Ulrike Stockmann / 09.05.2021 / 11:00 / 14 / Seite ausdrucken

Der Katastrophen-Kult: Raymond Unger über den „Verlust der Freiheit“

Der Bildende Künstler, Therapeut und politische Autor Raymond Unger beschreibt in seinem neuen Buch „Vom Verlust der Freiheit. Klimakrise, Migrationskrise, Coronakrise“, welche Mechanismen für den Katastrophen-Kult verantwortlich sind, der unsere heutige Gesellschaft beherrscht. Unger vertritt die Theorie, dass die Deutschen aufgrund des nicht verarbeiteten transgenerationalen Kriegstraumas eine kollektive narzisstische Störung als Abwehrstrategie entwickelt haben. Davon sei vor allem die Generation der Babyboomer betroffen, die unter emotional nicht verfügbaren Eltern (die im Krieg Kinder waren) litt. Der sich daraus ergebende „Wiedergutmachungs-Modus“ öffne Tür und Tor für ein Nichthinterfragen von autoritären Maßnahmen zum Abwenden (vorgeblicher) Krisen.

Das Buch „Vom Verlust der Freiheit. Klimakrise, Migrationskrise, Coronakrise“ ist hier erhältlich.

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Arthur Dent / 09.05.2021

Zum Thema mitmachen bei Masken, etc.: Natürlich halte ich vieles für Schwachsinn, aber das Problem sind die Strafen. Einen Nackten kann man nicht in die Taschen greifen, aber Menschen der Mittelschicht sehr wohl. Das begründet die geringe Gegenwehr.

lutzgerke / 09.05.2021

Ich bin mir nicht sicher, ob wir jetzt “Der Weg in die Diktatur” lesen sollten? Diktaturen sind Spiralen ohne Ende. Vermindern sie den Druck, gehen sie unter. / Der Putsch hat vor genau 30 Jahren stattgefunden. Vor 30 Jahren hat die Kohl-Regierung einen unterirdischen Tunnel nach Brüssel ins Grundgesetz gegraben, Artikel 23, und damit die Ratifizierung des Maastricht Vertrages möglich gemacht. Wenn die Bundesregierung sich aufs Grundgesetz einschwört, dann meint sie nicht die Grundrechte, sondern Artikel 23. Alles im Lot. Wir sollten einen Feiertag einrichten für 30 Jahre Odyssee, Unterdrückung und Ausbeutung. Wie analysierte der Vater des Euro, Theo Waigel, ganz richtig: “Hätten wir die Deutschen gefragt, hätte es keinen Euro gegeben”. Wen hat er dann gefragt?

Rainer Möller / 09.05.2021

Es tut mir leid, aber ein Trauma ist die Reaktion auf einen Stoß, den man selbst erlebt hat, das gilt auch für ein seelisches Trauma. Traumata kann man nicht erben. Rein theoretisch könnten die 1935-40 Geborenen Schäden erlitten haben, die zu Folgeschäden ihrer in den 60er Jahren geborenen Kinder führten. Trauma ist aber ein völlig unpassender Begriff dafür ... und was hat der Wiedergutmachungsmodus damit zu tun, ist der überhaupt ein generationales Phänomen?

Frank Holdergrün / 09.05.2021

Tatsächlich ist der Kapitalismus die einzige Form des menschlichen Zusammenlebens, also für mich und andere etwas leisten wollen. Herr Unger und seine Interviewerin tun das, sie sind härteste Gegner der dekonstruierten, hypermoralischen Menschen, die jegliche Verantwortung ablehnen und ihre Schuldreligion zelebrieren. Sie gehen den Verdrängungsweg, in Ermangelung von echten Argumenten werden andere einfach gecanceled. Jeder, der nicht denkt wie sie ist ein Unmensch. In den Händen des WEF und sonstiger NGOs sind sie sozialistisch dämliches Federvieh, dem ein neuer Hahn kräht. Sich den darunter liegenden Mist anzuschauen, dazu sind sie nicht mehr in der Lage, ihre Basis erkennen sie nicht mehr. Alles sei zu komplex, sagen Restle und Reschke, vertrauen sie uns, der neuen Bilderflut im ÖR und Leuten wie Reginald Becker.

F.Bothmann / 09.05.2021

Klasse! Ein Mann und eine Frau führen ein Gespräch. Ein toller Kerl und eine wunderschöne Frau. Das ist ja schon mal was Gutes. - Das Buch werde ich mit Neugierde lesen. Die C-Massenhysterie muss ja irgendeine psychologische Ursache haben. Die Ersatzreligiösität einer säkularen und hedonistischen Gesellschaft durch die Klima-Kirche und deren kultischen Handlungen - das kann ein Erklärungsversuch sein. Ich stimme Herrn Unger zu, dass die Erkenntnis über die gesellschaftliche Hoax nix für Ich-schwache Menschen ist. Da muss man auf einem festen geistigen Fundament stehen um das aushalten zu können.

