Robert von Loewenstern / 14.06.2023 / 06:00 / Foto: Fabian Nicolay / 119 / Seite ausdrucken

Liebe Grüne, was verheimlicht ihr?

Die Grünen wollen die nationale Energiewende anführen und versagen bei der Wärmepumpe im eigenen Haus – so die schlichte Medienerzählung. Achgut investigativ schaute genauer hin. Ergebnis: Da stimmt was nicht.

Kann man sich nicht ausdenken, so was. Liebe Grüne, ihr Retter*innen des Weltklimas und Vorreitenden der globalen Energiewende bastelt also seit über drei Jahren an eurer hyggeligen Berliner Parteizentrale herum, um eine Wärmepumpe einzubauen. Und jetzt, rund fünf Millionen Euro später, läuft das Ding immer noch nicht. Herrlich. Realsatire vom Feinsten, ein Feuerwerk der guten Laune – würden manche sagen. Nicht wir.

Wir sind hier bei der Achse des Guten, Spott und Häme liegen uns fern. Unermüdlich leisten wir unseren journalistischen Beitrag zu Aufklärung und Weiterbildung mündiger Staatsbürger. Richtig, das ist dieses „zivilgesellschaftliche Engagement“, das ihr so gerne fordert und fördert. Apropos, klickt mal hier – für den Fall, dass nach der Millionen-Rechnung in eurer Kasse noch was übrig ist, bruhaha.

Sorry, war ein Ausrutscher, soll nicht wieder vorkommen, versprochen. Keine Schadenfreude, keine Albernheiten, keine dummen Sprüche. Damit klar ist, was ich meine: Ich werde zum Beispiel nicht schreiben, dass ihr nach dem Robert bald auch die zweitteuerste Heißluftpumpe Deutschlands in Betrieb habt. Das wäre unfair, unangemessen und unkorrekt. Immerhin gibt es bei euch noch die Annalena, die Ricarda, die Claudia, die Katharina, die Katrin …

Verpetzt und verhetzt

Nein, ich verkneife mir jeden billigen Spaß. Es geht um eine ernste Angelegenheit, und die soll entsprechend seriös behandelt werden. Also anders als beim Spiegel, der euch letzte Woche verpetzte. Beziehungsweise verhetzte, wie man neuerdings sagt. Titel des Machwerks: „Wie die Grünen daran scheitern, in ihrer Zentrale eine Wärmepumpe einzubauen.“ Unfassbar. Von „scheitern“ kann natürlich keine Rede sein, schließlich soll die Pumpe spätestens im Herbst laufen.

Da sieht man mal wieder, wie weit das „Sturmgeschütz der Demokratie“ heruntergekommen ist. Verdammte Lügenpresse, denkt ihr bestimmt. Gut, so weit würden wir nicht gehen, das eine oder andere Stück der Relotionären Garden ist durchaus in Ordnung. Jedenfalls wart nicht nur ihr empört, sondern auch zahlreiche Leser der Hamburger Hasstirade.

„Schmierfink“ nannte einer eurer Hardcore-Freunde im Kommentarbereich den Autor, ein anderer erklärte, so was Ungeheuerliches wie diesen Artikel habe man „in 35 Jahren Spiegel-Abo“ nicht erlebt. Viele relativierten, beim Bau könne halt immer was Unvorhergesehenes passieren. Und „die Schwarzen“ würden ja nicht mal versuchen, ihre Parteizentrale klimaneutral zu machen.

Nicht unser Style

Außerdem war von „Kampagne“ die Rede, und überhaupt seien der Energieberater, die Berliner Elendsverwaltung und das Killervirus schuld und ganz bestimmt nicht ihr Grüne. Über 1.600 Leserkommentare zog das Spiegel-Stück innerhalb von 24 Stunden. Wer sich lustig machte, wurde von euren Online-Wächtern zu Recht zurechtgewiesen.

Das half alles nichts, es lief, wie es im Journalismus althergebrachter Brauch ist: Einer schreibt was, die anderen schreiben ab. Und so hoben viele das reißerische „Scheitern“ in die Überschrift, etwa Berliner Zeitungt-onlineRND und Tagesspiegel. Nicht unser Style, wir wollen den Dingen auf den Grund gehen. Also ähnlich wie ihr mit eurer Tiefbohrung, womit wir schon mitten im Thema sind.

