Immer krampfhafter werden die Bemühungen, die letzten hartnäckig Unwilligen vom Impfen zu überzeugen. Hilft aber nichts, wenn die Menschen nicht an den Eigenwert der Maßnahme glauben.
Im Rahmen meiner pädagogischen Ausbildung habe ich mich unter anderem intensiv mit der Thematik Motivationsförderung auseinandergesetzt. Zu diesem Zwecke schaute ich mir zahlreiche Unterrichte von Kollegen in verschiedenen musikalischen Fächern an. Besonders interessierte mich das Thema „Üben erlernen und Belohnen“. Vom Gut-Zureden, gerechtfertigtem oder auch inflationär gespendetem Lob, bis zu Abhaken von Listen und Verteilen von Stickern gab es da die unterschiedlichsten Belohnungsvarianten, um die Kinder zur Leistungserbringung zu motivieren. Eine prägende Erfahrung erfuhr ich dann in der Kinderchorprobe einer Schweizer Kollegin: Sie forderte in beeindruckend schwungvoller Weise Höchstleistungen ohne jegliche ablenkende Belohnung. Es gab erstaunlicherweise noch nicht einmal ein einfaches Lob. Großartige Einzelleistungen waren wie selbstverständlich Teil der Sache. Die Belohnung war das Erlebnis, das die Kinder ohne den Umweg über andere Personen oder Dinge für sich selbst machten.
Von diesem Zeitpunkt an nahm ich mir vor, die Kunst der Selbstbelohnung zu erlernen und zu vermitteln. Ziel dabei ist, den Eigenwert der Sache zu verdeutlichen. Fachfremde Bestechungen, womit nicht das Feedback zur Orientierung gemeint ist, entwerten diesen Eigenwert und ergeben keine nachhaltige Motivation.
Warum ich das alles schreibe? Täglich lese ich nun von den immer krampfhafter werdenden Bemühungen, die letzten hartnäckig Unwilligen vom Impfen zu überzeugen. Die fachfremde Bestechung reicht dabei von der Bratwurst über den Espresso bis zur Theaterfreikarte.
Trotzdem klappt es bei großen Teilen der Bevölkerung nicht mit dem Erkennen des Eigenwertes. Anscheinend wiegt die Entscheidung, über den eigenen Körper bestimmen zu können, schwerer als ein kostenfreier Espresso. Auf der anderen Seite werden täglich unbequeme aber sinnvolle Dinge von Millionen von Bürgern auch ohne Bratwurstbelohnung und soziale Ächtung ausgeführt, rein aus der purer Erkenntnis des Eigenwertes heraus. Woran liegt das wohl?
„Dann mache es doch wenigstens für mich oder dein Umfeld"
Diesen Ruf hört man jetzt sehr oft, und er hat natürlich seine Legitimation. Das Kind macht bis zu einem gewissen Alter den Bezugspersonen zuliebe Dinge, deren Wert es noch nicht einsehen kann. Es handelt, um zu gefallen, um geliebt zu werden. Natürlich kann man auch als Erwachsener jemandem eine Freude machen, indem man etwas tut, hinter dem man nicht wirklich steht. Dasselbe gilt für Handlungsweisen, die aus Verantwortung anderen gegenüber motiviert sind – allerdings nur, solange das Opfer in vernünftigem Verhältnis zum Nutzen steht. Was als verhältnismäßig erachtet wird, kann sehr unterschiedlich beurteilt werden. Genau hier liegt der Knackpunkt beim Aufruf zur sogenannten „solidarischen“ Coronaimpfung.
Deswegen hinken auch Vergleiche mit anderen „Opfern“ zur Risikovermeidung wie Helmaufsetzen, Tempolimit oder sogar Maskentragen (in Risikoumfeld und mit geeignetem Material). Eine Impfung ist eben mehr als eine äußerliche Applikation, die zeitweise etwas unangenehm ist, aber keine weitreichenden Folgen hat. Die oben erwähnte Bratwurstaktion finde ich dehalb genauso unanständig wie andere infantilisierende Aktionen wie „impf-in-den-mai".
Trotz all dieser Kampagnen hat sich bis zum August immer noch nicht die gewünschte Motivation eingestellt. Jetzt setzt es Liebesentzug und Ausstoß aus der Gemeinschaft. Es drohen persönliche, berufliche und wirtschaftliche Konsequenzen.
Befragt man Menschen direkt, warum sie unterschiedliche Coronamaßnahmen vom Tragen der Maske bis zum Impfen ausführen, so findet man unter den Antworten das gesamte oben ausgeführte Motivationsspektrum:
- die Überzeugung vom Eigenwert der Sache
- die Überzeugung, fragile Gruppen schützen zu müssen
- der Wunsch, weiterhin von der Gesellschaft anerkannt zu werden
- der Wunsch, unbequemen Hindernissen beim Reisen, bei Hobbys und im gesellschaftlichen Leben aus dem Weg zu gehen
- die Angst vor beruflichen Sanktionen
- die Angst vor finanziellen Nachteilen
Aus meiner Sicht ist der Versuch, die Bevölkerung vom Eigenwert der Coronamaßnahmen inklusive der Impfung zu überzeugen, breitflächig gescheitert. Wenn man jetzt im Herbst dennoch eine Mehrheit zum Impfen bewegen wird, hat das nichts mehr mit der Erkenntnis des Eigenwertes der Sache, dem Gesundheitsschutz, zu tun, sondern nur noch mit der Wahl der Motivationsmethoden. Welche Effekte das auf die Gesellschaft haben wird, wird sich zeigen.
