Volker Seitz / 24.07.2019 / 11:00 / Foto: AHA Foundation / 17 / Seite ausdrucken

Ayaan Hirsi Ali – Zitate einer bewundernswerten Frau

Ayaan Hirsi Ali schreibt jetzt auf auf der Achse gestern erschien der Beitrag "Ayaan Hirsi Ali: Was tun gegen den politischen Islam?" Für diejenigen, die ihre Bücher nicht kennen, sind vielleicht ein paar Zitate aus ihren Büchern „Mein Leben, meine Freiheit“ (Autobiographie) Piper, 2007 und „Ich bin eine Nomadin“ Piper, 2012 hilfreich. Soweit nicht anders gekennzeichnet sind die Zitate aus ihrer Autobiographie. Es sind zwei lesenswerte Bücher, die zum Nachdenken anregen. Wer wissen will was das multikulturelle Nebeneinander anrichten kann, tut gut daran, die vorliegenden Bände zur Hand zu nehmen.

"Abstammung", Seite 16:

Somalische Kinder müssen ihre Abstammungslinie auswendig lernen. Das ist unglaublich wichtig. Wenn zwei Somalis sich begegnen, fragen sie einander als erstes: Wer bist Du? Und dann verfolgen sie ihre Abstammungslinien zurück, bis sie einen gemeinsamen Vorfahren finden. Wenn zwei Somalis einen gemeinsamen Großvater haben – und sei es in der achten Generation -, macht sie das zu Cousins. Man ist Mitglied einer Großfamilie, die einen Clan bildet. Man schenkt einander Nahrung und Gastfreundschaft.

Arbeit als Dolmetscherin Seite 341

Ich arbeite auch im Gefängnis, in den Vollzugsanstalten von Rotterdam und Den Haag. Meistens ging es um Körperverletzung, Somalis waren normalerweise nicht an Diebstählen oder Drogengeschäften beteiligt. Doch wenn es zu einem Streit kommt, gehört esfür somalische Männer zu ihrer zweiten Natur, die Beherrschung zu verlieren und zu einer Waffe zu greifen.Ich erinnere mich an einen Mann, der seinen Vermieter mit einem Hammer auf den Kopf schlug, weil der gekommen war und nach seiner Miete gefragt hatte.“ 

Asyl in den Niederlanden Seite 312/314

Wir alle lebten in einem Zustand der Verwirrung. Wir waren stets davon überzeugt gewesen, dass wir als Muslime und Somalis den Ungläubigen überlegen waren, und da standen wir nun, so ganz und gar nicht überlegen.Im Alltag wussten wir nicht, wie Bankautomaten funktionierten oder dass man im Bus einen Knopf drücken musste, damit er anhielt.

Viele Somalis zogen sich beschämt auf ihre Herkunft zurück. Sie gaben sich der Vorstellung hin, dass sie als Somalis alles besser wüssten als die minderwertigen Weißen...

Dass so viele Somalis Sozialhilfe annahmen und sich dann gegen die Gesellschaft wandten, die ihnen half, war mir peinlich, ich fühlte mich regelrecht im Stich gelassen. Ich war nach wie vor vom Clan geprägt – und fühlte mich für ihr Handeln verantwortlich. Mir gefiel nicht, wie sie Missetaten leugneten, selbst wenn sie auf frischer Tat ertappt wurden.“

Behandlung der Frauen (Nomadin Seite 180)

Ich zitierte den Koran, mit Sure und Vers, wo er ausdrücklich eine ungleiche und grausame Behandlung der Frau verlangt. Zum Beispiel weist die 4. Sure, Vers 34, Männer an, Frauen zu schlagen, von denen sie möglichen Ungehorsam fürchten. Als Reaktion wurden manche Zuhörer wütend und riefen andere Religionen hätten ebenfalls Passagen in ihre heiligen Büchern, die den Frauen nicht gerade wohlgesinnt seien. Andere argumentierten geradezu albern, mit Schlagen sei lediglich ein symbolischer Klaps mit einem winzigen Stöckchen, etwa der Größe einer Zahnbürste, gemeint.“ 

