Achgut.tv / 25.06.2018 / 06:20 / 20 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: „Die EU wird diese Krise nicht überleben“

Nein, dieser Satz bezieht sich ausnahmsweise nicht auf die Migrationskrise, die die EU derzeit auch nicht in den Griff bekommt, sondern auf die Euro- und Schuldenkrise, über die merkwürdigerweise kaum einer redet, obwohl doch gerade Italien Kurs auf den Staatsbankrott nimmt. Und im Gegensatz zu Griechenland kann Italien den Euroraum und damit letztlich auch die EU schon in den Abgrund reißen. Tröstlich ist vielleicht nur, dass die Italiener diese Krise überleben werden, nur die EU in ihrer heutigen Verfasstheit wahrscheinlich nicht. Doch statt sich dem Problem zu stellen, wird es lieber schöngerechnet und schöngeredet. Das wiederum ist ja bei der Migrationskrise nicht anders. Nur kann die derzeit nicht so leicht übersehen werden, wie die Euro- und Schuldenkrise.

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Rolph Martin / 25.06.2018

Sehr geehrter Herr Broder! Ich muss Ihren Ausführungen und dem gros der Leserzuschriften widersprechen! Das System “EU” wird nicht zerbrechen - so sehr ich selbst es auch herbeisehne… Grundsätzlich haben Sie natürlich recht: man frägt sich ob der mannigfaltigen Probleme innerhalb der EU, warum der Laden nicht schon längst zusammengebrochen ist. Ich denke, es liegt einfach daran, dass das System schon viel zu groß ist, um zusammenzubrechen. Wieviele Bürokraten gibt es in Brüssel? Tausende? Wieviele Menschen / Lobbys etc. pp. sind indirekt mit diesem System verbunden und profitieren? Hundertausende? Wieviele Menschen gibt es, die mangels Intellekt nicht in der Lage sind, die Mangelhaftigkeit dieses Systems zu erkennen? In Deutschland 87%? Wie wolle man künftig diesen Gordischen Knoten zerschlagen? Durch Wahlen?? Wie soll das gehen? Nein, ich bin überzeugt, dass die amtierenden Politiker Mittel und Wege finden, sich irgendwie durchzuwurschteln und dies den Menschen dann als annehmbaren Kompromiss zu verkaufen. Es gäbe sicher unzählige Beispiele aufzuführen, die zeigen, dass ein Zusammenbruch in den allermeisten Fällen eben nicht zustande kommt, sondern der Systemerhalt durch gewisse (marginale) Änderungen aufrechterhalten wird. Nein, das System ist deutlich zu komplex geworden, kaum noch jemand blickt durch (selbst der von mir am meisten verachtete Beruf des Juristen schafft es nicht mehr) und durch die unzähligen Stellschrauben ist es nicht mehr möglich, gravierende Änderungen “herbeizudrehen”. Nichts, bis auf die Tatsache, dass ich mit meiner Familie ungestört durch Einmischungen seitens des Staates mein Leben erfolgreich meistern kann, wünsche ich mir mehr, als das Ende der EU in dieser Form, die Rückkehr zu nationaler Souveränität und einer vernünftigen Politik für den Bürger.

B.Kröger / 25.06.2018

Solange Frau Merkel und die Ihren die Regierung stellen, ist nicht zu erwarten, dass sich etwas ändern wird. Ich hoffe wirklich, dass der Mehrheit der deutschen Bevölkerung endlich klar wird, dass es um ihr Geld, um ihre Lebensbedingungen in diesem Land geht.  Frau Merkel und ihre Taschenträger werden für nichts die Haftung übernehmen. Hänsel und Gretel werden alles bezahlen, auch wenn sie es nie bestellt haben. -  Wirksame Kontrolle durch das Volk ist das Stichwort, um das es gehen muss. Vertrauen kann man seiner Familie, Politiker müssen wirksam kontrolliert werden!

