Achgut.tv / 04.03.2019 / 06:10 / 58 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Politischer Rosenmontag

Regierende Politiker drängt es zu Auftritten auf den närrischen Bühnen. Sind sie in diesem Karneval dort stärker präsent als früher? Irgendwie kommt es einem so vor. Wahrscheinlich wollten sie nicht bis zum traditionellen Politischen Aschermittwoch warten. Zwei Bundesministerinnen haben dabei etwas geschafft, das eigentlich in der närrischen Zeit nicht vorgesehen ist – man fängt bei ihrem Auftritt als Büttenrednerinnen reflexartig an, sich fremd zu schämen. Das beeindruckt die regierenden Närrinnen und Narren natürlich nicht und man muss fürchten, dass sie sich ähnlicher Auftritte auch in der Fastenzeit nicht enthalten.

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Gabriele Klein / 04.03.2019

Also, so dumm sind die Leute nicht, sie können eine authentische ehrliche Botschaft von der die ganz andere Ziele als die vorgegebenen verfolgt unterscheiden. Dass Politiker im Gegensatz zu früher nunmehr auf Kirchentag und Karneval gleichermaßen tanzen, das Mikrophon an sich reißen, um den Menschen nicht nur Einkommen sondern auch Religio und Humor zu “enteignen” (beides könnte der “Macht” gefährlich werden)  stimmt schon nachdenklich (1) Aber jeder der sich damit befasst weiß, dass eine Kommunikation die im Grunde nicht Mitteilung sondern Manipulation ist, als solche beim Empfänger auch erkannt wird.  In einer Familie führt sowas in den Wahnsinn aber in einer Gesellschaft die sich (dank sei den Amis) nicht abschotten kann wissen die Menschen,  wenn sie zum Narren gehalten werden, (AUCH AM ROSENMONTAG). Der heutige Griff nach Leib UND Seele übertrifft die herkömmliche Sklaverei, der wir von Jahr zu Jahr näher rücken um ein vielfaches mit dem einzigen Unterschied dass der Sklavenhalter von einst wenigstens im eigenen Interesse für die Infrastruktur und Gesundheit der Leibeigenen noch sorgte .....

Linda Martin / 04.03.2019

Ich möchte vorausschicken, daß mir das Karnevals-Gen vollständig fehlt, das offensichtlich dafür verantwortlich ist, daß sich erwachsene Menschen tagelang zum Horst machen. Mit ihrem Auftritt als “Putzfrau Gretchen” hat sich Frau Kramp-Karrenbauer, ungeachtet ihres inhaltlichen Vortrags, als mögliche Kanzlerkandidatin disqualifiziert, weil ich sie einfach nicht mehr ernstnehmen kann. Gleiches gilt für die Damen Barley und Klöckner. Was folgt als nächstes? Ein Aufenthalt im Dschungelcamp? Armes Deutschland!

Klaus D. Weber, Hamburg / 04.03.2019

Ich habe den linksextremen Rosenmontagsumzug in Düsseldorf mit den radikalen und gehässigen Kommentaren in der ARD angewidert ausgeschaltet. Der amerikanische Präsident nackend auf den Knien mit der US-Flagge im Anus, das ist ein Hasshumor, der in Deutschland fanatisch bejubelt wird. Ein seichter Scherz über Doppelnamen oder Gendertoiletten dagegen führt zur medialen Empörung. Diese rotgrüne Doppelmoral beschämt mich.

Renate Menges / 04.03.2019

Sehr geehrter Herr Broder, ich verehre Sie sehr. Trotzdem passt mein Leserbrief nicht zu Ihrem Video, aber ich platze, wenn ich meine Stellungnahme nicht loswerden kann. Erstens: Würden Sie bitte veranlassen, dass auf Ihrem Blog nicht von “Winter- und Sommerzeit” geschrieben wird, sondern von MEZ (Mitteleuropäischer Zeit) und Sommerzeit? Zweitens: Es gibt kein Glühobst (Glühbirnen), sondern nur Glühlampen. Drittens: Ihre Journalisten möchten bitte um des lieben Jesu Willen gut unterscheiden zwischen “nichts weniger” und “nicht weniger”. Ich liebe die deutsche Sprache, seit ich lesen kann, das war mit fünf Jahren, und alle Sprachschlamperei tut mir nicht nur intellektuell, sondern auch körperlich weh. Von der Interpunktion und Steigerung von nicht steigerbaren Adjektiven (“die aktuellsten Infos”) ganz zu schweigen. So, das musste ich loswerden. Jetzt geht es mir besser.

