Thilo Schneider / 24.01.2018 / 06:25 / Foto: Infrogmation / 47

Wir Spießer sollten einander beistehen

Ich gehöre dem namenlosen Millionen-Heer der „schon-immer-und-auch-in-Zukunft-hier-Steuerzahlenden“ an, die sich, ganz schlicht, nichts anderes wünschen, als in Ruhe ihrer Tätigkeit nachzugehen. Nennen Sie das meinetwegen „Leitkultur“, „Deutsch“ oder „Spießertum“ – je nach Gusto. Aber bedenken Sie: Nur wir pflichtbewussten Spießer halten diesen Laden am Laufen. Das macht kein Politiker, kein Abgeordneter und kein Revolutionär für uns. Wir sollten einander beistehen./ mehr

Peter Grimm / 24.01.2018 / 09:38 / Foto: Pixabay / 6

Poesie-Zensur an der Hochschul-Fassade

Schon vor Monaten hatten eifrige Tugendwächter unter den Studenten der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin den Ungeist einer hauseigenen lyrischen Fassadeninschrift entlarvt und deren Entfernung gefordert. Viele haben die Eiferer kopfschüttelnd belächelt und darauf vertraut, dass die Hochschule Lyrik-Zensur nicht zulassen würde. Doch offenbar wiegt die Angst vor Tugendbolden und Anstandstanten schwerer./ mehr

Wer bürgt, bestimmt die Obergrenze

Vorschlag zur Güte: Wir verzichten auf eine Obergrenze und gewähren so vielen Menschen in Deutschland Asyl, wie es Deutsche gibt, die für sie bürgen. Wenn 200.000 Deutsche für Flüchtlinge eine Patenschaft übernehmen wollen, liegt die Obergrenze bei 200.000, wenn weniger, dann liegt sie darunter. Sind es 500.000 oder gar eine Million, verschiebt sich die Obergrenze entsprechend. Denn kein Staat kann besser sein als seine Bürger./ mehr

Bernhard Lassahn / 23.01.2018 / 06:25 / Foto: Selfie / 12

Affentheater

Jemanden als „Affen“ zu bezeichnen, ist nicht nur unhöflich, es ist eine Beleidigung. Tiervergleiche sind sogar strafbewehrte Beleidigungen. Jemanden einen „Halbaffen“ zu nennen, macht die Sache nicht etwa nur halb so schlimm, sondern womöglich doppelt so schlimm. Außer bei Donald Trump. Es kommt ganz darauf an, wen es trifft. Selbst ein Kreuzworträtsel steckt voller Fallstricke./ mehr

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heute
24.01.2018
Peter Grimm / 24.01.2018 / 09:38 / 6

Poesie-Zensur an der Hochschul-Fassade

Schon vor Monaten hatten eifrige Tugendwächter unter den Studenten der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin den Ungeist einer hauseigenen lyrischen Fassadeninschrift entlarvt und deren Entfernung gefordert. Viele haben die Eiferer kopfschüttelnd belächelt und darauf vertraut, dass die Hochschule Lyrik-Zensur nicht zulassen würde. Doch offenbar wiegt die Angst vor Tugendbolden und Anstandstanten schwerer./ mehr

Thilo Schneider / 24.01.2018 / 06:25 / 47

Wir Spießer sollten einander beistehen

Ich gehöre dem namenlosen Millionen-Heer der „schon-immer-und-auch-in-Zukunft-hier-Steuerzahlenden“ an, die sich, ganz schlicht, nichts anderes wünschen, als in Ruhe ihrer Tätigkeit nachzugehen. Nennen Sie das meinetwegen „Leitkultur“, „Deutsch“ oder „Spießertum“ – je nach Gusto. Aber bedenken Sie: Nur wir pflichtbewussten Spießer halten diesen Laden am Laufen. Das macht kein Politiker, kein Abgeordneter und kein Revolutionär für uns. Wir sollten einander beistehen./ mehr

Gerald Wolf, Gastautor / 24.01.2018 / 06:20 / 8

Sind Sie noch normal?

„Normal“ – wer möchte das schon sein, ein durch und durch normaler Mensch? Nichts, aber auch gar nichts Außergewöhnliches an sich haben, alles Durchschnitt? Man kann natürlich auch nach der Normalität ganzer Gruppen von Menschen fragen. Etwa Dunkeldeutsche verglichen mit Helldeutschen, und Helldeutsche verglichen mit Dunkeldeutschen. Überhaupt: Sind, bitteschön, wir Deutschen noch normal?/ mehr

23.01.2018
Peter Grimm / 23.01.2018 / 17:00 / 11

Kein Zweifel an den 13 Jahren?

