Archi W. Bechlenberg / 20.03.2022 / 10:00 / Foto: Pixabay / 52 / Seite ausdrucken

Konflikte, Kasperle und Kokolores – Lauter Knall in Wuppertall 

Freund Joschi versteht es meisterhaft, Konflikten aus dem Weg zu weichen. Um nichts in der Welt wollte er mit mir essen gehen. Jedenfalls nicht dort, wohin zu fahren ich ihm vorschlug; in ein Viertel der nahen Stadt, das von einer Moschee baulich und sozial dominiert wird. Denn er ahnt, ich würde dann meine Lieblingsjacke anziehen, auf deren linken Ärmel ein weiß-blauer Israelbadge aufgenäht ist. „Ich weiß, was dann passiert, das muss ich mir nicht geben“, meint Joschi. Ich hingegen wäre einem kleinen Abenteuer nicht abgeneigt gewesen. Was soll denn schon passieren im besten Deutschland, das wir je hatten? Das ist gut zwei Jahre her, inzwischen meide ich nicht nur dieses Viertel, ich meide ganz Futschland. 

Nicht nur Vorsicht, auch Erfahrung hat Freund Joschi geprägt. Als ich ihm neulich von einer jungen Frau vor mir an der Ladenkasse erzählte, die, wie man so sagt, die Ruhe weg hatte, konnte er nur milde lächeln. Die Frau schnürte in Begleitung von vier kleinen Knaben, die vier kleine Einkaufswagen herum rollten, so breit ausladend vor mir her, dass es mir nicht gelang, sie noch vor der Kasse zu überholen. Mein Pech, sie ließ sich auch am Fließband viel Zeit, und begann, noch vor dem Bezahlen, in aller Seelenruhe ein Rabattmarkenheft zu bestücken, ehe sie dann das Portemonnaie hervorkramte und zahlte, und erst dann wurden die Einkäufe gemächlich eingepackt. „Ich war zu oft in Israel, als dass ich mich über so etwas aufregen würde“ sagt Joschi. „Das ist eben orientalische Lebensart“. Mein Einwand, die orientalische Lebensart könne gerne im Orient gelebt werden, aber nicht vor mir an einer okzidentalischen Ladenkasse, quittiert er mit mildem Lächeln. „Gewöhne dich dran“ sagt Joschi, „das wird auch bei uns zum Normalzustand werden. Arrangier' dich damit oder stirb rechtzeitig.“ 

Ein kluger Rat; wobei ich das Sich-damit-Arrangieren für mich kategorisch ausschließe. Dann lieber weiter darüber aufregen, einer muss es ja machen. Orientalische Lebensart gerne in Bagdad, Mossul oder Ramalla, aber bitte nicht in meiner Hemisphäre. Ja, ich bin ein Rassist, Joschi betont das oft und gerne, woraufhin ich ihn dann „Itzig“ nenne und jedem weiteren Konfliktpotenzial schlagartig den Boden entziehe. 

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Womit ich beim eigentlichen Thema bin. Ältere unter Ihnen erinnern sich vielleicht, dass ich ein Anhänger englischer Autos bin. Bei einer Psychoanalyse käme vielleicht heraus, dass die Liebe zu englischen Fahrzeugen in einem latenten Masochismus liegen könnte. Während Andere viel Geld in SM Studios tragen, um sich dort nach einer anstrengenden Vorstandsetagen-Sitzung tüchtig die Hucke voll hauen zu lassen, stehe ich eben gerne an einsamen Straßenkreuzungen tief in der Pampa herum und warte auf den Pannendienst. Seit Erfindung des Mobiltelefons ist das leider nicht mehr ganz so spannend wie noch in den Achtzigern und frühen Neunzigern.

Who cares: Bis auf eine kurze Verirrung (Kauf eines Renault) bin ich englischen Autos immer treu geblieben. Einer muss es ja tun, wenn selbst die Briten ihre Autos nicht mehr mochten. Warum sich das so entwickelt hat, ist eine interessante Geschichte, die ich mir hier aber schenke. Wer sich unter Ihnen für dieses Thema näher interessiert, kann es sich vom unvergleichlichen Jeremy Clarkson („Ich hinterlasse keinen ökologischen Fußabdruck. Ich erledige alles mit dem Auto.“) bei Youtube erklären lassen: Who Killed The British Motor Industry? 

