Felix Perrefort / 10.05.2022 / 12:00 / Foto: Pixabay / 40 / Seite ausdrucken

Hilfe, Musk bedroht Konsens-Gezwitscher auf Twitter!

Seit der Verkauf von Twitter an Elon Musk feststeht, ist die Panik im Lager der Gerechten, Guten und Langweiligen groß. Mächtige NGOs rufen zum Werbeboykott gegen Twitter auf. Auch der deutsche Staat hat dabei seine Finger im Spiel. 

Musk hat noch nicht einmal richtig angefangen, da werden schon erste Versuche unternommen, das neue Twitter, in dem er nach eigenen Worten die Meinungsfreiheit wiederherzustellen beabsichtigt, doch noch zu verhindern. Ein Hurrikan wirbelt die Schneeflocken auf, von denen viele riesig sind. Und auch die Platzhirsche der alten Medien ziehen sämtliche Diffamierungsregister. Die New York Times veröffentlichte ein Schurkenstück über Musk, in dem ihm seine Herkunft aus Südafrika zum Vorwurf gemacht wurde. Auf Twitter fasste das Blatt seinen Versuch, Musk zum Rassisten zu stempeln, so zusammen:

„Elon Musk wuchs in elitären weißen Gemeinschaften in Südafrika auf, losgelöst von den Gräueltaten der Apartheid und umgeben von antischwarzer Propaganda. Er sieht seine Übernahme von Twitter als einen Sieg der freien Meinungsäußerung, hatte aber in seiner Jugend nicht unter den Auswirkungen von Fehlinformationen zu leiden.“

Die britische Daily Mail berichtete kürzlich von einer Kampagne gegen Musk, hinter der 26 aktivistische Organisationen und NGOs stehen. Es gehe um solche, die von ehemaligen Mitarbeitern der Clinton- und Obama-Regierung gegründet wurden, um reiche Spender für die US-Demokraten und ihre Familienstiftungen, um George Soros' Open Society Foundation und um Regierungen europäischer Staaten. Auch die antizionistische und rassistische Black-Lives-Matter-Bewegung ist mit von der Partie.

In dem Offenen Brief werden Unternehmen dazu aufgefordert, auf Twitter nicht mehr zu werben, sollte er das soziale Netzwerk in die verrohte „Hasslandschaft“ verwandeln, die von ihnen hysterisch befürchtet wird. Musk erscheint ihnen allen Ernstes als faschistische Gefahr. Sie schreiben:

„Elon Musks Übernahme von Twitter wird unser Informations-Ökosystem weiter vergiften und eine unmittelbare Bedrohung der öffentlichen Sicherheit darstellen, insbesondere für jene, die ohnehin schon am meisten gefährdet und marginalisiert sind.“

Der natürlichen Idylle drohe also die Vergiftung durch bösartige Fremdlinge. Biologistische Sprache mit ökologischer Note:

„Unter der Leitung von Musk droht Twitter zu einer Jauchegrube für Fehlinformationen zu werden, die mit Ihrer Marke verbunden sind und unser Informations-Ökosystem in einer Zeit verschmutzen, in der das Vertrauen in Institutionen und Nachrichtenmedien bereits auf einem historischen Tiefstand ist.“ 

Eine Runde Mitleid für die bedrohte Konsensrealität

Abgesehen davon, dass sie mit solchen Reinlichkeitsvorstellungen auch ihren Säuberungsambitionen sprachlichen Ausdruck verleihen, stellt sich die Frage, warum denn das Vertrauen in Staat und Medien derzeit wohl so gering ist. Dass die Ursache dafür möglicherweise gerade jene Zensurpraktiken und Moralismen sein könnten, die sie selbst aufrechterhalten möchten, kommt den Boykotteuren natürlich nicht in den Sinn. Wenn sich am eigenen Körper die Beteuerungen der Institutionen und Wahrheitswächter als beschönigend, irreführend oder falsch herausstellen, fangen die Leute nun einmal an, misstrauisch zu werden und sich zu fragen: Warum wurden kritische Stimmen nicht gehört? 

Auf dem Brief firmieren die Logos dreier Organisationen. Die erste davon heißt „Accountable Tech“ und lässt tiefe Einblicke in das verstörende, aber auch lustige Weltbild der Agitatoren zu.