Es gibt Meldungen, die hinterlassen einen sprachlos, weil man doch glauben will, dass so etwas hierzulande nicht möglich ist. Das Verfahren gegen einen afghanischen Jugendlichen, der dringend tatverdächtig ist eine Vierjährige sexuell missbraucht zu haben, wird allen Ernstes eingestellt, weil der Beschuldigte behauptet 13 Jahre alt zu sein? Daran kann auch die Polizei nichts ändern, obwohl sie an dieser Zahl zweifelte und eine Altersfeststellung forderte? / mehr

Gerd Buurmann, Gastautor / 23.01.2018 / 16:00 / 28

Eine Klarstellung zu Lünen

Es ist vollkommen uninteressant, welche Staatsangehörigkeit ein Täter hat. Es ist so irrelevant wie die Hautfarbe eines Täters oder seine Muttersprache. Die Betonung dieser Eigenschaften täuscht sogar über das eigentliche Problem hinweg. Das Problem ist die Ideologie. Also, Butter bei die Fische: In was für einem ideologischen Umfeld wuchs der Täter auf? / mehr

Ein vierzehnjähriger Junge wird zu Unterrichtsbeginn in einer Gesamtschule in Lünen von einem 15-jährigen Mitschüler erstochen. Wenn ein Jugendlicher in seiner Schule gezielt getötet wird, halten das viele Menschen verständlicherweise für äußerst beunruhigend. Deshalb teilt die zuständige Staatsanwaltschaft auch wenige Stunden später beruhigend mit: „An einer Gesamtschule in Lünen ist ein 14 Jahre alter Schüler erstochen worden. Der ein Jahr ältere Tatverdächtige konnte nach kurzer Fahndung festgenommen werden. Wie der ermittelnde Staatsanwalt Heiko Artkämper FAZ.NET sagte, handelte es sich nicht um einen Amoklauf. ,Auch ein ausländerfeindlicher Hintergrund scheidet aus‘, sagte der Staatsanwalt. Beide Schüler seien Deutsche, der mutmaßliche Täter habe aber auch noch einen kasachischen Pass.“ Soll das heißen, dass es damit ja nicht ganz so schlimm ist? Eine ganz normale Messerstecherei also, wie sie ja außerhalb der Schule inzwischen auch beinahe alltäglich geworden ist? Hat es etwas zu bedeuten, dass der Staatsanwalt Inländerfeindlichkeit oder die eskalierte Klärung von Glaubensfragen nicht ausgeschlossen hat? Nein, natürlich will der Staatsanwalt nur erklären, dass man es hier mit einem Einzelfall zu tun habe. / Link zum Fundstück

Erdogan will auch mitspielen

Erdogans Propaganda verkauft seinen Einmarsch in Syrien als Verteidigung gegen „kurdische Terroristen“. Tatsächlich bombardiert er eines der wenigen Gebiete Syriens, das vom Krieg bislang unberührt geblieben war. Erdogans Vorgehen löst eine ganze Kettenreaktion aus, es droht sogar ein Konflikt mit dem Nato-Partner USA. Doch worum geht es wirklich? Und welche Interessen sind im Spiel?/ mehr

Susanne Baumstark, Gastautor / 23.01.2018 / 11:00 / 10

Jagdgeruch in der Luft

Nach den Vorwürfen früherer sexueller Belästigungen liegt jetzt der Regisseur Dieter Wedel (75) mit Herzproblemen in der Klinik. Außerdem trat er als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele zurück. Aktuell läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Verdacht einer nicht verjährten Sexualstraftat gegen Wedel. Auch wenn dem Vorwurf nachgegangen werden muss: Der Jagdgeruch, der wieder mal in der Luft liegt, stinkt zum Himmel/ mehr

