Flucht vor Ehrenmorden: Wir müssen helfen!

Angenommen, jemand flieht aus seiner Heimat, weil er Opfer eines Ehrenmords zu werden droht: Was ist nötig, um eine erfolgreiche Flucht zu gewährleisten? Welche Art Frau, die in einer stammesförmigen Ehren-/Schamkultur aufgewachsen ist, wird wohl eine so gefährliche und schwierige Reise in die westliche Freiheit unternehmen?

Eine Frau, die von Kindheit an fast täglich gedemütigt, misshandelt und bedroht wurde, der nicht beigebracht wurde, dass sie ein Individuum ist und als solches ein Recht auf Menschenrechte hat, die nicht glaubt, dass sie eine andere Identität hat als die ihrer Tochter, Schwester, Ehefrau und Mutter – wie kann eine solche Person plötzlich entscheiden, dass ihr Leben es wert ist, gerettet zu werden, und dass sie sowohl Anspruch auf Freiheit als auch auf Glück hat?

Auf der Suche nach solch unwahrscheinlichen Heldinnen bin ich seit 2004, als ich begann, die Art und die Häufigkeit von Ehrenmorden zu untersuchen. Über Ehrenmorde und Ehrenmordflüchtlinge im Westen habe ich erstmals 2005 in „The Death of Feminism“ geschrieben. Hier sind zwei vorläufige Antworten.

Eine solche Heldin braucht einen sicheren Ort, „ein Zimmer im Gasthaus“, sozusagen. Eine nicht-stammesförmige, westliche Kultur muss bereit sein, einen Antrag auf politisches oder humanitäres Asyl zu prüfen.

Im Jahr 2007 verabschiedete Großbritannien ein starkes Gesetz zur Zwangsheirat, das Menschen davor schützt, „gezwungen zu werden, ohne ihre freie und volle Zustimmung eine Ehe einzugehen“. Aber es „gilt nur für britische Bürger“, sagte die in London lebende Aktivistin Mandy Sanghera. Es gilt nicht automatisch als Asylgrund für jemanden, der aus Afghanistan, der Türkei oder Pakistan geflohen ist. Sanghera sagte mir, dass ein minderjähriges „Mädchen eine Schutzanordnung (‚order of protection‘) erhalten und dann trotzdem in seine Herkunftsfamilie zurückgeschickt werden kann, in der sie weiterhin in eine Ehe gezwungen wird". 

Das Europäische Parlament hat sowohl „Geschlecht“ („gender“) als auch „Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung“ als gültige Gründe für die „Neuansiedlung von Flüchtlingen“ („refugee resettlement“) aufgenommen. Die Worte „Ehre“ oder „Ehr-Verbrechen“ wurden jedoch nicht aufgenommen. Das Parlament hat die Zwangsheirat auch als „Verletzung der Menschenrechte und als eine Form geschlechtsspezifischer Gewalt“ bezeichnet. Dänemark, Deutschland, Spanien, Belgien, die Slowakei und das Vereinigte Königreich „kriminalisierten“ diese Praxis. Diese Richtlinien scheinen jedoch nicht rechtsverbindlich zu sein, weshalb es sehr schwierig ist, Mädchen oder Frauen aus ihren Häusern zu holen und ganze Familien strafrechtlich zu belangen.

Ohne eine einheitliche Politik herrscht Willkür hinsichtlich der Annahme beziehungsweise Ablehnung von Asylanträgen. Zum Beispiel entschied das höchste Gericht Italiens am 22. Januar, dass „Menschen, die aus ihrem Herkunftsland fliehen, um Ehr-Verbrechen zu entgehen, internationalen Schutz verdienen“. In dem Fall ging es um einen pakistanischen Muslim, der es gewagt hatte, eine Beziehung zu einer Muslimin aus einer höheren Klasse zu führen. Als ihre Affäre entdeckt wurde, wurde sie entweder ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Ihre Familie gab dem Mann, Mahmoud A., die Schuld und erlangte die stammesrechtliche Genehmigung, „ihren Tod zu rechtfertigen“ („to vindicate her death“).

Er floh, bevor er ermordet werden konnte. Ein italienisches Gericht gewährte ihm Asyl. 

