Wolfram Ackner / 27.02.2017 / 17:44 / 3 / Seite ausdrucken

Eine ungehaltene Büttenrede

Von Wolfram Ackner.

Jetzt in der fünften Jahreszeit, da sind die Jecken ziemlich breit/
Nur so kann man sich ihn erklären, den "Mut", sich gegen "Hass" zu wehren/
zwar war's schon bei Napoleon Sitte, dat Jecken aufsteh'n gegen Tritte/
und doch - hier komm' die Unterschiede, es gab nur für den Kaiser Hiebe/
Napoleon wär total entzückt/dass man heut die Kleinen fickt/
und auch der Erich Honecker, tät sich mit Fasching nicht mehr schwer/
denn heute tät die Bütt nur knurren, gegen Klaus&Fritz, die murren/
ich dacht', es wird wohl langsam Zeit, zu klären die Begrifflichkeit/
es heißt:"wider den Stachel löcken", und nicht:"gekrönte Hintern schlecken"/
doch langsam lichtet sich das Bild, und alles ist nur halb so wild/
die Jecken sind, wie sich's gehört, wild, anarchisch, unbeschwert/
zeigen Humor, wie man ihn mag - sie sind halt nur im Bundestag/
dort auf den Faschings-Umzugskarren, da stehen Schmeichler, keine Narren

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Leserpost (3)
Erwin Gabriel / 28.02.2017

Tag gerettet - vielen Dank!!!

Andreas Damm / 27.02.2017

Sehr gut!!! Sehr wahr!!! Mehr muß man nicht sagen.

Herbert Gnauk / 27.02.2017

Hurra! Hurra!- der Ackner ist wieder da! Es bleibt bei mir, auch beim Lesen anderer Beiträge “auf der Achse” immer wieder die Frage offen, warum wir diese Büttenrede(n) nicht halten? Ich hätte nie gedacht, dass sich der im “Der Untertan” von Heinrich Mann, ich glaube 1914 das erste mal verlegt, dargestellte Charakter eines deutschen Staatsbürgers, so einfach auf die Zukunft übertragen lässt. Sein Heimatland verlassen, sollte nicht die Lösung sein, sondern immer und überall den Mund aufmachen und auf seine Meinungsfreiheit pochen. DANKE Herr Ackner Herbert Gnauk

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