Redaktion / 30.03.2024 / 13:00 / 5 / Seite ausdrucken

Leserkommentar der Woche: Gestohlener Heiligenschein

Besonders erfreulich sind Leserkommentare, die eigentlich selbst eigene kleine Texte sind. Und damit sie nicht alle in der Menge untergehen, veröffentlichen wir an dieser Stelle regelmäßig den „Leserkommentar der Woche“.

Leserkommentare dienen nicht nur dem Gedankenaustausch, sondern ergänzen mitunter die dazugehörigen Texte um neue Aspekte und geben ein Bild der Stimmungslage. Leserkommentare sind dabei nicht repräsentativ für die Leserschaft, viele Achgut-Leser stehen beispielsweise im Berufsleben und haben gar keine Zeit oder haben Scheu, sich öffentlich zu äußern. Umso mehr freuen uns sachliche und im Ton konziliante Zuschriften, die entsprechend unserer Netiquette ruhig kritisch sein können, aber nicht verletzend sind. Die Redaktion freut sich dabei ganz besonders über Kommentare, die eigentlich selbst eigene, kleine Texte sind.

Und damit diese entsprechend gewürdigt werden, veröffentlichen wir an dieser Stelle regelmäßig „Leserkommentare der Woche“. Diesmal ist es ein Kommentar zu Jordan B. Petersons Beitrag „112-Peterson: Mitgefühl als Waffe“, in dem es um das Ausnutzen des Mitgefühls für niedere Zwecke geht. Werner Arning schreibt:

„Das Teuflische und die Lüge können mit einem gestohlenen Heiligenschein daherkommen. Hinter vordergründig guten Handlungen kann sich das Böse verbergen. Man kann eine Handlung als Barmherzigkeit, Hilfe, Mildtätigkeit, Wohlwollen, Vernunft, Mut, Selbstlosigkeit und als alternativlos erscheinen lassen und es kann sich dahinter Täuschung, Verführung, Heuchelei, Gewalt, Machtgier, Diebstahl und Mord verbergen. Deshalb ist geboten, sich nicht von der, die jeweilige Handlung begleitenden, Propaganda allzu stark beeinflussen zu lassen und stets auf der Hut zu sein. Glauben Sie per se niemandem. Auch nicht denen, die Ihre vermeintlichen Fürsprecher oder Gesinnungsgenossen sind. Analysieren Sie mit Hilfe Ihres gesunden Menschenverstandes, aber auch mit Ihrer Intuition und den Eingaben Ihres Gewissens jegliche an Sie herangetragene Information und versuchen Sie Vorurteile nicht als Tatsachen abzuhaken, sondern als Vorurteile zu identifizieren. Häufig werden Dinge als bereits in ihrer Wahrheit gesichert dargestellt und es wird so getan, als könnten diese bereits vorausgesetzt werden. Jedoch gerade diese 'Wahrheiten' und nicht zu hinterfragenden „Gegebenheiten“ sollten Sie kritisch infrage stellen. Vertrauen Sie dabei Ihrem eigenen Urteilsvermögen und lassen Sie sich nicht auf gelegte Fährten locken. Diese Fährten führen genau dort hin, wo Sie der Fährtenleger gedanklich hinführen möchte.“

Foto: Bildarchiv Pieterman

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Leserpost

netiquette:

Sam Lowry / 30.03.2024

Die meisten Doitschen sind doch mittlerweile zu dumm, ihren Urin einzuhalten!

L. Luhmann / 30.03.2024

Tja, das klingt ganz schön nett. Was aber ist mit dem nicht ganz so gesunden Menschenverstand? Ich hätte da noch andere Fragen, aber es ist schon spät und ich muss meinen Verstand als Mensch öfter als früher immer wieder zusammenraffen ...

Ulrich Viebahn / 30.03.2024

“Vertrauen Sie dabei Ihrem eigenen Urteilsvermögen…” Das stimmt. Urteilsvermögen ist ein einfaches und mächtiges Werkzeug. Aber gerade deshalb wird es schlechtgemacht, und empfohlen, man solle besser Qualifizierten (z.B. aus ‘der Wissenschaft’ oder ‘Faktentscheckern’) vertrauen. Deshalb würde ich sagen:  ‘BESTEHEN Sie auf Ihrem eigenen Urteilsvermögen…’

Lutz Liebezeit / 30.03.2024

Der Klimawandel ist so ein Axiom, welches nicht hinterfragt werden darf, weil sonst Beschwörungen, Exzesse und Forderungen sinnlos würden. Die Politik schafft selber die Konflikte, die sie zu beheben behauptet. Die hat sich von den Tatsachen entfremdet und baut auf Sand. Das ist den meisten aber wohl zu hoch. Die neuerliche Entfremdung von den Grünen ist nicht der Einsicht geschuldet, sondern eine Folge des sozialen Drucks, auch auf das Portemonaie. Der Mensch lernt nicht durch Argumente, sondern durch gefühlte Erfahrung.

Gabriele Klein / 30.03.2024

Danke für diesen Kommentar, guter Rat in dieser Zeit!

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