Thilo Spahl, Gastautor / 15.12.2018 / 06:15 / Foto: Jörg Bittner / 58 / Seite ausdrucken

„Ko-, bi-, multi- und transnational“

Im März 2018 vermeldete die Europäische Kommission auf Twitter: „Wir machen die ersten Schritte auf dem Weg zu einem ‚Freien Interrail Pass für Europäer, die 18 Jahre alt werden‘ mit einem Budget von 12 Millionen Euro für 2018. Es wird erwartet, dass über 20.000 junge Menschen von dieser Reiseerfahrung profitieren werden, die dazu beitragen wird, eine europäische Identität zu fördern.“

Die Europäische Identität. Sie ist der Traum aller Berufseuropäer. Die Hoffnung aller postnationalen Politiker. Aber sie ist noch immer ein höchst artifizielles und rares Gebilde. Kann ihr wirklich mit Maßnahmen wie Eisenbahngutscheinen zur gewünschten Ausbreitung verholfen werden? Und was wäre damit gewonnen?

Zu den entschlossenen Vorkämpfern der Europäisierung der Bewohner Europas zählt Ulrike Guérot, Professorin für Europapolitik und Gründerin des European Democracy Lab (EDL). Sie stellt sich die Sache in den „Thoughts of the Week“ der Deutschen Bank so vor:

„Der Nationalstaat muss in Europa abgeschafft werden. Denn wir wollen ja eine europäische Demokratie. Deswegen müssen wir verstehen, dass die Nation ja nicht der Träger von Identität ist. Ich zum Beispiel komme aus dem Rheinland. Vor 150 Jahren waren wir ja noch Sachsen, Hessen, Pfälzer und so weiter. Und wir wurden über die institutionalisierte Solidarität, nämlich im Grunde die Deutsche allgemeine Krankenversicherung zu DEN Deutschen gemacht. Und diesen Prozess sollten wir uns für Europa zunutze machen, dass wir zu DEN Europäern gemacht werden, zum Beispiel, indem wir eine europäische Arbeitslosenversicherung uns geben, und dann haben wir eine europäische Nationenbildung, die auf gleichem Recht beruht. Und das wäre die Zukunft für Europa.“

Interrail-Ticket und Arbeitslosenversicherung als Identitätsstifter

Hätten wir also schon zwei Ingredienzen für die europäische Identität: Interrail-Ticket und Arbeitslosenversicherung. So einfach kann es aber nicht sein. Das ist auch der EU bewusst. Deshalb lässt sie forschen. Die Wissenschaft soll herausfinden, wie man „Europäer“ macht. Seit den 1990er Jahren und dem „5. Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung“ ist die Europäische Identität ein Forschungsthema auf der Agenda der Europäischen Kommission. Schon vor einigen Jahren wurde in dem Papier „The Development of European Identity/Identities: Unfinished Business. A Policy Review“ ein Zwischenstand festgehalten.

Die Einzelbefunde diverser EU-finanzierter Forschungsprojekte bieten allerlei Hausmannskost für die Cafeteria der EU-Enthusiasten:

EUROIDENTITIES: „Eine intime Beziehung mit jemandem aus einem anderen europäischen Land und/oder ein Kind eines transnationalen Paares zu sein, wurde in hohem Maße mit dem Gefühl europäischer Identität in Verbindung gebracht.“

RECON: „Die Teilnahme an grenzüberschreitenden kollektiven Aktionen, wie der Beitritt zu einer sozialen Bewegung oder die Arbeit in einer Organisation mit gemeinsamen Zielen (z.B. einer Umwelt-NGO), kann ein Gefühl für die europäische Identität fördern.“

EuNaMus: „Nationale Museen sollten nicht nur als Aufbewahrungsorte historischer Relikte angesehen werden, sondern als Agenten für einen nutzbringenden sozialen Wandel genutzt werden, indem der Mythos der Nation für ein postnationalistisches 21. Jahrhundert umgearbeitet wird.“

EURO-FESTIVAL untersuchte die Rolle von Kunstfestivals bei der Schaffung neuer Kulturräume in Europa und empfahl eine „stärkere Präsenz der EU bei Festivals, um das kulturelle Profil der EU in Europa zu fördern und eine wichtige öffentliche Bühne zu unterstützen.“

