Mein Klimakurs in der Wüste

Wann waren Sie zum letzten Mal nachts in der Wüste? Ich war vor ein paar Monaten in der Karoo, einem Landstrich, den man mit viel Wohlwollen auch als „Halbwüste“ bezeichnen könnte, weil alle paar Kilometer ein dürres Grasbüschel steht. In Südafrika gelegen, ist sie mit 400.000 qkm etwas größer als die Bundesrepublik. Je nach Gemütslage wird man diese Gegend entweder als großartig oder als trostlos bezeichnen. Falls ich Sie jetzt neugierig gemacht haben sollte, so soll mir das recht sein. Aber bitte verbringen Sie dort nicht Ihre Flitterwochen.

Als ich in mein Zimmer eincheckte, zusammen mit meinem Hund Snoopy, gab man mir den Tipp, lieber abends als in der Früh zu duschen. Warum? Weil die Wasserleitungen während der Nacht regelmäßig einfrieren. Das erstaunte mich, denn tagsüber hatte es gut und gerne 30˚C, es war immerhin Spätsommer. Aber tatsächlich, trotz elektrischer Heizlüfter sank die Temperatur mit jeder Minute nach Sonnenuntergang drastisch ab, und ich stieg schließlich mit allen Klamotten, die ich dabei hatte, ins Bett und fror trotzdem noch wie ein Schneider. Snoopy, der wuschelige Kerl, kam allerdings recht gut mit der Kälte zurecht.

Ursache für diese drastische Abkühlung ist der Mangel an Wassermolekülen in der Wüstenluft. Schauen wir uns das mal genauer an.

Die Wetterfrösche reden dann von „Strahlungsfrost“

Luft von beispielsweise 20˚C kann bis zu 17 Gramm Wasser pro Kubikmeter aufnehmen. Diese maximale Menge hängt stark von der Temperatur ab: je wärmer, desto mehr. Bei 25°C sind es immerhin schon 23 Gramm. Meist wird die Feuchtigkeit unter diesem Wert liegen, man spricht dann von der „relativen Feuchtigkeit“, die kleiner als 100 Prozent ist. Da fliegen die Wassermoleküle dann einzeln in der Gegend herum und stoßen sich mit den Luftmolekülen. Die Luft – sofern sie sauber ist – ist dabei total transparent. Bei 100 Prozent sind wir zwar noch nicht unter Wasser, aber die H2O-Moleküle treffen so häufig auf Artgenossen, dass sie sich zu winzigen Tröpfchen zusammenrotten – sie kondensieren – und schweben in der Luft umher.

Wasser und Luft sind in unserer Atmosphäre in einem permanenten Wechselspiel. Über Ozeanen, Seen oder feuchtem Gelände lädt sich die Luft mit Wasser auf, und wenn die Temperatur fällt, dann kondensiert das Wasser, es bilden sich Wolken oder Nebel, Regen oder Tau. Dieser Prozess ist für unser tägliches Leben von großer Bedeutung. Er stellt einen großen Teil dessen dar, was als Wetter bezeichnet wird.

Das unkondensierte Wasser in der Atmosphäre ist zwar nicht sichtbar, aber es ist ein „Treibhausgas“, das heißt es lässt die Sonnenstrahlen zwar ziemlich ungehindert durch, aber es absorbiert die von der Erde abgegebene, langwellige Wärmestrahlung. Das führt dazu, dass diese nicht weit kommt: Sie bleibt in den Wassermolekülen hängen und heizt die Atmosphäre auf beziehungsweise sorgt dafür, dass sich die Luft nachts weniger abkühlt. Ist die Luft aber sehr trocken, so wie in der Wüste, dann geht die Wärmestrahlung von der Erdoberfläche ungebremst in den Weltraum, und es wird nach Sonnenuntergang saukalt. Das beobachten wir übrigens nicht nur in der Wüste. Auch in unseren Breiten kann es, etwa im Herbst, solch klare Nächte geben, bei denen das Thermometer unter null Grad sinkt. Die Wetterfrösche reden dann von „Strahlungsfrost“.

Kontrastprogramm

Wenn Sie von der erwähnten Halbwüste tausend Kilometer nach Osten reisen, dann landen Sie am Indischen Ozean und, wenn Sie Glück haben, in den St. Lucia Wetlands. Hier sind Sie als Flitterwöchner wesentlich besser aufgehoben: Die hohe Luftfeuchtigkeit sorgt dafür, dass keine Wärmestrahlung in den Weltraum entweicht, es bleibt auch bei Dunkelheit angenehm warm und Sie können auf der Terrasse nach Mitternacht noch Ihre Piña Colada genießen.