Michael Lesch / 25.06.2018

Die Dummheit stirbt nie aus ! So oder ähnlich muß man die mehrheitliche Zustimmung der Deutschen zum EU Monster kommentieren. Die angeblich so reiche Bananenrepublik Deutschland hat sich im Laufe der letzten 20Jahren seit der Währungsunion auf 2 Billionen Euro verschuldet um diesen Wahnsinn zu finanzieren. Dank der unverantwortlichen Finanzpolitik der EZB wird der Bürger gleichsam enteignet. Sparen wird bestraft! Was kann der kleine Mann eigentlich noch machen? Er kann das sinkende Schiff ja nicht einfach verlassen. Und genau das ist das Problem! Er glaubt es wird irgendwie schon nicht so schlimm werden. Und da sind wir wieder bei der Dummheit angekommen! Dieser hoffnungslose Fatalismus des Deutschen äußert sich durch seine Wahlentscheidungen . Solange knapp 70Prozent weiter ihr Kreuz bei den Parteien machen die ihm seit 70Jahren einreden das er die moralische Schuld am Elend dieser Welt trägt wird es so weitergehen! Auch die Titanic war unsinkbar!

toni Keller / 25.06.2018

Vlt kommt diese Antwort auf beat Schaller durch: Wir haben bereits Inflation, der Benzinpreis hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt, Milch kostet in Euro mittlerweile soviel wie in 2001, also vor 17 Jahren in DM. Butter ist im letzten Jahr um 100% teurer geworden, desgleichen Fleisch und Wurst. Nicht zu vergessen die Energiepreise, Mein Stromanbieter hat von 17cent pro kW/h auf 21 cent pro kW/h erhöht, das sind 23% innerhalb eines Jahres! Ich habe zufällig im Möbelhaus den gleichen Schrank gesehen, den ich vor 20 Jahren schon mal gekauft hatte, er kostet mittlerweile exakt das gleiche, nur in Euro und wird nicht mehr bereits montiert geliefert, Also hier Preissteigerung um 100% bei verschlechtertem Service. Die Inflation findet statt, nur redet keiner drüber, genau das ist ja das Problem.

Heiner Hardschmidt / 25.06.2018

Das wird wohl passieren und angesichts der Handlungen der EU- und sonstigen Eliten dürfen wir uns auf einen brennenden Absturz auf den Asphalt freuen. Die Enteignung von Zypern, die Frontex Farce, der ESEF/ESM Parlamentsaushebelungstrick, der Internetkontrollwahn und zu viele andere Massnahmen zeigen, dass sie es wollen, dieses “Europa”, egal was es kostet. Und das heisst nunmal, dass auch Blut auf der Strasse akzeptiert wird. Dabei wäre die EU Rettung relativ leicht zu bewerkstelligen: Es müssten lediglich die Bundesländer, die italienischen und spanischen Regionen, sowie die neuen französischen Gebietskörperschaften als souveräne Staaten in die EU eintreten (also die ganzen NUTS-2). Das würde die Blockmentalität aufheben und einen Regionalwettbewerb unter etwa gleich großen Einheiten entstehen. Natürlich passiert das nie, weil es würde ja einigen die Macht nehmen und so steuern wir unaufhaltsam zu auf den Baum, der gleichzeitig den Grabstein der europäischen Zivilisation markiert.

Horst Jungsbluth / 25.06.2018

Schon der verstorbene ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister Hans Apel (SPD) hat in seinem Buch “Der Abstieg” die damalige sehr kleine EG rückblickend in die siebziger Jahre!!! sinngemäß als “Bürokratenmonster” kritisiert und mischte danach lieber in der Bundespolitik mit,  wo er allerdings auch so einiges auszusetzen hatte, übrigens gerade auch bei seiner eigenen Partei. Das “Monster” ist in der Zwischenzeit rasant gewachsen und mischt sich überall ein, nur eben dort nicht, wo es dringend nötig wäre. Bei den Finanz. und Flüchtlingskrisen wird ganz vergessen, dass diese auf eine katastrophale Politik in einigen Mitgliedsstaaten und auf die falschen Rektionen in anderen zurückzuführen sind und dass dort und das gilt auch für einigen deutsche Bundesländer weder der öffentliche Dienst und besondernd die Justiz und leider auch die Medien nicht funktionieren.  Was wir zur Zeit erleben, das ist schier unfassbar und man fühlt sich gerade hier in Berlin, wo alles noch viel schlimmer ist, wie in einer widerwärtigen Diktatur. Die EU wird solange bestehen und das kann man sehr gut mit der SED-Diktatur vergleichen, solange dem Heer der Mitarbeiter die dicken Gehälter pünktlich überwiesen werden.  Alles andere ist für diese Leute vollkommen uninteressant