CRIC: „Die Entwicklung der europäischen Identität erfordert den Aufbau und die Verfeinerung der Kommunikation zwischen den konstituierenden Gruppen innerhalb der Europäischen Union. Mediation und interkulturelle Verbindungsarbeit in Bereichen wie Frieden und Versöhnung sind wichtige Aspekte dieser Dimension.“

LINEE: „Mehrsprachigkeit ist eine wertvolle Ressource, die praktische Unterstützung benötigt, einschließlich pädagogischer Techniken, die die Mehrsprachigkeit betonen.“

Im Idealfall sollten sich also polyglotte Europäer auf Kunst- oder Klimaschutzfestivals treffen, sich Gedanken um die Überarbeitung nationaler Mythen machen und gemeinsam Kinder zeugen. (Bei Letzterem scheint das Austauschprogramm ERASMUS einen wichtigen Beitrag zu leisten. Die Initiative #We4Europe teilt mit, dass seit Beginn des Programms 1987 mehr als eine Million „Erasmus-Babys“ zur Welt gekommen seien und ihre Zahl damit bereits die der Zyprer übersteige, was wir wohl als Sieg des Transnationalen über das Nationale bestaunen dürfen.)

„Überkommene Einheitlichkeitsvorstellungen“

Noch besser als die Identitätsforscher und schön prägnant in einem Satz hat das Leitbild der Soziologe Ulrich Beck in einem Plädoyer für einen „Kosmopolitismus der kommunikativen Öffnung“ schon 2005 formuliert:

„‚Europäisch‘ sind in diesem Sinne ko-nationale Identitäts-, Lebens-, Produktions- und Verkehrsformen, Mehrsprachigkeit, multinationale Netzwerke, binationale Ehen, ‚Ortspolygamie‘, Bildungsmobilität transnationale Karieren, Wissenschafts- und Wirtschaftsverflechtungen.“

Beck sieht das in seinem Plädoyer für einen „Kosmopolitismus der kommunikativen Öffnung“ als Gegenentwurf zu den „überkommenen Einheitlichkeitsvorstellungen“ eines „großeuropäischen Superstaats“, die er zu Recht ablehnt. Nach einer Massenbewegung hört sich das allerdings auch heute noch nicht an. Bei den meisten Menschen wird sich dieses ko-, bi-, multi- und transnationale Leben in Grenzen halten – nicht, weil sie nationalistisch wären, sondern weil ihnen die Möglichkeiten oder auch der Ehrgeiz zum Kosmopolitismus fehlen.

Auf Basis der genannten und weiteren Studien schlägt der Policy Review zwei Modelle der europäischen Identitätsbildung vor. Ein Top-Down-Modell, bei dem die europäische Identität „im Wesentlichen aus den zentralen, etablierten europäischen Werten und deren Ausdruck in der öffentlichen Praxis, insbesondere in der Staatsführung und der Funktionsweise des Rechtssystems“ erwachsen soll. (Mit anderen Worten: Europäisierung durch EU-Mainstreaming der Institutionen der Mitgliedstaaten). Und ein Bottom-Up-Modell, nach dem Identität aus der Interaktion mit anderen und der Erkenntnis entsteht, dass man viel mit ihnen gemeinsam hat. (Mit anderen Worten: Europäisierung der Europäer mittels Interrail und Easyjet.)

Letztlich dürfte den meisten Forschern während der Zeit, in der sie ihren Lebensunterhalt mit dem Bemühen um besseres Verstehen der Möglichkeiten europäischer Identitätsbildung bestritten, schnell klar geworden sein, dass man keine allzu große Erwartung an jene gewünschte Chimäre stellen darf.

Am Ende rettet man sich dann in Definitionen wie diese:

„Eine europäische Identität ist eine fließende und vielschichtige Form der Zugehörigkeit, die nicht notwendigerweise eine Neuausrichtung des Loyalitätsgefühls oder der Identifikation mit einer bestimmten Nation erfordert oder mit diesem kollidiert; sie ist vielmehr eine Identität, die die eigene nationale Identität ergänzt, verstärkt und bereichert.“

Das soll wohl ungefähr bedeuten, dass sich ein Deutscher nach Möglichkeit als europäischer Deutscher und damit ein bisschen besser (bereichert) fühlen soll.