Westliche Filme: Hoffnung und Inspiration 

Benjamin Ismail, ein in Paris lebender Journalist und Verfechter der Meinungsfreiheit, bestätigte, wie schwierig es ist, die Behörden davon zu überzeugen, dass jemand in großer Gefahr ist, wenn er gezwungen wird, in sein Herkunftsland zurückzukehren.  

„In Frankreich haben diejenigen Asylanträge die größten Erfolgschancen, die von Amnesty International oder Human Rights Watch oder zumindest von einer lokalen Frauenrechts-NGO unterstützt werden“, sagte Ismail. „Manchmal können auch lokale westliche Botschaften hilfreich sein, insbesondere bei Asylsuchenden, die sich von dort, wo sie wohnen, aus bewerben.“

Die zweite Voraussetzung für eine erfolgreiche Flucht vor einem Ehrenmord ist etwas, das sich nicht genau bestimmen lässt. Auf der Grundlage von Berichten aus erster Hand, die in Interviews, Fragebögen, Memoiren von geflohenen Personen und anderen öffentlichen Berichten seit 2009 gegeben wurden, muss ich feststellen, dass es ein Rätsel bleibt, warum ein Mädchen oder eine Frau diesen ersten psychologischen Schritt macht. Aber sobald sie sich zur Flucht entschließt, gibt es einige Variablen, die denjenigen betreffen, der flieht und im Westen um Asyl bittet:

Erfolgreiche Flüchtlinge wurden durch westliche Erziehung, westliche Bücher und westliche Filme, durch inspirierende Lehrer und hilfreiche Nachbarn, in einigen Fällen durch amerikanische Soldaten, israelische Polizei und Ärzte, westliche Freunde oder Verlobte und durch nicht-westliche Ehemänner, durch ein christliches religiöses Netzwerk (für die zum Christentum Bekehrten), in mehreren Fällen durch westliche Psychotherapie und in einem Fall durch eine starke und liebevolle Großmutter beeinflusst.

Wie bereits erwähnt, wurden alle Flüchtlinge, deren Erfahrungen ich studiert habe, von westlichen Regierungen unterstützt, die ihnen Asyl gewährten, sie in Zeugenschutzprogramme steckten oder sie in staatlich finanzierten säkularen Frauenhäusern untergebracht haben. In einem Fall sperrte die jordanische Regierung die Überlebende eines versuchten Ehrenmords viele Jahre lang zu ihrem eigenen Schutz ein und erlaubte ihr dann, mit einem viel älteren Mann verheiratet zu werden, der sich bereit erklärte, sie weiterhin zu verstecken.

Eine Frau, die ich interviewt habe, ist eine Ex-Muslimin und zum Christentum konvertiert. Sie wurde in den Vereinigten Staaten geboren, wuchs aber in drei Ländern des Nahen Ostens auf. Ihr Vater misshandelte ihre Mutter regelmäßig, sowohl körperlich als auch sexuell, und missbrauchte die Kinder körperlich und verbal. Als sie 17 Jahre alt war, konnte meine Interviewpartnerin nicht nur fliehen, sondern auch ihre Mutter und ihre Geschwister retten, als diese in Nordamerika lebten.

Sie rief das Jugendamt an und bekam Asyl. Ihr Vater missachtete dennoch die Anweisungen und verfolgte sie weiter. So musste ihre Familie aus ihrer Heimat fliehen. Sie lebten in Notunterkünften. Ihr Vater fand sie immer wieder. Er wurde durch seine Moschee und mehrere muslimische Taxifahrer geschützt, die ihm immer wieder halfen, seine Familie zu finden. Sie erzählte mir, dass „die Polizei uns endlich Handys ohne Vorwahlen gegeben hat“.

Unsere mutigsten Lehrerinnen

Ich fragte sie, was ihr die Kraft gab, zu fliehen und andere Familienmitglieder zu retten.

„Eine Kombination von Faktoren. Vielleicht göttliche Führung“, sagte sie. „Das, und meine Großmutter mütterlicherseits, eine Katholikin, die mir sagte, dass ich meine Mutter retten müsse, dass meine Mutter mich niemals retten könne. Meine Großmutter besaß mehrere Unternehmen und hatte sich von zwei Ehemännern, die sie missbrauchten, scheiden lassen. Ich wurde auch von westlichen Filmen beeinflusst, vor allem von jenen, die zeigten, wie eine hoffnungslose Figur noch immer entkommen und erfolgreich sein konnte".