Beitragsbild: Creative Commons CC0 Pixabay
@Wiebke Ruschewski – „Natürlich freut man sich über Lob.“ Lob nutzt nur dem Lobenden, nicht dem Gelobten. Deshalb: „Kein Lob, bitte unterlassen Sie das.“
Gibt es schon bekannte Überlegungen, wie man mit ungeimpften Wählern umgeht? Brauchen diese einen aktuellen PCR-Test, um im Wahllokal zu wählen bzw. nach der Wahl bei der öffentlichen Auszählung beobachten zu dürfen? Was sagen Grundgesetz und Wahlgesetze hierzu? Die Inzidenz wird Ende September bundesweit über 100 sein. Wird man genügend Wahlhelfer finden, die sich dem Risiko aussetzen, infiziert und Superspreader zu werden?
Psychologie hat ein Naturgesetz entdeckt, das jeder Psychologe kennt, aber niemand außerhalb der Psychologie wissen will, und zwar: Die KLEINSTE Belohnung, die überhaupt noch motivierend wirkt, motiviert an stärksten! Wer bereit ist, für 1 € zu arbeiten, wird für 1 € besser, härter arbeiten als für 1000 €. Erzählen Sie das einem Gewerkschaftsfunktioner. Das ist im Übrigen der Grund, warum Gott für eine lächerliche Summe verraten wurde.
Heinrich Wägner, „Der Faschismus hat keine Farben sagte mein Vater einmal zu mir ,aber er benutzt sie um sich zu tarnen und die Menschen zu verführen.“ Lieber Herr Wägner, er muß ein sehr kluger Vater gewesen sein. Der Vater einer lieben 92 jährigen Bekannten von mir, sagte zu seiner Tochter, wenn sie diese dreckige, verlogene Politik nicht verstehen konnte, „Die größte Hure ist die Politik, sie legt sich mit JEDEM ins Bett. “ Auch unsere Eltern Jahrgang 1904/1906 haben uns Kindern schon in ganz jungen Jahren die Augen geöffnet über die verlogene, korrupte Politik, vor allem, wenn Politiker ewig am Sessel kleben. Die Verbrecherpolitik von Ulbricht/Honecker mußten wir beide -leider- am eigenen Leib erfahren. Daß sich jetzt wieder mehr und mehr diktatorische Tendenzen durch die unsägliche Merkelpolitik zeigen, finde ich verheerend. Allerdings erwarte ich von einer ehem. Agit Prop, vermutlich auch STASI IM, schließlich war ihre Familie mit dem Schnur befreundet, der LEIDER nach 1989 nicht im Gefängnis gelandet ist, wie so viele andere Stasi Denunzianten ebenso nicht. Sie haben offenbar von den ECHTEN Nazi Verbrechern gelernt, mit welchen Tricks und mit welcher Chuzpe man sich ein „demokratisches Mäntelchen“ umhängen kann, also wie man ein Wendehals wird. Mir geht es wie Ihnen, Frau Wilhelmi, bei mir haben sich schon von jeher alle diejenigen die Zähne ausgebissen, die mir was aufschwatzen wollen. Ich hinterfrage alles und das gefällt vielen nicht. So wie es Herr Reitschuster mit seiner herrlich bohrenden Nachfragerei vorwiegend mit Seibert bei der Pressekonferenz macht. Ich glaube, der Seibert schwitzt schon vorher. Herrlich, besser als jedes Kabarett. „Trotz all dieser Kampagnen hat sich bis zum August immer noch nicht die gewünschte Motivation eingestellt.“ Es wird vermutlich ein UNGEIMPFTER REST von SELBERDENKERN von ca. 30 bis 40 Prozent bleiben, die sich das Gift nicht aufschwatzen lassen. Und das ist GUT so! Gott sei Dank !
Wenn ich mir die Spritze im Laufhaus setzen lassen kann mit einer Stunde gratis hinterher, dann überleg‚ ich mir’s vielleicht noch… vielleicht…
Es ist doch letztlich nur noch eine Frage der Zeit, wann der Staat richtig übergriffig wird. Man hat mir mal gedroht, mich zu fixieren und dann mit Gewalt die Tablette in den Mund zu stecken. Also habe ich sie in den Mund genommen, unter die Zunge bugsiert, so getan als ob, sie später ins Klo gespuckt. Das war in dem Augenblick sicher die beste Lösung, um nicht irgendein Gift zu schlucken, von dem ich nicht einmal wusste, wie es heißt. Einen Vorgeschmack bekamen wir alle bei der Friedensdemo in Berlin. Wie dort gegen Demonstranten vorgegangen wurde ist hinlänglich bekannt, jedoch scheinbar kein Thema mehr. Da wurden ohne Rücksicht auf Verluste rennenden Menschen die Beine weggetreten. Erinnert sich noch jemand? Ich denke, es ist nur noch eine Frage der Zeit… und die wird verdammt knapp und kostbar.
Je mehr wahnwitzige Belohnungen ausgelobt werden (wer zahlt das eigentlich?!), desto mehr erkennen, dass etwas nicht stimmt.
So gesehen, kommt schon, erhöht auf 5 Bratwürste!