Manfred Haferburg / 14.07.2020 / 15:00 / 20 / Seite ausdrucken

Mit der Wahrheit lügen

Bild titelt: „Brandstifter zündet fünf Autos an“, und der Leser denkt sich nichts Böses. Feuerteufel gab es schon immer. Wer dann den Artikel trotzdem liest, erfährt, dass die Brandstiftung auf einem Mieterparkplatz in Berlin Neukölln stattfand, das ist schon etwas anderes. Der Brand sprang sofort auf das Wohnhaus über, das evakuiert werden musste. Sechs Mieter, darunter auch zwei Kinder, erlitten Rauchgasverletzungen und wurden von Sanitätern behandelt.

Der Journalist nimmt noch immer das Pulver der Unwissenheit ein, doch im Artikel ist plötzlich von „Unbekannten“ in der Mehrzahl die Rede.

50 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Chef der Feuerwehr versichert eifrig: „Es ist aber niemand so ernsthaft verletzt worden, dass er in eine Klinik gebracht werden musste“. Im politisch korrekten Berliner Feuerwehrdeutsch sozusagen: Gehen Sie weiter, es ist nichts passiert, alles halb so wild. Ein Mieter rettete heldenhaft sogar seinen BMW, indem er durch die Feuerwand fuhr.  

Und in der letzten Zeile des Artikels erfährt man dann: „Der oder die Brandstifter (jetzt Singular und Plural) sollen schon vorher ein Auto in der Neuköllner Karl-Marx-Straße angezündet haben. Die Polizei fahndet nach dem Täter“, jetzt plötzlich wieder in der Einzahl. 

„Kriminelle, Extremisten und Pyromanen“

Wer ein bisschen googelt, findet mühelos heraus, dass brennende Autos in Neukölln inzwischen zum allnächtlichen Stadtbild gehören. In Berlin sind seit Jahresbeginn bis Anfang Juni 239 Fahrzeuge angezündet worden. Die Berliner Polizei kann genauso wenig wie die Journalisten irgendein politisches Motiv erkennen – außer bei „40 in Mitleidenschaft gezogenen Fahrzeugen“ – so die Polizei. Welches politische Motiv, wurde nicht berichtet.

Im Jahre 2019 brannten in Berlin 600 Autos. Die Täter kommen nicht aus der Partyszene, sondern sind laut Berliner Medien: „Kriminelle, Extremisten und Pyromanen“. Regelmäßig wiegelte die Polizei ab: „Ein kleiner Teil der Täter war laut Polizei politisch motiviert. Die meist linksextremen Brandstifter zündeten 56 Autos direkt an und beschädigten dabei 43 umliegende Wagen. 2018 brannten insgesamt 63 Autos aus politisch motivierten Gründen“. 

Schon 2019 schlug die Berliner Justiz mit der vollen Härte des Rechtsstaates zu. Die Ermittlungsgruppe „Nachtwache“ wurde ins Leben gerufen. Fünf Nachtwächter… sorry, Beamte sollen die Brandstiftungen aufklären, sogar verstärkte Polizeistreifen wurden angekündigt. Die motivierende Summe von tausend Euro für Hinweise wurde ausgelobt. Trotz dieses gigantischen Aufwands wurden bisher so gut wie keine Täter erwischt. Es sind eben die falschen Täter.

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Leserpost

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Marcel Seiler / 14.07.2020

Es sind nicht nur die falschen Täter; es hat bisher nicht die richtigen Opfer getroffen. Das wird noch kommen. In Köln ist neulich “ein Mann” eine linke Politikerin sexuell angegangen, die die empfohlene “Armlänge Abstand” nicht eingehalten hat. Das hat zwar keine Politikänderung ausgelöst, aber es kam jedenfalls in die Presse.

Mike Loewe / 14.07.2020

Wenn die Täter gelegentlich auch die aufgebrezelten Luxusschlitten von Clanbrüdern erwischen würden, und diese ihre Ehre wie üblich mit Messern verteidigen, hätten die pyromanischen Robin Hoods wohl bald keine Freude mehr an ihrem Hobby. Aber um diese Fahrzeuge machen sie wohl instinktiv einen Bogen.

Andreas Rochow / 14.07.2020

Mein Sohn, dreifacher Vater und Fahrer eines Mercedes Combi Diesel mit drei Kindersitzen und Wohnsitz in Berlin-Friedrichhain, fand eines Tages an seinem Scheibenwischer einen Zettel, der ihn mit Ungemach bedrohte, falls er weiterhin diesen Wagen hier parken würde. Die Polizei winkte ab und sah keinen Anlass, etwas zu unternehmen. Die “Umwelt” sei ein “Argument”, das nicht zu unterschätzen sei. Er wird Berlin verlassen, eine Stadt, die die Sicherheit seiner Familie gar nicht will! Und die wiederlichen Zündler werden von Frau Dr. Giffey mit über hundert Millionen aus dem Steuersäckel gesponsert!