Erinnerungen an solche Fluchten vor Ehrengewalt und Ehrenmord sowie erfolgreiche Bewerbungen um politisches Asyl im Westen stellen fast ein neues literarisches Genre dar. Bekannt sind die von Ayaan Hirsi Ali (Somalia, Vereinigte Staaten), Latifa Ali (Kurdistan, Australien), Sunny Angel (Indien, Großbritannien), Sarbjit Kaur Athwal (Indien, Großbritannien), Nonie Darwish (Ägypten, Vereinigte Staaten), Yasmine Mohammed (Ägypten, Kanada), Jasvinder Sanghera (Pakistan, Großbritannien) und Samina Younis (Pakistan, Großbritannien). Ihre Geschichten sind haarsträubend, die Details über ihren täglichen Missbrauch fast surreal. Sie sind unsere mutigsten Lehrerinnen.

Seit 2009 gebe ich eidesstattliche Erklärungen für Frauen ab, die in den Vereinigten Staaten Asyl beantragen, weil sie glaubwürdig befürchten, dass ihnen ein Ehrenmord bevorsteht. Alle wurden bedroht, weil sie diese Entscheidungen getroffen haben.

So verließ zum Beispiel eine Muslimin aus Südostasien eine Zwangsheirat und kam nach Amerika, um ihren Doktortitel zu erlangen. Sie traf einen Studenten aus ihrem eigenen Land, der ebenfalls Muslim war, aber einer anderen Gruppe angehörte. Ihre Eltern drohten, sie zu töten (oder töten zu lassen), weil sie sich entschieden hatte, den „falschen“ Mann zu heiraten. Sie argumentierte, dass sie niemals sicher nach Hause zurückkehren könne. Ihr Asylantrag ist nicht entschieden.

Eine andere Frau, ebenfalls Muslimin, konvertierte heimlich zum Christentum. Sie musste sofort fliehen, als ihre große, mehrere Generationen umfassende Familie und Community in Europa davon erfuhr. Sie sagte, sie wolle „ihr Leben in Freiheit leben, ohne Angst haben zu müssen, dass meine Familie mich als Apostatin verfolgt und tötet“.

Ihr Asylantrag wurde bewilligt, und sie hat nun diese Freiheit.

Das Privileg, Asyl anzubieten 

Auf der Grundlage meiner Recherchen, Interviews und eidesstattlichen Erklärungen sollten westliche Regierungen Folgendes in Betracht ziehen:

Nicht jede Asylsuchende kann einen qualifizierten Anwalt finden oder sich leisten, der sie auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet. Sie ist vielleicht nicht in der Lage, die relevanten Einzelheiten zusammenzufassen, kann plötzlich anfangen zu weinen oder verstummen, durchlebt ihre Traumata wieder oder hat das Gefühl, „lügen“ zu müssen, um ihre beträchtliche Verlegenheit zu vertuschen. Ich schlage nicht vor, dass westliche Einwanderungsbeamte ihr beibringen, Unwahrheiten zu erzählen, sondern nur zu bedenken, dass eine solche Befragung eine gewisse Vorbereitung erfordern könnte. Jemand muss ihr helfen, ihre Geschichte auf eine verständliche und kohärente Weise zu erzählen.

Weibliche Interviewerinnen sollten damit beauftragt werden, diejenigen zu ehren, die vor einem Ehrenmord geflohen sind, denn es wird ihnen starke Konflikte bereiten, mit männlichen Einwanderungsbeamten über sexuellen Missbrauch und FGM (weibliche Genitalverstümmelung) diskutieren. 

Es wird für sie schon schwer genug sein, einem Ausländer und einem Ungläubigen beschämende Wahrheiten über ihre eigene Familie zu enthüllen – noch schwerer wird es für sie sein, über die Probleme von Frauen zu sprechen.

Nicht jede Frau wird Dokumente haben, die beweisen, wie sie bedroht wurde, wie eine Schwester Opfer eines Ehrenmords wurde, welchen Mann sie gezwungen wurde zu heiraten, usw. In Anbetracht dessen könnte ein Experte für Ehrenmordkulturen den Einwanderungsbeamten oder Richter über die Wahrscheinlichkeit beraten, dass die Befürchtungen dieses Antragstellers begründet sind.

