Hans-Hermann Tiedje, Gastautor / 23.07.2020 / 09:02 / Foto: Pixabay / 27 / Seite ausdrucken

Karl Marx?  Ich sage „Pfui“!

Das Sommerloch lässt grüßen. Die Sonne scheint, der Maskenschutz greift, viele machen Urlaub zuhause, und der Weltuntergang droht mal wieder, weil in Polen Duda gewonnen hat und nicht der da. 

Dazu folgende Richtigstellung:

Auch im Sommerloch gibt es aufregende Neuigkeiten. Außenminister Heiko Maas macht „Druck auf China“ (laut „Bild“) und „will sämtliche Rüstungsexporte nach Hongkong verbieten“. Was meint er damit? Panzer, U-Boote, Kampfjets, Maschinengewehre? Wohl eher Wasserwerfer und Tränengas. Peking zittert.  

Unterdessen geht Parteigenosse Stegner (als Aufsichtsrat mitverantwortlich für den Untergang der HSH Nordbank) auf Großschlachter Tönnies los, dessen Konzern Anträge auf Lohnkostenerstattung gestellt hat. Stegner fantasiert über Tönnies im Knast. Vielleicht wäre er besser entsetzt über die von der Politik gemachten Gesetze, die Tönnies in Anspruch nimmt, was übrigens sein gutes Recht ist. 

Womit wir beim Virus wären. Der Virus? Das Virus? Über solche Sinnlosigkeiten wird massiv diskutiert. Der Duden: Beides ist richtig. Sprache entwickelt sich weiter. 

Das gilt auch für die aktuelle Rassismusdiskussion. Wer hat den deutschen Arbeiterführer Ferdinand Lassalle schriftlich als „jüdischen Nigger“ bezeichnet? August Bebel, Kaiser Wilhelm, Bismarck oder Heinrich von Treitschke? Ein Brief aus dem Jahr 1862 gibt Aufschluss.  

Als "jüdischen Nigger“ hat Karl Marx den bemitleidenswerten Lassalle bezeichnet. Mehr Antisemitismus und Rassismus gehen kaum. Pfui. Zeit, hunderte von Straßennamen zu ändern, und das Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz kann auch endlich abgerissen werden. Was sagen Sie, Herr Gysi? 

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Leserpost

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Dr. Roland Mock / 23.07.2020

@Claudius: Danke für den Hinweis auf Fratscher. Das Zitat ist der Hammer: Null wirtschaftlicher Sachverstand, 100% politische Agenda. Ich dachte bisher, es sei das Niveau des SPD-hörigen „Wirtschaftsweisen“ Bofinger, welches nicht zu unterbieten ist. Aber Fratscher toppt den locker.

Karla Kuhn / 23.07.2020

Aber immerhin hat der “Karli” folgendes Gedicht über seine Landsleute geschrieben: “In seinem Sessel, behaglich dumm, Sitzt schweigend das deutsche Publikum. Braust der Sturm herüber, hinüber, Wölkt sich der Himmel düster und trüber, Zwischen die Blitze schlängelnd hin, Das rührt es nicht in seinem Sinn. Doch wenn sich die Sonne hervorbeweget, Die Lüfte säuseln, der Sturm sich leget, Dann hebt´s sich und macht ein Geschrei, Und schreibt ein Buch: „Der Lärm ist vorbei.“ (Gedicht von Karl Marx – ja, der Kommunist) Das Gedicht paßt IMMER, zum ersten WK, zum zweiten WK, zum Unrechtsstaat und zur Merkelregierung.  Ein hervorragender WITZ ist der DRUCK, den Maas auf China ausüben will. Mir tut mein Zwerchfell vom lachen weh. DAS sollte sich mal jeder BILDLICH vorstellen.  Jan Tomaschoff könnte doch eine hervorragende Karikatur darüber machen. Burkhard Mundt, offensichtlich graben sehr viele deutsche POLITTYPEN zu gerne am eigenen Grab ? Und die paar Milliönchen, WAS sind die denn gegen die BILLIONEN ?? Die STEUERGELDER (oder Druckergeld ?) die jetzt Merkel mit Leyen vor allem über Italien, Spanien und Frankreich ausschütten und am Ende zahlen mal wieder vor allem die ” meisten deutschen Zahlemänner und Söhne.”  Die scheinen auch sehr gerne für den Mindestlohn zu rackern um die Steuergelder endlich an den EU” MANN” zu bringen. BRAV !!

Jochen Lindt / 23.07.2020

Es ist doch vollkommen lächerlich, Menschen die vor 150 Jahren gelebt haben, am Parteiprogramm der modernen Weltverbesserer zu messen.  Gilt nicht nur für Marx.  Auch Adenauer war Rassist und wollte die lieben Mischlings-Negerkinder (der US Besatzungssoldaten), gen Afrika “in ihre Heimat” zurückschicken.  Und von den Kirchen müssen wir gar nicht reden.  Das Geschäftsmodell der heutigen Kirchen hat doch keinerlei Gemeinsamkeit mehr mit dem der 1960er Jahre.

Hans-Peter Dollhopf / 23.07.2020

Herr Tiedje, Sie schreiben:  “Zeit, hunderte von Straßennamen zu ändern.” Bin dabei!