„Demokratie hängt von gemeinsamen Wahrheiten ab. Die Giganten der sozialen Medien untergraben unsere Konsens-Realität und bringen die Demokratie an den Rand des Abgrunds. Accountable Tech schlägt zurück.“

Wirft man die aufgeweckte Konsens-Realität, den Safe Space für Menschen, denen es nicht um das bessere Argument, sondern das wichtigere Gefühl geht, einfach mit der Demokratie zusammen, kann man sich auch gleich noch als ihr schlagfertiger Verteidiger aufspielen. Als wäre es nicht gerade die Meinungsfreiheit, die in ihren sehr weitgefassten Grenzen diese Staatsform erst mit Leben füllt.

712.000 Euro aus Deutschland

Besonders bizarr wird es bei der NGO „Access Now“, die ebenfalls unterzeichnet hat. Die auch vom deutschen Außenministerium finanzierte Organisation (ca. 712.000 Euro im Jahr 2021) schreibt sich das von ihnen de facto bekämpfte Grundrecht auch noch in dicken Lettern auf die Fahnen: „Wir kämpfen für Ihr Recht auf freie Meinungsäußerung, das für die Demonstration von Dissens, die Gewährleistung einer freien Presse und die Verteidigung der Menschenrechte von entscheidender Bedeutung ist.“ Von Regierungen finanzierte Organisationen bezeichnen sich als Nicht-Regierungs-Organisationen – und beraten Regierungen. Access Now entwickelt politische Leitlinien, „um Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Praktiken und Strategien zu unterstützen, die die Menschenrechte und Grundfreiheiten achten.“ Nie zuvor trat die Kleingeistigkeit so großspurig auf wie in unserer schönen neuen Welt.  

Was die bürgerliche Demokratie wirklich bedroht, zeigt sich einmal mehr. Es ist die larmoyante Aggressivität von Menschen, die sehr gut vernetzt, organisiert sowie finanziell ausgestattet sind und ihren Willen zur Macht als Philantropie verkaufen. Nur gucken auch sie dumm aus der Wäsche, wenn Musk auf ihre Mahnungen und Warnungen vor Fake News lapidar reagiert: „Sonnenlicht ist das beste Desinfektionsmittel.“ Er ist eben einfach cooler als sie. 

Daher hat Michael W. Alberts recht, wenn er auf Achgut.com schreibt, unter Musk könne es nur besser werden. Allerdings ist diese Hoffnung auch Anlass für Kritik. Denn eigentlich sollten keine steinreichen, zufällig nun „anti-woken“ Privatpersonen über die Geltung demokratischer Rechte entscheiden – genauso wenig wie NGOs. Es läge am Staat, vor allem der Justiz, als Garant bürgerlicher Öffentlichkeit die Meinungsfreiheit in den sozialen Netzwerken gesetzeskonform durchzusetzen. Den fehlenden Willen hierzu kann auch Elon Musk nicht ersetzen. 

Foto: Pixabay

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P. Wagner / 10.05.2022

Na, da haben aber die bunten und die guten Faschisten wieder was zum Geifern!

George Samsonis / 10.05.2022

Elon Musk hat das wirklich größte Problem unseres Planeten offen angesprochen: Nein, nicht wie die freitäglichen Bildungsverweigerer meinen, der angeblich “menschengemachte Klimawandel” sondern der absehbar unkontrollierte Zuwachs der Weltbevölkerung. Elon Musk ist ein Guter!!!

Dirk Jäckel / 10.05.2022

Wenn man zugleich von von den Putins und von den Linksantiberalen beschimpft wird, macht man vieles richtig.

Rolf Mainz / 10.05.2022

“Demokratie hängt von gemeinsamen Wahrheiten ab.” Einblick in bizarre Gedankenwelten. Was sollen denn “gemeinsame Wahrheiten” sein, oder auch “Konsens-Realität”? Entweder ist etwas “wahr” oder eben nicht. Was soll daran “gemeinsam” sein? “Gemeinsam” kann höchstens Irrglaube sein. Und was hat die Herrschaftsform der Demokratie grundsätzlich mit Wahrheit zu tun? Wirre Sprache zeugt von wirrem Geist. Ausbund des Scheiterns heutiger Geisteswissenschaften, verzweifelt an der eigenen Bedeutungslosigkeit, sich flüchtend in abstrusen Weltverbesserungswahn.

