ist sowieso jede Gastronomie am Ende und die Hälfte der Industrie abgewrackt.”

Streeck:

“Es handelt sich nicht um einen Sprint, sondern um einen Marathon.“ 

"Derjenige, der glaubt, dass wir in zwei Monaten hier durch sind, wenn wir uns jetzt alle am 'Riemen reißen', dem liegt der Irrglaube zugrunde, dass das VIrus durch einen Impfstoff oder andere Maßnahmen weggehen wird, der irrt. Das Virus wird Teil unseres Lebens bleiben.”

“Im Grunde hat keiner von uns DIE Lösung, wie man mit der Pandemie umgeht."

“Wir haben es in den Sommermonaten nicht geschafft, die Kontakte nachzuverfolgen und Pandemie einzudämmen.“

Schmidt-Chanasit:

“Ich möchte mich bei großen Teilen der deutschen Ärzteschaft bedanken, die dieses Papier unterstützt haben! Es zeigt doch, dass die Menschen, die in den letzten Monaten dazu beigetragen haben, dass Deutschland so gut durch diese Pandemie gekommen ist, dass diese Stimmen auch Gehör finden müssen. Bei diesen Entscheidungen, die heute fallen und die in Zukunft fallen werden … und dass diese Diskussion stattfinden muss. Meines Erachtens wurde diese Diskussion in der Vergangenheit nicht ausreichend geführt.”

“Alter ist kein Kriterium für mangelnde Selbstbestimmung.”

“Auf der anderen Seite haben wir eine unglückliche Verschiebung der Diskussion, was die Aerosole betrifft, die sind sehr in den Vordergrund geraten. Alle Experten und Hygieniker sind sich einig, dass das natürlich klar ist, dass die Tröpfchenübertragung entscheidend ist. Insofern muss man das auch durchaus kritisch bewerten, dass hier alle 20 Minuten auf Durchzug gestellt werden soll.”

“Es macht keinen Sinn, ein Hotel zu schließen mit Hygienekonzept, ein Restaurant zu schließen mit Hygienekonzept, Theater zu schließen mit Hygienekonzept, wo keine Infektionen aufgetreten sind. Da werden Ressourcen vergeudet oder auch Existenzen vernichtet, Eigentum zerstört, und diese Kraft brauchen wir für die anderen Maßnahmen, es geht hier letztlich darum, zielführend und verhältnismäßig unsere Energie begrenzt einzusetzen.”

Gassen: 

“Wir wissen, der Wert 50 auf 100.000 ist gegriffen und ist begründet damit, dass die Gesundheitsämter die Nachverfolgung gewährleisten können. Wir wissen, das können sie auch bei 50 auf 100.000 nicht.”

“Die Storyline, um es salopp zu formulieren, ist ja diejenige, diese Infektionsdynamik noch zu brechen. Da sind zumindest Zweifel angemeldet. Wenn, dann müssten sie das ganze Land 14 Tage einsperren, und zwar das ganze Land. Das haben wir noch nicht mal beim ersten Lockdown im April gehabt:

“Wenn Sie nur nen Hammer haben, sieht alles aus wie ein Nagel”. [Watzlawick]

“Die Intensivkapazitäten in Deutschland sind ungefähr so groß wie die Großbritanniens, Frankreichs, Spaniens und Italiens zusammen.“

“Wir müssen aber konstatieren, wenn wir uns die Zahlen im Frühjahr anschauen und die Zahlen jetzt anschauen, dass es doch ein deutliches Auseinanderklaffen der Infektionszahlen und der stationären Behandlungsbedürftigen gibt, das hängt natürlich auch zum großen Teil mit den anderen Altersgruppen zusammen.”

“Die Zahl an sich ist am Ende des Tages nicht der entscheidende Parameter.”

“Da ist auch viel Galerie dabei, wenn man jetzt den Lockdown propagiert und das dann damit verbrämt, dass damit noch die Nachverfolgungen durch die Gesundheitsämter wieder möglich werden, weil das wird nicht passieren.” 

“Man schlägt den Sack und meint den Esel.”

“Als es den Lockdown im Frühjahr gab, es gab eine Vielzahl von Flüsterkneipen, auf phantasievolle Weise wurde das unterlaufen, und deshalb glauben wir auch, es macht nicht Sinn, diese Dinge zu überregulieren. 

“Ein untaugliches Instrument immer wieder rauszulassen, davon wirds nicht besser. Albert Einstein: ‚Es ist schon Idiotie, wenn man immer das gleiche macht und ein anderes Ergebnis erwartet.‘” 

„Lockdown Frühjahr: Da würde ich Sie einfach bitten, sich die Kurve der Infektionen anzuschauen, da werden Sie festellen, dass die sinkt, bevor der Lockdown verkündet wurde.”