Der ehemalige Scholz & Friends-Mitarbeiter Gerald Hensel, über den die Achse unter anderem hier und hier berichtet hat, gibt am kommenden Donnerstag, den 25. Januar, ein öffentliches "Kamingespräch" von 18:30 bis 20:30 bei Scholz & Volkmer. (Adresse: Schlesische Straße 26, Aufgang B / 2. Etage, 10997 Berlin). Thema: „Marken im politischen Kontrollverlust: Von #KeinGeldFürRechts nach Charlottesville". / Link zum Fundstück
Die Stuttgarter Nachrichten berichten von einer Besonderheit bei der Vergabe von Sozialwohnungen, beziehungsweise das Recht sich auf die Warteliste dafür setzen zu lassen. „4223 Haushalte stehen aktuell auf der Vormerkdatei – der Warteliste für eine Sozialwohnung. Im Jahr 2011 lag diese Zahl noch bei 2834. Ein massiver Zuwachs. Und: Besonders in jüngster Vergangenheit ist der Anstieg fast ausschließlich auf Flüchtlinge zurückzuführen, die in der Stadt untergebracht sind.“ So weit, so ungut. Aber das ist noch nicht alles: „Wer in der Landeshauptstadt eine Sozialwohnung beziehen möchte, muss auf der Vormerkdatei gemeldet sein. Doch um überhaupt auf diese Warteliste aufgenommen zu werden, muss ein Bewerber mindestens drei Jahre in der Landeshauptstadt gemeldet sein. Nicht so bei Flüchtlingen, die der Stadt zugewiesen wurden. Sie werden ohne Wartezeit auf die Vormerkdatei gesetzt.“ / Link zum Fundstück
Bernhard Lassahn / 23.01.2018 / 06:25 / 12

Affentheater

Jemanden als „Affen“ zu bezeichnen, ist nicht nur unhöflich, es ist eine Beleidigung. Tiervergleiche sind sogar strafbewehrte Beleidigungen. Jemanden einen „Halbaffen“ zu nennen, macht die Sache nicht etwa nur halb so schlimm, sondern womöglich doppelt so schlimm. Außer bei Donald Trump. Es kommt ganz darauf an, wen es trifft. Selbst ein Kreuzworträtsel steckt voller Fallstricke./ mehr

Markus Vahlefeld / 23.01.2018 / 06:15 / 40

Wer bürgt, bestimmt die Obergrenze

Vorschlag zur Güte: Wir verzichten auf eine Obergrenze und gewähren so vielen Menschen in Deutschland Asyl, wie es Deutsche gibt, die für sie bürgen. Wenn 200.000 Deutsche für Flüchtlinge eine Patenschaft übernehmen wollen, liegt die Obergrenze bei 200.000, wenn weniger, dann liegt sie darunter. Sind es 500.000 oder gar eine Million, verschiebt sich die Obergrenze entsprechend. Denn kein Staat kann besser sein als seine Bürger./ mehr

22.01.2018
Erinnern Sie sich noch an Guido Knopp, den einstigen Hitler-Beauftragten des ZDF? Mit Serien wie „Hitlers Krieger“, „Hitlers Helfer“, „Hitlers Stars“, „Hitlers Manager“, „Hitlers Frauen“ oder „Hitlers Kinder“ gab er den Deutschen das Gefühl, nun wirklich alles zu wissen, was in irgendeiner Form mit dem Führer zu tun haben könnte. 2006 konnte er dann im ZDF vermelden: „Das Thema Hitler ist inzwischen abgehandelt.“ Unwillkürlich gab Knopp zu dem Scherz Anlass, er werde sich bestimmt noch einmal um Hitlers Hunde kümmern. Und was ist heute? Kaum einer erinnert sich noch an Guido Knopp, dabei müsste das hier seine Meldung sein: „Hitlers Krokodil im Zoo von Moskau aufgespürt?“ Ich kann mich nicht erinnern, dass Guido Knopp uns überhaupt verraten hat, dass Adolf Hitler ein Lieblings-Krokodil hatte. Und jetzt erfahren wir – ganz ohne Knopp – sogar, dass dieses Krokodil in den Kriegswirren den Weg von Berlin über Leipzig nach Moskau nahm und dort nun immer noch im Zoo leben soll. Das wäre etwas für den ZDF-Zeitgeschichtler gewesen, aber der ist ja – womöglich im Gegensatz zum Alligator des Führers – nun schon längst im Ruhestand. / Link zum Fundstück
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Achgut.Pogo / Das Bewegtbild der Achse des Guten

„Ich wollte wenigstens ein Mädchen retten“

Eva Quistorp, die Mitbegründerin der Grünen, hat als Helferin in einem Flüchtlingsheim konkrete Erfahrungen gesammelt. Sie nahm sich eines kleinen afghanischen Mädchens an, das allein mit seinem Vater nach Deutschland gekommen war. Mit Achgut.com spricht sie über ihre Erlebnisse und fordert eine grundsätzlich neue Zuwanderungspolitik.

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