Horst Jungsbluth / 14.07.2020

Man wird das bange Gefühl nicht los, dass erstens nach solchen Taten, die wir übrigens in Berlin seit Jahrzehnten gewohnt sind, die Täter aus Angst, es könnten die “Falschen” sein, erst gar nicht ermittelt werden und zweitens, dass sich dann sofort Politiker oder andere “Intellektuelle” aus dem sogenannten linken Lager aufgeregt bei den Medien melden, dass sie von “rechts” bedroht werden. Und da die Medien in diesen Fällen ohne Nachprüfung der Fakten sofort spuren, halten sie den Brandstiftern und anderen Gewalttätern den Rücken frei und die können sich dann weiter austoben, weil es ja gegen “rechts” geht. Und so geht dieses Sch….spiel eben immer weiter.

Franz Klar / 14.07.2020

Ein klarer Beweis für die Skrupellosigkeit der Automobilindustrie ! Diese Form der Marktbereinigung soll Raum schaffen für E-Immobilität , denn freiwillig wechselt ja keiner , wie die Zahlen belegen ... .

Karla Kuhn / 14.07.2020

„Ein kleiner Teil der Täter war laut Polizei politisch motiviert. Die meist linksextremen Brandstifter zündeten 56 Autos direkt an und beschädigten dabei 43 umliegende Wagen. 2018 brannten insgesamt 63 Autos aus politisch motivierten Gründen“.  Und WIE VIEL bereits im Jahr 2020 ?? WENN es RÄÄCHTE gewesen wären, hätten die Menschen wahrscheinlich schon Lichterketten von Schleswig Holstein bis Mittenwald veranstaltet, ganz “klimaneutral” natürlich. Bei LINKEN oder “anderen” Straftätern scheint die Suche wesentlich schwieriger zu verlaufen als bei einer Stecknadel im Heuhaufen. Wer nur mit dem räächten Auge sieht, muß zwangsläufig links blind sein. Harald Unger, “...Wenn dann bei der 110 niemand mehr abhebt, weil man dort einzig diejenigen schützt, die dafür verantwortlich sind,.....”  Ich glaube , nicht mal dann werden viele “Michls” sich bequemen endlich mal ihren A… aus den Sessel zu heben. Wolfgang Richter, das ist wirklich eine Farce.

Walter Ernestus / 14.07.2020

Das alles ohne Brennpunkt im ARD und ZDF. Wären es Rechte, würde jeden Abend ein Brennpunkt stattfinden und das Geschehen würde über Wochen am kochen gehalten. Leider ist der Geheimdienst- und Polizeiexperte Thevesen ja in die USA geflohen. Übrigens ist noch zu erwähnen das stinknormale Bürger vom Abbrennen betroffen sind, auch Mitbürger - egal ob länger hier lebend oder erst kürzlich zugezogen - die Ihr Auto unbedingt brauchen um Ihren Lebensunterhalt zu beschreiten und die nicht nach dem Abbrennen am nächsten Tag sich gleich ein Neues kaufen können. Nur darüber berichtet unsere Spitzen-Journaille nicht. Soweit reicht deren Grips nicht. Die waren zu oft im Grips-Theater!!!!

Rudolf George / 14.07.2020

Mich wundert nur, dass keiner der RRG-Regenten auf die Lösung schlechthin verfallen ist: Autos werden Berlin verboten.

Holger Behrendt / 14.07.2020

600 angezündete und abgefackelte Autos, allein im Jahr 2019, bedeuten einen Wohlstandsverlust in Höhe von 15 Millionen EUR, schätzungsweise. Falls Versicherungen für den Schaden eintreten müssen, bedeutet das tendenziell Erhöhung der Policen. Alle zahlen für die kriminelle Energie der Plebejer, die es auch in Teilen der Oberschicht geben soll. In Frankreich werden ja viel mehr Autos abgefackelt als hier. Auch da zahlt die Allgemeinheit fröhlich mit. Das hat auch sein Gutes. Merkel versucht ja viele dazu zu erziehen, von der neuen Kultur zu lernen: Auge um Auge, Zahn um Zahn, wird das Leitmotiv der Zukunft. Wenn erst einmal die Autos der Richter, der SPD, der Grünen, der SED, der ?DU brennen und der Eltern derjenigen, die jetzt abfackeln (Zahnärzte, Psychiater und so), dann wird es lustig und fairer.

Rainer Berg / 14.07.2020

Wären’s rechte Straftäter, wären sie erfahrungsgemäß nach spätestens drei Tagen in Untersuchungshaft.

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