Vermehrungsprogramm für europäische Führungskräfte

Und man setzt auf Elitenbildung: 

„Die erste Maßnahme zur Entwicklung und Förderung einer europäischen Identität besteht darin, das Bewusstsein für die Bedeutung einer solchen Identität zu schärfen. Zu diesem Zweck sollte sich die Europäische Union bemühen, Symposien zu veranstalten, die sich der Förderung des Diskurses und der professionellen Zusammenarbeit zwischen europäischen Künstlern, Journalisten, Schriftstellern und anderen Meinungsführern widmen. […] Darüber hinaus sollte die Europäische Union interdisziplinäre Programme mit ähnlichem Design einrichten, die darauf abzielen, die Zusammenarbeit junger, hochbegabter Menschen aus ganz Europa zu fördern, die das Potenzial haben, in ihren Disziplinen die Führer („Leader“) von morgen zu werden.“

Kurz: Die supranationale Kaste der „Europäischen Führungskräfte“ sollte keine Mühe scheuen, die eigene Reproduktion am Laufen zu halten.

Was wollen die „Europäer“ überwinden? Ulrike Guérot hat es uns gesagt: den Nationalstaat. Und mit ihm die nationale Identität. Aber warum? Weil man offenbar im Nationalstaat den Nährboden oder auch die Trutzburg des Nationalismus sieht. Wo der Nationalstaat verteidigt wird, sind aus Sicht der „Europäer“ Nationalismus und Rassismus nicht weit. Aber das eine hat mit dem anderen wenig zu tun.

Wolfgang Streeck, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln, erinnert uns in seinem Essay „Nicht ohne meine Identität? Die Zukunft der Nationalstaaten“:

„Die allermeisten Nationen sind genetisch auf das Bunteste zusammengesetzt, und kaum ein Nationalstaat ist ethnisch homogen. Schon Römer, Franken, Langobarden, Bajuwaren begannen als zusammengewürfelte Haufen von Straßenräubern; allgemein verhält es sich mit Nationen, um Bismarck zu paraphrasieren, wie mit Blutwurst und Gesetzen: man möchte nicht unbedingt wissen, wie sie gemacht wurden.“ Und weiter: „Nationalstaaten, im Unterschied zu Nationen, sind Institutionen. Konstituiert werden sie nicht durch Abstammung, sondern durch politische und soziale Bürgerrechte, insbesondere Rechte auf demokratische Beteiligung.“

Der moderne Nationalstaat ist somit dem Nationalismus schon doppelt entkommen: erstens durch die Diversität seiner Bewohner. Und zweitens durch die demokratischen Rechte seiner Bürger. Und genau die sollten wir verteidigen und nicht leichtfertig gegen eine europäische Identität eintauschen.

Selbsternennung zum „Europäer“

Wenn „Europäer“ heute die Auffassung vertreten, die EU sei der Weg zur Überwindung des Nationalismus, so sind sie entschieden auf dem Holzweg. Wie Streeck ausführt, sind fast alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union dieser nicht beigetreten, um ihre nationale Souveränität an sie abzugeben, sondern, im Gegenteil, um sie – als „Herren der Verträge“ – zu verteidigen oder überhaupt erst voll zu verwirklichen – siehe Irland, Dänemark, die Niederlande und Luxemburg, Finnland, die baltischen Staaten, Polen, Ungarn, Tschechien usw. Dass da und dort dabei auch nationalistische Töne vernehmlich werden, ist selten Überrest aus irgendwie voreuropäischen dunklen Zeiten, sondern meist Reaktion auf die systematische Schwächung staatlicher Selbstbestimmung der Länder durch die EU.

Noch einmal Streeck: „Europa wird nicht dadurch geeint, dass es die Außenpolitik zwischen seinen Mitgliedstaaten in die Innenpolitik eines europäischen Superstaats überführt; im Gegenteil wird es dadurch gespalten. […] Als Verständigungs- und Solidargemeinschaften, als soziale Orte von Konflikten und Kompromissen, als Garanten kultureller Vielfalt nach innen wie außen sind die Staaten Europas unentbehrlich.“

Wenn wir Nationalstaaten als Garanten kultureller Vielfalt und nicht als Nährboden des Nationalismus sehen, erscheint es als positive Entwicklung, dass die Anzahl der Nationalstaaten im letzten Jahrhundert deutlich gestiegen ist, von 1900 bis heute in Europa von 22 auf 47 und weltweit von 50 auf 193. Die Welt ist dadurch keinesfalls nationalistischer geworden. Denn das Entscheidende am modernen Nationalstaat ist der Staat, nicht die Nation. Und was „Europäer“ überwinden wollen, wenn sie Supranationalität anstreben, sind nicht die Nationen, sondern es ist die Staatlichkeit. Genauer: eine demokratisch verfasste Staatlichkeit, die auf der Idee des Staatsvolks als Souverän in einem abgegrenzten Territorium fußt.