Mögen manche Menschen gerne als Rächer von Witwen und Waisen ihrem Leben einen tieferen Sinn geben – bei mir ist es seit gut 35 Jahren das „British Elend“. Es gibt wenig Erhebenderes als das Gefühl, mit einem dezent getunten Mini Cooper – dem echten, nicht diesem fiesen BMW – einem Drängler auf kurvigen Straßen mal eben zu zeigen, was auf vier Rädern möglich ist. Es gibt wenig Spaßigeres als das Gesicht eines Schweizer Zöllners, der nicht glauben will, dass ich mal eben aus Belgien in sein kleines Land gefahren bin, um mich mit Havannas einzudecken („Mit diesem Auto?“), und es gibt wenig Ergebnisoffeneres als die Flucht vor einem Straßenköter, der den Mini fangen und verbuddeln will. Nein, darauf möchte ich auch weiterhin nicht verzichten.

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Ehe jetzt der Eindruck entsteht, ich wolle mich hier an einer Toten, die sich nicht mehr wehren kann, abarbeiten: Ich liebe weiterhin Autos aus britischem Stall, und auf meinen Mini sowie den MG lasse ich nichts kommen. Bildschön, sportlich und fahrspaßig, da gibt es nix. Warum ich dennoch momentan jegliche Gelassenheit hinter mir gelassen habe, liegt an der Unfähigkeit der britischen Ingenieure, Autos zumindest ohne allzu offensichtliche Konstruktionsfehler hinzubekommen. Etliche Kommentare unter Clarksons Abrechnung mit British Elend geben mir mehr als recht. „I got a Jaguar. Impossible to start in cold weather, leaked oil like a wounded animal, and the electrics had a distinct aversion to moisture. The heater might have been OK in the tropics, on a cool day, and A/C was good as long as the weather wasn't too warm.“

Der MG steht momentan still; ich hoffe, nur für wenige Tage, aber ich will nicht vorgreifen. Es begann damit, dass ich mir bei einem knappen Ausweichmanöver – ein Motorrad kam mir auf meiner Spur entgegen, vielleicht von einem Engländer gesteuert – zwei rechte Reifen am Bordstein ruinierte. Neue natürlich, vor drei Monaten erst aufgezogen. Was bedeutet: ich brauche vier neue Reifen. So weit so schlecht, aber dafür können die Briten erst einmal nichts.

Das eigentliche Unglück sah dann so aus: Nach dem Öffnen der vorderen Haube, unter der sich allerlei Gedöns wie Batterie, Elektrik, Ersatzreifen und so weiter verbirgt, hob ein Windstoß die Haube aus dem Haken des Stabes, der sie hoch halten soll. Und mangels irgendeiner Vorrichtung, die das verhindern könnte, schepperte die Haube ungebremst gegen die Windschutzscheibe. Die sich daraufhin in ein großes, unübersehbares Spinnennetz verwandelte.

Mein Nachbar zeigte mir gestern, wie es unter der Haube seines Japaners aussieht: Da verhindert ein zusätzliches kleines Scharnier, dass so etwas passieren kann. Ich vermute, das gilt auch für andere Fabrikate aus der weltweiten Autoindustrie. Nur eben nicht für englische. Der MG macht da keine Kompromisse: Auch ohne Wind lässt sich seine Frontscheibe zu Kleister verwandeln; selbst wenn man die Haube vorsichtig von Hand aufklappt, kann man sie ungehindert so weit heben, dass ihre hinteren, sehr spitzen Ecken auf die äußeren Winkel der Scheibe treffen. Es gibt nichts, was das verhindert. Glasbruch demnach vorprogrammiert.

