Archi W. Bechlenberg / 30.12.2018 / 06:00 / Foto: Pixabay / 20 / Seite ausdrucken

Das Antidepressivum: Wo kommen die Löcher in Käthe her?

Silvesterabend ist Gesellschaft bei Willendorf. Auch die Kinder dürfen heute aufbleiben, sie sind ja schließlich schon kleine Erwachsene. „Ich mag Frau Merkel, sie ist sehr lieb und macht eine gute Politik. Aber noch lieber mag ich die Grünen“, hat die kleine Annalena aus der sechsten Klasse stolz erzählt. Sie möchte später einmal etwas werden, für das man nicht studieren muss. Politikerin oder Regisseurin.

„Hach, ich freue mich auf heute abend,“ sagt Käthe Willendorf. „Endlich kommen wir wieder einmal alle zusammen. Und dazu noch ein paar Gäste, die wir neu in unserer Mitte begrüßen dürfen.“ Käthe ist seit Stunden in der Küche beschäftigt, gerade hat sie dem Mettigel zwei hübsche Augen aus schwarzen Oliven verpasst und ihn dann in den Kühlschrank gestellt. Da warten schon die hübsch gebastelten Fliegenpilzeier. Die Party soll ein wenig an früher erinnern, als Käthe und Egbert Willendorf selber noch Kinder waren und nicht wie heute die Kinder lange aufbleiben durften. Damals bekamen die Trabanten vorher zu essen. Kinder brauchten nicht alles zu hören, was Erwachsene sprechen, und es schickte sich auch nicht, und billiger war es auch. Sie bekamen belegte Brote; Mama nascht ein bisschen mit, Papa ist noch nicht da.

Eintritt Schwester Beate. „Kann ich dir helfen, Käthe? Ich könnte ja schon mal… aber was hast du da auf der Hand?“

„Sieht es nicht seltsam aus?“ Käthe streckt die Hand aus. Zwei dicke rote Stellen auf dem Handrücken, mit einem schwarzen Punkt in der Mitte, fast wie Löcher. „Das müssen Mückenstiche sein!“

„Mückenstiche? Jetzt im Dezember?“ 

„Was soll es sonst sein? Das muss an dieser Klimaverschiebung liegen. Die bringt alles durcheinander. Mücken im Dezember. Und in England bauen sie inzwischen Wein an!“

Oh... Käthe, kann ich mal eben mit dir sprechen?

„Das haben die Römer da schon vor 2.000 Jahren gemacht!“ Eintritt Egbert. Er wirft einen kurzen Blick auf die Hand der Gattin „Wenn ihr mich fragt, das ist Krätze!“

„Krätze!?“ Käthe und Beate schreien auf. „Wie kommst du darauf?“ Doch Egbert hat die Küche schon wieder verlassen. Es klingelt. Auftritt Johanna und Lars mit Maximilian, Annalena und Anton. Großes „Guten Abend! Guten Abend! – ... gehts? ... unterhalten uns gerade... Käthe hat Löcher… sogar riesige... komisch... ausgerechnet Löcher in der Hand... Mücken... Dezember...“ Es klingelt wieder.

Eintritt Onkel Hermann-Harry, Tante Jenny, Dr. med. Guggenheimer und Direktor Flackeland. Großes „Guten Abend! Guten Abend! – ... gehts? ... unterhalten uns gerade ... Doktor, sehen Sie doch mal... oh... Käthe, kann ich mal eben mit dir sprechen, unter vier Augen … passt jetzt gar nicht, ich muss noch die Käsespieße...“

„Ihr wohnt ja jetzt total weit draußen“ sagt Tante Jenny, „wir haben euch kaum gefunden!“ Käthe nickt und strahlt. „Ja, die Stadt, das war nichts mehr für uns. Hier draußen in der Eifel ist es viel ruhiger, und Egbert hat es ja so mit den Beinen.“ „Dann seid ihr kaum noch in der Stadt?“ Käthe nickt. „Kaum noch, meine ehrenamtliche Arbeit im Flüchtlingsheim musste ich leider einstellen, die Fahrerei ist einfach unverantwortlich, die ganzen Abgase... man muss Haltung zeigen...“

