Susanne Baumstark, Gastautorin / 11.03.2019 / 15:44 / Foto: Pixabay / 14 / Seite ausdrucken

Migrantinnen-Marsch: Keine Kultur mit Gewalt

Der erste Dank geht auch an die Männer: an jene, die sich dem Migrantinnen-Marsch am Internationalen Frauentag in Hamburg aus Solidarität anschließen: „Wir freuen uns, dass ihr hier seid und uns unterstützt“, so Hourvash Pourkian von „International Women in Power“. Zusammen mit der „Initiative an der Basis“ initiierte die gebürtige Iranerin die Demo unter dem Motto „Gleichberechtigt, selbstbestimmt, frei“ für die Rechte von Frauen und Mädchen. 

Selbstbewusste Frauen finden sich da am Gänsemarkt zusammen. Eine sagt kompromisslos ins Mikrofon: „Seit 40 Jahren kämpfen wir gegen das islamische Regime im Iran. Wir werden das so lange tun, bis es untergeht.“ Ein Gedicht ist zu hören, gewissermaßen eine Ode an die Freiheit. Andere tragen Schilder, die von entsetzlichen Schicksalen erzählen. Man sieht etwa das Foto von Parsa, einer Bildungsministerin, die man 1980 im Iran in einen Kartoffelsack steckte und dann erschoss. Woanders ist das Bild eines wunderschönen Mädchens zu sehen. Darunter steht: „Basem Donjawaisi – im Alter von 7 Jahren im Iran vergewaltigt und ermordet.“ Andere Schilder definieren das Selbstverständnis der Demo: „Für Frauen, nicht gegen Männer“ etwa oder „Keine Toleranz den Intoleranten.“ Am Mikrofon ist derweil wieder die Initiatorin der Demo. Sie erinnert an die Frauenrechtlerin und Kinderpsychiaterin Homa Darabi, die sich in einer stark frequentierten Teheraner Einkaufsstraße selbst verbrannte. Ihr Entschluss, auf diese Weise gegen die brutale Unterdrückung zu protestieren, war bestärkt worden, als man eine 16-Jährige wegen Tragens von Lippenstift kurzerhand erschossen hatte. 

Eine weitere Rednerin ist einerseits beeindruckt von der starken Familientradition im Iran. Sie weiß aber auch: Einige Mädchen überleben die Hochzeitsnacht nicht. Sie verbluten innerlich. Hintergrund: Mädchen dürfen laut iranischem Zivilgesetz ab dem 13. Lebensjahr verheiratet werden. Das Iran Journal ergänzt: „Überdies können Eltern von Mädchen unter 13 Jahren von einem Richter die ‚Heiratsreife‘ ihrer Tochter bestätigen lassen. So können selbst Mädchen im Alter von sieben oder acht Jahren ganz legal von ihren Eltern verheiratet werden“ (!) – gegen hohes Brautgeld. Zur Einordnung: „1974 hatte der damalige Machthaber Schah Mohammad-Re-za Pahlavi durch ein neues Familienschutzgesetz das Heiratsalter für beide Geschlechter auf 18 Jahre angehoben. Doch gleich nach der islamischen Revolution wurde diese Reform rückgängig gemacht.“ Zur Sprache kommt dennoch, dass nicht allein Männer an der gewalttätigen Lage schuld sind. Von einem Fall ist die Rede, als eine Muslima ihre Tochter an den Haaren so lange durchs Zimmer gezogen hat, bis der Kopf blutete – nur weil sie Fahrrad fahren wollte wie ein Junge. Es entspricht durchaus dem dortigen Erziehungsideal, heranwachsenden Mädchen solche Flausen nachhaltig auszutreiben. Pourkian bedauert diese fatale Vorstellung von Erziehung, aus der Prinzen statt Männer hervorgehen, während Frauen zum Schweigen verdammt sind.

