Achgut.tv / 01.06.2020 / 06:08 / 57 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Mein Pfingst-Wunsch nach mehr Geist

Was ist das für ein Land, in dem die Grundrechte nicht mehr uneingeschränkt gelten? Die Obrigkeit unterteilt derweil neben Meinungen auch unterschiedliche wissenschaftliche Erkenntnisse in richtig und falsch. Das Vertrauen in die Regierung gilt als gutes Benehmen. Wer will da schon abweichen? Bewegt sich so ein Land nicht in eine fatal falsche Richtung? Wenigstens mehr Geist darf man sich doch zu Pfingsten wünschen.

Henryk M. Broders neues Buch „Wer, wenn nicht ich“ befasst sich mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die dritte Auflage ist ab sofort lieferbar.

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Wolfgang Richter / 02.06.2020

Sehr geehrte rHerr Broder, wenn ich mich recht erinnere, waren Sie zu Beginn des von der Regierung verordneten Shutdown des gesamten Öffentlichen Lebens auch eher auf deren Linie, haben sich darüber aufgeregt, daß Kritiker Leben und Gesundheit der zu schützenden Älteren für ihre persönliche Freiheit opfern. Scheinbar ist Ihnen inzwischen zu Bewußtsein gekommen, daß es immer 2 Seiten der Medaille gibt. Was nutzt mir ein “Überleben” in staatlicher Betreuung und Bevormundung, unter Preisgabe meiner persönlichen Freiheit. Wo ist da noch der Unterschied zum System der gesteuerten Glücksseeligkeit für Alle nach dem Muster der Roten in Peking oder noch effektiver in Nord-Korea? Und Corona-Tote gibts da trotzdem. Mir persönlich als Teil der definierten Risikogruppe ist dieser Preis jedenfalls zu hoch. Ich möchte gern selbst über meine Fehler entscheiden und ggf. in welchem Zipfel der Erde ich sie mache. So habe ich es bisher gehalten und sogar überlebt. Dafür brauche und brauchte ich keine Murksel-Regierung.

Sam Lowry / 01.06.2020

Mein Pfingstwunsch war nicht, mir ein erst gestern frisch geschärftes Messer halbtief in den Daumen zu jagen. Warum das passierte? Ich am Melone schneiden, Freundin hält mir ihr Handy hin wegen sinnloser Sinnlosigkeiten aus dem Net. Guck, schneid, aua. Quintessenz: Das Net ist tödlich, falls ich jetzt Blutvergiftung, Tollwut oder Wundstarr kriege. Die Hölle ist immer das Net (frei nach Satre)...

HaJo Wolf / 01.06.2020

Nunja, das ist so eine Sache mit dem Geist. Selbigen über der Bundesregierung auszuschütten, das ist, wie auf einem Betonboden zu sähen. Wobei der Beton noch aufnahmefähiger ist als Politikerhirne.

Manfred Müller / 01.06.2020

OK, Ok, Ok, ich lass mich mal wieder provozieren: Der wichtigste mir in Erinnerung gebliebene Fragesatz des leider viel zu früh verstorbenen Juden Kostolany lautete: Und was macht der Dollar?

Dr. Karl Wolf / 01.06.2020

Wenn Typen wie Bedford-Strohm für den Heiligen Geist zuständig sind, kann es mit Geist und Klugheit an Pfingsten nichts werden.

Karla Kuhn / 01.06.2020

RM Petersen, “...von Volk und Heimat (- ja, diese Begriffe sind kontaminiert). ”  Und WARUM ?? Weil WIR das zulassen. !! Ich kriege einen Kropf, wenn ich nur dran denke, wie VIELE Menschen in diesem Lande noch immer kuschen !! Die Zeit der “UNTERTANEN” ist doch schon seit Jahrzehnten vorbei.  Ich sage generell VOLK, HEIMAT, ich verteidige das GG, ich habe eine DEUTSCHE Fahne, sie ist jetzt zerfleddert, ich muß eine neue kaufen ich singe die Nationalhymne etc. und das alles mache ich mit einer großen Selbstverständlichkeit. Ich wurde noch NIE deshalb von irgendeiner Parson angesprochen, bzw. dumm angeschaut. Meine kluge Mutter hatte uns Kindern schon beigebracht, ALLES ,wenn es nicht kriminell ist oder anderen Menschen schadet, muß man mit einer Selbstverständlichkeit ausführen. Das Gerede von etlichen Menschen “Da kann man nichts machen…” kann ich absolut nicht verstehen. ” Die gleiche trübe Brühe in umgetauften Schläuchen.”  Genau Herr Petersen.  Meine Mutter sagte nach dem Krieg aber auch später immer wieder, “es hat sich NICHTS geändert, erst BRAUN, jetzt ROT”  Wobei die “BRAUNEN” schon immer “ROT” waren - nicht nur die NSDAP !!  ” Wenigstens mehr Geist darf man sich doch zu Pfingsten wünschen.” Der ist bitternötig, Herr Broder,  vor allem bei etlichen POLIT “GRÖßEN !!” Irgendeine “Seuche” werden die “die da oben” schon finden. Also ICH stehe mit Sicherheit NICHT hinter dieser REGIERUNG !! Ich habe sie seit 2005, seit Merkel am Ruder ist, NICHT GEWÄHLT, sonst würde ich mich selber verraten !