Gassen hatte vier Punkte dargestellt: 

  1. Abkehr von der persönlichen Nachverfolgung (längst Realität) 
  2. Bundesweites Ampelsystem regional reagieren
  3. Konzentration auf Hochrisikogruppen “Hoch betagt und vorerkrankt”.
  4. Gebote statt Verbote

Eine Nachverfolgung soll nur auf das Umfeld der Hochrisikogruppen konzentriert werden.

Die Ampel sollte folgende Fakten neben der Infiziertenquote umfassen: 

  • Hospitalisierungsquote
  • Intensivmedizinischer Behandlungsbedarf
  • Positivquote bei PCR Tests

Natürlich wurde diese eindringliche Warnung von der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten schlicht und einfach ignoriert. Merkel meinte in ihrer PK läppisch: “Auch junge Menschen können schwer erkranken”. Dass dies aber so gut wie nie vorkommt, wurde von ihr schlicht ignoriert. 

Fazit

Angela Merkel hat in ihrem Amtseid geschworen, vom deutschen Volk Schaden abzuwenden. Das ist auch das explizite Ziel von Streek, Schmidt-Chanasit und der KBV. Die wünschen sich, mit ihren Argumenten endlich gehört zu werden. Noch besser wäre es natürlich, wenn man ihnen folgen würde und den Lockdown in letzter Minute absagte. Doch dazu wird es nicht kommen. Wir werden in den sauren Apfel beißen müssen. Und der Schaden ist erkennbar wesentlich größer als der Nutzen. 

Anmerkung: Eine frühere Version dieses Artikel enthielt fehlerhaft Zahlen, die am 2. November 2020 um 11:43 Uhr korrigiert wurden.

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HDieckmann / 01.11.2020

Entweder 2 Nullen streichen oder das Wort “Prozent”: 18.977 von 741 Mio. sind 0,002 %, nicht 0,00002 2.506 von 741 Mio. sind 0,0034 %, nicht 0,000034 2.506 von 5,24 Mio. sind 0,048 %, nicht 0,00048 16.161 von 83,8 Mio. sind 0,02 %, nicht 0,03 1.536 von 83,8 Mio. sind 0,002 %, nicht 0,00002 1.536/2 von 83,8 Mio. sind 0,001 %, nicht 0,00001 96 von 83,8 Mio. sind 0,0001 %, nicht 0,0000001 96 von 5,4 Mio. sind 0,0017 %, nicht 0,0007

RMPetersen / 01.11.2020

Wenn 6 oder 8 Prozent aller Tests ein “positiv” erbringen, weiss man immer noch nicht, wieviel Prozent der Bevölkerung positiv (- oder, wie es früher einmal hiess, “durchseucht”) sind. Nehmen wir doch einmal an, dass 6 oder 8% (- niemand scheint es genau zu wissen, man liest im Moment beide Zahlen) charakteristische Werte sind, also gleich verteilt über die Bevölkerung, dann wird man auch bei 6 oder 8 Prozent aller Sterbenden den Virus nachweisen können. Dabei ist es unerheblich, weil sie vor Altersschwäche, Herbstinfarkt oder im Suizid gestorben sind. Weil im statisischen Mittel in Deustchland täglich 2.500 bis 2.600 Menschen sterben (- die meisten an Herz-/Kreislauf-Erkrankungen, danach ist auch Krebs eine häufige Todesursache), dann sind bei 6 bis 8% von ihnen auch mit dem Drosten-Test Corona-Viren nachweisbar. Das sind täglich zwischen 150 und über 200 Menschen, die MIT Corona gestorben sind. Nach der bei uns geltenden statistischen Praxis werden sie als “Corona-Tote” verbucht. So lange diese Praxis fortgeführt wird, werden wir so viele “Corona-Tote” haben, wie Corona-Virusschnipsel in Sterbenden bzw Toten nachgewiesen werden können. Da die Zahl der Schnipseln des Corona-Virus steigt, wird auch die Zahl der damit Sterbenden ansteigen. Mit diesen Zahlen lässt sich trefflich Angst erzeugen - das wirkt auch dann, wenn sich überall herumgesprochen haben sollt, dass der PCR-Test nur Datenmüll produziert.

Frances Johnson / 01.11.2020

Hab mich auch an einer Stelle verrechnet, statt 4 etwas über 2, 5%, mit Dunkelziffer, die in den übrigen Ländern noch höher sein dürfte, also satt unter einem Prozent Ableben, nur auf die aktuellen Positiven gerechnet, also in die Richtung gehend, die schon Berufenere (Ioannidis, Streeck) ausgerechnet haben. Asche auf mein Haupt, Erst verbessern, dann verrechnen.

