Roger Letsch / 26.05.2022 / 06:00 / Foto: Mstyslav Chernov / 88 / Seite ausdrucken

Die „grüne RAF“ und ihr Klimakampf

Im „Spiegel“ erschien ein Debattenbeitrag des Klima-Aktivisten Andreas Malm, der zu Sachbeschädigung und Vandalismus im Namen des „Klimaschutzes“ aufruft. Er selbst bringt den Begriff „grüne RAF“ ins Spiel.

Es scheint, die Zeit der Kinderkreuzzüge in der Epoche der Klimarettung ist vorbei. Jetzt haben die Erwachsenen übernommen. Zumindest halten sich Aktivisten wie der Schwede Andreas Malm für sehr erwachsen, wenn sie Gewalt und Eskalation das Wort reden. Schließlich gehe es beim Klima um nichts weniger als alles – was soll schon schiefgehen? In einem sogenannten Debattenbeitrag im Spiegel beschreibt Malm, wie er und seine Genossen sich die große Umerziehung der Menschheit vorstellen. Denn uneinsichtig und verführt, wie sie nun mal ist, hält diese hartnäckig an der Emission von CO2 fest, was ihr natürlich von den „herrschenden Klassen“ aufoktroyiert ist. Wenn nur diese fossile herrschende Klasse nicht wäre – das Paradies wäre errungen.

Denn der Mensch ist gut und emittiert nicht – er hat es nur vergessen, weil er vom bösen Fossilkapitalismus überformt wurde. Der Spiegel gibt sich bereitwillig her als Plattform zur Verbreitung eines radikal gewaltaffinen Manifests. Beim Lesen kommt einem angesichts des Klassenkampfgebimmels und der anmaßenden Rhetorik unwillkürlich der Begriff „grüne RAF“ in den Sinn, nur um schließlich feststellen zu müssen, dass Malm diesen Begriff selbst für so passend hält, dass er ihn zur Beschreibung der herbeigewünschten Bewegung verwendet. Gewalt sei nötig, weil sich das „fossile Kapital“ der Einsicht verweigere.

„Sollte die Klimabewegung den Kampf eskalieren? Sollten wir mehr tun, als nur friedlich demonstrieren, höfliche Petitionen verfassen und zivilen Protest leisten? Und stattdessen zu Mitteln wie Sabotage und Sachbeschädigung greifen? In der Debatte der Klimabewegung über zukünftige Strategien argumentieren einige von uns für eine solche Eskalation. Das beste Argument dafür ist der objektive Zustand dieses Planeten, der sich auch im vergangenen Jahr mit gewohnter Zuverlässigkeit verschlechtert hat.“

Klimakampf ist Klassenkampf

Nein, nein und nochmals nein lauten die rechtsstaatlichen Antworten auf die drei Fragen. Aber wir wissen natürlich, dass die grüne RAF hier mit religiösen Überzeugungen hantiert und für den Zweck der „Erlösung“ zu allen Mitteln greifen darf. Sabotage und Sachbeschädigung? Der „objektive“ Zustand des Planeten erzwingt es! Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet, wusste schon Carl Schmitt. Heute genügt die Definitionsmacht über „objektive“ Zustände.

„Das fossile Kapital bereitet sich auf neue Reinvestitionsrunden vor: mehr Bohrinseln, mehr Plattformen, mehr Terminals, mehr Pipelines. Natürlich tun sie dies, um mehr Kapital anzuhäufen – wozu sind sie denn Unternehmen?“

Wir lernen: Klimakampf ist Klassenkampf, und all die liebgewonnenen Marx’schen Koseworte vom Komposthaufen der Geschichte feiern bei Malm Wiederauferstehung. Die Maschine, die übermächtige, seelenlose Maschine des Unternehmers mit seinem fossilen Kapital rafft Reichtümer zusammen, auf die der Staat fette Mehrfachsteuern erhebt, um damit jene politischen Kräfte zu füttern, die das fossile Kapital geißeln. Wie dumm kann das fossile Kapital eigentlich sein?

