81 Jahre Hitler-Stalin-Pakt

Heute, am 23. August, ist der Jahrestag der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes, der genauer Molotow-Ribbentrop-Pakt heißen müsste, denn diese beiden haben stellvertretend unterschrieben. Nach Willen des Europäischen Parlaments soll seit 2009 jährlich der "Europäische Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus" begangen werden. Dieser Entschluss wurde durch die Prager Erklärung, die unter anderem von Vaclav Havel unterzeichnet wurde, 2008 angeregt und am 2. April 2009 vom Europäischen Parlament mit 533 Stimmen (44 contra und 33 Enthaltungen) verabschiedet. Das geschah vor allem auf Initiative der ostmitteleuropäischen Staaten.

Kanada folgte dieser Initiative mit dem Black Ribbon Day. Aber nur Schweden und die ostmittel- und südeuropäischen Staaten nahmen das Datum in ihre nationalen Gedenkkalender auf. Bis heute bleibt das Datum in Deutschland, Frankreich und Großbritannien wenig beachtet. Kein Wunder, dass sozialistische Träumereien und Schlimmeres in Deutschland wieder fröhliche Urständ feiern.

Um so wichtiger sind Initiativen wie die der „Lagergemeinschaft Workuta“, die am heutigen Tag an den Gulag-Häftling Jakob Goldscheid (1910–2010) erinnert, der zwei Diktaturen überlebte.

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Frances Johnson / 23.08.2020

@ Marcel Seiler: Der Geburtstag dort mittendrin ist ein Brüller.

Dr. med. Jesko Matthes / 23.08.2020

Kritik an Stalin existiert durchaus. Wenn allerdings eine Ausstellung wie jene derzeit in Cecilienhof sie auch nur sanft im Begleittext formuliert, dann sagt Russland beleidigt die Ausleihe seiner Exponate schon deshalb ab, weil der Generalissimus dort als “Alleinherrscher” tituliert wird. Die Sache ist also offensichtlich pikant für alle Alleinherrscher. Der Bundespräsident sah sich daher genötigt, die Ausstellung dagegen in Schutz zu nehmen, noch bevor er zum üblichen Thema Klimawandel wechseln konnte. Molotow und Ribbentrop kamen meines Wissens nicht vor. In Potsdam geht es ja auch um neue Alliierte, nicht die alten. Wobei Potsdam in Osteuropa kaum weniger kritisch beurteilt wird; Churchill jedenfalls gab seine Ablehnung des Eisernen Vorhangs dort auf. Auch das ist nun Teil der Geschichte Osteuropas, bis Berlin 1953, Ungarn 1956, Prag 1968 und Leipzig 1989. Nein, bis heute. In Osteuropa allerdings möchte man sich erinnern; der Westen möchte seine Mitschuld vergessen.

Wolfgang Richter / 23.08.2020

@ Sybille Eden - Wieso “enge Verwandschaft zwischen rechtem und linkem Faschismus” ? Da liegt meiner Meinung nach einer der grundlegenden Irrtümer zum 1000jährigen Reich und der darauf fußenden Fehlinterpretation der heutigen Zuordnungen von “Rechts” und “Links” hierzulande. Deshalb sollte man nicht von den ihre Ideologie verdeckenden “Nazis” reden und schreiben, sondern von “Nationalsozialisten”. Und die Partei Adolfs war sogar “doppelt” sozialistisch, denn daneben kam auch noch die “Arbeiterpartei” im Namen vor. Und die Sowjets waren neben “sozialistisch” auch nicht weniger “national-russisch” als die deutschen Vertragspartner.

Werner Arning / 23.08.2020

Dieser seinerzeit geheime Pakt bezeugt, dass beide Diktatoren des gleichen Geistes Kind waren. Ob nationaler Sozialismus oder internationaler Sozialismus, um ihn geht es gar nicht. Es geht um Macht. Darin sind sich alle Ideologen einig. Die Art und Weise wie man das Streben nach Macht ausschmückt, mag graduell variieren, das jeweilige Resultat ähnelt einander.

herbert binder / 23.08.2020

Nie sollst du mich befragen, noch Wissens Sorge tragen, woher ich kam… Und wehe dem, der dies Gesetz mißacht’, ihm sei mein Gunst wie Lieb’ entzogen.

Gong Doe / 23.08.2020

Der Hitler-Stalin-Pakt ist nur eine Spielart des “Internationalen Sozialismus”. Neben vielen anderen…

Harald Unger / 23.08.2020

“Kein Wunder, dass sozialistische Träumereien und Schlimmeres in Deutschland wieder fröhliche Urständ feiern.” - - - Aus zeitgeschichtlicher Perspektive nicht wirklich ein Wunder. Aus zwei Gründen. Immerhin hat D. im 20. Jh. 57 Jahre Sozialismus als Staatsform, in der sich haltlose, einfältige, heimtückische, mörderische und radikale Sozialisten als Biedermänner ausgaben. - - - Derzeit rast D. unter Volldampf in den 4. staatlichen Zusammenbruch seit 1918. Angeleitet von einer so einfältig wie radikalen, heimtückischen und marxistischen Biedermännin, die alle fünf übermächtigen Sehnsüchte der Deutschen bedient: Haltlosigkeit, Totalitarismus, Sozialismus und Zusammenbruch. Verpackt in biedermännische Brandstiftung.

Karla Kuhn / 23.08.2020

Liebe Frau Lengsfeld, mit dem Hitler -Stalinpakt kann Merkel sich doch nicht schmücken, zumal der Stalin auch nach dem Krieg derart weitergewütet hat, bis zu 20 Millionen TOTE sollen auf sein Konto gehen. Die neuen SOZIALISMUS/KOMMUNISMUS TRÄUMER , bzw.  VERHERRLICHER würden wahrscheinlich das Datum am liebsten ganz tilgen, der KOMMUNIST STALIN ein GRAUSAMER MASSENMÖRDER, genau so brutal wie der LINKSFASCHIST HITLER !! Stalin wurde in der DDR derart verherrlicht, es gab sogar eine 1953 gegründete Stalinstadt in Brandenburg, seit der ENTSTALINISIERUNG wurde sie 1961 in Eisenhüttenstadt umbenannt.  Ja, der Kommunist hat sich schon IMMER klein gemacht und ist den Sowjets buchstäblich in den AR…. gekrochen. Darum hatte dort der Kommunismus einen besonders dicken Hintern.  Wenn Merkels unselige Geschichte in späteren Jahren mal aufgearbeitet werden sollte, dann werden sich Historiker sicher fragen, WIE konnten die Deutschen,d.h. sehr viele, nach dem grausamen 2. Weltkrieg und dem Unrechtsstaat DDR zulassen, daß sich erneute sozialistisch ausgeprägte Tendenzen in der einst demokratischen BRD derart ausbreiten konnten ?? Andere Historiker werden wahrscheinlich antworten, tja, bei der einst im Unrechtsstaat ausgebildeten Kanzlerin und ihrem roten Vater, kein Wunder. Ich kann mit solchen historischen Daten von Massenmördern auch nicht viel anfangen aber Geschichte bleibt nun mal Geschichte, ob es uns paßt oder nicht. DARUM müssen auch dringend diese unsäglichen Namensänderungen wieder rückgängig gemacht werden.

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