Henryk M. Broder / 04.01.2018 / 16:00 / 7 / Seite ausdrucken

Perlen des Journalismus - 2

Heute prämiieren wir zwei Beiträge aus dem Mannheimer Morgen, die uns eine Studie über den Zusammenhang von Zuwanderung und Kriminalität erklären. Es ist nicht so, wie es scheint, aber ganz anders ist es auch nicht. Alles ist eine Frage der Perspektive, und wenn endlich Fakten auf den Tisch kommen, begreifen wir, warum es keinen Grund gibt, "nach Röntgenreihenuntersuchungen für ausnahmslos alle minderjährigen Flüchtlinge zu rufen". Nein, man sollte eher alle Kommentatoren auf ihre Zurechnungsfähigkeit untersuchen.

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Leserpost (7)
Andreas Rochow / 04.01.2018

So sehr man den Vorschlag mit der Untersuchung der Kommentatoren auf ihre Zurechnungsfähigkeit im ersten Impuls unterstützen mag, ist er doch nicht realisierbar. Die Frage nach der Schuldfähigkeit wird nur im Strafverfahren gestellt und zielt darauf ab, Straftäter, die krankheitsbedingt ohne oder mit verminderter Schuld handelten, nicht oder milder bestraft werden. Hier sollte der Pressecodex nachregeln oder Fachverbände den Journalisten analog zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz für ein Jahr “sperren” mit der Auflage diese Zeit im Kloster oder in anderen Brennpunkten zu verbringen.

Ulrich Jäger / 04.01.2018

Hallo Herr Broder, ich bin gerne bereit, für einen Artikel zu zahlen, sei es mit Geld oder mit Aufmerksamkeit für Werbung. Auch eine Patenschaft wie hier bei der Achse ist möglich. Deshalb habe ich einen Adblocker eingeschaltet. So bleibt mir, da ich den “Mannheimer Morgen” leider nicht kenne und ich ihn deshalb nicht auf die Ausnahmeliste setzen möchte, eine persönliche Sicht auf diese “Perle des Journalismus” verwehrt. Wenn es sich bei den Artikeln um Beschreibungen des Pfeifferschen Drüsenfiebers in Hannover handelt, dieser Herr hat seinen Glaubwürdigkeit für mich spätestens nach seiner Analyse “frühkindlicheTöpfchengänge in Ostdeutschland als Ursache des Rechtsradikalismus” verloren. Nichtsdestotrotz wünsche ich Ihnen ein gutes Neues Jahr und bleiben Sie weiter schön kritisch.

A. Bürger / 04.01.2018

Hallo Herr Broder, warum verlinken Sie so was? Jetzt muss ich wieder mindestens 2 Stunden Achse und Tichy lesen!!! Gruß

Otto Auburger / 04.01.2018

Der organisierte Irrsinn. Hoffentlich habe ich jetzt nicht überreagiert.

Frank Stricker / 04.01.2018

Okay, man muß  vielleicht bedenken , der “Mannheimer Morgen”  ist nicht gerade die New York Times oder die Washington Post , aber so ein bißchen Sinn für die Realität wäre doch mal ganz schön…........ Wieder so ein “Experte”, diesmal Herr Kohlhoff, der uns die Welt erklärt.  Völlig kritiklos wird die Studie von Herrn Pfeiffer übernommen, obwohl die vor lauter Subjektivität und Fehlern nur so strotzt. Dankenswerterweise hat Herr Wallasch von TE die Studie in den letzten beiden Tagen gnadenlos auseinandergenommen. Was will man auch von einer Studie erwarten, die vom Bundes-Familienministerium in Auftrag gegeben worden ist. Das ist so erwartbar, als wenn man Uli Hoeneß bitten würde eine Expertise über den FC Bayern München zu machen…...

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