Und während die Zeitzeugen des frühen Manchesterkapitalismus zumindest glaubten, auf der „anderen Seite“ eine menschliche Komponente zu entdecken, die an den geschaffenen Reichtümern beteiligt werden solle, möchte die grüne RAF die Maschine mit all ihren Plattformen, Terminals und Pipelines durch eine andere, vermeintlich bessere ersetzen.

Doch sind es nicht auch Unternehmen, die Reinvestitionsrunden fordern, Windräder, Solarparks und Wasserstoffpipelines bauen wollen und zu diesem Zweck Kapital anhäufen? Investitionen ohne angehäuftes Kapital sind – soweit ich das überblicke – doch unmöglich, wenn man mal von der Anhäufung von Schulden absieht. Wer in diesem vorgestellten Replacement der Maschinen also Schöpfer und wer Zerstörer ist, liegt ganz im Auge des jeweiligen Investors beziehungsweise Subventionsempfängers.

Die Maschine „Erneuerbare“ funktioniert nur im Übermorgenland

„Die Pole schmelzen mit einer von Wissenschaftlern kaum für möglich gehaltenen Geschwindigkeit, aber das fossile Kapital läuft auf Hochtouren. Die herrschenden Klassen auf diesem Planeten sind entschlossen, das, was von ihm übrig ist, so schnell wie möglich zu verbrennen, und nichts – gar nichts – hat sie bisher davon abgehalten. Sie sind vollständig und auf eine infernalische und dämonische Art und Weise außer Kontrolle.“

Den Polen geht’s prächtig, von dort droht so schnell keine Gefahr. Und selbst wenn die Wahrnehmung im Detail abweicht, gäbe es bisher nicht in Betracht gezogene Mittel, sie abzuwenden. Im Fazit komme ich darauf zurück. Die aufgeblasene Rhetorik Malms simuliert einen Alarmismus, den es nur innerhalb der Klimaretterblase gibt. Und was die herrschenden Klassen angeht, hat diese ideologische Bubble doch längst die vollständige Kontrolle übernommen. Das einzige, was ihr noch im Weg steht, ist nicht das fossile Kapital, sondern die Physik. Denn die Maschine „Erneuerbare“ funktioniert nur im Übermorgenland und braucht in der Praxis sehr viel fossile Hilfe.

„Eine Form äußerst friedlicher Sabotage ist das Luftablassen aus den Reifen von SUV. […] Wesentlich militanter war der Angriff anonymer Aktivisten am 17. Februar 2022 auf eine Pipeline-Baustelle in British Columbia. Eine Gruppe von rund 20 Personen, bewaffnet mit Äxten, Leuchtpistolen und Sprühfarbe stürmte die Baustelle, wo die Coastal-GasLink-Pipeline unter dem Fluss Wedzin Kwa hindurch verlegt werden sollte. Sie brachen Bulldozer und Lastwagen auf und zertrümmerten damit andere Maschinen, Generatoren, schweres Gerät und Anhänger. Die wenigen verschwommenen Bilder, die die Wachleute mit ihren Handys aufgenommen hatten, zeigen maskierte Personen in weißen Overalls – dem Markenzeichen radikaler Klimaaktivisten.“

Dreiste Täter-Opfer-Umkehr

Ich empfehle allen Besitzern von Fahrzeugen, die auch nur entfernt an einen dieser verteufelten SUVs erinnern, ihre Reifen nicht mit Luft, sondern mit CO2 zu füllen und in großen Buchstaben darauf hinzuweisen, damit die „äußerst friedlichen“ Saboteure wenigstens in so etwas wie einen Zielkonflikt geraten. Doch Spaß beiseite, die beschriebenen Sabotageakte sind alles andere als lustig. Die Detailverliebtheit, mit der Malm hier kriminelle Aktionen und die Zerstörung nicht nur von Sachwerten, sondern auch von Lebensgrundlagen beschreibt, ist obszön. Ich frage mich, woher die maskierten Personen ihre weißen Overalls – ihr Markenzeichen – wohl haben und tippe mal auf chinesische Produktion. Dort sind dieselben Overalls ebenfalls Markenzeichen geworden: als Arbeitsbekleidung der Blockwarte und Prügelkommandos der kommunistischen Zero-Covid-Partei. Der Nachschub von Empörungsartikeln des täglichen Bedarfs würde weltweit zusammenbrechen, wenn China keine mit fossilem Kapital betriebenen Schiffe und Flugzeuge mehr schickt!