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„Wer mag so etwas bauen?“, fragt man sich. War es derjenige, der beim Mini den ohnehin feuchtigkeits-affinen Zündverteiler direkt hinter den Frontgrill positionierte und somit das Starten und Fahren bei Regen oder schon bei Nebel zuverlässig sabotierte? Und das bei einem Auto aus einem Land, in dem Regen und Nebel der Normalzustand sind. Clevere Zubehörhersteller fanden bald eine Lösung. Sie boten zwei Schnellverschlussschrauben an, mit deren Hilfe man, nach einer nur einmalig anfallenden Umbauarbeit, den Frontgrill im Nu entfernen konnte; dann kam man ganz einfach an die Verteilerkappe, die dank zweier Schnappverschlüsse leicht abzumontieren war. Unter dieser sah man dann das Elend: Nässe, wo sie nicht hingehört. Hatte man Küchenpapier zur Hand – so wichtig wie der Ersatzreifen – wischte man das Innere trocken, setzte alles wieder zusammen und schon sprang der Kleine an. Mit etwas praktischer Übung war das alles in gut 10 Minuten absolviert, so dass ich, wenn etwas termingerecht erledigt werden musste, einfach bloß eine Viertelstunde früher aufstehen musste. Routine. Der Minihersteller ließ sich übrigens auch etwas gegen die Feuchtigkeit einfallen: einen gewachsten Pappdeckel, der zwischen Grill und Motor geklemmt wurde und damit zumindest das direkte Spritzwasser etwas abhielt. Etwas.

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Erst im vergangenen November wurde ich mit einer weiteren Wunderlichkeit britischer Ingenieurskunst konfrontiert. Der MG war ohne Fehl und Tadel durch den belgischen TÜV abgenommen worden. Der Prüfer guckte dabei auch unter die vordere Haube, was normal ist, dort befinden sich alle Kennziffern. Diese Haube geht nur auf, indem man hinten den Kofferraum öffnet und dort einen Hebel betätigt. Ist etwas umständlich (warum ist der Hebel nicht da, wo er hingehört, irgendwo innen, in der Nähe des Fahrersitzes), aber nicht wirklich lästig. Einmal rund ums Auto gehen, das kann man als zusätzliche Routine ansehen, um die Lampen und Leuchten zu kontrollieren, was durchaus Sinn macht

Doch kaum war ich durch die Prüfung durch, wollte ich vor der Halle noch mal vorne etwas nachsehen, ich hielt also an, spazierte zum Kofferraum und betätigte den Hebel. Und es tat sich nichts. Wie sich herausstellte, das Seil war gerissen.

Ich will nicht meckern – wäre das vor der Prüfung passiert, hätte ich gleich wieder heim fahren können. Danach – nun gut, wenn auch nicht wirklich gut. Die britischen Ingenieure haben nämlich keine Möglichkeit vorgesehen, die Haube ohne den Seilzug zu öffnen! Man kommt, wenn man nicht gerade zu einer Flex greift, schlicht nicht an das Haubenschloss heran. Meine Recherchen im Internet, denkend: „Das muss doch gehen!“ liefen ins Leere. Das offizielle Reparaturhandbuch, immerhin über 800 Seiten stark, schweigt sich darüber völlig aus, gewiss nicht ohne Grund. Ich fand in Foren Anfragen anderer Fahrer, die das Gleiche erlebt hatten, aber diese Anfragen blieben entweder unbeantwortet oder lockten die wohl in allen Onlineforen hausenden Schwachmaten herbei, die mit „Da hast du jetzt ein Problem“ plus debilem Smilie reagierten. Auch unter den Fahrern britischer Autos scheint es einen nicht unerheblichen Anteil von Komikern zu geben. 

Dem Monteur meines Vertrauens gelang es, das Schloss zu öffnen – in einer Grube stehend und über sich mit einem Schraubendreher hantierend, wie ihn sonst manche Gestalten verwenden, die Terrassentüren rasch und effektiv aufhebeln. Irgendwann machte es „Blobb“, und die Haube sprang auf. Da ein Ersatzbowdenzug nur schwer und mit längerer Wartezeit zu beschaffen war, frickelte mir der Monteur für die Übergangszeit einen Draht an das Schloss; dieser (Draht, nicht Mann) lüngelt jetzt in einen der Radkästen vorne, und damit lässt sich, wenn man ihn denn findet, die Haube gut öffnen. Ohne Grube und ohne monströsen Schraubendreher.