Die europäische Identität ist eine konstruierte Identität, die man im Gegensatz zur nationalen bewusst wählt. „Ich betrachte mich als Europäer, aber ich bin nun mal hier geboren und lebe auch gerne hier“, sagt ein Pulse-of-Europe-Aktivist. Deshalb sei er „deutscher Europäer“. In den zehn Thesen der Pulse-of-Europe-Bewegung heißt es: „Vielfalt zu erhalten, regionale und nationale Identitäten zu erhalten, muss europäisches Programm sein.“ Auch das zeigt: Der eigentliche Angriff zielt nicht auf die Nation, sondern auf den Nationalstaat, der als irgendwie überholt gilt. Wer sich als „Europäer“ betrachtet, bringt damit zum Ausdruck, dass er sich abgrenzen will von anderen, die das noch nicht kapiert haben. Indem er sich zum „Europäer“ ernennt, wird er Mitglied einer Gemeinschaft derer, die erkannt haben, dass der Nationalstaat nicht mehr up to date sei, weil unter ihm die internationale Konkurrenzfähigkeit leide, das Reisen erschwert, das Telefonieren verteuert werde und so weiter.

Sich gegen das gemeine Volk abgrenzen

Neue postnationale, identitätsstiftende Gemeinschaften definieren sich im Gegensatz zu soziokulturell bunt gemischten nationalen Bevölkerungen über ganz bestimmte Eigenschaften wie sexuelle Ausrichtung, Weltanschauung oder Lebensstil und in Abgrenzung zu Gruppen mit anderen Eigenschaften. Das trifft auf die LGBT und viele weitere Communitys zu. Es trifft auf andere Minderheiten zu, die Wert legen auf einen Opferstatus und besonderen Schutz. Es trifft auf Gruppen zu, die sich über Kultur, ethnische Herkunft, körperliche Merkmale und dergleichen definieren. Es trifft auf neonationalistische, identitäre Bewegungen zu. Und es trifft auf Dschihadisten zu. (Auch das Bekenntnis zum Islamismus ist nicht das Ergebnis von tradierter Religionszugehörigkeit, sondern eine fatale, selbst gewählte Zuordnung von identitätssuchenden Menschen sehr unterschiedlicher religiöser, nationaler und sozialer Herkunft.) Es trifft auch auf soziokulturell homogene kosmopolitische Eliten wie die „Europäer“ zu, die sich gegen das gemeine Volk abgrenzen. Solche Abgrenzungen sind immer mit der Gefahr oder Tendenz der Beanspruchung einer Sonderstellung in der Gesellschaft, Lobbyismus und der Abwertung anderer Gruppen verbunden.

Der britische Autor John Laughland schreibt in seinem Buch „The Tainted Source. The Undemocratic Origins of the European Idea“, wie eine Identitätspolitik in Hinblick auf Minderheiten mit dem Angriff auf Staatlichkeit einhergeht:

„[...] die Doktrin der Minderheiten selbst, ob sie nun national oder religiös sind oder was auch immer, steht per definitionem im Widerspruch zum traditionellen Konzept der Staatsbürgerschaft und damit der Staatlichkeit. Ein Individuum hat zahlreiche Qualitäten – Geschlecht, Religion, Sprache usw. –, während ein gut entwickelter Nationalstaat selbst eine politische Identität hat, die all dies transzendiert und Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zusammenbringt. Sie akzeptieren gemeinsam die Autorität des Staates, in dem sie leben, sie zu regieren und Streitigkeiten zwischen ihnen zu entscheiden.“ 

Nationale Identität in modernen Staaten ist daher einer universalistischen Weltsicht näher als die der postnationalen Kosmopoliten, deren Selbstbild eher das des weitgereisten Weltverstehers ist als das eines moralisch motivierten Weltbürgers. Der von den „Europäern“ propagierte Supranationalismus erscheint eher als eine Spielart des Neotribalismus. Man fühlt sich als Angehöriger einer überlegenen kosmopolitischen Kultur. Deutscher wird man, indem man nach Deutschland einwandert und sich einbürgern lässt. „Europäer“ wird man, indem man schon immer in einem europäischen Land gelebt hat und ein Zugehörigkeitsgefühl zu einer supranationalen Elite entwickelt. Dem „Europäer“ ist Ungarn, Deutschland, Griechenland oder Frankreich nicht gut genug.