„Weil die herrschenden Klassen sich weigern, sich von fossilen Energieträgern zu verabschieden, sind diejenigen, denen ein lebenswerter Planet am Herzen liegt, gezwungen, den Einsatz zu erhöhen. Wer die Verantwortung dafür hat, sollte klar sein.“

Wer hier die Argumentation autoritärer Eltern zu erkennen glaubt, die ihre Kinder mit den Worten „das tut mir jetzt mehr weh als dir“ auf Hausarrest und WLAN-Entzug vorbereiten, liegt vermutlich richtig. Nicht der Saboteur einer Gasleitung trägt laut Malm Verantwortung für den angerichteten Schaden, sondern der Betreiber. Oder, noch etwas provokativer: Nicht der Vergewaltiger trage die Schuld, sondern der kurze Rock der Frau. Ob sich die dreiste Täter-Opfer-Umkehr der Dekarbonisierungspiraten auch irgendwann mangels politischer Widerstände bis ins Strafrecht durchdrücken lässt? Darauf würde ich wetten, angesichts des Zustandes unseres höchsten Gerichts, welches faktisch Menschen zu Rechtspersonen mit Ansprüchen gegen Deutschland und sein Grundgesetz erklärt, die in Indien oder Afrika leben oder noch nicht einmal geboren sind.

Ein Feigenblatt, das schnell verwelkt

„Das soll nicht heißen, dass ich oder andere Eskalationsbefürworter mit Sicherheit wissen, welche Maßnahmen die beabsichtigte Wirkung erzielen: Das kann nur in der Praxis herausgefunden werden. Würde es aber Dutzende solcher Aktionen wie beim Wedzin Kwa geben oder würden in europäischen Städten Tausenden von SUV die Luft abgelassen, wäre es denkbar, dass der Ausbau der Infrastruktur für fossile Brennstoffe und unvertretbare Luxusemissionen wirklich gebremst würden.“

Man merke sich den Terminus „Luxusemissionen“, denn der wird hier auf alles angewendet. Ob im Feind-SUV ein Notarzt oder ein Aramco-Manager sitzt, wird schließlich auch nicht abgefragt. „Vertretbar“ ist hier ein ebenso interessanter Begriff, denn über die Vertretbarkeit bestimmt natürlich der Eskalationsbefürworter. Und zwar eskalierend und im Gleichschritt mit der vorauseilenden Legislative, die wie in Berlin durch Verkehrsstilllegung ganzer Straßen und Parkflächenverdrängung durch sogenannte „Parklets“ den Jäger Jan-Klimaretter-Malte von seiner Beute SUV abschneidet. Handel und Handwerk brechen ein? Geschenkt! Es gibt schließlich kein Problem, das man mit Umverteilung und Neuverschuldung nicht lösen könnte! Nachhaltigkeit muss nur neu gedacht werden!

„Eine entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass die Grenze zwischen Sachen und Menschen strikt eingehalten wird.“

Jede selbstgerechte und selbstreferenzielle Terror-Ideologie hat mal klein angefangen. Auch jede RAF, die rote wie die grüne. Auch der Kaufhausbrand in Frankfurt 1968 war ein Anschlag „nur gegen Sachen“, doch irgendwann reicht das eben nicht mehr. Zwischen guter Gewalt und schlechter Gewalt zu unterscheiden, ist ein Feigenblatt, das schnell verwelkt.