„...und am 2. fliegt ihr nach Florida?“ mischt Direktor Flackeland sich in das Gespräch. „Fuerteventura, nicht Florida!“ sagt Käthe. „Ich mache eine Woche Reiki und Egbert will einfach nur mal entspannen.“

„Krätze!“ hört man Egbert aus dem Wohnzimmer laut und vernehmlich. „Wenn sie Glück hat, ist es nur Malaria! Aber ich tippe auf Krätze.“ In der Küche fällt ein Teller mit Käsespießen zu Boden.

Eintritt Tochter Erika-Erdmute und Verlobte Anna-Gunilla. Käthe fegt die Käsespieße zusammen, dann gibt sie Anna-Gunilla die Hand. „Du bist also die schwedische Kollegin von unserer Erika-Erdmute. Wie schön, dich kennen zu lernen!“ Dann umarmt sie ihre Tochter. „Es ist so schön, dass ihr eure Reise nach Mykonos hier unterbrochen habt! Spricht sie deutsch?“

Dutzende von Bildern ausgebeuteter Bienen

„Es gab auch mal die so genannte Aleppobeule“ hört man Onkel Hermann-Harry aus dem Wohnzimmer. „Erinnert sich da noch jemand dran?“ Mehrfaches Lachen aus Männerbäuchen. „Aber klar doch, auch: Geißel des Orients, Jericho-, Bagdad- oder Orient-Beule genannt!“ grölt Dr. Guggenheimer, „Sir David Lindsay, Karl May. Wer kennt es nicht? ...bildet sich eine Art rötlicher Pickel an der Einstichstelle, der zu einem Geschwür anschwillt und eiternd aufbricht. Erst nach etwa einem Jahr heilt das Geschwür von selbst spontan ab und hinterlässt dabei tiefe und massive Narben. Ich kenne meinen Karl May fast auswendig, vor allem die medizinischen Beschreibungen.“ Aus der Küche dringt eisiges Schweigen. Dort hört man offenbar aufmerksam zu.

„Hallo Papa“ begrüßt Erika-Erdmute eintretend Egbert Willendorf, dann auch die anderen Herren. „Schon wieder beim Fachsimpeln?“ Auch Johanna und Lars mit Maximilian, Annalena und Anton betreten das Wohnzimmer. Großes „Hallo... geht’s... ihr seid ja groß geworden...“ „Schönen Baum habt ihr da,“ lobt Johanna, „aber mit echten Kerzen! Da müssten wir dann gleich einmal für frische Luft sorgen, ich vertrage die Abgase nicht!“ „Kerzen haben keine Abgase“ sagt Direktor Flackeland.

„Handelsübliche Kerzen auf Paraffinbasis stellen eine Gesundheitsgefahr dar. Wer in geschlossenen Räumen ohne ausreichende Belüftung Kerzen entzündet, setzt sich damit einer Reihe schädlicher Substanzen aus, die mit dem verbrennenden Wachs in die Luft freigesetzt werden“ doziert Lars mit strengem Blick und schickt Maximilian, Annalena und Anton küchenwärts. „Ihr bleibt mal so lange da drüben. Vater, ich muss dich wirklich bitten, diese Kerzen zu löschen.“ Egbert lächelt gequält. „Es sind reine Wachskerzen“ sagt er, „aus Bienenwachs. Die setzen keine...“

„Aus Bienenwachs?“ sagt Johanna mit zittriger Stimme, „weißt du denn nicht, dass du damit die Ausbeutung der Bienen unterstützt? Diese winzigen Geschöpfe werden, genau wie Hühner, Schweine und Kühe, in der Massenzucht gehalten und benutzt!“ Onkel Hermann-Harry gniffelt vernehmlich. „Das ist gar nicht lustig“ sagt Lars und fixiert den Onkel böse. „Durch den Kauf von Honig oder Bienenwachs fördert man die Ausbeutung dieser wertvollen Insekten. Warum habt ihr keine LED-Lampen?“ „Weil die kostbaren Strom verbrauchen und aus China mittels Containerschiffen kommen und durch Ausbeutung von chinesischen Arbeitern hergestellt werden?“ fragt Onkel Hermann-Harry grinsend. Lars zückt sein mobiles Telefon, darauf hat er Dutzende von Bildern ausgebeuteter Bienen. „Schau her!“ herrscht er den Onkel an, aber der winkt müde ab. „Und dein Telefon wird ebenso ausbeuterisch produziert, Junge.“