Rekapitulieren wir kurz. Laut Spiegel habt ihr 1997 in Berlin ein vergleichsweise bescheidenes Wohnhaus gekauft, das eure neue Parteizentrale werden sollte: ein schmuckloser Gründerzeitbau, Grundfläche rund 270 Quadratmeter, fünf Etagen plus Dachgeschoss, kein Aufzug. Die Vernichtung von Wohnraum zugunsten von Büros sieht natürlich heutzutage ein bisschen blöd aus, aber hinterher weiß man es immer besser. Außerdem ist bestimmt alles nach Recht und Gesetz gelaufen. Damals waren die Vorschriften zur Zweckentfremdung ja noch nicht so streng, also Schwamm drüber.

Affinität zu heißer Luft

Mitte 2019 habt ihr beschlossen, eure Zentrale umzubauen. Ihr wolltet die Räume sanieren und von Gas auf Wärmepumpe umsteigen. Ende 2019 ging’s los – und danach nur noch bergab. Corona, fehlende Arbeiter, verzögerte Genehmigungen, Inflation, technische Probleme. Bauen und besonders Bauen im Bestand kann zum Abenteuerspielplatz werden, da müsst ihr mir nichts erzählen.

Die größte Herausforderung war euer neues Heizkonzept. Ungedämmter Altbau plus Wärmepumpe ist bereits eine ungute Kombination. Damit es nicht zu einfach wird, habt ihr euch dazu eine ganz spezielle Lösung ausgedacht. Als Wärmequelle sollte Geothermie dienen, heizen wolltet ihr mit Luft statt mit Wasser. Und nein, so sehr sie sich auch aufdrängen, ich mache keine Witze über Politiker und ihre Affinität zu heißer Luft. Hatte ich ja versprochen.

Warmluft in alle Räume transportieren und vernünftig steuern zu wollen, zieht einigen Aufwand nach sich: mächtige Zu- und Abluftkanäle statt dünner Wasserrohre, Wand- und Deckendurchbrüche, Isolierungen, Verkabelung, abgehängte Decken, um den ganzen Kram unterzubringen. Hinzu kommen Tiefenbohrung im Innenhof und diverse Zusatzgeräte.

Investigativ umgesehen

In der Theorie klang das bestimmt nicht schlecht. Sole-Wärmepumpe ist im Betrieb effizienter als Luftpumpe, Heizen mit Luft erlaubt bei entsprechend ausgelegter Technik einfaches Umschalten auf Kühlbetrieb. Da sich eure Räume an der Südwestfassade im Sommer mit Sicherheit kräftig aufheizen, schlagt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe. Und die bereits vorhandene PV-Anlage auf dem Dach liefert den ökologisch korrekten Strom für die Klimatisierung.

Tja, und dann dieses Desaster. Kosten für den ganzen Bums rund fünf Millionen Euro, Bauzeit knapp vier Jahre bis zur Inbetriebnahme im Herbst. Lassen wir die Dauer – inklusive Verzögerung wegen fehlender Bohrgenehmigung – mal außer Acht. Ob euer Konzept im laufenden Betrieb die gewünschten Ergebnisse liefert, soll hier ebenfalls nicht interessieren. Was mich fertigmacht, sind die Kosten. 

Ich habe nämlich Erfahrung mit Wohnungssanierung, und zwar in einem Berliner Gründerzeitbau mit praktisch identischen Eckdaten wie bei euch. Ich kann daher Innenleben, Nutzflächen und Aufwand ziemlich genau abschätzen. Also habe ich nachgerechnet. Und ich habe mich bei euch umgesehen, investigativ im Dienste der Aufklärung.

Größer als gedacht

Stutzig gemacht hatte mich eine Nebenbemerkung im Spiegel. Da war die Rede von einem „Hotel, das sich direkt über der Parteizentrale befindet“. Bitte? Wie geht das denn in dem kleinen Altbau?, fragte ich mich. SatellitenfotosKatasterrecherche und Ortsbegehung lieferten die Antwort. Hinter der Adresse „Platz vor dem Neuen Tor 1“ gibt es einen schmalen Seitenflügel, der eure Bude mit dem Haus auf der gegenüberliegenden Seite des Innenhofs verbindet. Dieses Gebäude hat die Front zur Hessischen Straße 10 und sieht eurem überraschend ähnlich: derselbe blassgelbe Anstrich, dieselben grünen Fensterrahmen, gleiche Solarpaneele und Dacheindeckung.