Surfen auf der ideologischen Zeitgeist-Welle

Mit mehrfach lautstarkem „Nein!“ zu Steinigungen, Genitalverstümmelungen, Verfolgung von Nicht-Muslimen oder der Zusammenarbeit mit dem politischen Islam zieht der Demonstrationszug weiter zum Rathausplatz. Dort trifft er auf weitere Fraueninitiativen. Die konzentrieren sich allerdings auf die ewig selbe „antikapitalistische“ Leier aus der sozialistischen Mottenkiste. Es ödet an. Daran ändert auch der offenbar unbedingt unterzubringende Neusprech von den „nicht-binären, trans und inter Personen“ nichts, die doch aus Protest ihre Arbeit niederlegen sollten. Hintergrund: Tatsächlich profitiert diese Community bereits erheblich von bundesweiten Interessenvertretungen und bevorzugter Politik. Allein schon das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unterstützt „derzeit neun unterschiedliche Träger mit einer Laufzeit von fünf Jahren (Anfang 2015 bis Ende 2019) und mit maximal 130.000 Euro pro Jahr für Maßnahmen“, die zur „Akzeptanz gleichgeschlechtlicher, trans- und intergeschlechtlicher Lebensweisen beitragen“ (siehe hier auf Seite 24). Warum halten sie nicht Maß um der gerechten Verteilung willen?

Männliche Anwesenheit ist hier außerdem unerwünscht. Das mit dem von Pourkian und anderen Frauen gewünschten „Schulterschluss“ ist insofern an diesem Tag nicht wirklich umsetzbar. Zwei Welten eher, die aufeinandertreffen. Die einen surfen auf der ideologischen Zeitgeistwelle. Rebecca Sommer von der „Initiative an der Basis“ weiß indessen aus direkter Lebenserfahrung der Mitglieder zu berichten: „Wir sind diejenigen, die unmittelbar in ihrer alltäglichen Praxis erleben, was das friedliche und freie Zusammenleben in unserer demokratischen säkularen Gesellschaft bereichert, aber auch gefährdet und bedroht.“ Warum sie den Migrantinnen-Marsch unterstützt? „Weil wir an der Basis hautnah mitbekommen, wie schon kleine Mädchen mit Kopftuch zur Schule kommen und von ihren Brüdern kontrolliert und beherrscht werden“, warnt sie schließlich: „Wir verlieren unsere Freiheit, Stück für Stück … Genau so hat es im Iran angefangen … Dort kämpfen die Frauen um jedes Stückchen Freiheit, um jeden Zipfel Haar, der unter dem Kopftuch gebannt – nein – verbannt ist!“ Die Initiative fordert Unterstützung für die Opfer, hinsehende Medien und handelnde Politik.

„Gewalt sollte nicht Teil irgendeiner Kultur sein“

Ein kleines Weilchen noch hält man sich am Rathausplatz auf. Die Migrantinnen lassen an Luftballons geheftete Bilder von geschändeten und ermordeten Frauen in die Luft steigen. Nach musikalisch begleiteten interkulturellen Kreistänzen ist das Energielevel wieder hoch genug, um weiterzuziehen; durch die Mönckebergstraße am Hauptbahnhof vorbei bis zum Jungfernstieg. Der Demonstrationszug ist zwischenzeitlich von anfangs rund 50 auf bis zu 150 Personen angewachsen. Eine Demonstrantin mit Kontakten zum Iran erzählt von einem kürzlich vermissten 15-jährigen Mädchen, deren Leiche man später im Fluss findet. Ohne Niere. Man hört auch von einer 16-Jährigen, die den Steinigungstod erleiden musste, weil ihr Schleier verrutscht war und ein Mann daraufhin ihr Haar gesehen hat. Es ist unfassbar schlimm.

