Dirk Maxeiner / 13.11.2019 / 12:00 / 0 / Seite ausdrucken

„Marx hätte seine helle Freude an den heutigen Verhältnissen“

Malte Fischer hat für die Wirtschaftswoche den Wirtschaftswissenschaftler Antony Mueller interviewed. Der beschreibt überaus treffend den von Gramsci geprägten Kulturmarxismus wie er völlig unversehrt unter uns weilt:

"Seine Strategie war, die Intellektuellen für den Marxismus zu gewinnen und mit ihrer Hilfe die Kultur und die Institutionen des Bürgertums, die Schulen, Universitäten, Kirchen, das Rechtssystem und die Medien zu unterwandern. So sollte der Marxismus die ideologische Hegemonie gewinnen. Gramsci betrachtete den Sozialismus als 'genau die Religion, die das Christentum überwinden muss'. Er hatte erkannt, dass jede Gesellschaft einen ideologischen Stützpfeiler benötigt. In der bürgerlichen Gesellschaft des Westens ist das traditionell das Christentum. Gramsci wollte es durch den Sozialismus ersetzen und so die bürgerliche Gesellschaft zerstören...Beispielsweise werden die ungeheuren Konsummöglichkeiten der Menschen zum Konsumterror umgedeutet. Durch solch negative Konnotationen und die permanente Kritik an den bestehenden Verhältnissen soll das Vertrauen der Menschen in das kapitalistische System untergraben werden."



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