Alle drei Einheiten, eure Parteizentrale, das andere Haus und der Verbindungsflügel, liegen auf demselben Flurstück. Ha, dachte ich, ihr habt 1997 vielleicht gar nicht so bescheiden eingekauft, der Komplex ist wohl größer, als er auf den ersten Blick wirkt. Dass alles zusammengehört, legt auch das Hotelgebilde nahe. Das Bed and Breakfast namens Mikon Eastgate erstreckt sich mit 30 Zimmern und Frühstücksterrasse über die kompletten oberen beiden Etagen aller drei Gebäude.

Das angeranzte Drei-Sterne-Etablissement ist der Grund, warum jeder einfach reinspazieren kann. Ein längerer Druck auf den Klingelknopf an der Hessischen Straße lässt die Tür aufschnappen, durch einen heruntergekommenen Hausflur geht’s zum nachgerüsteten Aufzug, mit dem der kleine Empfangstresen im fünften Stock erreichbar ist.

Gigantischer Quadratmeterpreis

Drinnen wurde mir klar, wo Bild und andere ihre Fotos geknipst hatten. Vom Treppenhaus hat man einen feinen Blick auf den vermüllten Innenhof mit Bauschutt, Rohren, Tiefbohrgerät und augenscheinlich schon länger vor sich hingammelnder Wärmepumpe. Die KTK „Compact Line“ wartet ungeschützt in einer Ecke auf Anschluss.

Unter den Hotel-Etagen hat im Haus Hessische Straße die Bundesgeschäftsstelle der Grünen Jugend ihren Lebensmittelpunkt. Eine „Gesellschaft für Freiheitsrechte“ residiert laut Fensteraufklebern im Erdgeschoss, erste und zweite Etage sind nicht zuzuordnen. An den Briefkästen findet sich noch ein Schildchen „campus grün“, daneben firmieren drei ukrainisch klingende Nachnamen als „VisumBerater“.

Nach dem Ortstermin fing ich an zu rechnen. Die vier von euch als Parteizentrale genutzten Etagen am Platz vor dem Neuen Tor haben zusammen etwa 700 Quadratmeter Bürofläche. Umgelegt auf diesen Teil, ergeben die vom Spiegel genannten – und von euch nicht bestrittenen – fünf Millionen mehr als 7.000 Euro Kosten pro Quadratmeter. Ein gigantischer Betrag. Für den Quadratmeterpreis realisieren andere einen Luxusneubau inklusive Grundstück. Ihr hingegen habt nicht einmal die Fenster ausgetauscht. Die Photovoltaik auf dem Dach existierte ebenfalls seit Jahren.

Geheime Tiefgarage? Tresor nach Bundesbank-Vorbild?

Selbst wenn man annimmt, dass auch die vier Etagen im schmalen Seitenflügel noch zur Parteizentrale gehören, fällt die Rechnung kaum positiver aus. Dann wären es insgesamt ungefähr 900 qm – macht immer noch über 5.500 Euro Kosten pro Quadratmeter. Normalerweise rechnet man bei solchen Altbauten um die 1.000 EUR/qm für eine Sanierung. Lasst es meinetwegen 2.500 sein wegen Inflation, Verschleppung, Geothermie und ein paar Extra-Sperenzchen an Haustechnik.

Nur, dann bleiben weiterhin um die 2,7 Mio., die nicht zu erklären sind. Was, um alles in der Welt, habt ihr damit gemacht? Blattgold an den Decken und Transformer-mäßig verschiebbare Wände? Geheime Tiefgarage mit Elektro-Porsches? Tresorraum nach Bundesbank-Vorbild für die Millionenspenden eurer freundlichen Unterstützer?

Es will mir einfach nicht in den Kopf. Die Tiefbohrung durch „geschultes Personal“ kann es nicht sein. So was kriegt man üblicherweise für höchstens 10 k. Der angebliche Riesenaufwand für das Reinheben der Bohrmaschine in den Innenhof? Ein 30-Meter-Kran ist schon für 2.000 Euro Monatsmiete zu haben. Selbst wenn das alles wegen doof gelaufen das Doppelte oder Dreifache kostete, ist es Pillepalle im Rahmen der bei euch aufgelaufenen Gesamtausgaben.