Drei Enthaltungen trotz weltweiter Ermittlungen

Missverstehen Sie mich nicht – ich lasse auf meine Autos nichts kommen. Nur dass man an manchen Stellen mit Konstruktionen konfrontiert wird, von denen man einfach nicht glauben mag, dass das jemand beim Planen und Bauen ernst gemeint hat (und jemand anderes es abgenickt) scheint mir einer der Gründe zu sein, weshalb selbst Briten keine britischen Autos mehr kaufen wollten. Der Ruin drohte auf breiter Front, aber ein halbherziger Versuch, weitere Produkte herzustellen, war ein Desaster – so wollte die britische Autoindustrie Anfang der Achtziger Jahre in den neuen Markt der Personal Computer Hersteller einsteigen, doch gelang es weder British Leyland noch Rover, einen PC mit Ölverlust zu entwickeln.

Wesentlichen Anteil am British Elend hatte die Firma Lucas, zuständig für die gesamte Elektrik. Die Witze über das Unternehmen, liebevoll auch „Lucas – the Prince of Darkness“, Motto „Get home before dark“, genannt, sind abendfüllend. So erklärt man die Vorliebe der Briten, Bier bei Zimmertemperatur zu trinken damit, dass Lucas auch Kühlschränke baue. Ein mit Teilen von Lucas bestückter Torpedo wurde noch vor Ende der Testphase wieder verworfen. Der Prototyp versank im Meer. 

Lucas war, wenn man Fachleute fragt, der Erfinder selbstdimmender Scheinwerfer und besitzt das Patent auf Kurzschluss. Lucas-Lichtschalter hatten grundsätzlich drei Positionen (gedimmt, flackernd, aus). Passend dazu drei häufigere Effekte, wenn man Lucas-Schalter betätigt: rauchen, schmoren, brennen. Man sagt, die deutschen Bomber hätten im 2. Weltkrieg die Lucas-Werke deshalb nicht angegriffen, weil man Lucas als Verbündeten betrachtete. Die Firma selber blieb bei allem Einfluss auf die britische Autoindustrie stets bescheiden. „Nein, wir haben nicht die Dunkelheit erfunden. Nur die plötzliche, unerwartete Dunkelheit.“

Frage nach Kinderwunsch geht zu weit: „Ich falle immer nach hinten um.“

Ich will fair sein: Seit drei Jahren fahre ich jetzt mit dem MG, und er hat immer schön gespurt. Der Mini steht seit Corona meist in der Garage – wenn man ohnehin nirgendwo hinfahren durfte, wozu dann zwei Autos? Für die Reifenschäden kann der MG nichts. Eine neue Scheibe ist bestellt, nach gut drei Dutzend vergeblichen Kontaktaufnahmen in vier Länder wurde eine gefunden. Mit dem Seilzug für die vordere Haube befasse ich mich vielleicht mal am Wochenende, fast habe ich mich inzwischen an die Lösung mit dem Draht im Radkasten gewöhnt. Sollte die Scheibe tatsächlich kommen – nach meinen Recherchen, die einzige, die es zumindest in diesem Teil der Welt noch zu kaufen gab, dürfte das Elend also vorläufig ein Ende finden. Denn Spaß macht es immer noch, mit diesen leicht archaischen Autos zu fahren, trotz der heutigen Preise für Kraftstoff. Stets bewaffnet mit 20 Kilo Werkzeug im Kofferraum, einer Dose Tierabwehrspray in der Tasche und einem Handy, in dem der Pannendienst bei den Favoriten einsortiert ist. Rein vorsichtshalber. Freund Joschi freut sich schon auf unsere nächste Ausfahrt Richtung Lieblingscafé.

