indubio / 20.05.2021 / 12:00 / 27 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 128 – Die Kripo beim Arzt 

Der in München praktizierende Haus- und Betriebsarzt Dr. med. Josef Dohrenbusch wurde beschuldigt, ungültige Masken-Befreiungsatteste ausgestellt zu haben. Die Staatsanwaltschaft behauptet einfach (und fälschlich), er habe seine Patienten gar nicht gesehen. Im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich berichtet er von der Durchsuchung seiner Praxis. 

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Leserpost

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HDieckmann / 20.05.2021

Das sind in Bayern und in der bayerischen Justiz ja Zustände wie im Dritten Reich! Die dafür Verantwortlichen in der Bayerischen Staatsregierung und in der bayerischen Justiz gehören vor ein Gericht.

Dr. R. Möller / 20.05.2021

Diagnosen auf Attesten sind ein Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht. Aber was interessiert diese Mengeles schon die ärztliche Ethik.

Theodor Froehlich / 20.05.2021

Vielen Dank, dass Sie Dr. Dorenbusch eine Stimme auf der Plattform - nein - auf dem Leuchtturm der Meinungsfreiheit verliehen haben. Ich kenne Dr Dorenbusch persönlich, denn er hat mir in der Vergangenheit mit Rat und Tat in einer menschlich, für einen Familienvater mit drei Kleinkindern sehr schwierigen Zeit zur Seite gestanden. Diese Leserbriefplattform ist und sollte kein Ort sein, über die Staatsanwaltschaft München oder irgendwelche Mitarbeiter etwas zu äußern oder gar eine Meinung zu einem Sachverhalt kund zu tun, den man in seiner Gesamtheit und von den Hintergründen her wahrscheinlich so auch gar nicht kennen kann. Aber dieses Leserbriefforum ist der öffentliche Ort, auf dem man durchaus ehrenhalber kundtun kann, dass man für die Person und die charakterliche und standesrechtliche Geeignetheit für Dr. med. Dorenbusch eine Lanze brechen darf. In Frankreich nennt man so etwas auch “Attestation de Moralité”, die man zum Beispiel bei einer Zulassung zu einer Freiberuflicheren Tätigkeit benötigt. Dieses Empfehlungsschreiben würde ich aus meiner Warte und aus meinem Erfahrungshorizont für Dr. med. Dorenbusch jederzeit unterschreiben. Und dies würden eine Menge Menschen in München, Bonn und Augsburg ebenfalls tun. Vielleicht kommt das noch ...

Detlef Fiedler / 20.05.2021

Man kann Herrn Dr. Dohrenbusch nur viel Kraft wünschen. Das gesamte Verfahren ist einzig und allein darauf aus Herrn Dr. Dohrenbusch zu diskreditieren. Bei seinen Patienten, bei Kollegen, in der Öffentlichkeit, bei der Standesvertretung. Um ihn persönlich mürbe zu machen. Einen anderen Sinn hat das alles nicht. Auch die StA weiss, das nicht nur ein blosser Verdacht her muss, dieser muss auch hinreichend durch Beweis begründet sein. Vor welchem Gericht will sie denn mit solchen blödsinnigen Vorwürfen punkten? Das Problem ist, die StA geht nach einem verlorenen Verfahren nach Hause, man bekommt weiter sein Salär, man lebt weiter sein Leben, die Konsequenzen sind Null. Für den Betroffenen sieht es anders aus. Auch beim Freispruch bleibt was hängen, die persönliche Belastung nämlich. Der Ärger, der Stress, alles hinterlässt Spuren. Und irgendetwas von dem geworfenen Dreck wird schon kleben bleiben, in den Augen irgendwelcher Dritter. Zu Stasi-Zeiten nannte man das Zersetzung. Herrn Dr. Dohrenbusch wünsche ich alles Gute und sage nach Luther: Und wenn die Welt voll Teufel wär . . .