Muslimische Frauen sind Besitz, und jedes muslimische Mädchen muss bei der Hochzeit Jungfrau sein. Einmal verheiratet (mit oder ohne ihre Einwilligung), muss sie ihrem Mann treu sein, den sie in traditionellen Gesellschaften nie beim Vornamen nennen wird – er heißt nur rajel, mein Herr. Im Fall einer Scheidung oder beim Tod des Mannes übernehmen neue Vormünder die Kontrolle über ihre sexuellen Aktivitäten: ihre Söhne, falls sie schon erwachsen sind, oder der Vater ihres Ehemannes und dessen männliche Blutlinie.“ (Nomadin S. 202)

Die Fundamentalisten fühlen sich offenbar vom weiblichen Körper verfolgt und diskutieren regelrecht neurotisch darüber, welche Teile dieses Körpers bedeckt sein sollten, bis sie ihn schließlich vom Kopf bis zu den Zehen zu einem riesigen Geschlechtsteil erklären“ (Nomadin S. 203)

Beschneidung Seite 52

"In Somalia wie in vielen Ländern Afrikas und des Nahen Ostens werden kleine Mädchen 'rein', indem man ihnen Teile der Genitalien wegschneidet. Anders lässt sich diese Prozedur, die im Normalfall im Alter von fünf Jahren vorgenommen wird, nicht beschreiben. Dem Kind werden Klitoris und die Labien abgeschnitten oder abgeschabt oder  - in Gebieten, in denen man mehr Mitleid walten lässt - lediglich eingeschnitten oder durchstochen. Häufig wird die Wunde so zusammengenäht, daß der dicke Gewebestreifen aus dem eigenen vernarbten Fleisch des Mädchens eine Art Keuschheitsgürtel bildet. Ein sorgsam plaziertes Löchlein läßt einen dünnen Urinstrahl durch. Nur mit viel Gewalt lässt sich dieses Narbengewebe für den Geschlechtsverkehr weiten....Viele Mädchen sterben nach der Beschneidung an Infektionen. Andere Komplikationen verursachen mehr oder weniger lebenslang große Schmerzen." 

Bürokratie Seite 192

Durch meine Arbeit [ beim UN Entwicklungsprogramm] lernte ich die somalische Bürokratie genau kennen. Fast jeder Staatsbeamte , dem ich begegnete, wirkte unglaublich ignorant. Die Verachtung für alles, was 'gaalo' (darunter auch mein Chef), ging tief. (Gaalo bedeutet 'weißer Ungläubiger'. Meine Mutter benutzte das Wort auch für Kenianer.) Keiner der Beamten zeigte auch nur das geringste Interesse an seiner Arbeit, alle verbrachten ihre Zeit lieber mit Überlegungen, wie sie Regierungsgelder 'transferieren' konnten, ein Euphemismus für stehlen. 'Mitwirkung' in der Regierung hieß damals in Somalia, dass man ein Familienmitglied an der Stelle sitzen hatte, wo Steuer- und Schmiergelder verteilt wurden.“

Gefahr für Kritiker (Nomadin Seite 278)

Es ist durchaus wichtig zu wissen, dass man selbst im Westen womöglich lebenslangen Schutz braucht, wenn man eine bestimmte Religion kritisiert oder auch nur analysiert, dass man vielleicht einen Aufstand oder einen Mord oder eine massive internationale Kampagne auslöst, wenn man seine Meinung über den Islam äußert, und dass man vielleicht selbst geächtet und zum Ziel der Verfolger wird.“

Integration (Nomadin Seite 18/19) :