Das ganze Ensemble umgebaut?

Es gibt eine Möglichkeit, mit der ich mir die fünf Mios erklären könnte. Nehmen wir an, ihr hättet nicht nur die Parteizentrale, sondern alle drei Gebäude des Ensembles saniert, teilweise umgebaut und energetisch mit Erdstrahlung versorgt. Dann lägen die Kosten für die geschätzte Gesamtfläche von rund 2.500 Quadratmetern bei 2.000 EUR/qm. Das wäre viel, aber nicht aus der Welt.

Allerdings, von so einer umfassenden Aktion konnte ich weder im Hotelbereich noch sonst in der Hessischen Straße 10 etwas erkennen. Auch eure ursprüngliche Ansage von einer Million Kosten passt nicht zu dieser großen Lösung. Dann hättet ihr 2019 mit einem Quadratmeterpreis von rund 400 Euro kalkuliert – das wäre wiederum deutlich zu wenig für die Luftführung durch alle Gebäude und weitere Umbauten.

Die Wärmepumpe in eurem Innenhof spricht ebenfalls dagegen. Das Maschinchen wäre völlig unterdimensioniert für die Beheizung der drei Gebäude, da müsste schon ein anderes Kaliber her. Nebenbei: Das Gerät im Hof wirkt ohnehin wie eine ordinäre Luft-Wasser-Pumpe, nicht wie eine Sole-Luft-Pumpe. Aber was weiß ich schon, ich bin schließlich kein Spezialist.

Beim Grillen nachfragen

Apropos Spezialist: Verantwortlich für Planung und Bau war in den ersten zweieinhalb Jahren euer damaliger Bundesgeschäftsführer Michael Kellner. Verheiratet ist der Michael mit einer Verena Graichen, und die wiederum ist die Schwester von einem gewissen Patrick Graichen, wie wir seit kurzem alle wissen.

Beide, der Michael und der Patrick, wurden wegen ihrer Verdienste von eurem Robert kurz vor Weihnachten 2021 mit einem Posten als Staatssekretär beschenkt, und zwar im Wirtschaftsministerium, das praktischerweise nur ein paar Pflastersteinwürfe von eurer Parteizentrale entfernt liegt. Später durfte der Patrick wegen übertriebener Korrumpelei in Dauerurlaub gehen, aber bis dahin war er unverzichtbar für den Erfolg der Energiewende und der allergrößte Fachmann für Wärmepumpen. So habt ihr es uns in jeder Talkshow erzählt.

Was ich nicht verstehe: Wie konnte unter diesen Umständen die Sache mit eurer Eigenpumpe derart aus dem Ruder laufen? Ich meine, wenn ich einen Schwager mit solcher Expertise hätte, dann würde ich doch beim Gemüse-Grillen mal nachhören, was er von Konzept und Planung hält. Im Gegensatz zu anderen familiären Hilfestellungen, die der Patrick nachher auf dem kleinen Dienstweg leistete, wäre das ja nicht mal anrüchig gewesen.

Gebt kurz Bescheid

Egal, es gibt Wichtigeres. Aus meiner Sicht reduziert sich die Angelegenheit auf drei Möglichkeiten, liebe Grüne:

Erstens. Angenommen, euch gehört nur das Haus am Platz vor dem Neuen Tor, und ihr habt einzig die vier unteren Etagen umgebastelt. Wie konnte es dann zu den irren Quadratmeterkosten von geschätzt bis zu 7.000 Euro kommen? Wo sind die mindestens zwei bis drei Millionen versickert, die beim besten Willen nicht nachvollziehbar sind?

Zweitens. Angenommen, euch gehören alle drei Gebäude des Flurstücks, und ihr habt nur die Parteizentrale energetisch umgebaut. Dann drängt sich neben der Kostenfrage eine weitere auf: Wie ist das mit eurem Weltrettungsanspruch zu vereinbaren? Habt ihr etwa Greenwashing betrieben? Ist eure Wärmepumpe eine Luftnummer? Mehr Schein als Sein zur Imagepflege?