Ein kurdischer Mitdemonstrant kann nicht begreifen, was ein Mann davon hat, ein minderjähriges Mädchen zu heiraten: Wenn Frauen nicht frei sind, dann sind Männer auch nicht frei.“ Den Übergriff auf Mädchen empfindet er als „Unverschämtheit“. Das habe mit der „Männerdominanz“ in islamisch geprägten Ländern zu tun. Und mit konkurrierendem Prestigegehabe. Junge Damen wollten natürlich nicht mit alten Männern ins Bett gehen. „Diese Männer aber sind stolz, weil sie meinen, damit ihre Potenz zu beweisen.“ Nach dem Motto: Seht her, ich kann noch. Auf die Frage, was das für ein Stolz sein soll, über ein wehrloses Mädchen herzufallen, anstatt eine erwachsene Frau zu erobern, weiß dieser Herr auch keine Antwort. Mit Logik und gesundem Menschenverstand kommt man da nicht weit. Der entsprechende Ehrbegriff scheint untrennbar verknüpft mit der voremanzipierten Kultur, soweit man dies überhaupt so benennen kann. Denn „Gewalt sollte nicht Teil irgendeiner Kultur sein“, so ein Wunsch der Frauen. Es dürfe auch nicht sein, dass Religion als Privatsache in dieser Weise politisiert wird. „Die Probleme muss man offen in der Gesellschaft diskutieren.“ Es bleibt die Frage: „1979-2019: Europas Feigheit gegenüber dem Iran – 87 Frauen wurden vom gemäßigten iranischen Präsidenten Rouhani erhängt. Wo ist Europa? Wo sind die Feministinnen?“

Das Schweigen der Blätter

Interessant zu wissen: Der Migrantinnen-Marsch, der mit seinem Zug durch die Mönckebergstraße große Aufmerksamkeit bekam, erfährt diese nicht entsprechend in der Berichterstattung der üblichen Medien. Den größten Raum bekommen hier sämtliche politkorrekte Initiativen. Zur beschriebenen Demo heißt es im Hamburger Abendblatt lediglich: FDP-Fraktionschefin Anna von Treuenfels-Frowein: „Wir begrüßen es ... ausdrücklich, wenn heute Migrantinnen in Hamburg für die Rechte von Frauen demonstrieren, die unter dem Diktat der Scharia leiden. Die Demonstrantinnen sind zum großen Teil selbst muslimischen Glaubens und bestens integriert", also Vorbild für viele. Und weiter: „In einer ersten verschickten Version des Statements hatte die Fraktionschefin noch deutlich härtere Worte gewählt, entschärfte diese aber kurz darauf in einer geänderten Fassung.“ 

Die Welt erwähnt den Migrantinnen-Marsch nicht. Aus der Reihe tanzt diesmal die FAZ, die das Problem erkannt hat und titelt: "Vom Frauen- zum Gendertag" – "Die Frauen müssen aufpassen, dass ihnen der Weltfrauentag nicht aus der Hand geschlagen wird. Denn es geht an diesem Tag längst nicht mehr nur um Frauen, sondern, wie in Hamburg, um 'Frauen, Lesben, nicht-binäre, trans und inter Personen', sprich: um Genderpolitik, in der die Gleichberechtigung der Frauen ein Punkt unter vielen ist – und nur, wenn am Ende nicht Gerechtigkeit, sondern Gendergerechtigkeit steht. Dagegen zu argumentieren, ist gerade für Frauen schwierig, weil es dann sofort hieße, man dürfe eine diskriminierte Gruppe nicht gegen die andere ausspielen. Die meisten Frauen in der Welt haben allerdings andere Probleme als die identitätspolitischen Komplexe westlicher Intellektueller..." !

Siehe auch zur Radikalisierung im Iran: "Massenmörder und Folter-Fan" – "Im Iran wurde Ebrahim Raisi (58) zum Chef des Justizsystems ernannt. Raisi solle einen Wandel herbeiführen, der den 'Erfordernissen, Fortschritten und Herausforderungen' im 40. Jahr der islamischen Revolution entspreche", erklärte Khamenei. Außerdem: Heiratsantrag in einer Einkaufspassage im Iran ist „unmoralisch und unislamisch“. Das Paar wurde festgenommen. „Auf Kaution kamen beide bis zum Gerichtstermin vorläufig frei. Bis dahin wird es keine Hochzeit geben. Traditionell werden im Iran Heiratsanträge von den Eltern des Mannes bei den Eltern der Frau gemacht, die dann die Entscheidung treffen. Seit Jahrzehnten wird dieser Brauch jedoch von vielen jungen Paaren, besonders in den Großstädten, nicht mehr ernst genommen.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Susanne Baumstarks Blog „Luftwurzel".