Steffen Schwarz / 04.03.2019

Nur mal falls auf der Achse nicht mehr dazu kommt: 5 Min Gedöns im Staatssender : ich glaube in DÜ, Ein Toleranzwagen wir haben uns alle lieb, Moslem, Katholik, Jude, Protestant. umarmend vereint Die Jecken müssen 110 Prozent Altbier im Blut, haben (Ist eh Abwaschbrühe.)  Und feige sind sie auch noch, Eine richtige 3D Mohammedfigur und nicht ein Stickhäckchenhutträger ist doch angemessen, um die Toleranz zu testen, mal nicht nur eine Zeitungskritzelei, Man hat die Hosen voll das die Toleranten den Zug sprengen und die jecken Gecken vom Wagen gezerrt werden.

Karl-Heinz Vonderstein / 04.03.2019

Frau Annegret Kramp-Karrenbauer hat jetzt mit einem Witz am Karneval auch ins Klo gegriffen, wenn man zumindest nach dem Shitstorm geht, der daraufhin über sie hereinbrach. Sie machte bei einem Karnevalsauftritt einen Witz über das dritte Geschlecht. Ich erlaube mir eine kleine Kritik an Herrn Broder. Er sagte, dass die Rheinländer, auch die Aachener, den Humor furchtbar ernst nehmen würden. Was ich als Rheinländer bestätigen kann. Die Rheinländer glauben sogar, sie hätten den Humor für sich gepachtet, zumindest in Deutschland. Jetzt die kleine Kritik: Nimmt Herr Broder den Humor von Frau Klöckner und Frau Barley beim Aachener Karneval jetzt nicht auch furchtbar ernst?Im Karneval sind platte und geschmacklose Witze eher die Regel und die Politiker, die da auftreten, passen sich dem Niveau der Witze auf solchen Veranstaltungen eher an. Wer sagt außerdem, dass Politiker selber nur auf niveauvollere Witze stehen würden? Gregor Gysi z.B. bekam auch mal den Orden in Aachen verliehen. Er versuchte dann in seiner Rede Humor mit Niveau reinzubringen, die Lacher des Publikums hielten sich eher in Grenzen.

Matthias Braun / 04.03.2019

” Ich wundere mich nicht, daß die Menschen böse sind, aber ich wundere mich häufig, daß sie sich nicht schämen.” ( Jonathan Swift )

Roland Stolla-Besta / 04.03.2019

Unseren Polithanseln*innen scheint die „Bütt“ im Bundestag nicht mehr genug zu sein. Kein Wunder allerdings, wenn man in den Nachrichtenbildern aus eben diesem sieht, wie schlecht besucht die Veranstaltungen im allgemeinen sind. Sollte man nicht versuchen, den Laden mit einer Tusch-Kapelle ta-ta-ta-ta-ta-taaaa-mäßig aufzumöbeln?

Uta Buhr / 04.03.2019

Wer sich den Schwachsinn aus den Hochburgen des “Humors” länger als drei Minuten antun kann, zeigt - ähnlich wie der Schamlose -schon deutliche Anzeichen von Schwachsinn. Diese Fröhlichkeit auf Knopfdruck mit dem entnervenden tatütatatata konnte ich schon nicht ertragen, als ich ganz jung war, obgleich die Auftritte einiger Politiker und Spaßmacher seinerzeit vom heutigen unterirdischen Niveau noch meilenweit entfernt waren. Zum Trumpbashing nur soviel: Die Bartwickelmaschine ist wegen Überbeanspruchung schon längst außer Betrieb. Die Anwürfe gegen den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika sind von einer solchen Respekt- und Geschmacklosigkeit, dass man sich ernsthaft fragen muss, in welchem Hinterhof diese perfiden Sprüchemacher aufgewachsen sind. Man stelle sich einmal vor, irgendwer würde unsere Kanzleröse als Kanalratte oder Hetzerin bezeichnen, weil er oder sie die Frau in der Berliner Waschmaschine partout nicht leiden kann. Da würde das juste milieu dieses Landes aber geschlossen auf die Barrikaden steigen. Die Redakteure unserer “Qualitätsmedien” würden stante pede Schnappatmung bekommen. Eigentlich sollte der Mann im Weißen Haus die primitiven Hetzer wegen Beleidigung verklagen. Er tut es wohl nicht, weil er diese Typen für viel zu unwichtig hält, frei nach dem Motto: Was kümmert’s die Eiche, wenn sich die Sau an ihr reibt.

Karsten Dörre / 04.03.2019

Warum kommt der Karneval neuerdings auf die Idee, Politiker die Karnevalswitze reissen zu lassen? Ist denn kein Karnevalsnachwuchs nachgerückt? Oder sind die Einschaltquoten der Karnevalssendungen im ÖR-Fernsehen derart rückläufig, dass man Politikerinnen mit aufgesetzter Pappnase und mitgebrachten, faulen Bananen als Zugpferde holen muss?

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