S. Marek / 23.07.2020

@ Albert von der Schwale, und was hat das mit Rassismus zu tun?! Es wäre nur eine ausgleichende Rache für den Genozid an Juden währen des 3-ten Reiches und w.g. unaufhörlichen Bestrebungen deutscher Politik den Jüdischen Staat und seiner Jüdischen Bevölkerung zu schaden.  Am 28. November 1941 wer Mohammed Amin al-Husseini im Berlin beim Adolf Hitler. Lt. Besprechungsprotokoll: “Hitler erwiderte, zum kompromißlosen Kampf Deutschlands gegen die Juden gehöre selbstverständlich der Kampf gegen eine jüdische Heimstätte in Palästina,  Er weihte den Mufti in seine Kriegs- und Vernichtungspläne ein. Das deutsche Ziel werde dann „lediglich die Vernichtung des im arabischen Raum unter der Protektion der britischen Macht lebenden Judentums sein.”  Nach dem Treffen notierte al-Husseini in sein Tagebuch, der Führer sei entschlossen, Krieg gegen die Juden zu führen und bestehe darauf, daß die Nationalsozialisten und die Araber denselben Kampf führten, nämlich die Juden auszurotten. Hitler hatte die europaweite „Endlösung der Judenfrage“ zwischen Oktober und Dezember 1941 beschlossen, die bei der bevorstehenden Wannseekonferenz organisiert werden sollte.  Am 26. Juni 1942 sprach SS-Generalmajor Erwin Ettel mit al-Husseini und notierte, dieser habe ihm gesagt: „Deutschland sei das einzige Land der Welt, das sich nicht darauf beschränke, den Kampf gegen die Juden im eigenen Land zu führen, sondern das kompromißlos dem Weltjudentum den Kampf angesagt habe. In diesem Kampf Deutschlands gegen das Weltjudentum fühlten sich die Araber mit Deutschland auf das engste verbunden.  Deutschland fühlt sich seiner Verpflichtung von Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942 bis heute verbunden.  Laut Wisliceny soll der Mufti, als einziger fremder “Politiker” auch das KZ Auschwitz-Birkenau besucht und die dortigen Gaskammern besichtigt haben. Für Husseini habe die nazistische „Endlösung“ auch das Ende der Probleme in Palästina bedeutet.

Bernd Broschat / 23.07.2020

Frau Schönfelder : einfach Klasse Ihre Nabelschau. Zur saarländischen „dividiert durch Null“ auch gerne mal beschimpft als Aussennull eine kleine Berichtigung : Heikolein holt den Dierckeatlas heraus,schlägt nach ewig langem Suchen die Seite mit China auf und drückt solange mit dem Daumen drauf,bis er an der anderen Seite wieder herauskommt. Das nennt sich dann aus Sicht des Aussendilettanten „Druck ausüben“. Wenn er mich als deutschen Staatsbürger nicht so dermaßen in aller Welt blamieren würde,könnte ich über so einen Vorschüler herzlich lachen. Leider ist mir in diesem infantilen und bald abgeschmierten Land zu was ganz anderem zumute. Ihnen Frau Schönfelder viele Grüße aus der Westpfalz und Stegner im Knast ? Eine Vorstellung,welche ich auf sehr viele,wenn nicht alle - natürlich nach einer Verhandlung vor einem ordentlichen und unabhängigen Gericht,deshalb wäre diese in der Schweiz - in der Regierung und den Blockparteien übertragen möchte.

Albert von der Schwale / 23.07.2020

Jetzt ist aber mal ein Konter für die Mottenkistenwühler fällig. Der ist nicht einmal so alt: Zitat Chen Ben-Eliyahu am 11.März 2015 vor der Knesset: “Wenn der Sohn Davids erscheint,wird der lang ersehnte Tag eintreten und die Endlösung wird einkehren. 20-30 Atombomben auf Berlin, München, Hamburg, Nürnberg, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Dresden, Dortmund und weitere Städte und auch hier ist die Arbeit rasch erledigt.” Wieviele Affinitäten es doch zu Massenmorden gibt. Man kann es kaum glauben.

Ferenc v.Szita - Dámosy / 23.07.2020

...es heißt übrigens tatsächlich DAS Virus -einer der selteneren Fälle, wo im Lateinischen eine Endung mit “-us” neutral ist (deshalb auch in Mehrzahl “Vira” statt “Viri”, wie es männlich heißen müßte)  ...ja, es gibt sogar einschlägig weibliche (!) ...us-Endungen: etwa Virtus (Tugend) oder Juventus (Jugend) ...ganz zu schweigen von der Venus (...vielleicht besser “das Venus”...??!) :-D))) ;-)))

R. Fetthauer / 23.07.2020

Tja, der Herr Tiedje. Einfach und auf den Punkt gebracht - sowas macht Ihn heutzutage zum Solitär! Vieles gehört nunmal vom Kopf auf die Füße gestellt! Hoffentlich bleibt dies nicht nur eine einsame Erkenntnis!

Gerd Heinzelmann / 23.07.2020

Ich denke, herr Gysi hat gerade keine Zeit für eine Antwort. Schließlich könnte ja auch seine “Glückssträhne” abreißen. Gysi im Glück!

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