Foto: Mohammad Sayyad via Wikimedia Commons

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Sabine Heinrich / 11.03.2019

NDR, Hamburger Abendblatt, Morgenpost, Lübecker Nachrichten - ich habe nirgends etwas über diese Demonstration der Frauen gefunden. Vielleicht liegt es an meiner Unfähigkeit, Informationen abzurufen. Oder wurde uns diese Demonstration etwa gezielt verschwiegen? Mit jeder noch so hanebüchenen Äußerung der schwedischen, von Erwachsenen missbrauchten, retardierten jugendlichen Marionette und ihren naiven indoktrinierten Nachläufern, die lieber die Schule schwänzen, statt selbständig denken zu lernen - und überhaupt zu lernen - werden wir belästigt - aber über diese Demonstration in HH wird der mediale Mantel des Schweigens gebreitet. Das ist zumindest mein Eindruck. Naja - es geht ja “nur”  um WIRKLICH unterdrückte, gepeinigte Frauen - und für die haben unsere “Wohlstandsfeminist-*innen” und Moslemversteher*-Innen eher wenig Verständnis. Für die evtl. fehlerhafte Anwendung von Sternchen, Bindestrichen, Groß-u. Kleinschreibung bitte ich um uneingeschränktes Verständnis und Toleranz!

Horst Kruse / 11.03.2019

Und unser Bundessteinmeier gratuliert den Mullahs untertänigst zum 40. Jubiläum ihres Unterdrückungsregimes, während Nils Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt, den Jubeltag mit seinen Gesinnungsfreunden in der iranischen Botschaft in Berlin begeht. Zur Abrundung des Bildes :: Der dritte Sozialdemokrat im Bunde, der Außenminister Heiko Mittelmaas verkündet jetzt in Afganistan die friedliche Koexistenz mit den Taliban. Solange Repräsentanten dieser Partei in Deutschland mitregieren, wird sich nichts zum Positiven ändern!

Sabine Heinrich / 11.03.2019

NDR, Hamburger Abendblatt, Morgenpost, Lübecker Nachrichten - ich habe nirgends etwas über diese Demonstration der Frauen gefunden. Vielleicht liegt es an meiner Unfähigkeit, Informationen abzurufen. Oder wurde uns diese Demonstration etwa gezielt verschwiegen? Mit jeder noch so hanebüchenen Äußerung der schwedischen, von Erwachsenen missbrauchten, retardierten jugendlichen Marionette und ihren naiven indoktrinierten Nachläufern, die lieber die Schule schwänzen, statt selbständig denken zu lernen - und überhaupt zu lernen - werden wir belästigt - aber über diese Demonstration in HH wird der mediale Mantel des Schweigens gebreitet. Das ist zumindest mein Eindruck. Naja - es geht ja “nur”  um WIRKLICH unterdrückte, gepeinigte Frauen - und für die haben unsere “Wohlstandsfeminist-*innen” und Moslemversteher*-Innen eher wenig Verständnis. Für die evtl. fehlerhafte Anwendung von Sternchen, Bindestrichen, Groß-u. Kleinschreibung bitte ich um uneingeschränktes Verständnis und Toleranz!