Im Nationalstaat ist man nicht Stammesbruder oder Gleichgesinnter oder Opfer oder Elite, sondern Bürger. Nationale Identität beruht damit nicht auf Biologie oder Ideologie oder Religion, sondern auf demokratischer Teilhabe. Dem durch Interrail und Ortspolygamie zu erschaffenden „Europäer“ steht diese Form der Zugehörigkeit nicht in Aussicht. Er muss sich mit postnationalem Überlegenheitsgefühl begnügen. Nationale Identität entspricht dem Staatsbürgertum. Deutscher ist, wer hier wählen geht. Deshalb ist ein liberales Einbürgerungsrecht so wichtig für die Integration. Doch auch dies sei gesagt: Ein Deutscher, der sich Wunder was auf sein Deutschsein einbildet, ist nicht besser als ein Europäer, der sich in seiner postnationalen Gesinnung suhlt.

Preis des Supranationalismus ist der Verzicht auf Demokratie

Natürlich greift es zu kurz, wenn man „Europäern“ pauschal Elitismus vorwirft. Einigen nehmen wir den Wunsch ab, die Bewegung zu vergrößern und letztlich 500 Millionen Menschen zu guten „Europäern“ zu machen. Oder sie wollen einfach nur für die Völkerverständigung einstehen, wollen „gegen rechts“ sein. Das Problem ist, dass sie nicht erkennen, welchen Preis sie dafür verlangen. Hier zeigt sich dann das zweite und eigentliche Problem. Der Preis des Supranationalismus ist der Verzicht auf das, was den Nationalstaat politisch so erfolgreich macht: die Demokratie.

Der britische Ökonom Bill Mitchell und der italienische Schriftsteller Thomas Fazi weisen in einem Beitrag für den Blog Makroskop darauf hin, dass die dunkelste Periode Europas gerade nicht durch nationalen Beharrungswillen geprägt war: „Wie wir alle wissen, endete das dystopische Wunschdenken der Nazis von einem Vereinigten Europa (unter deutscher Oberherrschaft) in einem Alptraum von Tod und Zerstörung. Ein Alptraum, der nicht durch die Irrationalität und Unordnung des Nationalstaatssystems ausgelöst wurde, wie dies die Föderalisten der Nachkriegszeit später behaupten, sondern durch Hitlers wahnhaften Versuch, eben jenes System zu vernichten.“

Ausführlich schildert auch John Laughland in oben zitiertem Buch, wie Nationalsozialisten und Faschisten das Ideal eines Vereinigten Europas propagierten. Natürlich sind heutige „Europäer“ in keiner Weise mit Nazis zu vergleichen. Diese Unterstellung liegt Laughland fern. Doch auch heute ist der Traum von der Überwindung des Nationalstaats keineswegs eine fortschrittliche Einstellung. Geträumt wird er nicht zuletzt auch von den Islamisten, aus deren Sicht Nationalstaaten ein Verrat an der Idee der weltweiten Gemeinde der Muslime, der Umma, sind.

Nationale Identität in ihrer vorherrschenden Form, also sich irgendwie als Deutscher oder Brite oder Franzose zu sehen oder zu fühlen, hat heute nichts mit Nationalismus zu tun – von ein paar Ausnahmen abgesehen. Sie hat nichts mit (rassistischer) Überlegenheitsideologie zu tun. Zwar gibt es auch heute Zeitgenossen (mit ökologistischem Sendungsbewusstsein), die glauben, am deutschen Wesen müsse die Welt genesen. Doch eine ernste Bedrohung für Nicht-Deutsche geht auch von diesen zumindest nicht unmittelbar aus. Trotz AfD-Präsenz im Bundestag sind Blut-und-Boden-Deutsche definitiv und Gott sei Dank eine verschwindende Minderheit, die in diesem Staat nichts zu sagen hat. In Ermangelung echter Nationalisten werden inzwischen „Dunkeldeutsche“ erfunden. Und sogenannte „Biodeutsche“, die der Grünen-Politiker Cem Özdemir in die Debatte einführte, um sich über Rechtspopulisten lustig zu machen, erhalten qua Abstammung das Prädikat nationalistischer Gesinnung.

Zugehörigkeit oder Abgrenzung?