Anna-Gunilla tritt ein, auf der Suche nach Erika-Erdmute. Die beiden Frauen nehmen sich in den Arm. „Ihr unterhaltet eush sso lebhaft“ sagt Anna-Gunilla und lächelt bezaubernd, „ich höre gerne ssu, um lerne. Wass hat Larsch gechagt?“ „Ach nichts“ sagt Egbert, er hat uns nur gerade von seinem neuem Auto erzählt. Was war es nochmal? Ein Volvo XC90, gell?“ Mit einem Pathos, als ob er aus irgendeinem biblischen Felsen Wasser schlagen wolle, erhebt Lars die Hand. „Man muss schließlich an die Sicherheit der Kinder denken! Johanna fährt sie jeden Tag zum Waldorf-Kindergarten und holt sie ab. Bei jedem Wetter...“ „Wobei Schnee und Eis ja hierzulande nicht mehr drohen“ wirft Dr. Guggenheimer mit einem gewissen Spott in der Stimme ein. „Im Gegenteil“, ereifert sich Johanna, „durch die Erderwärmung gibt es viel mehr Schnee! Weil der ja nur fällt, wenn es nicht so kalt ist.“ 

„Ich könnte mal Ihren Blutdruck messen“

„Kinder, Kinder, nun setzt euch doch an den Tisch!“ Käthe betritt mit festem Schritt das Wohnzimmer. Ihr folgt Maximilian (14), er hat eine Broschüre in der Hand. Ihm folgen Annalena (13) und Anton (9), sie haben das gleiche Heft in der Hand. „Na, was lest ihr da?“ fragt Onkel Hermann-Harry jovial und nimmt ohne langes Zögern das ihm von Anton entgegengehaltene Heft entgegen. Lustige Weihnachtsbäume aus nachhaltigem Anbau sieht man darauf, und der Titel lautet „Argumentationshilfe gegen rechtspopulische Aussagen am Weihnachtstisch”. „Das hat uns Maximilian ausgedruckt“ sagt Anton und sieht den Onkel treuherzig an. 

„Gebt das her“ wirft sich Lars nach vorne, „das ist gar nicht für euch gedacht“, doch Onkel Hermann-Harry ist schneller und zieht das Heftlein an sich. „Der Titel klingt interessant“, sagt er und beginnt, durch die Seiten zu blättern. „Mir wird übel, stöhnt Johanna, „die Kerzen...“ Hilfreich hastet Erika-Erdmute zum großen Terrassenfenster und sperrt es auf. „Bienenwachskerzen setzen keine schädlichen Substanzen frei“, konstatiert Egbert. Erdmute geleitet die Schwägerin Richtung Fenster. Dr. Guggenheimer gesellt sich hinzu. „Ich könnte mal Ihren Blutdruck messen“, sagt er freundlich, doch Johanna winkt ab. „Meine Tasche, ich brauche meine Tasche.“ Annalena reicht sie der schwankenden Mutter, diese nimmt ein kleines Glasgefäß heraus, öffnet es und lässt ein Dutzend kleine weiße Kügelchen in die rechte Hand kullern. „Antihistamin?“ fragt Dr. Guggenheimer. „Sind das nicht etwas viele?“ „Tartarus stibiatus, meine Globuli, hat jemand mal etwas Wasser?“