toni Keller / 25.06.2018

Ich hoffe seit ihrem Bestehen, dass die EU, so wie sie geworden ist, auseinanderfliegt und der Verstand wieder einkehrt. Jedoch geschieht genau das nicht, im Gegenteil, eine deutsche Regierung tut nachgerade so, als sei sie selber nur bundesrepublikanischer Bundesstaat einer EU . Dazu haben wir mittlerweile die Situation, dass die Schulden der einzelnen Länder einfach viel zu groß sind, auch das angeblich ach so reiche und prosperierende Deutschland hat über 2 Billionen das sind über 2000 Milliarden Euro Schulden, die Target II Schulden nicht mit gerechnet. Soweit ich das kapiert habe, hat man die Schulden einfach bei sich selber, gleicht also einem Menschen der mehrere Konten hat, und munter von einem auf das andere überweist, in der Hoffnung, keiner der Banken merkt, dass er eigentlich nur Hartz IV kriegt und deshalb die Kredite nie und nimmer zurückzahlen kann. Weil nun das ganze System auf Pump und Schulden, gebaut ist, aber Stabilität und Haben suggeriert, ist klar, es muss aufrecht erhalten werden, weil der Zusammenbruch das ganze Ausmaß der Lügerei offenbaren würde, dass man z.B, die Mehrheit der Bevölkerung in ein System gelockt hat, wo Selbstversorgung komplett unmöglich ist, also eine Krise das ganze Land lahmlegen und ins Elend stürzen würde, man überlege nur der Strom fiele drei Tage lang aus. Dennoch wird der Zusammenbruch kommen und es wäre besser jemand spräche mal Tacheles, aber jeder hofft doch dass nach ihm die Sintflut kommt! Zum Verzweifeln!

Karla Kuhn / 25.06.2018

“...wird es lieber schöngerechnet und schöngeredet.”  Darin scheinen die Verantwortlichen wirklich Meister zu sein. Wenn sie so handeln würden, wie sie schönreden und schönrechnen, dann hätten wir überhaupt keine Krisen und alles wäre eitel Sonnenschein. Aber warum einfach, wenn es auch anders geht ? Hauptsache die dafür verantwortlichen Damen und Herren können weiter fest im Sattel sitzen bleiben. Allerdings wackelt der schon gewaltig. Sie sagen es, die Lage ist sehr komplex und vor allem undurchsichtig. Die EU wird es vielleicht doch überleben aber zu WELCHEM PREIS ??  WOHER werden eigentlich die Milliarden (bald Billionen ?) für die vielen Baustellen genommen ?  Vor 2015 mußte um jeden Cent gerungen werden und jetzt ? Das Milliardenfüllhorn scheint nie leer zu werden.

Dirk Ahlbrecht / 25.06.2018

Was mich betrifft, so kann ich nur sagen: Ganz fest die Daumen drücken, das der EU-Wahnsinn recht bald ein Ende hat!

Werner Arning / 25.06.2018

Nicht die Italiener sind besorgt über EU und Euro, sondern besorgt sind die Deutschen. Die Italiener besitzen ihre Eigentumswohnung, das beste Essen der Welt und ihre Improvisationsfähigkeit. Schulden beängstigen sie nicht übermäßig und das Schicksal der EU liegt ihnen eher nicht am Herzen. Franzosen, Griechen, Italiener haben allerdings gelernt, wie man sich deutschen Ängste und Sorgen zunutze machen kann. Wie man von ihnen profitieren kann. Je größer die Angst bei den Deutschen, desto größer auch ihre Zahlungsbereitschaft. Und womit kann man sie am besten ängstigen? Genau, indem man den Teufel des Populismus an die Wand malt. Da öffnet sich das Portemonnaie wie von Wunderhand. Nur die Deutschen machen diesen Hype um Europa und die EU. Die Südländer sehen es pragmatisch. Nützt es mir, ist es gut. Nützt es mir nicht, will ich es nicht. Für sie handelt es sich nicht um eine Grundsatzfrage oder um Ideologie. Nein, die Italiener werden sich zu helfen wissen, wenn alles den Bach runter geht. Auf ihren Ansprüchen sitzenbleiben, werden die Deutschen. Und zwar auf materielle wie auf ideologische Art.

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