„Partei der Klimaverständigen“

„Solange die Regierungen die Produzenten fossiler Brennstoffe fördern, müssen Menschen außerhalb der Staatsapparate die Dinge selbst in die Hand nehmen. Die Frage ist nicht, warum jemand so etwas tun sollte. Die Frage ist, warum es nicht mehr Menschen tun und warum wir so lange gewartet haben.“

Staatsapparate? Auch hier denkt Malm in autoritären Kategorien. Das gewünschte Ergebnis in Form von Wahlen anzustreben, verbietet sich natürlich für eine Ideologie, die die Bürger generell nicht um ein Plazet bittet. Stattdessen übernimmt in seiner Utopie eine „Partei der Klimaverständigen“ die Deutung des Willens der Massen, genau wie die „Partei der Arbeiterklasse“ im Staatssozialismus Wahrheit und Wille des dummen Volkes verwaltete. Selbst der Wunsch der immer weiter voranschreitenden Mobilisierung – ob für oder gegen etwas – wird formuliert, laut Hannah Arendt ein Wesensmerkmal aller totalitären Regime. Immer muss man im Totalitarismus dabei sein, mitmachen, Stellung beziehen und für oder gegen etwas sein. Indifferenz und Verweigerung werden als Feindschaft interpretiert. Dabei sein statt frei sein.

Selbstmord aus Langeweile?

Vermutlich denken einige meiner Leser, dieser Spiegel-Artikel sei schon fast ein Aufruf zu kriminellen Handlungen. Das kann man so sehen. Er ist aber auch der lebendige Beweis dafür, wie weit man in diesem Land heute gehen kann, ohne vom Rechtsstaat des Hasses oder des Aufrufs zur Gewalt belangt zu werden. Solange das politische Narrativ stimmt, geht hier so ziemlich alles ungerügt durch. Dem Rechtsstaat scheint die Kraft abhanden gekommen zu sein, sich gegen jene zu behaupten, die ihn abschaffen und gegen etwas Kollektivistisches und Gleichgeschaltetes eintauschen wollen.

Sind wir müde geworden? Oder gleichgültig? Wächst in den Menschen tatsächlich der Wille, die Marktwirtschaft zu beseitigen und durch etwas anderes, vielleicht Ökologisch-Autoritäres zu ersetzen? Selbstmord aus Langeweile?

Die Ökoterroristen adressieren jedoch ein Problem, für das sie die Lösung nicht sehen wollen. Sucht man nach einem bestimmenden Merkmal aller wohlhabenden Industriestaaten, das sie sicher von Entwicklungsländern unterscheidet, findet man stets eines: den unbeschränkten, gesicherten und billigen Zugang zu Energie. Diesen sicherzustellen, ist eine der Hauptaufgaben eines funktionierenden Staates, alle anderen Aufgaben bauen darauf auf, auch die karikativen und internationalistischen. Selbst wenn wir die Vermeidung von CO2-Emissionen zum überlebenswichtigen Staatsziel erklären wollten, bräuchten wir zu dessen Erreichung zuverlässige und billige Energie.

Stattdessen spielen wir mit unserer Energieversorgung seit mehreren Dekaden „Jenga“ und zogen ausgerechnet die unteren Steine des Turms, die Kernkraft, als erstes raus. Doch selbst jetzt, da uns angesichts des russischen Kriegs in der Ukraine der energetische Super-GAU droht, kommen unsere Reaktionen nicht über ein zaghaftes „Hätten wir nur nicht…“ hinaus. Wir sind fest entschlossen, auch noch die letzten drei zuverlässigen und CO2-freien Kraftwerke abzuschalten und rütteln weiter am Jenga-Turm. Wir lernen nicht aus unseren Fehlern, weil wir die Folgen der Politik nicht in Betracht ziehen. Es genügt uns, zu glauben, sie sei die richtige, und dieser Glaube ist offenbar durch nichts zu erschüttern.

Der „Hätten-Wir-Nur-Nicht“-Effekt

Gerade eben überschlagen sich die alarmistischen Meldungen über eine eigentlich gut bekannte Viruserkrankung aus Westafrika, die Affenpocken. Die Strukturen in Medien und Politik sind noch warm und eingespielt, welche uns zwei Jahre lang mit Corona in Angst und Schrecken versetzt hatten. Es wird ihnen wohl nicht gelingen, das vertraute Paniklevel zu erreichen und ich will mich hier auch nicht an dieser lächerlichen Diskussion beteiligen. Mir geht es um den „Hätten-Wir-Nur-Nicht“-Effekt. Genau wie in Sachen Energieversorgung an der Kernkraft haben wir uns auch bei Corona mit ideologischer Wucht an einem Gegner abgekämpft, der in Wirklichkeit nicht bedrohlich für uns war.