Caroline Neufert / 10.05.2022

Ob Musk es besser macht, weiß ich nicht ... ich bin auch nicht von Tesla so überzeugt, was ich an ihm schätze, sind seine Ideen und Macherqualitäten. Aber ob Tesla-Werk in Brandenburg, SpaceX, Starlink, Boring, Neuralink - alles grandiose Ideen nicht nur im Kopf “Es läge am Staat, vor allem der Justiz, als Garant bürgerlicher Öffentlichkeit die Meinungsfreiheit in den sozialen Netzwerken gesetzeskonform durchzusetzen. ” das sehe ich nicht. Die Justiz hat das NetzDG, UrheberrechtsG etc. verabschiedet, was jetzt vom Staat (mit seinen Helfershelfern) durchgesetzt wird.

Steffen Huebner / 10.05.2022

“Gesinnungs-TÜV bis in den Intimbereich. Jedes Tattoo künftiger Lehrer ist nach Wunsch der ...........* nebst genauer Platzierung und seiner Größe anzugeben, zudem zu beschreiben, was es darstellt, und vor allem, was es dem Träger bedeutet.” (Spahn/TE)  *) Bitte einsetzen:  a) Berliner Schulverwaltung   b) Moskauer Schulverwaltung

Hermann Sattler / 10.05.2022

Die Panikreaktion der Staats-finanzierten und Zwangsbeitrags-gestützten MSM und der katastrophen NGO s lässt tief blicken. Panische Hilflosigkeit,- kommt da freie Meinungsäußerung ohne Zensur auf sie zu? Womöglich unangreifbar? Wahrheiten für alle, Lügen klar erkennbar? Auch eine Abart der “German-Angst” ,hoffentlich berechtigt!

Heiko Stadler / 10.05.2022

Putin ist böse, deshalb darf kein Öl, kein Gas und keine Kohle aus Russland mehr importiert werden. Musk ist böse. Werden jetzt Elektroautos verboten? Wird das Tesla-Werk in Brandenburg abgerissen? Müssen alle bereits zugelassenen Teslas öffentlich verbrannt werden?

Heiko Stadler / 10.05.2022

Die Kripo befragt einen Tatverdächtigen. Der versichert: “Nein, ich war nicht zur Tatzeit am Tatort” Kripo: “Woher wissen Sie denn, wann und wo die Tat stattfand?” Genau so verhält sich die Zensur-Räuberbande. Musk hat noch gar nichts gemacht und schon haben die Verbrecher Angst, dass ihre Taten aufgedeckt werden. Das ist Selbstentlarvung von seiner schönsten Seite.

Andreas Mertens / 10.05.2022

Hate-Speech ist es nur wenn die “Falschen” etwas sagen (und zwar egal was).  Woke gendergerechte Schneeflöckchensprecher dürfen ruhig übelsten Nazisprech benutzen .. weil, ist ja für eine “gute” Sache. Wie formuliert es noch gleich die Antifa (Unsere Organisation für schöne Sprache): “Wer Nazi ist bestimmen wir”  ... nicht wissend (oder ignorierend) das dies die Abwandlung eines Spruchs von Göring ist. Der da sagte ” Wer Jude ist, bestimme ich”.  D-ländische Politiker bezeichnen gerne große Teile der ihnen unliebsamen Bevölkerung als Pack, Abschaum, Ratten und Viren, welche es zu bekämpfen /auszumerzen gilt. Mr. Musk wird sich überlegen müssen, wie er einen Großteil seiner zukünftigen Twitternutzer mit VPN und Onion-Routing, Pretty Good Privacy, Encrypting ( z.Bsp. mit White Noise Storm Encyptor, TrueCrypt etc) , Overlay-Netzwerken vertraut macht. Woher sie unregestrierte SIM-Karten bekommen, was Wegwerf-Email-Adressen sind, was der Staat alles über RFID-Chips herausbekommen kann (wo man sie überall findet und wie man sie deaktiviert)  Denn die politisch korrekte Gesinnungs-Inquisition wird Twitter schneller blockieren und/oder abschalten als er seine Kreditkarte zücken kann.

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