Als aufmerksame Leserin oder Leser haben Sie jetzt natürlich eine Frage: Warum führt das Wasser in der Luft dann nicht zu einer grenzenlosen Erwärmung der Erde? Warum steigt die Temperatur in den Feuchtgebieten dieser Erde dann nicht beliebig hoch? Höhere Temperaturen führen doch dazu, dass mehr Wasser in der Luft ist, mehr Wasser in der Luft führt zu stärkerer Absorption der langwelligen Wärmeabstrahlung, das führt zu höheren Temperaturen und so weiter. Warum findet dieser Teufelskreis nicht statt?

Das liegt daran, dass, egal wie warm es ist, sich früher oder später Wolken bilden. Je wärmer es wird, desto wasserreicher werden diese Wolken. Wenn Sie auf einer tropischen Insel schon mal in den typischen nachmittäglichen Regen gekommen sind, dann können Sie das vielleicht bestätigen. Nach 5 Sekunden sieht man aus, als würde man an einem „Wet-T-Shirt-Contest“ teilnehmen und nach 10 Minuten ist der Wolkenguss vorbei.

Vom Flugzeug aus sind diese Wolken blendend weiß, solange wir noch „on Top“ sind. Das deutet darauf hin, dass sie das Sonnenlicht reflektieren, die Wolken sorgen also dafür, dass so gut wie keine Sonnenenergie mehr zur Erde vordringt; sie wird in den Weltraum zurückgelenkt. Sobald der Flieger aber in die Wolken taucht, wird es stockfinster und bleibt so bis zum Boden, allerdings haben sich die Augen dann schon adaptiert, und es kommt uns weniger dunkel vor.

Also: Wasser in Form von Wolken bremst tagsüber die Aufwärmung der Erde, Feuchtigkeit in der Luft bremst nachts die Abkühlung. Das in der Luft verteilte Wasser ist einerseits ein potentes Treibhausgas, andererseits dank Wolkenbildung ein gigantischer Sonnenschirm. Dieser natürliche Kreislauf ist ein perfekter Thermostat.

Noch ein Treibhausgas

Lassen Sie uns noch nach anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre suchen. Das sind also Gase wie Wasserdampf, welche das sichtbare Sonnenlicht so ziemlich ungehindert durchlassen, die aber die infrarote Strahlung, die von der warmen Erde emittiert wird, absorbieren. Offensichtlich sind die beiden Hauptbestandteile der Luft, nämlich Stick- und Sauerstoff, keine Treibhausgase; sie lassen die Wärmestrahlung der Erde ungehindert in den Weltraum entweichen. Darum wird es ja in der Wüste nachts so kalt.

Stickstoff wird von den Chemikern N2 geschrieben, Sauerstoff ist O2 und Wasser bekanntlich H2O. Stickstoff tritt in der Luft als Molekül auf, das aus zwei identischen Atomen besteht, und mit dem Sauerstoff ist es nicht viel anders. Das Wassermolekül dagegen besteht aus drei Atomen. Die Erfahrung zeigt nun, dass Moleküle von Treibhausgasen aus mindestens drei Atomen bestehen, oder aber aus zwei Atomen, die nicht identisch sind.

Ja, natürlich, CO2, Kohlendioxid ist so ein Kandidat. Das Molekül besteht bekanntlich aus drei Atomen und kommt in der Luft mit einer Konzentration von 0,04 Prozent vor. Wenn wir hier von Prozenten reden, dann beziehen wir uns nicht auf das Gewicht, sondern auf die Zahl der Moleküle. 0,04 Prozent heißt, dass von 100 Molekülen in der Luft durchschnittlich 0,04 CO2 wären. Das ist wenig anschaulich, man rechnet daher besser mit ppm = parts per million, dann bekommen wir eine Konzentration von 400 ppm. In einer Million Luftmoleküle wären dann etwa 400 Moleküle CO2. Das ist nicht viel. Es ist etwa so, wie wenn 400 Schlachtenbummler einer Provinzmannschaft in die Millionenstadt München einziehen, wo ihr Verein gegen Bayern spielt. Die paar Schlachtenbummler gehen in der Menge unter, zumindest solange sie noch nüchtern sind.

