Rainer Bonhorst

Rainer Bonhorst, geboren 1942 in Nürnberg, arbeitete als Korrespondent der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in London und Washington. Von 1994 bis 2009 war er Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen-Zeitung.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Bonhorst

Archiv:
Rainer Bonhorst / 14.03.2018 / 06:25 / 44

Was man privat meinen darf

Mit ihrer Kritik am Schriftsteller Uwe Tellkamp hat die sächsische Kultusministerin Eva-Maria Stange unfreiwillig, aber treffend das Problem angesprochen, das unsere Gesellschaft tatsächlich vergiftet. Es ist die Unterscheidung zwischen stumm zu bleibender Privatmeinung und gestatteter Meinungsäußerung./ mehr

Rainer Bonhorst / 09.03.2018 / 16:47 / 4

Wucht und Höhe

Bei der CDU ist eine eher kleine, wenn auch nicht unkräftige Frau seit Ewigkeiten die Chefin. Als Nachfolgerin hat sich Angela Merkel eine auch nicht gerade hoch aufgeschossene Saarländerin ausgesucht. Und die Dritte im Bunde ist der zarteste Verteidigungsminister, den dieses Land und seine Truppe je gesehen haben. Der Vormarsch der Frauen scheint sich bei der CDU also unabhängig von der körperlichen Ausdehnung nach oben zu vollziehen, während die SPD-Symbolik etwas anderes suggeriert. Aber was?/ mehr

Rainer Bonhorst / 07.03.2018 / 16:30 / 9

Ein Tatort namens Diesel

Der Clou des Plots: Zwar müssen die Trickser in Amerika saftige Strafen bezahlen, holen die Verluste im gaunersicheren Automilieu Deutschland aber wieder herein. Wie das? Durch drohende Fahrverbote, die Gerichte und Politik hilfreich in Aussicht stellen. Diese Drohung löst bei Dieselbesitzern eine Verkaufs-Panik aus. Die Panik führt zu einem phantastischen Boom an neuen Autokäufen. Wer profitiert? Die Manipulateure. Und schon haben wir die perfekte Gaunerei./ mehr

Rainer Bonhorst / 01.03.2018 / 11:30 / 24

An der Essener Tafel die Zunge verbrannt

Ist das vielleicht die avisierte Obergrenze der Kanzlerin? Eine Hundert-Prozent-Migranten-Tafel? Das wäre zweifellos ein kühnes Konzept. Und es hätte organisatorisch den Vorteil, dass man sich ganz auf Halal-Kost konzentrieren könnte. Kein lästiges Hin und Her mehr zwischen Speck-Kartoffeln und Falafel. Ich persönlich hoffe, dass sich diese Süppchen-Politiker dabei ordentlich die Zunge verbrennen. Und übrigens: das Bundesverdienstkreuz für den Chef der Essener Tafel ist fällig./ mehr

Rainer Bonhorst / 28.02.2018 / 16:00 / 5

Danke Heiko Maas, Retter der Satire!

Es wird wieder nach Herzenslust zensiert, und die Satiriker und Kabarettisten haben wieder eine lohnende Aufgabe. Sie müssen ihre Worte endlich wieder auf die Goldwaage legen, um die Zensoren schlau zu unterlaufen. Eine Kunst, die in Diktaturen ihre höchste Form erreicht hat, hat nun auch bei uns eine neue Chance. Die trickreiche, subversive Satire steht vor einem Comeback./ mehr

Rainer Bonhorst / 14.02.2018 / 17:30 / 15

Donna Clara und das Knie des Anstosses

„Was machst Du mit dem Knie, lieber Hans?" erzählt von einer sich anbahnenden sexuellen Nötigung. Wenn die Tanzpartnerin im Verlauf des Liedes fragt: „Warum hüpfst du wie ein Floh hin und her?“ ist dies aber so eine Art Unschuldsbeweis. Wer wie ein Floh hin und her hüpft, kann nicht gleichzeitig mit dem Knie Ungebührliches in unmittelbarer Nähe der Partnerin machen. Kurz: Das Knie hat ein Alibi. Aber Bedenken gegen das Lied bleiben./ mehr

Rainer Bonhorst / 12.02.2018 / 15:29 / 17

Das Trauma der Erbleichten

Das Bild eines vor 10.000 Jahren lebenden Briten zeigt einen Menschen von afrikanisch dunkler Haut. Wie konnte es dazu kommen, dass die erst später erbleichten Europäer über lange Zeit hinweg auf die reinrassigen, dunkelhäutigen und modernen Afrikaner herabgeblickt haben? Es muss das tiefsitzende Trauma des Farbverlustes gewesen sein. Wie groß die Sehnsucht nach Farbrückgewinnung ist, sieht man im Sommer an den Badestränden und im Winter in den Sonnenbänken./ mehr

Rainer Bonhorst / 10.02.2018 / 06:25 / 23

Wie man von Hundert auf Null kommt

Der Fall Schulz ist ein Lehrstück, das im Zeitraffer zeigt, wie man in der Politik von Hundert auf Null gebracht werden kann. Wie man sich selbst auf diese steile Rutschbahn bringen kann und wie die Freunde beim Absturz liebevoll nachhelfen. Was soll man dazu sagen: Armer Schulz? Gewiss. Arme SPD? Auch das. Armes Deutschland? Ich fürchte, das vor allem./ mehr

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