Henryk M. Broder / 19.08.2017 / 22:03 / 2 / Seite ausdrucken

Höhepunkte des Wahlkampfs 2017 – Folge 7

Als ob es noch nicht absurd genug wäre, dass ein paar Hundert Neonazis in Spandau an den 30. Todestag des Führer-Stellvertreters erinnern, stellen sich ihnen etwa genau so viele Antifaschisten in den Weg, um eine zweite Machtübernahme durch Nazis zu verhindern. Es war möglich, die Deutschen aus dem Dritten Reich zu holen, aber es ist unmöglich, das Dritte Reich aus den Deutschen zu holen. Es macht zu viel Spaß, Geschichte retroaktiv zu bekämpfen. Und dann kommt der Berliner Innensenator und setzt dem Ganzen noch die Narrenkappe auf. „Ein Verbot wäre mir sehr sympathisch gewesen, wir haben das sehr sorgfältig geprüft und festgestellt, dass die freiheitlich-demokratische Grundordnung leider auch für Arschlöcher gilt.“ Ja, so ist das mit der FdGO. Es kann sogar passieren, dass ein Astloch Innensenator wird. Leider.



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Leserpost

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Christine Maack / 20.08.2017

Unsere Politiker fallen mit ihrer Staatsauffassung in die Zeit vor Kant, Voltaire und Montesquieu zurück, während diejenigen, die noch nicht so lange hier leben, im Mittelalter verharren. Machen wir die historische Mitte daraus, rutschen wir gemeinsam in den 30-jährigen Krieg. Das kommt mir irgendwie plausibel vor.

Klaus Klinner / 20.08.2017

Unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung würde es gut zu Gesicht stehen solche negativen Entwicklungen nicht mit Schimpfworten abzutun und die Auseinandersetzung allein auf die Straße zu verlagern. Wichtiger wäre, die Ursachen der Entwicklung zu verstehen und zumindest den kleinstmöglichen Konsens zu suchen. Alles Andere führt zu einer weiteren Polarisierung. Mir fällt, selbst nach längerem Nachdenken. kein historisches Beispiel ein, in dem Ausgrenzung zu einem dauerhaften, eine Gesellschaft stabilisierenden Ergebnis geführt hätte.

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