P.S. Noch ein Witz, der nur auf englisch funktioniert: „Back in the '70s Lucas decided to diversify its product line and began manufacturing vacuum cleaners. It was the only product they offered which didn't suck.“

P.P.S. Vor wenigen Tagen starb der Schauspieler William Hurt mit 72 Jahren. Ich habe ihn immer gerne gesehen; in einem meiner Lieblinsgfilme, „Smoke“, spielt er einen Schriftsteller, der in Brooklyn lebt und schreibt. Seine Cigarren kauft Hurt alias Paul in einem Laden, der von Harvey Keitel alias Auggie geführt wird, und die vielleicht bewegendste Szene im Film ist die, in welcher Auggie Paul seine Fotoalben zeigt und Paul auf einem der Bilder seine verstorbene Frau entdeckt.   

 

Links:

Clarkson, Hammond und May (Top Gear) retten die Ehre der British Leyland: https://www.youtube.com/watch?v=bf7q8lWEd-o

Britische klassische Sportwagen | Top Gear: https://www.youtube.com/watch?v=bwoHmubxDIg

1965 Morris Mini Minor – Jay Leno's Garage: https://www.youtube.com/watch?v=FGr-I_hDSjA

Der Mini – die Wunderkiste von der Insel https://www.youtube.com/watch?v=j-D3C7JRoDo

Mini Driving Tips With Paddy Hopkirk: https://www.youtube.com/watch?v=kBycDg_irbE

The MGF – Way better than you think: https://www.youtube.com/watch?v=PLA7Xql_Kkk

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Foto: Pixabay

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Folkher Braun / 21.03.2022

Da kann ich mitreden. British Leyland 1970 in Berlin gebraucht gekauft. Das Problem mit dem Zündverteiler konnte man mit einer Plastiktüte und viel Klebeband lösen. Schwieriger war die Massekabel-Sammelstelle auf dem rechten Radhaus. Die korrodierte regelmäßig. Nachdem alle Stecker abgeschliffen und mit Batteriefett eingesaut waren, war Ruhe im Kabelsalat. Der Höhepunkt der Reparier-Intelligenz waren die Kreuzgelenke des Frontantriebs. Die Gelenke ware Stahlguss mit Gummiummantelung. Billig, aber sehr verschleissfreudig. Um die auszutauschen, ohne den unteren Querlenker auszubauen, musste der Mechanicus eine bestimmte Winkelstellung des Gelenks finden, um das neue Gelenk einzufädeln. Ich habe nach zwei Jahren den Renner verkauft. Man verbrachte mehr Stunden beim Schrauben als das der Zossen lief.

Stanley Milgram / 20.03.2022

@Frank Box: Das Teil hat über 120.000 km gelaufen, jetzt auf meinen Wunsch nach 12 Jahren einen neuen Zahnriemen und Ölwechsel bekommen, für um die 600 Euronen und läuft, falls alles richtig gemacht, weitere 12 Jahre. Ah ja, einen neuen Luftfilter habe ich auch noch eingebaut… 6 oder 7 Euronen.

Kerstin Behrens / 20.03.2022

Ich empfehle vor allem ein Fahrertraining für deutsche Helden eines Fahrzeugs. Nicht jeder ist analog französischer Fremdenlegion gut aus gebildet. Bisher ist nur Israel state of art, Frauen sind wehrpflichtig und können schießen! Mehr oder weniger deutsche Frauen in 2022 verkörpern eher die Paralympics? Zumindest in diesem Forum?

PALLA Manfred / 20.03.2022

+ + + Aller-herzlichstes B E I L E I D ! ! ! - Ich hatte mal “gleichzeitig” zwei weisse “W201” (D(M)B 190 E) in meiner 4 Meter breiten Einfahrt “zu stehen” - Zwei Zentimeter Abstand, natürlich gegenläufig per rechtem Aussenspiegel “eingeparkt” - so konnte man noch auf einem halben Meter zur Haustür “rein und raus” - Kopfschüttelnd davor so mancher Bekannter/Nachbar - tja, man hatte Mich auch mal “TeufelsFahrer” genannt - als Schüler mit “18” im FerienJob (Mitte 70er) beim regionalen “ReifenVertrieb” - dort mit einem VW-Bully (“plane” AussenSpiegel !!!) auf 195er Pneus die “Decken” im Umkreis von etwa 100 Kilometern “aus-gefahren” (vier “kreischende” Gummis in Serpentinen, bergauf) und “aus-geliefert” - war meine Tour zu früh “erledigt”, durfte Ich die “Karre” natürlich noch waschen (kam so auf 50 D-Mark am Tag) + + + wg. o.g. “Baby-Benz” (thebestcarever), Bj. ab 1982 bis 1993, mit “Fünffach-RaumLenker-HinterAchse” (ca. eine Mrd. Entw.-Kosten) und “designed” by Bruno SACCO (Ital.), ist dann doch NUR etwas für “TechnoPhile FeinSchmecker”, glaube Ich !?! - DAVOR, verglichen, gab es eigentlich NUR “Schrott” und danach nicht viel WENIGER !!! - so kann´s gehen - gibt es FAN-Clubs unter “W 201” ;-)