Drittens. Angenommen, ihr habt den gesamten Komplex aus drei Gebäuden umgerüstet, ohne dass es von außen erkennbar ist. Warum gebt ihr euch dann lieber der Lächerlichkeit preis, anstatt offen zu kommunizieren, dass die Kosten eine viel größere Fläche betreffen und damit nicht mehr so exorbitant überhöht daherkommen? Was habt ihr zu verbergen?

Zusammengefasst: Entweder ihr könnt einfach nicht wirtschaften, oder ihr wollt etwas anderes verheimlichen. Also, was ist es? Seid so lieb, und gebt kurz Bescheid. Schließlich drohte der Michael Kellner 2020 bei der Vorstellung eures Muster-Pumpenprojekts: „Wir bauen erst das Haus um und danach das Land.“ So was kann einen schon ein bisschen nervös machen. Da hört der Spaß auf.

Foto: Fabian Nicolay

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Leserpost

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Ingo Minos / 14.06.2023

LIEBE GRÜNE… Das hat dann auch schon gereicht, den Artikel nicht weiter zu lesen, denn wer so anfängt, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

Michael Hoffmann / 14.06.2023

Schwachköpfe haben Schwachköpfe gewählt und wundern sich nun, von Idioten regiert zu werden. Wie bestellt so geliefert. Es muss noch viel schlimmer kommen , bevor es wieder besser wird.

Boris Kotchoubey / 14.06.2023

How dare you die Grünen zu verdächtigen, das personifizierte Gute? Diese Partei ist wie einst die Caesars Frau, über jeden Verdacht.

Wolfgang Richter / 14.06.2023

“Viertens” ist komischerweise nicht gestellt, nämlich was ggf. an staatlicher Förderung kassiert wurde, ggf. auch unter dem Label “politische Arbeit”. Steuerlich riecht das Rechenkunstsück auch. In einem Rechtsstaat würden sich Staatsanwaltschaft und Finanzamt schon lange durch die grünen Unterlagen zum Projekt wühlen.

A. Ostrovsky / 14.06.2023

Man soll nicht böse Absicht vermuten, wenn einfache Inkompetenz zur Erklärung der Beobachtung ausreicht. Allerdings hat das auch Grenzen. Es gibt Fälle, wo einfache Inkompetenz zur Erklärung nicht ausreicht.

Karoline Kupfer / 14.06.2023

Wie immer, Herr von Loewenstern, großartig, super, grandios! Ich hätte noch lauter gelacht, wenn’s nicht so traurig wäre. Denn es ist die Realität, die Sie beschreiben und aufarbeiten. Gibt’s eigentlich eine Suche nach den verschwundenen Millionen (Veruntreuung/Unterschlagung/Korruption?) oder verläuft es ähnlich wie bei der SED damals?

Thomin Weller / 14.06.2023

Es gibt in Deutschland nicht nur die Berufsgenossenschaft, auch eine Arbeitsstättenverordnung. ArbStättV “Mindestvorschriften für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten einschließlich Baustellen. 2.5 Raumklima. Eine Überschreitung der Raumlufttemperatur von 26°C ist zulässig, wenn geeignete Maßnahmen nach ASR A3.5 getroffen wurden.” //Ich erlebte in einem SPD Unternehmen das alle Angestellten die Arbeit niederlegten als die Raumtemperatur ~27°C erreichte. Die Vollklimaanlage war ausgefallen. Und eine Vollklimaanlage sollte schon zwingend sein. D.h. die Aussenluft mit >30°C und weit über 70%rel. Luftfeuchtigkeit muss erst einmal zum Taupunkt gekühlt werden… um danach wieder aufgewärmt und mit osmotischem Wasser auf ca. 50%relF befeuchtet werden. Das ist extrem Energieaufwendig, eine Kältemaschine hat einen Wirkungsgrad von max. 50%. Dann kommen noch Brand-Feuerschutzklappen nebst Brand-Rauchmelder in den Kanälen nebst einer Gebäudeleittechnik. Habe die grünen Luftpumpen nun eine Vollklimaanlage oder nur warme, feuchte Luft in den Räumen?

Sam Lowry / 14.06.2023

p.s.: Und am Klima schonmal gar nichts… mir war´s jedenfalls um 21 Uhr zu kalt im Garten, bin wieder rein… laut Kachelmann 23 Grad… im Leben nicht…

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