Rolf Lindner / 09.05.2021

Mein kürzestes Gedicht: Wow - die Frau!

Sabine Lotus / 09.05.2021

Und wie billig das ist: Die Welt heute mal wieder so: “böseböse Ausländer” und das Publikum: “wuffwuff”. Preisfrage: Wer bekam den lecker Knochen, wer wirft ihn und wer wird gespalten?

Peer Doerrer / 09.05.2021

Was ist das jetzt ? Eine linksliberale Entschuldigung für die Zerstörung eines erfolgreichen Landes ? Erst Flüchtlingsrettung , jetzt sogenannte Einwanderer , es werden einfach Asyl - Gesetze außer Kraft gesetzt , rund 3 - 4 Millionen ( eine Million ist Lüge der Massenmedien ) Menschen ohne jede Kontrolle und Notwendigkeit ins Land gelockt dann sich selbst überlassen . Endresultat Einwanderung in die Sozialsysteme ! Klimakrise , ein krankes Kind ( Greta ) wird von dubiosen Hintermännern die mit CO2 - Ablasspapieren handeln ,  künstlich aufgebaut und weltweit zur Klimarettungsgöttin ausgerufen . Moderne Kernkraftwerke und fast neue Kohlekraftwerke ( in Millionenwerten) werden in Folge des Klimawahns abgeschaltet oder gesprengt . Windräder und Solarpaneele mit nur 8 -15 % Strom-ausbeute sollen die Grundlast eines modernen Hitec -Landes stemmen ? Die Gefahr von Blackouts der gesamten Stromversorgung bedroht uns täglich . Die Strom und Energiekosten im Inland steigen ins uferlose . Corona - Märchen : eine Welle mittelschwerer grippeähnlicher Viren werden als Jahrhundert - Pandemie ausgerufen . Das Land versinkt in Lockdowns , tausende Existenzen stehen auf dem Spiel , Millionen Arbeitsplätze sind gefährdet . Und das ganze wird mit Kriegstraumata erklärt ? Irrtum , hier sind linksradikale Kräfte am Werk , die mit diesen Krisen die bürgerlich -konservative Gesellschaft zerstören wollen . Fast 30 Jahre DDR haben mich gelehrt was hier wirklich abläuft , statt es ehrlich zu benennen wird das Problem nur verschoben , kleingeredet und kleingeschrieben .

Klaus Müller / 09.05.2021

Klima- oder Corona-panik durch eine Wir-werden-alle-eingesperrt-Panik zu ersetzen macht dann aucu keinen großen Unterschied. Wer panisch ist, ist für rationale Argumente, die die Panik lindern könnten nicht mehr empfänglich.

Thomas Bode / 09.05.2021

Wenn nur die Deutschen so irre wären, könnte man die deutsche Geschichte als Ursache annehmen. Aber es ist doch offensichtlich, dass in den USA und dem ganzen Westen,  große Minderheiten begeistert am eigenen Untergang arbeiten. Die Ursache liegt in der Phase von Perversion (ein Begriff den kritische Altgrüne jüngst aufbrachten), in die das linke und grüne Projekt eingetreten ist. Auslöser war wohl das Scheitern des realen Kommunismus, und die revolutionäre Unlust der Proletarier. Daher suchen sich die Linken, die charakterlich als Weltverbesserer zu definieren sind, neue Beglückungs-Ziele, Klima, Gender, Moslems, Afrikaner, usw… um die eigene innere Leere, Angst und Unzufriedenheit zu beschwichtigen. Und sie agieren auch ihre Rachsucht an der eigenen Unterschicht aus. Kapiert das endlich mal jemand? Vielleicht kommt auch eine Dynamik jeder hoch entwickelten Zivilisation hinzu, die Unfähigkeit zu akzeptieren, dass es nicht mehr sehr viel besser werden kann, weil schon fast alles erreicht wurde. Emanzipation ist zu 99% systemisch” erreicht, usw.. Da das Menschenleben aber per se leidvoll und beängstigend ist, will man nicht verzichten Heilung durch Politik zu erreichen, was aber vergeblich ist. Man lehnt den spirituellen Weg ab. Das geht einher mit dem Verlangen nach Ideologie, denn die wird als Legitmation gebraucht. Die unideologische Freiheit des demokratischen Staates erfüllt diese Gruppe nicht, die mal “progressiv” genannt wurde. Ach ja, schlichter Opportunismus der Mitläufer ist auch enorm wichtig. Ohne den hätten weder Hitler, Stalin noch PolPot “Erfolg” gehabt.

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