Nun sind unsere Ressourcen erschöpft, Reserven aufgebraucht, die Wirtschaft schwächelt und die Versorgungslage neigt sich weltweit in Richtung „kritisch“. Was, wenn statt der Affenpocken gerade jetzt mal eine wirklich bedrohliche Pandemie ausbräche? Was hätten wir dem wohl momentan entgegenzusetzen? Nicht mehr viel, fürchte ich. Denn wir haben alle Kraft und Aufmerksamkeit für das vergleichsweise harmlose Coronavirus verschwendet. Hätten wir nur nicht… Und hätten wir nur die Kernkraft in Ruhe gelassen, jetzt, wo uns das Gas knapp wird, mit dem wir den Ausbau der volatilen Erneuerbaren gecovert haben. War wohl auch keine so gute Idee.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Roger Letschs Blog Unbesorgt.

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Leserpost

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Marcus Weizenbeer / 26.05.2022

Eigentlich müsste die “grüne RAF” ja GAF heißen…

Engelbert Gartner / 26.05.2022

Aus dem Internet:  “Ist der Einsatz von Gewalt zulässig, um die Klimakatastrophe zu bremsen? Ja, sagt Andreas Malm, Human-Ökologe an der Uni Lund in Schweden und Autor (z.B. Wie man eine Pipeline in die Luft jagt, 2020). Und, mehr noch: Gewalt sei nicht nur zulässig, sondern aus taktischen Gründen geboten. “ Dazu kann man nur sagen: Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

A. Ostrovsky / 26.05.2022

Also die Nordwestpassage. Die ist noch gar nicht ganzjährig befahrbar, aber schon streiten Kanada und die USA darum, ob sie zu Kanada gehört oder ein “Internationaler Seeweg” ist. Man müsste mal eine Völkerrechtler*In fragen. Hoffentlich gibt es keinen US-Kanadischen Krieg. Dann werden die Natives völlig ausgerottet. Naj, noch ist es nicht so weit, aber eigentlich rechnen alle damit. Wenn man den Vergleich des IPCC zwischen seiner Vorausberechnung und der tatsächlichen Erwärmung ansieht, fällt auf, dass es nur auf der Nordhalbkugel ernsthafte Erwärmung gibt, aber nicht in der Antarktis, obwohl die vorausberechnet wurde. Irgendwie müssen die Modelle noch geschärft werden, oder die tatsächlichen Triebkräfte der Erwärmung sind irgendwie interessengesteuert? Kann denn sowas sein? NEIN!! Aber der Seeweg rund um die Antarktis ist ja schon immer frei, ganzjährig. Also es könnte ein starkes Interesse geben, dass auch der Seeweg am Nordpol ganzjährig frei wird. Offenbar gibt es schon konkrete Erwartungen darauf, die schon wieder Konflikte provozieren, mit denen niemand gerechnet hätte. Aber es geschieht auch so selektiv mit der Erwärmung, nur im Norden. Hmm… ääh… NEIN! Das kann nicht sein. Obwohl ... können würde man, spätestens seit den aurorealen Forschungen mit HAARP in Galcona/Alaska/USA könnte man. Auch ganz gezielt, wenn es sein muss. Aber die Anlage mit hunderten RCA-Kurzwellensendern ist doch längst außer Betrieb? Vielleicht war das nur die Forschung, nicht die Implementierung. Die ist vielleicht verteilt, überall dort, wo man einen Militärstützpunkt hat…? Fragen gibt es, die gibt es gar nicht. Ja, aber die Malediven und wie die anderen Flachlandinseln alle heißen? Hmm ... ääh… die würden dann klagen und ewig jammern. Es sei denn, NIEMAND hätte die Absicht. Wenn es Niemand ist, sollen die mal gegen den klagen, haha. Aber wie kann man die Welt-Schafherde in Panik versetzen, damit die nicht nachdenken? JA! Man muss ununterbrochen bellen, aus allen Richtungen.