Wie der britische Journalist Tom Slater sagt, entspringt Nationalbewusstsein heute dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und nicht dem Bedürfnis nach Diskriminierung. Das unterscheidet die nationale Identität von anderen, postmodernen Identitäten, die auf ethnischen Ursprung, Geschlecht, sexuelle Präferenz und dergleichen rekurrieren. Vielen geht es in erster Linie um Anerkennung, was okay ist, damit verbunden allerdings auch um Sonderbehandlung, was problematisch ist. Der Nationalstaat ist ein Gefäß (Melting Pot), das sich in besonderer Weise zum Zusammenwachsen eignet. „Während jede Nation von ihrer eigenen Geschichte und ihrem Mythos durchdrungen ist, bietet sie eine gemeinsame Basis für bisher getrennte Gruppen, sich zu vermischen und eine neue Gesellschaft zu bilden“, schreibt Slater.

Inwieweit Menschen mit Immigrationshintergrund, insbesondere ab der zweiten Generation, ein nationales Zugehörigkeitsgefühl im Einwanderungsland entwickeln, ist das Maß für gelingende Integration. Und es ist auch ein Maß dafür, als wie kulturell offen die jeweilige nationale Identität wahrgenommen wird.

Wenn sich Immigranten gleichzeitig weiter ihren Wurzeln verbunden fühlen, ist das nicht notwendig ein Problem. Ein Italiener, der seit 40 Jahren in Stuttgart lebt und sagt, im Herzen sei er Italiener geblieben, ist deshalb kein italienischer Nationalist. Er ist auch kein Beweis für missglückte Integration. Konflikte entstehen erst, wenn Identität in Identitätspolitik umschlägt. Das ist dann der Fall, wenn der Zugezogene (oder andere für ihn) eine Sonderbehandlung verlangt. Wenn er etwa behaupten würde, man diskriminiere ihn, weil es in der Werkskantine beim Daimler keine Pizza gebe. Oder wenn er forderte, dem Deutschen, hier in Gestalt eines Schwaben, sei es gerade zu verbieten, in der Werkskantine die Pizza anzubieten, weil dieses einer illegitimen Aneignung eines italienischen Kulturgutes gleichkomme.

Anders verhält es sich bei der europäischen Identität. Europa ist kein Melting Pot, Europa ist nicht wie die USA „A Nation of Immigrants“, wie es John F. Kennedy 1958 in seinem gleichnamigen Buch formulierte. Bei der europäischen Identität geht es weniger um Zugehörigkeit all der über die Jahre Ankommenden. Denn Europa ist keine (Einwanderer-)Nation, sondern ein multizentrisches und pluralistisches Gebilde aus einer Vielzahl von Nationalstaaten, für das Hitler die abfällige Bezeichnung „Kleinstaatengerümpel“ fand. 

Es geht auch nicht in erster Linie um Anerkennung. „Europäer“ sehen sich nicht als unterdrückte Minderheit, die um Behauptung kämpfen und Opferstatus reklamieren muss. Sie sehen sich eher als Elite. Bei der europäischen Identität geht es am ehesten um Abgrenzung. Sie hat einen primär diskriminatorischen Charakter.

Abgrenzung gegenüber den anderen weltpolitischen Playern: China, Amerika, Russland. Sie werden als kulturell anders und als Wettbewerber im globalen Verteilungskampf gezeichnet. Und Abgrenzung gegenüber den eigenen Mitbürgern der europäischen Mitgliedsländer, die an ihrer nationalen Identität festhalten und deshalb von den Wahleuropäern als rückständig und moralisch minderwertig betrachtet werden – von ihrer oft fehlenden Eignung zum polyglotten Kosmopolitismus und fehlenden finanziellen Mitteln für einen ortsungebundenen Lebensstil ganz zu schweigen. Und nicht zuletzt auch Abgrenzung gegenüber denen, die nach Europa einwandern wollen. Hier unterscheidet sich die europäische Gesinnung nicht von einer nationalen. So wie mancher Deutsche Freizügigkeit nur innerhalb der Bundesrepublik gutheißt, so sieht auch die Praxis der EU die Freizügigkeit als rein innereuropäische Angelegenheit und Verpflichtung an.