Johanna lässt sich ermattet auf das Sofa nieder, springt aber im nächsten Moment wieder auf. „Das ist ja Leder!“ schreit sie und steht zitternd – Gesicht blass, evtl. bläulich, mit kaltem Schweiß bedeckt, mit kühler, schwitziger Haut, Durst auf wiederholte kleine Mengen säuerlicher Getränke – da. „Soll ich dir eine Wolldecke holen, Kind?“ fragt Käthe, aber Johanna winkt ab. „Wolle, Schaf, nur nicht. Hast du nichts aus Polyacryl da?“

Herzhaftes Lachen aus Onkel Hermann-Harrys Sessel unterbricht die dramatische Situation. „Wie kannst du da noch lachen?“ fragt Tante Jenny, die bisher noch gar nichts gesagt hat. „Hör dir das an, Schatz“, sagt der Onkel. „Wir alle wachsen in rassistischen und sexistischen Strukturen auf, die nicht völlig spurlos an uns vorbeigehen. Es ist wichtig, immer wieder genau zu überlegen, wo sich bei einem selbst diskriminierendes Verhalten entwickelt und dem entgegenzuwirken.“ Dann schwenkt er die Blätter der „Argumentationshilfe gegen rechtspopulische Aussagen am Weihnachtstisch” hoch in die Luft. Lars will ihm das Papierbündel entreißen, doch der Onkel hält es standhaft fest. „Habt ihr euch damit auf den heutigen Abend vorbereitet? Na, dann mal los!“ Und mit arg affektierter Stimme, etwa so, als wolle er Vorschulkindern erklären, wie Fischstäbchen geschnitzt werden, zitiert Hermann-Harry einen weiteren Satz: „Was tun, wenn Freund*innen, Familie und andere Verwandte rechtsgerichtete Einstellungen, bewusst oder unbewusst, aber auf jeden Fall offenkundig, an den Tag legen? Einfach ignorieren und in die Tasse starren oder offen für eine Auseinandersetzung sein?“ Na dann Hoch die Tassen!

„FEUER! Das ist ein FEUER!“

Es ist still im Wohnzimmer. Und kalt. Sehr kalt. „Ich mache jetzt mal das Fenster wieder zu“, sagt Egbert und tut es. Inzwischen haben sich Dr. Guggenheimer und Direktor Flackeland zu Onkel Hermann-Harry gesellt. „Sie haben einen sehr schrägen Humor“, tadelt Dr. Guggenheimer den Onkel. Das haben Sie sich doch ausgedacht!“

Noch ehe Hermann-Harry antworten kann, beginnt das Haus zu vibrieren, einmal ganz kurz, aber deutlich vernehmbar, dann erneut, diesmal länger. „Was, um Himmels Willen, ist das?“ sagt Lars und kann gerade noch dem umfallenden Weihnachtsbaum aus dem Weg gehen. Ein kleines Flämmchen beginnt zu flackern, ein Strohstern hat Feuer gefangen. Spitze Schreie der Kinder, Anna-Gunilla springt Richtung Baum, fischt den Stern mit spitzen Fingern auf und wirft ihn in den offenen Kamin, der schon lange kein Feuer mehr gesehen hat, wegen usw. Dann richtet sie den Baum wieder auf und pustet vorsichtshalber mit ihrem tiefrot geschminkten Mund („Lesben habe ich mir immer ganz anders vorgestellt“, denkt Lars) alle aus. „Das war toll, Schatz!“ säuselt Erika-Erdmute und gibt der Geliebten einen lauten Schmatzer auf die linke Wange. 

„Essen!“ ruft Käthe und bringt den riesigen, ovalen Teller mit einem geradezu gigantischen Mettigel herbei. Sie stellt ihn in die Mitte des Tisches und stößt einen kurzen Seufzer aus. „Wenn alle essen“, denkt sie, „wird es hoffentlich gemütlicher.“ 