Der Integration stehen aus meiner Sicht drei Dinge im Weg, nicht nur in meiner Familie. Der erste Hemmschuh ist die Art, wie im Islam Frauen behandelt werden. Der Wille der Mädchen wird unterdrückt, und wenn sie ihre erste Regelblutung bekommen, haben sie schon keine Stimme mehr. Sie werden zu unterwürfigen Robotern erzogen, die im Haus als Putzfrauen und Köchinnen Dienst tun. Der Entscheidung des Vaters , welchen Mann sie heiraten, haben sie sich zu beugen, und nach der Hochzeit richtet sich ihr Leben nach den sexuellen Wünschen ihres Ehemannes und den Erfordernissen des Kinderkriegens. Da ihre Ausbildung oft schon in jungen Jahren abgebrochen wird, sind sie als erwachsene Frauen nicht in der Lage, ihre Kinder zu erfolgreichen Bürgern einer modernen, westlichen Gesellschaft zu erziehen.Ihre Töchter folgen ihren Fußstapfen.

Der zweite Hemmschuh ist die Unfähigkeit vieler Immigranten aus muslimischen Ländern mit Geld umzugehen. Die islamische Haltung zu Einkommen und Schulden sowie fehlende Finanzkenntnisse muslimischer Frauen führen dazu, dass die meisten neuen Immigranten in den Westen kommen, ohne auf die Chancen und Pflichten in einer modernen Konsumgesellschaft vorbereitet zu sein.

Der dritte Hemmschuh ist die muslimische Sozialisation. Alle Muslime werden dazu erzogen, an die unbedingte Rechtschaffenheit ihres Religionsstifters Mohammed zu glauben und nie an den moralischen Aussagen, die er hinterlassen hat, zu zweifeln. Der Koran, die 'Offenbarung' Allahs an Mohammed, gilt als unfehlbar.“ 

Nomadin (Seite 19/20) :

Zahlreiche hilfsbereite Männer und Frauen im Westen wollen die Flüchtlinge heimisch machen und rügen ihre Mitbürger dafür , dass sie sich nicht ausreichend engagieren, Geld an wohltätige Organisationen spenden und die Diskriminierung abbauen.Sie setzen Regierungen unter Druck, an Minderheiten nicht die Verhaltensmaßstäbe westlicher Gesellschaften anzulegen. Sie wollen den Minderheiten helfen ihre Kultur zu bewahren, und verhindern, dass ihre Religion einer kritischen Überprüfung unterzogen wird. Aber ich glaube, dass ihr gut gemeinter Aktionismus heutzutage Teil des Problems ist, das sie lösen wollen. Um es ganz offen zu sagen: Ihre Bemühungen, Muslimen und anderen Minderheiten zu helfen, schlagen fehl, weil die Verfechter des Multikulturalismus den Übergang in die Moderne hinausschieben oder bestenfalls verlängern, indem sie so tun, als könne man an Stammesnormen festhalten und gleichzeitig ein erfolgreicher Staatsbürger sein.... Was da in mitfühlende Worte verpackt wird, ist in Wahrheit eine grausame Form von Rassismus, umso grausamer, weil er in süßliche Worte der Rechtschaffenheit gekleidet wird.“ 

Toleranz der Niederländer Seite 344/345

Die Toleranz der Holländer gegenüber Einwanderern war gut gemeint, hatte aber schlimme Folgen. Tausende muslimische Frauen und Kinder in Holland wurden systematisch misshandelt, das war Tatsache.Kleine Kinder wurden auf dem Küchentisch beschnitten, das hatten mir Somalis , für die ich dolmetschte, selbst erzählt, und Mädchen, die sich selbst einen Freund oder Liebhaber aussuchten, wurden fast zu Tode geprügelt oder sogar ermordet. Viele andere wurden einfach regelmäßig geschlagen. Das Leiden all dieser Frauen war entsetzlich. Die Holländer spenden großzügig für internationale Hilfsorganisationen , ignorieren jedoch das stumme Leid der muslimischen Frauen und Kinder vor ihrer eigenen Haustür und unternehmen nichts, um ihnen zu helfen oder ihr Leid zu mildern.