Frank Danton / 20.05.2021

Der Pranger, an den dieser Arzt gestellt wird, ist demokratisch nicht zu legitimieren. Es hat den Anschein, das man Herr Dohrenbusch nur deswegen noch nicht seine Existensberechtigung genommen hat, weil er Systemrelevant ist. Es ist ihm der politische Prozeß gemacht worden, in seiner Praxis, durch die Exekutive. Man hat seine Akten durchsucht um das Vertrauen zu ihm zu zerstören. Man hat ihn degradiert zum Befehlsempfänger. Man versucht ihn psychologisch zu brechen. Der Staat, und in diesem Fall die Söderregierung, tritt mit einer offenen, totalitären Überzeugung Türen ein, deren Existenz einen Rechtstaat und eine Demokratie erst möglich machen. Die geschützte Arztpraxis ist ein Gradmesser, ein Sensor dafür wie weit ein politisches System sich im Begriff der Selbsverdauung befindet. Die Arztpraxis ist der heilige Gral für das Recht auf Vertraulichkeit und Privatheit, wenn ein Staat versucht dieses Verhältnis mit brachialer Gewalt zu demontieren, dann stellt dieser Staat eine Gefahr für seine Bürger da. Die Durchsuchung war kein politisches Signal, nein, es war ein bewaffneter Überfall, ein semi-diktatorisches Manifest. Moderne Hexenverbrennung, mit dem selben religiösen Eifer wie in der jungen Neuzeit. Wer in so einem Staat seine Heimat findet braucht wahrlich kein Grundgesetz.

Ulla Schneider / 20.05.2021

Es ist unfaßbar. Niemand kann sich als Durchschnittsbürger vorstellen, was mit dem 18. Oktober 2020 in gang gesetzt worden ist. Alle Schleusen geöffnet,  alles mit diesem Gesetz gerechtfertigt. Die Amerikaner kannten wenigstens ihre Pappenheimer s. 4. Juli 1776 und haben vorgesorgt. Herzlichen Dank für die Beschreibung dieser Katastrophe. Wer jetzt noch nicht begriffen hat, was hier vor sich geht, dem ist nicht zu helfen.

Hans-Peter Dollhopf / 20.05.2021

Hochkriminelle Staatsanwälte! “Zwickt’s mi, i man i tram! Des derf net wohr sein, wo samma daham?”

Dr. Jüngling / 20.05.2021

Tolles Interview, aber Kissing disease ist EBV, nicht Cytomegalie.

f. roheim / 20.05.2021

Ist das die Abt. der Staatsanwaltschaft München 1 , die für “Extremistische, sonstige politische Strafsachen und NS-Gewaltverbrechen” zuständig ist ?  Irre!

Elko Prüller / 20.05.2021

Von der die Mischpoke der Staatsanwälte habe ich schon immer wenig gehalten. Bei dem Prozess gegen Kachelmann habe ich meine Meinung noch einmal nach unten korrigieren müssen und ein weiteres Mal bei einem skandalösen Strafverfahren innerhalb der eigenen Familie. Dass jetzt aber Staatsanwälte sich dafür hergeben, im Sinne einer Terrorjustiz das Recht explizit zu beugen zeigt, wie zuvor die Durchsuchungsaktion beim Amtsrichter Weimar und die Installation des Seuchengesetzes zum drittem Mal an, dass definitiv doch die allerletzten Hürden des Rechtsstaates gefallen sind.  Jetzt heißt es sich in Acht nehmen, damit man nicht zu guter Letzt doch noch unter die Räder dieser vor allem durch Idiotie schwer verseuchten Gesellschaft kommt. Das habe ich ein Leben lang verhindern können, und ich bin nicht sicher, ob ich auch hier noch einmal davon komme. Wie die Mengenverteilung zwischen üblichen Opportunisten, Profiteuren, Hosenscheißern, Schwanzeinziehern und Schwachköpfen auf der einen Seite und dem denkenden Teil des Volkes auf der anderen Seite ist, wage ich nicht abzuschätzen. Stellte man sich vor, die letzteren seien nur noch ein Minderheit, wäre das der größte Horror überhaupt. Jetzt also wie in der DDR, egal ob Verwandte, Bekannte oder gar Freunde, man muss herausfinden, ist es ein Freund oder ein Feind.

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