Irmgard Grünberg / 01.11.2020

Es ist kaum glaubhaft, dass Angela Merkel jemals selbst wissenschaftlich als Physikerin gearbeitet haben soll, da sie noch nicht einmal bereit ist, die Virologen Streek, Schmit-Chanasit sowie Dr. Gassen anzuhören, sondern nur auf eine Meinung setzt: Indiz dafür, dass es hier um Machterhalt geht und nicht darum, die beste Lösung zu finden. Hinzu kommt ein ausgeprägter Starrsinn, der sich schon beim Flüchtlingsthema zeigte, leider auch die DDR-Vergangenheit:  “Wir machen keine Fehler”,  belehrten mich nach der Wende die SED-Funktionäre. Hinter “weichen “Mutti”-Gesichtszügen verbirgt sich ein sehr harter Kern.

R. Kuth / 01.11.2020

Wenn man hässlich, verhärmt und phantasielos an den Nägeln kauend unterwegs ist, dann bleibt wohl als persönliche Genugtuung nur noch das Zerstören des Glücks der Anderen. Die sollen gefälligst auch leiden.

Eckhart Diestel / 01.11.2020

Sterben verboten! Von Adorján Kovács - ist der Artikel hier auf Achse. Einige Gedanken von Herrn Lutz sind anregend.

Eckhart Diestel / 01.11.2020

Ich möchte noch einmal auf den Artikel von Manfred Lütz, 2011, hinweisen “Der Gesundheitswahn ist die neue Religion”, der hier vor einigen Tagen zitiert wurde: ” Die absurde pseudoreligiöse Aufladung des Gesundheitsbegriffs führt aber die Gesundheitspolitik in die Sackgasse, denn Politik ist die Kunst des Abwägens. Ein höchstes Gut können Sie aber gar nicht abwägen, dafür müssen Sie immer alles tun oder es wenigstens behaupten. Wer da als Politiker ernsthaft für irgendwelche Einschränkungen eintreten würde, wäre nicht mehr wählbar.” Das scheint mir richtig beobachtet. Wer in Amt und Würden bleiben möchte, muss mit den Wölfen heulen. Das Problem ist demnach, dass die Entscheidungsträger gar nicht frei und individuell entscheiden können.

Steve Acker / 01.11.2020

Zu den Toten-Zahlen. Trump hat in einer Wahlkampfveranstaltung gesagt, dass in UsA die Zahl so hoch ist , weil Ärzte und Krankenhäuser mehr Geld bekommen, wenn als Todesursache Corona steht. Da dreht man einfach schnell mal was. Berichte dieser Art habe ich schon aus verschiedenen Ländern gehört. Ich schätze das ist überall so. Es gibt mehr Geld bei Corona, Begründung: höherer Hygieneaufwand. Da kann man doch bei einem Verstorbenen schnell mal schauen ob man da nicht Corona “feststellen” kann. In Österreich gab es einen Fall: Älterer Mann starb an Krebs. Sohn war dann sehr erstaunt, dass auf dem Totenschein als Todesursache Corona stand.  Er ging dann damit an die Presse. Ich bin überzeugt dass die Totenzahlen aufgebauscht sind. Auch die Politik hat ja ein Interesse daran. So kann man weiter Angst schüren und die Menschen gefügig machen.

HaJo Wolf / 01.11.2020

“Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung erklärt, dass die beschlossenen Einschränkungen in die verfassungsmäßig garantierten Bürgerrechte wie die Unverletzlichkeit der Wohnung, der Schutz vor Betriebs- und Berufsverboten und die Bewegungs-, Niederlassungs- und Versammlungsfreiheit erfolgversprechend und angemessen seien.” Auch die faschistisch-sozialistische Agitpropse im Hosenanzug hat nicht das Recht, grundgesetzlich verbriefte Rechte einzuschränken oder gar außer Kraft zu setzen - NIEMALS und unter keinen Umständen. Das haben die Väter des GG in weiser Voraussicht getan, damit nicht noch einmal so etwas wie ein Ermächtigungsgesetz möglich ist. Merkel begeht permanent Rechtsbeugung und Rechtsbruch. Diese Person ist das Schlimmste, was unserem demokratischen Staats jemals widerfahren ist. Und da sie das alles vorsätzlich und wissentlich tut, darf man sie eine hochgradig kriminelle Hoch- und Landesverräterin nennen. Und nur so sollten wir sie behandeln. GG 20.4 gestattet uns spätestens jetzt JEDE Maßnahme, um das Land vom Merkelterror zu befreien. AUF GEHTS. WEHREN WIR UNS! Keine Masken, keine Befolgung unsinniger, wirkungsloser Lockdown-Bestimmungen, bürgerlicher Ungehorsam.

Michael Sachs / 01.11.2020

Ein alter Bauer sitzt in einem Zug in Galizien und jammert von Station zu Station immer lauter. Man fragt ihn, was denn sei und ob man ihm helfen könne. Antwort: „Ich sitze im falschen Zug und mit jeder Station wird die Rückreise immer länger“. Diese Einsicht lässt sich geradezu universell auf gegenwärtige Geschehnisse übertragen: Von der Corona-Politik bis zur Energiewende.

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