Christoph Ernst / 20.03.2022

Ich habe zwei Mal einen Morris Minor aus dem Norden des Vereinigten Königreichs zu überführen gesucht - unter Rücksichtnahme auf die Kleinen wählte ich dazu den motorschonenden kürzeren Seeweg mit der Fähre übers dänische Esbjerg. Beide Mal blieb ich auf der A 1 noch vor London liegen. Daselbst half mir ‘Minor Mania’ wieder zum Rollen - der erste Minor war ein ‘53er, der zweite ein 56er. Die Ausflüge sind schon her. Begnadete Mobile, so sie denn rollen. Aber halt Lucas-Technik. Also kehrte ich zu schwedischem Alteisen zurück. Alle Volvos schafften es mit eigener Kraft die gut 700 Kilometer aus der Heimat der zu der Zeit noch nicht ganz so verfemten Astrid Lindgren bis in den Norden der damals noch nicht ganz futschen Republik. Vor ein paar Jahren dann verliebte ich mich in einen antiken Amerikaner. Ein Dodge, Baujahr 1939. Das transtalantische Fremdgehen fiel wegen des kleinen Geldes eher leicht. Knapp 90 Pferdestärken aus 3,6 Litern Hubraum, Flachkopfmaschine und sechs Zylinder bei ebenso viel Volt. Maschine vermutlich noch nie geöffnet. Der rotzte bei sonniger Kälte nach monatelangem Stehen im Ungeheizten mit etwas Pumpen beim Tritt auf den Anlasser los. Was mich schwer beeindruckte. I doubt I shall ever fall prey to Minor Misery again - und die Schweden müssen gehörig sich am Riemen reißen. Aber ich bin kein Dogmatiker. Ihnen viel Glück mit der Scheibe!

Piruz D. A. / 20.03.2022

Ich fahre seit meinem 18 Lebensjahr Engländer , d. h. fast 30 Jahren. Angefangen mit einem Mini ( den ein Freund von mit heute noch fährt) und fahre heute noch auf täglicher Basis einen 71 MGB GT und Jaguar XJ6 SIII , die Autos haben mich eigentlich noch nie im Stich gelassen. Wenn man sich einmal das Virus (engl. Autos) eingefangen hat, kriegt man es nie wieder weg. Hatte auch einen Defender, einfach genial , 9 Sitzplätze, die Freunde meiner Kinder liebten es mit dem Auto mitzufahren. Man sitzt so eng an der Scheibe, dass man im Winter immer einen kalten Arm hat. Habe auch einen 57er Bentley S1 , das Auto ist nahezu unverwüstlich gebaut worden, wirklich beeindruckend. Es macht einfach Spass diese Autos zu bewegen.

Holger Kammel / 20.03.2022

Es gibt noch schlimmere Formen des automobilen Masochismus. Ich habe Leute kennengelernt, die mit einem Trabant 601 durch Europa getourt sind. In England waren sie nicht nur gern gesehen, sondern sie bekamen sogar Hilfe bei einem fundamentaken Getriebeschaden. Die Technik war ja nicht so großartig anders. Und die Engländer hatten nie verstanden, daß ein Trabant zwar häßlich, aber technisch ausgereifter und zuverlässiger als ein englisches Auto ist.  Die waren der Meinung, es gäbe bessere englische Autos. Nebbich, muß jetzt sein. Rutscht ein Trabbi bei Glatteis von der Straße und bleibt im Feld über einem Kuhfladen stehen. Fragt der Kuhfladen neugierig: “Wer bist Du den?.” Antwortet der Trabbi,: “Ich bin ein ein Auto.“Antwortet der Kuhfladen:” Ja klar, ich bin eine Torte.”