Gert Köppe / 01.06.2020

Wenn es von guten Benehmen zeugt, Vertrauen in eine Regierung, welche ihre Macht missbraucht, zu haben, dann kann ich mit Stolz verkünden, schon mein ganzes Leben ein Flegel gewesen zu sein. Nie hat es eine solche Regierung, auch nur im Ansatz, geschafft mich auf ihre Linie zu bringen. Doch genauso lange warte ich schon darauf, das endlich gegen Dummheit ein Kraut gewachsen ist. Große Teile, besonders der deutschen Bevölkerung, hätten es bitter nötig. Herr Broder, ich gebe Ihnen Recht, das was hier kommt wird schlimmer als die DDR. Der “SED-Staat” befand sich ja, bis zu seinem Ende 1989, immer noch in der Phase des “Aufbaus des Sozialismus”. Was wir hier, im “Merkel-Staat” bekommen werden, ist die “DDR, modern und in Vollendung”. Da kann man nur noch eine “Gute Nacht” wünschen. Schlaft ruhig weiter, ihr vielen “Traumtänzer”, so lange ihr noch ruhig schlafen könnt.

Christine Zacharias / 01.06.2020

Werner Finck zur Ehre lautet meiner Erinnerung nach das vollständige Zitat: “Ich stehe hinter jeder Regierung, bei der ich nicht sitzen muss, wenn ich nicht hinter ihr stehe.“ Sein genialer Wortwitz hat ihm nichts genützt. Eingesessen hat Werner Finck dann doch, soweit ich weiß. Trotz oder vermutlich gerade wegen seines Schelmenmuts. Denn sowas kommt über die Zeitläufte hinweg bei den “Entscheidern“ nie gut an. Auch und gerade heute nicht, befürchte ich. Da hört der Spaß doch schnell auf.

Karl Neumann / 01.06.2020

” Das Vertrauen in die Regierung gilt als gutes Benehmen. ” Umgekehrt wird ein Schuh daraus, Herr Broder. Gutes Benehmen der Bevölkerung ist ein Zeichen dafür, dass sie mit den Maßnahmen der Regierung in Übereinstimmung ist. Momentan dürfte allerdings das Gegenteil der Fall sein. Das Murren über die eingeschränkten Bürgerrechte und die Vernachlässigung gewisser Bevölkerungsteile bei den ausgeschütteten “Wohltaten” ist nicht zu überhören. Und harte Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht lassen Zweifel an dem Vertrauen der Bevölkerung in die teilweise unverständlichen Maßnahmen der Verantwortlichen aufkommen. Es ist müßig aufzuzeigen, welche Lobby den größten Einfluss auf die entsprechenden Minister hat, wenn es um die Verteilung von Millonen an Zuschüssen geht. Das all dieses nicht gerade das “gute Benehmen” dem Staat gegenüber bewirkt dürfte klar auf der Hand liegen.

Rainer Klotz / 01.06.2020

Ich habe keine Sorgen, dass unsere Grundrechte langfristig eingeschränkt bleiben. Dazu habe ich ein zu großes Vertrauen in unsere Verfassungsgerichte. Sie werden die Grundrechte schnell wieder herstellten, vielleicht dauert es in Mecklenburg-Vorpommern etwas länger. Viel größere Sorgen bereiten mir meine Mitbürger. Entsetzt bin ich vom 150-prozentigen Corona-Gehorsam im Land. Das Virus befällt nicht nur die Atemwege, es macht auch die autoritären Züge im Land sichtbar. Wenn Polizei und Ordnungsamt an einigen Orten die autoritäre Gestapo-Seite herausgekehrten, ist das nicht gerade vertrauensbildend. Für die 150-prozentigen ist das Umbinden von selbst genähter Stoffstücken mit Henkeln plötzlich erste Bürgerpflicht, gestern hatten sie mit dem gleichen Eifer das Klima gerettet und vorgestern Flüchtlinge begrüßt. Ich befürchte, es geht den 150-prozentigen nicht um die Sache, es geht ihnen nur darum über den Mitbürger zu herrschen und zu demonstrieren, dass sie die besseren Menschen sind.

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