Vergleichen wir die Konzentration von CO2 mit der von H2O: Wir hatten gesagt, dass Luft von 20°C maximal 17 g Wasser pro qm aufnehmen kann. Wenn man das umrechnet, dann sind das etwa 2 Prozent oder 20.000 ppm. Das wäre dann vergleichbar mit den 20.000 Fans von Bayern München, die ebenfalls in der Stadt umherziehen. Die fallen schon mehr auf. Warum spielt dann das relativ seltene CO2 angeblich so eine große Rolle?

Viel Lärm um nichts?

Seit Jahrzehnten dreht sich so ziemlich alles um CO2 oder auch Carbon, wie es manchmal etwas unwissend genannt wird. Es bedrohe das Überleben der Menschheit, und bereits jetzt suchten Klimaflüchtlinge Schutz vor der Erderwärmung in der Bundesrepublik. Von Greta, die das Gas angeblich sehen kann, werden wir aufgefordert, in Panik zu geraten, und die Politik in Deutschland dient fast nur noch der Vermeidung von CO2.

Nach besagter Nacht in der Wüste kommt mir das alles etwas übertrieben vor. Wo war das verdammte CO2, als ich dort wie ein Schneider gefroren habe? Schließlich ist das Zeug ja gleichmäßig über den Globus verteilt, ganz anders als das Wasser. Über mir in der Karoo war also auch damals der allgegenwärtige, mörderische Schirm aus CO2, der angeblich die nächtliche Abkühlung der Erde behindert. Davon habe ich absolut nichts bemerkt. Durch Studium der einschlägigen Literatur wurde mein subjektives Erlebnis mehr als bestätigt: In der Sahara kann es tagsüber sogar 40°C haben und dann Nachtfrost.

Stimmt das denn überhaupt mit dem CO2 als Treibhausgas? Ich antworte mit Radio Eriwan: „Im Prinzip ja.“ Die Physik beschreibt die Wirkung der CO2-Moleküle auf die von der Erde abgestrahlten Wellen ganz eindeutig. Es zeigt sich aber auch, dass der Effekt auf die globalen Temperaturen durch die Messdaten nur mit sehr viel Zureden und gutem Willen zu beobachten ist. Es gibt offensichtlich andere Faktoren, welche die Temperatur wesentlich stärker beeinflussen als CO2.

Und noch etwas: der Abschirmungseffekt durch ein Treibhausgas tritt sofort auf. Wenn die Luft trocken ist, dann wird es in derselben Nacht kalt und wenn sie feucht ist, dann bleibt es in genau dieser Nacht warm. Die globale Erwärmung sollte also mit dem Anstieg von CO2 Schritt halten. Die beiden über die Jahre erstellten Datenreihen zur CO2-Konzentration und zur globalen Temperatur sollten deutlich korrelieren. Das ist aber nicht der Fall. Zwischen 2000 und 2015 gab es keinen systematischen Anstieg, sondern nur Schwankungen anderen Ursprungs von etwa ± 0,1°C, siehe hier. Es gab dann auch den Namenswechsel von „Global Warming“ zu „Climate Change“. 

Es mag natürlich sein, dass Sekundärfolgen des CO2-Anstiegs erst lange verzögert einsetzten, die Erwärmung aber muss mit ihm synchron gehen. Lassen Sie uns zur Antwort des Senders Radio Eriwan zurückkommen. Es bleibt bei „im Prinzip ja“. Die Theorie fordert es, dass CO2 das Klima beeinflusst. Die Erfahrung aber zeigt, dass dieser Einfluss nicht zweifelsfrei zu messen ist. Vermutlich spielt das Thema Wasser in seinen verschiedenen Aggregatszuständen eine viel zu dominante Rolle bei der Feinabstimmung der Energiebilanz auf Erden.

In diesem Sinne wäre es aus wissenschaftlicher Sicht sowohl töricht, diese Zusammenhänge zu leugnen, als auch sie als gesichert hinzustellen. Global Warming ist weder ausgeschlossen noch gesichert – mit anderen Worten, es ist möglich. Das soll die Politiker nicht daran hindern, im Sinne der Risikovorbeugung geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Und das tun sie ja seit Jahrzehnten voller Aufopferung und mit grandiosem Erfolg – wenn man den Medien Glauben schenken darf. Vielleicht stellt sich aber eines Tages heraus, dass wir das arme CO2 grundlos verdächtigt haben, und dann werden wir ein neues Urteil fällen: geruchlos, farblos, unschuldig.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Hans Hofmann-Reineckes Blog Think Again und im Buch Grün und Dumm“.