„Was um alles in der Welt ist das?“ rufen Johanna und Lars und Maximilian, Annalena und Anton zugleich aus. „Ein Mettigel“ sagt Onkel Hermann-Harry, „Meerschweinchen und Lemminge waren leider schon aus.“ Wieder vibriert das Haus, diesmal so sehr, dass aus der Küche ein vielstimmiges Gläserklirren zu hören ist. Und wieder. Und nochmal, diesmal hört man ein heftiges Poltern aus dem Keller. Niemand interessiert sich mehr für das Essen, alle sind aufgesprungen und blicken entsetzt durch das große Terrassenfenster nach draußen. Dort, hinter den Rhododendronbüschen und den Bambusstauden leuchtet ein sich rasch vergrößerndes, flackerndes Licht. „FEUER! Das ist ein FEUER!“ ruft Direktor Flackeland. „Egbert, was ist da hinter dem Wald?“

Egbert Willendorf starrt sprachlos in den inzwischen glutroten Himmel. „Da ist nichts! Nur ein Containerpark. Sollte der etwa...“

Alle bis auf einen stehen am Fenster und halten sich gegenseitig Hände und Arme. Wieder rumpelt es. Das Haus wehrt sich ächzend gegen die Erschütterung. „Ist das der Klimawandel?“ fragt Anton, aber niemand antwortet. „Wir haben nicht genug dagegen getan!“ jammert Johanna und faltet die Hände. „Leute, das ist ein Vulkanausbruch!“ hört man jetzt aus seinem Sessel Onkel Hermann-Harry. „Ich habe gerade mal in mein Handy geguckt. Eifel! Wir sind in der Eifel! Hier steht schon lange so was an! Was ihr da seht, ist ein pyroklastischer Strom. Im Volksmund auch ein „lauter Bach“ genannt. Wir haben fertig!“

Und dann sehen sie alle, wie die Tannenspitzen zu glühen beginnen und dann die Rhododendronbüsche, und dann ist das Haus auch schon erreicht und verglüht in Sekunden und mit ihm alle darin. „Wie gut, dass es jetzt passiert“, ist Onkel Hermann-Harrys letzter Gedanke. „Dann gibt es auch keinen Streit wegen der Böller.“

Foto: Pixabay

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Karla Kuhn / 30.12.2018

„Argumentationshilfe gegen rechtspopulische Aussagen am Weihnachtstisch”. „Das hat uns Maximilian ausgedruckt“ sagt Anton und sieht den Onkel treuherzig an.”  Eine sehr schöne Geschichte zum Jahresende, einfach köstlich.  ” Auf ein neues Jahr in einem Land, in dem wir wieder gerne leben!”  Das wünsche ich Ihnen und uns allen auch.

Dr. Gerhard Giesemann / 30.12.2018

Die Eifel ist das letzte Mal vor ca 11.000 (?) Jahren hoch gefetzt, der Mensch war schon Zeuge, die Bimsschicht ist fast gänzlich abgebaut inzwischen (fand Verwendung zur Herstellung von Hohlblocksteinen zum Bau von Häusern für die viel zu vielen Menschen), man kann sich womöglich auf ein steinzeitliches Pompeji freuen, wenn unten angelangt. À propos Veränderung und Wandel: Eine Heidenangst vor Klimawandel wieauchimmer, aber kein bisschen vor der Veränderung unserer Gesellschaft nach KGE, auf die sich die kindisch freut. So viel kognitive Dissonanz auf einem Haufen, fasse es wer kann. Sie haben recht: Da kann nur noch ein kräftiges Feuerchen helfen, zäfixhalleluja.

Jana Daus / 30.12.2018

Ach, wäre das Leben nur eine Geschichte, geschrieben von Archi W. Bechlenberg…dann, aber nur dann , könnte man darüber lachen…Wie auch immer , für uns alle , Gut- wie Bösmenschen gilt : wir werden alle sterben ....

Manni Meier / 30.12.2018

Ach, wie schön, wer hätte das gedacht. Kurz vor Jahresschluss noch mal ein unverhofftes Wiedersehen mit und Erika-Erdmute und Anna-Gunilla Undqvist aus Hypohytta. Oder war es Fawltyhyggn oder doch Hyventowers?