Bechlenberg Archi W. / 20.03.2022

Liebe Leser, wieder einmal herzlichen Dank für Ihre Kommentare, denen ich viel Erfahrung wie auch Humor entnehme. Schwer getroffen haben mich allerdings die ein, zwei Mal angeklungenen Zweifel am Wahrheitsgehalt meiner Erlebnisse. Ichschwöör, es hat sich alles genau so zugetragen, wie von mir dokumentiert. Und trägt sich noch zu; erst wenn ich die Scheibe mit eigenen Augen gesehen habe, glaube ich, dass es sie wirklich gibt. Für Fake News und Oldies bin ich nicht zuständig. Danke auch für einige Ratschläge; die sind mir allesamt bereits bekannt, so Andy Feldmanns Vlog rund um Moppets und Schraddel, und das in einem Kommentar genannte Unternehmen, das mit englischen Autoteilen handelt, ist mir natürlich bestens bekannt, alleine schon durch die dortige Preisgestaltung. Trotz dieser: Bei der ortsansässigen Filiale müsste eigentlich ein mit goldenem Rahmen umwundenes Portrait von mir hängen. “Kunde des Jahres” ...

Burghard Gust / 20.03.2022

Nicht nur die Orientalinnen bringen immer mehr Discounter dazu, Selbstscannersysteme einzuführen,auch die Biodeutschen sind in den letzten 3 Jahrzehnten immer mehr zu Kassenzombies mutiert- Ob es die vielen Einhänder sind,die Kleingeldabzähler oder die IchbrauchenurzweiDinge- Käufer,welche dann 25 Artikel jonglierend diese an der Kasse stapeln damit den immerweniger werdenden DENKENDEN Kunden auch ja nicht zuviel von ihren Mittagspausen bleibt…

Manni Meier / 20.03.2022

Sie irren, Herr Bechlenberg. Teile der “orientalische Lebensart” waren schon immer Teil eines eigenartigen Verhaltens deutscher “Weibchen” an “okzidentalischen Ladenkassen”. Jeder kennt doch mittlerweile die obligatorische Bahnhofsdurchsage: “Der Zug von A nach B hat voraussichtlich 15 Min. Verspätung”. Das Äquivalent im Supermarkt lautet: “Moment, ich hab’s passend!”. Bei schwachem Nervenkostüm ist das quasi der Todesstoß für die Leute in der Warteschlange. Tief beugt sich die gnädige Frau sodann über ihr geöffnetes Portemonai, schiebt mit spitzem Zeigefinger Cents, Euros, Öre vom letzen Dänemarkurlaub und nostalgische Pfennige, die da drin noch aus besseren Zeiten rumlungern, hin und her. Nach ein zwei Minuten kommt dann - “Augenblick, das haben wir gleich” - das obligatorische Ausleeren des gesamtren Geldbeutels auf den Kassentisch, wo dann Madame und Kassiererin gemeinsam in den Münzen stochern, um nach weiteren zwei Min. festzustellen: “Nee tut mir leid, passt doch nicht.” Kleingeld also zurück ins Protemonai, wobei garantiert ein Zwei-Cent-Stück sein Ziel verfehlt, die Warteschlange entlang trudelt und Madame sich prompt auf die Verfolgumg macht. Nach nur zehn Minuten ist der Bezahlvorgang dann auch schon beendet. Wenn dann die Kassiererin die Papierrolle ausgewechselt hat und auch der Schichtwechsel über die Bühne gegangen ist, bin ich dran und kann endlich mein Six-Pack Pils bezahlen, von dem mittlerweile nur noch drei Dosen im Einkaufswagen liegen. Da hat sich die Wartezeit wenigstens gelohnt.

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