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Leserpost

netiquette:

Rainer Berg / 12.03.2020

Ein interessanter Nachhilfekurs in Physik. Danke dafür; konnte ich gebrauchen.

Peter Holschke / 12.03.2020

Hier offenbart sich ein Problem, Der Popanz um CO2 wurde definitiv hochgepupst. Und nun sollte sich alle Welt darum streiten? Es ist doch mehr als offensichtlich, das CO2-Thema als Vehikel benutzt wird. Insofern verkommt jede Debatte darüber, zu einer aufgedrängten Zwangsdebatte aufgrund einer Vorlage von Leuten, welche das Thema in den Himmel gehoben wissen wollten. Dem muss man sich strikt verweigern. Ich lasse mich auch nicht auf eine Diskussion darüber ein, ob man Babys besser zum Frühstück oder zum Mittag essen sollte. Anders ausgedrückt, mit Lügnern streitet man niemals über den Inhalt der Lüge! Aus dem Inhalt der Lüge, kann man niemals auf den Lügnern schließen, weil man dabei in enen Teufelskreis gerät. Gefragt ist der Gesunde Menschenverstand, welche in solchen Debatten gelähmt wird. An dieser Stelle trennt sich der Spreu vom Weizen, in Leute mit Common Sence und Leute ohne diesen. Klingklingkling. Verstand bitte jetzt anschalten!  Die Atmosphäre ist kein Treibhaus, weil sie keine Scheibe hat! Die Anagolie ist bereits völlig geistiger Dünnpfiff. Wie oft muss man das sagen, damit sich das ganze für wahre Münze genommen wird. Treibhauseffekt, Treibhauseffekt, Treibhauseffekt,Treibhauseffekt? Achso der Treibhauseffekt! Bullshit. Es gibt kein Treibhauseffekt, weil es kein Treibhaus gibt. Und wer jetzt behauptet, dass es zwar keine Scheibengrenze in der Atmosphäre gibt, es aber die Phsyik sich sonst genauso verhält wie im Gurkenhaus von Gärtner Heinz, der möge bitte einmal den Kopf gegen die Wand knallen. Und wer jetzt behauptet, die Bezeichnung ist nur ein Metapher auf ultrakomplexe Vorgänge, welche sich nur mit dem Supercomputer Colossus II darstellen lassen, der soll sich bitte eine Schamanenkluft überziehen. Ansonsten gilt, falsches Modell, falsche Ableitungen. Die Veränderungen in hyperkomplexen Vorgängen in einem (sic!) offenen, sich selbst regulierenden System kann ohnehin nicht monokausal auf eine Ursache zurückgeführt werden.

Karl Eduard / 12.03.2020

Also wirklich, das mit den Klimazonen hatten wir in der Unterstufe im Heimatkundeunterricht. In der DDR. Das war Grundlagenwissen, daß es unterschiedlich kalt oder warm auf dem Planeten ist. Auch, daß sich das Klima geändert hat über die Jahrmillionen. Erst war hier ein Meer und Millionen Jahre später war keines mehr da. Und das völlig ohne Menschen. Weiß nicht, was die an heutigen Schulen unterrichten: AfD böse?! Hitler vor den Toren?! Wenn der Islam regiert, hat es eben Allah gewollt. Dann ist Anti-Klima-Hüpfen Gotteslästerung. Freue mich darauf.

Dr. Gunter Böhm / 12.03.2020

Das arme CO2: Ja, ab sofort müßte eigentlich verboten werden, daß Getränke wie Limonade, Bier, Schaumwein usw. CO2 enthalten dürfen! - Ferner: Die Wolken müssen durch Wolkenschieber über die Wüsten geschoben werden und schon wird es über diesen regnen, selbige ergrünen und die wolkenfreien Warmzonen kühlen sofort ab, so daß sich die Eispanzer von den Polen her wieder ausbreiten können. Nur keine Sorge, WIR SCHAFFEN DAS!