Terroristische Organisationen, darunter Boko Haram, die afghanischen und pakistanischen Taliban, ISIS und Al-Qaida lehnen westliche Bildung, insbesondere für Frauen, entschieden ab. Sie befürchten genau solche Fluchten. Wir haben das Privileg, denjenigen, die vor solchen islamistischen totalitären Tyranneien geflohen sind, Asyl anzubieten.

Dieser Artikel ist in englischer Sprache zuerst auf algemeiner.com erschienen.

Foto: Phyllis Chesler

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Silvia Orlandi / 20.02.2020

Ich erinnere mich an eine pakistanische Schülerin mit Kopftuch, geringe Deutschkenntnisse aber sehr wissbegierig.Eines Tages kam sie verspätet , verheult und mit blauem Auge zum Unterricht. Sie erzählte folgendes: Ihre Mutter hatte sie nicht rechtzeitig geweckt, sie beschwerte sich und wollte einen eigenen Wecker damit sie pünktlich zur Schule gelange. Ihr Vater mischte sich ein ,meinte sie solle im Haushalt helfen, Schule sei für sie überflüssig. Sie beharrte auf Ihrer Forderung nach einemWecker und ihrem Recht zur Schule zu gehen. Daraufhin schlug sie ihr Vater zusammen, sie entwischte und lief zur Schule. Warum ich das hier schreibe? Ich bewundere den Mut dieses Mädchens und alle Frauen die so hart kämpfen für ihre Rechte. Wir dürfen sie nicht im Stich lassen.

Silvia Orlandi / 20.02.2020

Ähnlich wie zu DDR Zeiten, wollen alle Verfolgten nur raus und weg. Frauen haben es unter den Verfolgten besonders schwer. Man sollte die Deutschen Botschaften für Asyl Beantragende öffnen, Schutz gewähren und bei der Ausreise behilflich sein. P.S. Ich bin Feministin, nicht zu verwechseln mit den Gender**, gerade deshalb bin ich solidarisch mit allen Frauen, welche frei und selbstbestimmt leben wollen.  

giesemann gerhard / 20.02.2020

Aufpassen beim Helfen: Könnte als Volksverhetzung gewertet werden, genauso wie das Anprangern von Kinderehen. Sofern der Moslem der Täter ist. Denn das könnte die “psychische Stimmung gegen Menschen muslimischen Glaubens verschlechtern.” So begründet im Urteil 824 Cs 112 Js 101229/18(2) des Amtsrichters Dr. Bonkamp vom AG München gegen mich. Believe it or not, Herr Steinhöfel hat das vorliegen. Strafe: 20.000 Euro, kann also teuer werden. Allähuäkhbär.

Andreas Rühl / 20.02.2020

Wenn es nur um individuelle Schicksale geht, ist jedes Anständigen Meinung eindeutig. Aber so ist es eben nicht. Wer vor dem Ehrenmord flieht, möchte sich aus einem Gebiet entfernen, in dem die dort gültigen Normen seine Existenz bedrohen. Was heißt, dass wir jemanden, der in den USA einen Ehrenmord begeht und dort mit der Todesstrafe bedroht ist, Asyl gewähren müssten. Findet den Fehler. Sinnvoll ist das alles erst dann, wenn die Normen, fuer die die Autorin streitet, allgemein gültig sind. Das ist ein frommer Wunsch. Gesetze, Regeln, Normen sind kulturelle schoepfungen, Erfindungen also. Auch die Väter der USA glaubten an die unveraeusserlichen Rechte. Man kann auch nicht daran glauben. Wobei es schoen ist, wenn wir den Individuen helfen, noch schöner wäre es, wenn wir all den Staaten, die solches dulden, jedwede Unterstützung versagen, gerade weil sie einem anderen Glauben anhängen wie wir. Wirtschaftsboykott. Keine waffengeschaefte. Verbannung aus der Uno. Und so fort. Solange das nicht geschieht, ist die asylpraxis kontraproduktiv und verlogen.