E.W.U.Putzer / 30.12.2018

Warum wurde die Eifel noch nicht evakuiert? Wahrscheinlich treten vulkanische Gase (u.a. Kohlendioxid und Stickstoffoxide) ständig aus. Wenn die Deutsche Umwelthilfe das spitz kriegt, ist es vorbei mit der Ruhe in der Eifel. Und ob die die Anspielung auf den „lauter Bach“ klug war, sollten sie mal eine Organtransplantation benötigen, wird sich dann zeigen. Herr Lauterbach könnte das krumm nehmen, ich rate 2019 ein Seminar über Folgenabschätzung bei der Deutschen Journalistenschule (DJS) zu belegen. Ich drück allen bei der Achse für 2019 die Daumen!

Arndt Warner / 30.12.2018

“ein pyroklastischer Strom. Im Volksmund auch ein „lauter Bach“ genannt.” Müssen Sie mich so fertig machen? Wie soll ich mich von diesem Lachanfall jemals wieder erholen? Gnade, bringen Sie bitte in der kommenden Woche etwas tieftrauriges! Bis dahin ist mein Zwerchfell hoffentlich wieder abgeheilt! :-D

Bechlenberg Archi W. / 30.12.2018

Ich gestehe: Um Anna-Gunilla und ihre Erika-Erdmute ist es schade, ich habe länger überlegt, ob ich sie nicht samt Onkel Hermann-Harry entkommen lassen sollte. Dann hätte ich noch einen Vortrag Beates über die Speicherung von Strom in handelsüblichen Einmachgläsern einfügen und die Hühner und Gänse und Schweinchen und Kälbchen, die statt im Magen von Carnivoren an Altersschwäche im Gnadenhof den letzten Atemzug tun sollten, angemessen würdigen können. Aber dann überkam mich ein derartiger Ekel vor diesem Millieu (in das man sich als sorgfältig recherchierender Autor ja möglichst intensiv hinein versetzen sollte), dass ich nur noch von dem Gedanken erfüllt war, der ganzen Mischpoke ein möglichst schnelles Ende zu bereiten. Das aber ging leider nicht ohne Kollateralschäden… Bitte sehen Sie es mir nach.  - Auf ein neues Jahr in einem Land, in dem wir wieder gerne leben!

Detlef Rogge / 30.12.2018

…Und als Überraschungsgäste, die Nachbarn Sören und Malte, mit einem Blech selbst gebackenen Bio-Bienenstichs. Eifrig berichtet Sören von seiner neuen Installation im renaturierten Schweinestall - Hühnerknochen mit Kürbis auf Plastiktüten - , während Malte mit Buntstiften kunstvoll selbst gemalte Flyer zur Dauerausstellung, „Alle Soldaten sind Mörder“, auf dem Esstisch drapiert… Ihre Geschichten, werter Herr Bechlenberg, sind mir zum sonntäglichen Highlight geworden. Bitte weiter so.

H.Milde / 30.12.2018

In der Tat, eines Loriot würdig.  Das heutige Antidepressivum sollte allen Schonlängerhierlebenden arbeitenden/steuerzahlenden Nicht&Migranten; per Staatsmedien dargereicht werden, statt der Dauerschleifen/ Ansprachen der GröKaZ und deren präsidialem Pendant im Bellevue. Und allen PCsubmissiven GutMenschen*innen ein gutes antifaschistisches Jahr*in, möge der gespeicherte Strom in den Leitungen euch ewiglich reichen, Tofu und Gänsewein nie versiegen, euer Karma unendlich werden. Der Achse-Redaktion wünsche ich hingegen ein konventuionelles gutes und erfolgreiches Neues Jahr. Bitte weiter so.

Gabriele Kremmel / 30.12.2018

Wir leben aber auch in lustigen Zeiten, wie die unterhaltsame Geschichte hübsch beweist. Sowas hätten Sie vor wenigen Jahren noch gar nicht schreiben können, ohne dass man das Geschreibsel für etwas wirr und den Autoren unkreativ geschimpft hätte. Am besten hat mir gefallen, dass sogar der bestimmte Verwandte Berücksichtung findet - und seinen kühlen Kopf bis zum Verglühen bewahren kann.

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