HaJo Wolf / 12.03.2020

Messungen und Untersuchungen von Eiskernbohrungen (bis ca 600.000 Jahre zurück) haben bewiesen, dass CO2 nicht verantwortlich ist für einen Temperaturanstieg. Im Gegenteil: zuerst steigt die Durchschnittstemperatur (z.B wegen des von Ihnen beschriebenen Effekts und/oder Sonnenaktivitäten und/oder Vulkanismus usw etc pp), dann, mit deutlicher Verzögerung, steigt erst der CO2-Gehalt. Warum? Weil der größte CO2-Speicher auf der Erde das Wasser ist. Und je kälter das Wasser, desto mehr CO2 bindet es, steigt die Wassertemperatur , wird mehr und mehr CO2 in die Atmosphäre entlassen. Auch das ist ein ewiger Kreislauf zum Nutzen (!!) des Planeten. Die derzeit 400 ppm sind unter dem, was durchschnittlicher Anteil war, Als optimal für Wachstum von Pflanzen werden Ca 600 ppm angesehen. Die wirklich schädlichen Elemente sind nicht die so genannten Treibhausgase, sondern die Schelnhubers Rahmstorfs, Gores, Latifs, Leschs & Co., die wider besseres Wissen Lügen verbreiten.

Gerd Koslowski / 12.03.2020

Vielleicht können die Greta-Fritzinnen mal zur Abwechslung singen, nach der Melodie von Guantanamera: ” Kein HzweiOh mehr, wir wollen kein Hzwei0 mehr, kein HzweiOOOO mehr…”  Vielleicht fällt dann der eine oder andere Groschen (von mir aus auch 10 Cent-Stück).

Dr Martin Treiber / 12.03.2020

Vielen Dank für diesen Bericht, ich liebe Wüsten! Als Physiker muss ich allerdings Ihrer Theorie “wenn Treibhauseffekt, dann sollte der innerhalb einen Tag wirken” widersprechen. Der Treibhauseffekt ist ein globales Phänomen und die Erdoberfläche besteht zum großen Teil aus Meeren. Anders als die Luft ist aber dass Meer ein großer Wärmespeicher. Das sieht man schon daran, wenn man im März im Meer baden will: Dann ist es kälter als im Januar! Und natürlich steht das Meer im Wärmeausrausch mit der Luft. Deshalb können Sie die von ihnen erwähnten großen Temperaturunterschiede an der Küste gar nicht erleben! Die Erwärmung durch Treibhauseffekt ist daher mindestens Monate, wenn nich deutlich länger, verzögert. Warum wird es dann in Ihrer Wüste trotz gleichem CO2 Gehalt wie in feuchten Gebieten, aber viel weniger Wasserdampf,  so schnell kalt? Weil Wasserdampf im Mittel in der Tat ein viel stärker wirkendes Klimagas ist! Nur, bei einer jetztigen treibhausbedingten Erwärmung um 33 Grad sind zwar, sagen wir,  drei weitere Grade aufgrund weiterer Treibhausgase relativ wenig,  absolut aber durchaus relevant…

Herbert Frankel / 12.03.2020

Danke, das ist die beste Auseinandersetzung mit dem leidlich überstrapazierten Thema. So eingängig und nachvollziehbar konnte ich das noch nirgends lesen. Ich weiß, daß sich die Wahrheit immer durchsetzt, die ganze Menschheitsgeschichte ist der beste Beleg dafür. Die entscheidende Frage ist leider immer nur, wann? Zahlreiche Dummköpfe, die den Menschen grundsätzlich feindlich gegenüberstehen (Grüne und Sozialisten jedweder Couleur ganz vorne dran) halten Erkenntnisse aus tiefster Überzeugung auf (kurz: gut gemeint ist nicht gut). Die Entwicklung verläuft dabei immer in Wellen und gleichzeitig weltweit asynchron. Wir hier in D erleben derzeit ein tiefes Wellental, das offensichtlich (für den, der denn sehen will) noch nicht den Tiefpunkt erreicht hat. Die Dummheit ist längst wieder auf dem Vormarsch, mit eigentlich bekannten Folgen (3. Reich, DDR, und jetzt wieder die immer heftiger anklopfenden Vorboten eines neuen Totalitarismus). Aber was kümmert es einen zutiefst von seiner eigenen Wahrheit besessenen Dummkopf. Ein Intelligenter kann sich dumm stellen, nur umgekehrt geht es nicht. Wenn der Klügere immer nachgibt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Dummheit die Welt regiert.

Steffen Schwarz / 12.03.2020

Wen wundert es: Physik, Chemie, Thermodynamik, Astrophysik, Geografie, was ist das? Den Klimahüpfern und ihren Änhängern ist das unbekannt, und kein Haltungsschreiberling aber auch kein seriöser neutraler Wissenschaftler stellt sie mit diesen Argumenten.

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