Sirius Bellt / 20.02.2020

Schon die Überschrift regt mich auf. “Wir müssen helfen!” Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck. Also versuchen Sie es bei Ihren nächsten Artikeln vielleicht mal mit den Worten: Wir könnten oder sollten helfen. Vielleicht können Sie so mehr Menschen überzeugen. Ich wünsche es Ihnen. Mit freundlichen Grüßen

Marcel Seiler / 20.02.2020

Wenn die Autorin ihre Hilfe auf die Frauen beschränkt, die in unseren Gesellschaften leben, dann stimme ich ihr zu. Aber wir im Westen können nicht anfangen, uns für alles Unrecht (was wir dafür halten) zuständig zu fühlen: wir sind damit schlichtweg überfordert. Ich befürworte daher eine strikte Bekämpfung von Ehrenmorden usw. in unseren westlichen Gesellschaften, ohne den im Moment üblichen “Kulturrabatt”. Aber eine Hilfszusage an alle Frauen der Welt lehne ich ab.

Nico Schmidt / 20.02.2020

Sehr geehrte Frau Chesler, die meisten Leser dieser Seite werden Sie nicht überzeugen müssen. Was meinen Sie aber, wie weit das Wegschauen, das Relativieren und das Schönreden in Deutschland verbreitet ist. Ist eben ein anderer Kulturkreis und so. Wird schon nicht so schlimm sein. Wir haben da auch ein paar echte Vollblutpolitiker mit dieser Meinung am Start. Wenn dann was passiert, konnte man das ja nun wirklich nicht vorhersehen. MFG Nico Schmidt

Georg Caltern / 20.02.2020

Jeder Asylgrund wird missbraucht. Auch der Asylgrund „Flucht vor Ehrenmord“ wird missbraucht werden. Selbst wenn er, was rechtlich derzeit nicht möglich ist, auf Frauen beschränkt werden sollte, wird dann eben eine Frau vorgeschickt und nach ein paar Monaten holt die ihre angeblichen Ehrenmörder per Familiennachzug hierher. Was mich angeht so haben haben wir bereits mehr als genug Moslems und Mosleminnen hier und ich verliere nicht eine Sekunde Schlaf wegen irgendwelcher angeblicher Opfer meiner angeblichen Menschfeindlichkeit. Was hinzu kommt: Nach 30 Jahren feministischem Psychoterror tendiere ich dazu, jeden, wirklich jeden Vorschlag einer Feministin rundweg abzulehnen. Solche Vorschläge sind im bestenfalls nicht durchdacht und normalerweise eine Falle für Männer. Mein Gegenvorschlag: Mrs Chesler nimmt sich Frau Merkel zum Vorbild und beseitigt die Fluchtursachen. Falls sie dies in den Herkunftsländern tun will, werde ich 5€ für den Hinflug spenden.

Bernhard Idler / 20.02.2020

Dieser Artikel eine “Feministin” macht mich etwas ratlos. Gehört doch der Feminismus zu den Ideologien, die die Einwanderung der beschriebenen Ehrenmordkultur mehr als willkommen heißen. Was nützt das Asyl für verfolgte Frauen und Mädchen, wenn die geliebte, wachsende “bunte Vielfalt” die Verfolgung hier weitergehen läßt (wie im Artikel auch angesprochen)? Frankreich hat etliche Gebiete identifiziert, die Macron “rückerobern” möchte, wo der “Islamismus”, also der Islam herrscht. Frankreich, Belgien, UK und Schweden sind in der Hinsicht lediglich ein paar Jahre voraus. Als Zuflucht vor Ehrenmorden taugt das Abendland immer weniger, sie finden auch in Deutschland statt (in den Medien oft als “Beziehungstat” verklausuliert).

Fanny Brömmer / 20.02.2020

“Es wird für sie schon schwer genug sein, einem Ausländer und einem Ungläubigen beschämende Wahrheiten über ihre eigene Familie zu enthüllen – [...]” So lange die Betreffende die Menschen, von denen sie Hilfe will, als Ausländer und Ungläubige verachtet, darf sie gern bleiben, wo der Pfeffer und der Ehrenmord wachsen. Moslems mit Herrenmenschenwahn haben wir schon Millionen zu viel, und zwar beiderlei Geschlechts. Das Gleiche gilt für Leute ohne jegliche Papiere und Dokumente, die “lügen müssen”, um Asyl zu bekommen. Das ist die Methode der Abermillionen Illegalen, die seit Jahren ungehindert in Deutschland und vielen westeuropäischen Staaten einfallen. Die Ergebnisse erleben wir inzwischen minütlich. Moralische Erpressung wirkt nicht mehr.

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