Demokratie nur noch als „Populismus“ wahrnehmen

„Europäer“ fühlen sich nicht als Opfer. Aber sie fühlen sich bedroht. Bedroht durch Demokratie, die sie nur noch als „Populismus“ wahrnehmen. Als Zufluchtsort erscheint ihnen die EU mit ihren vor zu viel Demokratie geschützten Institutionen, dem Europäischen Rat, dem Rat der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Kommission. Im besten Fall glauben sie mit Jürgen Habermas an eine „transnationale Rettung der auf nationaler Ebene gefährdeten Demokratie“ in einer „supranationalen Mehrebenendemokratie“. Sehr viel häufiger erscheint ihnen wohl Demokratie mit dem Volk als Souverän einfach als nicht mehr zeitgemäße Zumutung.

Das Europa der Nationen ist ein bunter Haufen mit Meinungs- und Interessenvielfalt. Das Europa der EU ist ein entpolitisierter, gut durchorganisierter Global Player unter der „Governance“ echter „Europäer“. Das Streben nach Größe und der Wunsch, eine internationale Macht zu sein, ist offensichtlich bei „Europäern“ deutlicher ausgeprägter als bei Nationalisten, die sich heute mit ihrer immigrationsfeindlichen Trutzburgrhetorik eher defensiv präsentieren.

Die spezifisch deutsche Sehnsucht nach europäischer Identität hat, leicht nachvollziehbar, ihre Wurzeln in der Nachkriegsgeneration. Der US-Historiker Dan Diner sagt: „In der Bundesrepublik war man begeisterter ‚Europäer‘, weil man kein Deutscher mehr sein wollte, und wahrscheinlich zu recht kein Deutscher mehr sein konnte, nach allem, was geschehen war.“ Wenn sich also deutsche Rentner gerne als Europäer sehen, so muss man daraus nicht unbedingt auf eine elitär kosmopolitische Einstellung schließen.

Doch die Europabegeisterung der Deutschen beschränkt sich nicht auf diese Generation. Außer in Brüssel begegnet man „Europäern“ heute offenbar vor allem in Deutschland. Der folgende Tweet illustriert ganz gut den gegenwärtigen Stand der Bemühungen zur Förderung europäischer Identität:

„Woher kommen Sie?“

„Ich bin Italiener.“

„Ich Pole.“

„Ich komme aus Finnland.“

„Ich aus Irland.“

„Ich bin Europäer!“

Alle: „Ah, ein Deutscher.“

Bei jüngeren Menschen sollten wir skeptischer sein. Die vermeintlich fortschrittlichen, postnationalen „Führer von morgen“ erweisen sich bei näherer Betrachtung nicht selten als naive oder arrogante Technokraten.

Nationalismus und völkische Überlegenheitsfantasien sind Mist. Nationale Identität, wie wir sie heute in der Regel antreffen, ist dagegen harmlos, mitunter dem universalistischen Denken näher als der EU-Patriotismus und daher dem antidemokratischen Elitismus überzeugter „Europäer“ vorzuziehen.

Dieser Artikel ist zuerst im „Die sortierte Gesellschaft. Zur Kritik der Identitätspolitik“ (Novo Argumente Verlag 2018 erschienen.)

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Leserpost (58)
dieter schimanek / 15.12.2018

Wenn ich in meinen Pass schaue, steht da, das ich Deutscher bin, ich glaube das. Natürlich kann man sich fühlen als was man will, als Europäer oder auch als Weltbürger. Manche fühlen sich als Napoleon als Kaiser Wilhelm oder als Außerirdischer, es sei ihnen gegönnt. Eine ganze Industrie mit Milliardenumsätzen lebt davon. Psycho, Pharma, Kliniken, die Angestellten der Krankenkassen und nicht zu vergessen die Forschung mit immer neuen Erkenntnissen über das menschliche Gehirn. Wir müssen nur darauf achten, das diese Fühler, als was auch immer, in der Minderheit bleiben.