Das multikulturelle Nebeneinander in Holland funktionierte nicht, und der Respekt gegenüber den Muslimen hatte nicht die erhoffte Wirkung. Dadurch wurden viele Frauen und Kinder ihrer Rechte beraubt.. Die Holländer versuchten, tolerant zu sein, weil ihnen Harmonie und Konsens wichtig waren , aber dieser Konsens war hohl. Die Kultur der Einwanderer wurde auf Kosten ihrer Frauen und Kinder bewahrt, und gleichzeitig wurde so die Integration der Einwanderer in Holland verhindert.Viele lernten nie Holländisch und lehnten holländische Werte wie Toleranz und die Freiheit des einzelnen ab.Sie heirateten Verwandte aus ihren Heimatdörfern und lebten in Holland in einer winzigen Seifenblase, ihrer Version von Marokko oder Mogadischu.“

Unterwerfung der Frauen (Nomadin Seite 41/42)

Verweigern die Frauen einem Mann die Unterwerfung, beschädigen sie ihn,seinen guten Namen , seine Autorität, den Eindruck, dass er loyal stark, verlässlich ist.Diese Sitte rührt von der Grundüberzeugung her, dass das Individuum keine Rolle spielt. Die Entscheidungen, Wünsche des Einzelnen sind ohne jede Bedeutung, insbesondere, wenn es sich um eine Frau handelt. Diese Vorstellung von Ehre und männlichem Machtanspruch schränkt die Handlungsmöglichkeiten von Frauen drastische ein....

Der Schleier weist Frauen dezidiert als Besitztümer aus, als Nichtpersonen. Er grenzt Frauen von Männern und von der Welt ab. Er zügelt sie, schränkt sie in ihrer Bewegungsfreiheit ein, erzieht sie zur Fügsamkeit. Man kann jemanden geistig ebenso einengen wie körperlich, und der muslimische Schleier schränkt sowohl das Sehvermögen als auch die Aussichten ein. Er steht für eine Art Apartheid, die allerdings in diesem Fall nicht die Herrschaft einer Rasse über eine andere bedeutet, sondern eines Geschlechts über das andere.“

Der muslimische Schleier, die verschiedenen Masken, Tücher und Burkas, sind Stufen der geistigen Versklavung.

Wenn eine Frau um Erlaubnis bitten muss, um eine Haus zu verlassen, und sich dann unter langen Gewändern verstecken, sich ihres Körpers schämen und Begierden unterdrücken muss: Hat sie dann überhaupt noch einen Lebensbereich, den sie ihr eigen nennen kann?

Der Schleier weist Frauen dezidiert als Besitztümer aus , als Nicht-Personen.“

Vorspiegelung falscher Tatsachen ( Nomadin Seite 51)

So wie ich meine Identität verschleiert hatte , als ich in Holland um Asyl bat, hatte auch mein Vater die Behörden belogen, um in Großbritannien leben zu können. Der Stammesheld, der Bewahrer des Islam und der Clankultur, nahm unter Vorspiegelung falscher Tatsachen von den Ungläubigen Almosen an, obwohl er – anders als ich – für ihre Werte und ihre Lebensart nichts als Verachtung übrig hatte.Vor seinem Tod hatte er sogar die britische Staatsangehörigkeit beantragt und bekommen – nicht, weil er britischer Bürger werden wollte, sondern weil er damit in den Genuss einer Sozialwohnung und einer Krankenversicherung kam.“

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Sabine Schönfeld / 24.07.2019