Karla Kuhn / 11.03.2019

Herr Rochow, wenn Erdogan eine Bühne geboten wird und er seine Anhänger ( da frage ich mich, warum die Erdogananhänger eigentlich noch in D. bleiben) beigeistert, was uns Steuerzahler wieviel ??? gekostet hat, werden wir diesen Marsch auch noch ertragen. Jedenfalls ist mir ein Protest GEGEN einen DIKTATOR lieber als ein Aufmarsch FÜR einen Diktator. !! Und ob Steinmeier oder Merkel, beide hofieren ja beide. Wer so eine Kanzlerin gewählt hat, die so einen BP (wahrscheinlich) ins Amt geholfen hat, muß eben jetzt mit diesen Ausuferungen leben, leider auch diejenigen, die sie nicht gewählt haben.  Jedenfalls sehe ich diese Demo gegen den Iran auch als ” Ohrfeige” gegen Steinmeiers Telegramm im Namen meiner Landsleute an,  zu denen auch die eingebürgerten Iranerinnen zählen, was für eine Ironie des Schicksals !! Hat der Mann überhaupt nicht nachgedacht ? Wahrscheinlih nicht, denn sonst wäre er nicht schon in den nächsten Fettnapf getreten und den Schulschwänzern Absolution erteilt. Ebenfalls wie Merkel.  Heißt das,  wie alle brauchen jetzt die Gesetz nicht mehr so ganz genau nehmen ???

Marc Blenk / 11.03.2019

Liebe Frau Baumstark, der westliche Feminismus hat kein Problem mit den Einstellungen der Neubürger. Da wird nichts toxisches diagnostiziert. Das ist letztlich ein Fall für klassische Freudsche Psychoanalyse. Intellektuell sind hiesiger mainstream Feminismus wie durchgeknallter Genderismus komplett im Eimer. Ich stehe auf der Seite der kritischen Migrantinnen. Vielen Dank, dass sie von der Demo berichten. Lief leider komplett an mir vorbei.

Ester Burke / 11.03.2019

Ergänzung : und Navid Kermani.

Ester Burke / 11.03.2019

Sollte Mariam Lau bei der Demo dabeigewesen sein, würde mich dies freuen.

Eleonore Weider / 11.03.2019

Ich habe die Berichterstattung in den Medien auch vermisst, gerade DIESER Frauenmarsch hat doch mehr als alle Anderen seine wirkliche Berechtigung - aber nein, man biedert sich dem Genderwahn an - Zitat: Die konzentrieren sich allerdings auf die ewig selbe „antikapitalistische“ Leier aus der sozialistischen Mottenkiste. Es ödet an - ja es ödet an, dagegen sollte es wirklich heissen: Andere Schilder definieren das Selbstverständnis der Demo: „Für Frauen, nicht gegen Männer“ etwa oder „Keine Toleranz den Intoleranten”. Das sind Rechte, die verteidigt und erkämpft werden müssen.

Paul Braun / 11.03.2019

Hatte bis eben nichts über das Wirken einer Frauenbewegung gehört, die sich gegen die negativen Folgen der “Islamischen Revolution” insbesondere für Frauen wendet. Jetzt weiß ich es. Und ich bin sicher, dass letztlich auch die Männer im Iran, von mehr Freiheit für Frauen profitieren werden. Die “Frauenbewegung” Deutschlands, sollte dabei aber nicht als Blaupause dienen. Mit einer derartigen Bewegung holt man die 50% xy Träger eines Volkes schwerlich ins Boot. Das wissen die Islamisten und nutzen es geschickt.

Andreas Rochow / 11.03.2019

Ich habe absolut kein Verständnis dafür, Immigrantinnen und Immigranten den öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen, um gegen ihr Herkunftsland zu demonstrieren. Ich habe auch kein Verständnis dafür, wenn eine wachsende Zahl der Aktivisten vom Familienministerium mit Steuergeld für diesen Vorbürgerkrieg aufgerüstet werden, der in Deutschland völlig fehlplatziert ist. Hamburg scheint, wie Berlin, diesbezüglich an einem falsch verstandenen Image der Weltoffenheit, Kunterbuntheit und Diversität zu arbeiten. Der nächste Länderfinanzausgleich ist gewiss. Wenn unseren Regierungen unter dem Druck von UNO und NGO-Netzwerken die rechtsstaatlichen Koordinaten derartig abhanden gekommen sind, dass sie selbstorganisierte Demonstrationen steuerfinanziert, ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zu den Weltfestspielen des gerechten Straßenkampfes. Mit Demokratie hat das schon längst nichts mehr zu tun!

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