A. Ostrovsky / 26.05.2022

Ich möchte mal zwei Annahmen diskutieren. Die Annahmen sind fernab jeder Realität :-) Daraus kann man lernen. Ich habe mal vor vierzig Jahren oder länger einen flotten Spruch eines “Moderators” beim RIAS gehört, der leicht dahin gesagt war, der mich aber seitdem nicht in Ruhe lässt. Er sagte: “Aus Fehlern kann man lernen. Aber nicht nur aus Fehlern.” Nun zurück zu der ersten Annahme: Ø Angenommen es gäbe starke Interessen mächtiger Leute, die die Transportkapazitäten zwischen Südasien und den Atlantik-Anrainern (Ost-Amerika, Europa, Afrika) stark ausweiten wollen, aber nicht die Macht haben, den Panama-Kanal oder den Suez-Kanal zu erweitern oder einen zweiten Kanal dazu zu bauen. Was wäre deren Interesse? Oder sie hätten zwar die politische Macht um den Panama-Kanal, wollen aber endlich eine Lösung, die nicht mit so viel Militärpräsenz jeden Tag verteidigt werden muss? Sie könnten ein neues teures Transportsystem erfinden, um die Waren mit ballistischen Raketen von einem Kontinent zum anderen zu schießen. Da würden wir den Vogel zeigen und die Schenkel klopfen. Nein, das sind doch keine Schildbürger. Was behindert eigentlich den freien Seeverkehr auf der Nordhalbkugel? Hmm… ähh… ich komme nicht drauf. Ach doch, DAS NORDPOLAR-EIS. Wie könnte man das beseitigen? Mit Atomeisbrechern. Das machen ja die Russen schon und die sind böse. Die Nordostpassage ( de.wikipedia.org/wiki/Nordostpassage ) ist schon befahrbar. Wiings schreibt >>Ein speziell dafür gebauter und nach Christophe de Margerie benannter Flüssiggastanker durchfuhr im Sommer 2017 erstmals die Nordostpassage ohne Hilfe eines Eisbrechers.[11] Im September 2018 nahm die Venta Maersk als erstes Containerschiff dieser Größe und als drittes Frachtschiff überhaupt die Nordostpassage durch das Polarmeer ohne Eisbrecher.<< OHNE EISBRECHER und die Größe des Schiffes ist keine Begrenzung mehr. Boooah, Wahnsinn! Und die Nordwestpassage wäre sogar noch kürzer…! Aber gibt es die schon? U-Boote nutzen sie längst.

Franz Klar / 26.05.2022

Sachbeschädigungen im Namen der Entnazifizierung werden in der geneigten Leserschaft mehrheitlich bejaht . Das läßt sich dann doch auch auf andere hehre Ziele anwenden ...

R. Kuth / 26.05.2022

Stress für den Planeten erzeugt, wenn man den Planeten überhaupt stressen könnte, die Überbevölkerung in Afrika und Asien. Aber das Angehen dieses Problems würde entschiedenes Handeln in den entsprechenden Ländern erfordern, verwüstete Baustellen in British Columbia helfen da gar nichts. Gegen die Alkoholsucht des Nachbarn hilft die eigene Enthaltsamkeit auch kein bisschen, genauso wenig wie das Verbot von Trinkhalmen in Europa, wenn der Plastikmüll aus dem Fernen Osten komplett im Meer verklappt wird.

Bernd Keller / 26.05.2022

Kommt doch bitte mal in der Eifel spielen -bitte! So viele 4x4 stehen hier doof im Wald… Die Dorfjugend ist echt voll veggie und woke und hat Opas Mitbringsel irgendwo auf dem Dachboden vergessen. Fußball wird nicht mehr gespielt und danach auch nicht mehr gesoffen. Bäume werden nicht gefällt -  nur umarmt. Pardon, ich hatte vergessen, ihr findet den Weg nicht und Nahverkehr gibt es nicht.

