Ralf Schuler / 28.02.2015 / 07:49 / 1 / Seite ausdrucken

Herr Varoufakis kommt zur Bank – Ein Griechen-Dramolett

Die Hilfen für Griechenland gleichen einem absurden Theaterstück.

Ein Mann tritt an den Bankschalter.

Mann: “Ich hätte gern einen Kredit.”

Bankangestellter: “Da muss ich erst Ihre Kreditwürdigkeit prüfen…”

Mann: “Wir haben einem überschuldeten Staat noch mehr Kredite gegeben. Stellen sie sich vor, einer ihrer Freunde verliert seinen Job und kann seine Hypothek nicht mehr bezahlen. Würden Sie ihm einen weiteren Kredit geben, damit er die Raten für sein Haus abbezahlt? Das kann nicht funktionieren. Ich bin der Finanzminister eines bankrotten Landes!

Bankangestellter: “Hmm, das ist ja nicht so schön. Aber natürlich brauchen Sie dann den Kredit umso dringender.”

Mann: “Genau. Deshalb tricksen wir ja auch und haben den Antrag mit ‘produktiver Undeutlichkeit’ formuliert. Wenn wir da eine (kleinere) Zahl (in das Dokument) schreiben, kriegen wir es nicht durch (die Parlamente). Wollen wir nicht eine unklare Umschreibung benutzen?

Bankangestellter: “Ein wenig die Realität verschleiern, meinen Sie? Muss aber unter uns bleiben.”

Mann: “Klar. Spätestens im Juni brauche ich ja neues Geld.”

Anderer Mann tritt hinzu, droht: „Ansonsten werden wir 300.000 Immigranten Reisepapiere ausstellen und damit Europa überfluten“.

Bankangestellter: “Na, das klingt ja alles ganz gut, können wir gelten lassen. Ich mache gleich mal die Papiere für die Auszahlung fertig.”

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Leserpost (1)
Helmut Erb / 28.02.2015

Absurd mag das Theaterstück sein. Neu ist es nicht. Auch Sie werden über den Bericht des norddeutschen Schlei Boten vom 17.05.1897 staunen: „Der griechischen Tragödie zweiter Theil.“ http://www.shz.de/nachrichten/deutschland-welt/griechenland-das-drama-wiederholt-sich-id9064146.html

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