Mike Loewe / 15.12.2018

Zusammengehörigkeitsgefühl wird nicht zuletzt durch die jeweils aktuelle Beschaffenheit der Transportwege- und Kommunikations-Infrastruktur bestimmt. Zu einer Zeit, als es keine Eisenbahn, kein Telefon, kein Fernsehen und kein Internet gab, und als man mit der Kutsche über eine Woche von Hamburg nach München unterwegs war, und Briefe ebenso lange dauerten, waren Nachbarländer für Normalbürger meist unerreichbar. Es wurde wenig Handel getrieben, kultureller Austausch fand nur wenig statt, so dass sich die Kulturen unterschiedlich entwickelten und einander fremd waren. Technischer Fortschritt lässt die Menschen immer näher zusammenrücken. Beim Zusammenrücken tauchen oft Missverständnisse auf, und so kam es in der Vergangenheit auch aus diesem Grund zu Kriegen. Ein geeintes Europa ist deshalb heutzutage logische Konsequenz und wertvolle Friedenssicherung zugleich. Über das Ob lässt sich deshalb kaum streiten, sondern nur über das Wie. Eine EU-Zentralregierung, die alle Macht an sich reißen und jeden Unsinn regeln will, aber dennoch zu blöd ist, ein Vorgehen für die Kündigung seiner Mitglieder vorzusehen, ist so überflüssig wie die galoppierende Masseneinwanderung aus Nicht-EU-Ländern.

Reiner Gerlach / 15.12.2018

@ Chris Hofer Warum wollen und müssen die Deutschen ihre Nationalität ablehnen? Ich bin in meiner Stadt aus diesem oder jenem Vorort, in Deutschland bin ich Thüringer und in der Welt bin ich Deutscher (immer alles relativ). Aber Europäer war ich eigentlich noch nie und möchte es auch nicht werden. Naja und im Weltall eben Erdling :-)

Thorsten Wagner / 15.12.2018

als Ergänzung zum Kommentar von HaJo Wolf: Es ist sogar noch krasser im sogenannten Raum, wo sich die Menschen auch als DEUTSCH bezeichneten: Bis zum Ende des 2. Weltkrieges war es immer eine “Nationalität” 2. Ranges. Ursache ist ganz einfach: Die heutigen Dialekte sind die ursprünglichen Sprachen. Luther schuf mit seinem Anspruch, “jeder soll die Bibel lesen können” eine gemeinsame deutsche Sprache. Die süddeutschen Dialekte Bayrisch, Schwäbisch, Fränkisch, Alemannisch haben mehr Gemeinsamkeiten miteinander als mit hoch deutsch. Im übrigen besaß erst der Staat 1948 die Unverschämtheit Deutschland im Namen zu führen. Alles andere war nur irgendwie deutsch. Das bezog sich wohl immer mehr auf die Kultur und Lebensweise - und eine ähnliche Sprache. Auch heute noch sind die Sprachgrenzen nicht die Grenzen der Bundesländer. Im übrigen gibt es keine Definition von Deutschland in der Historie - das einzige was mir als quasi Definition bekannt ist, ist im Deutschlandlied. Und dieser Inhalt ist geografisch von der Wirklichkeit überholt. Hätten Sie einen Würtemberger 1942 gefragt, so wäre er Schwabe oder Würtemberger gewesen, nicht aber Deutscher. Das kam erst in 2 Linie - so wie heute noch in vielen ländlichen Gebieten (speziell in Bayern). Das Bewusstsein als Deutscher kam erst nach Kriegsende mit der Vertreibung, und in den Kriegserlebnissen der Soldaten, weil man sich doch sehr viel ähnlicher im Denken, in der Art zu leben, in der Art zu handeln war - auch wenn man sich manchmal nur schwer verstand (sprachlich). Die intellektuelle Kopfgeburt eines gemeinsamen Europas wird so jedenfalls nicht gelingen. Die Idee von Stoiber hätte ein Chance gehabt: Ein Europa der Regionen. Total verschiedene Regionen haben oft die gleichen Probleme, obwohl sie in verschiedenen Ländern liegen und sprachlich nichts miteinander zu tun haben. Ein solches Europa ist aber nicht erwünscht - das wäre wieder demokratisch zu organisieren und nicht zentralistisch - so wie jetzt.

Leo Hohensee / 15.12.2018

@Gertraude Wenz, alles richtig was Sie sagen, so empfinde ich auch. Aber was ist denn wenn der “somalisch-Eingeheiratete” nicht nur seine Werte lebt sondern auch unsere Werte verachtet, missachtet und seine Frau - meinetwegen meine Kusine - zur weiblichen Beschneidung zwingen will? Das sprengt dann doch Ihre und meine Vorstellung von Zusammenleben in Achtung füreinander. Das zeigt überdeutlich, ein Stück “Blut und Boden”, wie Sie es nennen, darf nicht fehlen. Und das Allerwichtigste ist Toleranz füreinander. Toleranz gegenüber dem Intoleranten ist Dummheit. Der Intolerante wird sie immer im Sinn seiner Interessen als Schwäche auslegen.

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