Ludwig Luhmann / 26.05.2022

@Uwe Böttjer / 26.05.2022 - “Einmal mehr schreibt ein Forist mit Blick auf eine mögliche düstere Zukunft, unser Land zu verlassen. Das geschieht jetzt häufiger, entweder als vage Absicht oder schon als vollzogenen Lebensplan. Nur, wohin soll es gehen? Das Thema ist also virulent, und ich schlage der werten Redaktion vor, eine Leserbrief-Aktion zu diesem Thema zu starten.”—- Das interessiert mich auch sehr! Man könnte es ja als eine Art Reportage aufziehen, in der spezielle Urlaubsziele beschrieben werden. - In welchem Land darf man seine Meinung frei äußern, ohne an Idi Amin denken zu müssen? In welchem Land darf man davon ausgehen, dass man die Lufthoheit über seinen eigenen Körper und den seiner Kinder hat? In welchem Land ist Rassismus so selbstverständlich, dass niemand jemals über Rassismus spricht? In welchem Land glaubt keiner an irgendeine unauslöschliche Erbschuld?  In welchem Land ist Energie so billig, dass auch die Armen sorgenfrei in Würde leben können? In welchem Land ist die Korruption so gestaltet, dass die Armen sorgenfrei in Würde leben können? In welchem Land ist der Staat nicht der Feind des Volkes und Freund der menschenverachtenden Eliten? Welches Land ist wirklich souverän? Welches Land tastet die Würde des Bürgers nicht an? Welches Land schützt seine Grenzen, seine Kultur und hat Politiker, die ihre Kraft dem Wohle ihres Volkes widmen, seinen Nutzen mehren und Schaden von ihm wenden. So wahr ihnen kein halaler Todes- und Tötungsgott helfe?

Arne Ausländer / 26.05.2022

Aktionen zu Umweltthemen beiderseits der Grenze der Legalität gibt es seit Jahrzehnten, für Greenpeace waren sie schon immer quasi das Markenzeichen. Rainbow Warrior eben. Über Sinn und Unsinn konnte man sich immer streiten, das war wohl auch von Aktion zu Aktion sehr unterschiedlich. Schon immer hatte verborgene Lobbytätigkeit mehr Einfluß auf das Zustandekommen von Aktionen, als gut war. Greenpeace mit seiner seinerzeit überraschenden guten Finanzausstattung war wohl immer lobbydominiert. Immerhin wurden Luft und Flüssen erheblich sauberer seitdem. Ob das ohne solche Spektakel auch gekommen wäre? — Diese Worte sind hier aber nur Vorwort. An diese Dinge soll man sich ja beim Spiegel erinnern, um nicht sofort z verstehen, welch anderes Spiel hier und heute gespielt wird. Die grünen Klimakrieger brauchen weder Lobbyarbeit noch Straßenterror, sie sitzen ja selber in den Schaltzentralen der Macht. Per Verordnung kann die Zahl böser SUVs weit effektiver reduziert werden, als es Massen von Kleinkriminellen bewirken können. Um Umweltschutz geht es sowieso allenfalls in dem Sinne, daß nationalparkähnliche Residenzen für die wenigen wirklich “wichtigen” Familien in Bundeslandgröße angetrebt werden, wo eben die Regulierung von Tier- und v.a. Menschenbestand gärtnerischen Kriterien unterliegen muß. Die Traumwelt der Reset-Zukunft eben. Um dahin zu kommen, brauchen die noch viel mehr Chaos und Zerstörung des Bestehenden. Eben darauf zielt dieser Spiegelartikel: Kleinkrieg auf den Straßen. Was trotz aller Mühe mit “Flüchtlingskrisen” nur hier und da gelang. Gegen die, die das “Impfen” und andere “Pandemie”-Drangsal überleben sollten. Die Dystopie, die ja auch in den Werbevideos des WEF stets der schönen grünen Zukunft vorausgeht. Wie das Reich des Antichrists in der Apokalypse, jedem Jesuiten bestens vertraut.

Benedikt Diller / 26.05.2022

Großartig! Der Fortsetzung des Klassenkampfs der neoliberalen Eliten gegen die “Normalität” derer da unten steht dank solch prächtigen woken Nachwuchses nichts mehr im Weg. “T. I. N. A.” (Margaret Thatcher, später kopiert von Angela Merkel)

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