Die Vorstellung, dass es hierzulande mittlerweile noch immer Menschen gäbe, die von den oben beschriebenen üblen Tatsachen wirklich nicht wüssten, empfinde ich als realitätsfremd. Aus meiner Sicht weiß all das (mittlerweile) praktisch jeder, aber den meisten ist es einfach - pardon - drecksegal, solange es sie nicht selbst trifft - oder zumindest, solange es niemanden aus dem direkten Umfeld betrifft. Das St.-Florians-Prinzip ist offensichtlich ein Kernprinzip des Zusammenlebens in dieser Gesellschaft geworden, in meinem persönlichen Umfeld bin ich leider weit und breit die Einzige, die klar sagt: Ich kann und werde diese grauenhaften Misstände, die mehr und mehr in unser Land importiert werden nicht hinnehmen! Mit meiner Haltung werde ich als Ruhestörung empfunden, als Querulantin, wenn ich mich dann angewidert von diesen Menschen abwende, stoße ich auf Unverständnis. Diese Leute klammern sich an die Lügen der MSM und stoßen längst sinnentleerte Floskeln aus wie: “Wir sind doch Christen.” Ja - aber das wäre doch g e r a d e ein Grund, sich gegen diese massenhafte Einwanderung von Menschen zu wenden, deren ganze Lebensweise und -haltung christlichen Werten entgegenstehen? Ist es denn christlich, der Misshandlung von Frauen und Mädchen zuzusehen, weil der Täter “eben aus einer anderen Kultur” kommt? Nein, es ist nicht so, dass die Leute das nicht wissen, sie klammern sich verzweifelt an die Worte der Brandstifter, die auf dem Dachboden längst schon das Feuer vorbereitet haben, dass alles ganz in Ordnung sei. Aber niemand kann mittlerweile mehr behaupten, er wüsste von nichts.

Gesine Keel / 24.07.2019

Herr Hjort, ich teile Ihre Bedenken durchaus, nur mindern die in keinster Weise die Leistung zweier mutiger Frauen: Sie tun Ayaan Hirsi Ali Unrecht, wenn sie ihre Äußerungen als Geschwafel abtun. Wenn Sie sich die Youtube-Beiträge (Englisch) ansehen, erkennen Sie, dass sie ganz klare Positionen vertritt und sich kritisch mit dem Islam auseinandersetzt. Das Gleiche gilt für Seyran Ates. Heute ist ein Artikel über sie auf Tichys Einblick erschienen. Unsere Politik und die Mehrheit unserer Journalisten wollen keine Diskussionen zu dem Thema. Somit fehlt beiden Frauen der so nötige Rückhalt.

Andreas Spata / 24.07.2019

Auch von mir ein herzliches Danke für das Einstellen der Zitate von Frau Hirsi Ali. Ich hatte das Buch” Mein Leben, Meine Freiheit” schon vor einigen Jahren gelesen und war schon damals erschüttert über die Verachtung die dem Westen entgegengebracht wird. Sehr gut,  daß dies an konkreten Beispielen dargestellt wird und hier eine weitere Verbreitung findet. Vielen Dank, nochmals!

Petra Wilhelmi / 24.07.2019

Was tun gegen den politschen Islam? Das ist ganz einfach: den Koran umschreiben! Der ist die Quelle des politischen Islam. Und daran sieht man, dass es nicht möglich ist, gegen den politischen Islam etwas zu unternehmen und WIR schon gar nicht. Man frage bitte in der Islamischen Universität in Ägypten nach.

Sandra Müller / 24.07.2019

Sehr geehrter Volker Seitz, sehr geehrte Ayaan Hirsi Ali, bitte hören Sie niemals auf, gegen die (Selbst-)Verleugnung der westlichen Zivilisation - allen voran Deutschland, so mein Eindruck - zu kämpfen. Sie machen mir Hoffnung!

Ilona G. Grimm / 24.07.2019

Vielen Dank für diese Zusammenstellung, die eigentlich jedem verständlich machen könnte, dass die in Westeuropa praktizierte Gutmenschlerei das Gegenteil vom Beabsichtigten bewirkt, weil der Verstand außen vor bleibt.  Gut gemeint ist ein Synonym für komplett daneben gegangen. Der letzte Absatz ist ein wunderbares Beispiel für –t a q i y y a-, die jeder Moslem perfekt beherrscht. Ayaan Hirsi Ali hatte einen guten Grund für ihre Täuschung der NL Behörden: Gefahr. // Ein Mangel, über den ich gestern schon ausführlich geschrieben habe: Frau Hirsi Ali kennt den wahren Charakter ihrer eigenen Religion nicht. Daran muss sie arbeiten!

Isabel Kocsis / 24.07.2019

Ich bin eigentlich auch gegen die begriffliche Trennung von Islam und politischem Islam.  Ayaan Hirsi Ali bezieht sich dabei aber auf ihr Buch “Heretic”, bei uns “Reformiert Euch!” Dort appelliert sie an reformwillige Muslime nur mehr den mekkanischen, milderen Teil des Korans zu beachten. Auch das Hadith und die Sira würde keine Berücksichtigung finden. Es wäre eine starke Beschränkung der islamischen Textgrundlage. Sie geht dabei von einer größeren Zahl solcher moderater Muslime aus, die als Gruppe mit Wünschen und Bestrebungen der Modernisierung sicherlich auch berücksichtigt werden sollten. Allerdings sind einige Intellektuelle, die diese Teilung des Korans anstrebten, z.B. im Sudan oder Ägypten oder Türkei hingerichtet oder ermordet worden. Und ob aus den Vorstellungen Hirsi Alis wirklich ein starke Bewegung werden könnte, ist bei den jetzigen Radikalisierungstendenzen sehr fraglich. Ich kann Ayaan Hirsi Ali jedoch verstehen, dass sie nicht jede Hoffnung einer möglichen, wie sie meint, schon beginnenden Reform des Islams aufgeben will.

Ulv J. Hjort / 24.07.2019

Kurz und buendig : wer den Islam in Islam und politischen Islm aufteilt , hat nichts verstanden . Da hilft auch dieses seitenlange geschwafel nichts . Von diesen flachen æusserungen gibt es nachgerade schon genug . Eine ernsthafte auseinandersetzung mit dieser “Religion des Friedens ” sieht vøllig anders aus ...

Marcel Seiler / 24.07.2019

Vielen Dank für die Abdruck dieser Passagen. Ich wünsche ihnen, dass sie helfen, die deutsche (und auch im weiteren Westeuropa weit verbreitete) Mauer der Verleugnung zu durchbrechen.

Peter Kuhn / 24.07.2019

Insbesondere dieser Abschnitt: Nomadin (Seite 19/20) : „Zahlreiche hilfsbereite Männer und Frauen im Westen wollen die Flüchtlinge heimisch machen und rügen ihre Mitbürger dafür , dass sie sich nicht ausreichend engagieren, Geld an wohltätige Organisationen spenden und die Diskriminierung abbauen.Sie setzen Regierungen unter Druck, an Minderheiten nicht die Verhaltensmaßstäbe westlicher Gesellschaften anzulegen. Sie wollen den Minderheiten helfen ihre Kultur zu bewahren, und verhindern, dass ihre Religion einer kritischen Überprüfung unterzogen wird. Aber ich glaube, dass ihr gut gemeinter Aktionismus heutzutage Teil des Problems ist, das sie lösen wollen. Um es ganz offen zu sagen: Ihre Bemühungen, Muslimen und anderen Minderheiten zu helfen, schlagen fehl, weil die Verfechter des Multikulturalismus den Übergang in die Moderne hinausschieben oder bestenfalls verlängern, indem sie so tun, als könne man an Stammesnormen festhalten und gleichzeitig ein erfolgreicher Staatsbürger sein…. Was da in mitfühlende Worte verpackt wird, ist in Wahrheit eine grausame Form von Rassismus, umso grausamer, weil er in süßliche Worte der Rechtschaffenheit gekleidet wird.“ ... sollte an alle mit der Immigration befassten Entscheidungsträger hierzulande verschickt werden. Per Einschreiben mit Rückschein.

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