Augen zu, CDU!

Armin Laschet hat zehn Prozentpunkte Vorsprung versemmelt, weil er die Leute nicht interessiert, und er liegt fünf Prozentpunkte hinter dem Meister Proper der SPD (dessen Name mir gerade entfallen ist), aber Laschet hat noch eine Chance: Er braucht einen neuen Friseur, der ihm eine Glatze schneidet, damit die Wähler ihn mit O. Scholz verwechseln können.

Dazu folgende Richtigstellung: 

Im Fall Laschet kommt leider alles zu spät, weil: Er ist der falsche Kandidat mit der falschen Agentur, mit den falschen Themen und falschen Slogans. 

Beispiele: „Weil es um Menschen geht, wenn es um Deutschland geht.“ Aha und Helau, danke für die Klarstellung. Es geht also nicht um Hunde, nicht um Hamster, nicht um seltene Frösche. Nein – wer hätte das gedacht? Im Übrigen: Wenn’s um Geld geht, Sparkasse!

Der nächste Slogan: „Sicherheit ist, wenn ich mir über Sicherheit keine Gedanken machen muss.“ Das ist so tief, dass es von Prof. Sloterdijk sein könnte oder sogar von Prof. Finkielkraut. Man kann es weiterentwickeln: Frieden ist, wenn sich alle lieb haben. Essen ist, wenn der Pizzabote kommt. Unfall ist, wenn’s kracht. Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift (Original Otto Rehhagel). Heureka! 

Noch so ein CDU-Slogan: „Deutschland gemeinsam machen.“ Frage: Wie machen? Großmachen, kleinmachen, kaputtmachen, die Nacht durchmachen? Die CDU-Agentur Serviceplan bietet offenbar guten Service, aber wenig Plan. Um wieder mal Kurt Tucholsky zu zitieren: „Es reicht nicht, keine Ideen zu haben, man muss auch unfähig sein, sie umzusetzen.“ 

Immerhin: Für jede Lage gibt es das passende Motto. Wenn’s um Abstieg geht? HSV. Hotel? Trivago. Brille? Fielmann! Augen zu, CDU!

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Leserpost

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Tom Tompson / 12.09.2021

@g.schilling. Wenn die Leute wirklich für Deutschland gearbeitet haben und darum in Gefahr sind (aber auch wirklich nur dann) sollte man sie auch aufnehmen. Laschet ist mir alle mal noch lieber als die deutsche Variante von Maduro in der nächsten Legislaturperiode. Die Venezolaner konnten sich sowas auch nicht in dieser Geschwindigkeit vorstellen. Mit Laschet gibt es immerhin noch ein wenig Zeit für Deutschland aufzuwachen. Wir sollten uns nicht in Scheingefechte verwickeln lassen und gegen die linksgrüne gesellschaftszersetzende Agenda vorgehen. Die Pandemie ist zu einer effektiven Ablenkung geworden, um diesen ganzen *$#+@ durchzudrücken.

Tom Tompson / 12.09.2021

Ich bin wahrlich kein Freund von Laschet. Diesemal ist es wirklich: was ist das kleinste Übel. Auf niedrigem Niveau. Bei den RotGrünDunkelroten… In Venezuela konnte man sich einen so schnellen Zusammenbruch auch nicht vorstellen. Liebe Grüße von Maduro.

Detlef Fiedler / 12.09.2021

Herr Tiedje, auf der obigen Abbildung ist aber die Birne vom 100%-Buchhändler zu sehen. Der mit dem Geisterzug. Wenns um Spritzen und Aktienkurse geht - fragen sie ihren Bankkaufmann.

RMPetersen / 12.09.2021

“Er ist der falsche Kandidat (...) mit den falschen Themen ...” Weder die CDU/CSU, SPD, FDP noch die LInken/Grünen (- die kann ich nicht voneinander unterscheiden) sprechen wichtige Themen an. Und die AfD hat sich selbst in den letzten Jahren zerlegt, und die paar guten Leute, die auch noch überzeugen reden können, bilden kein Team. Das Programm ist zwar gut (- was ja auch die diesbezüglichen Empfehlungen des Wahl-o-Mat belegen), aber es fehlt an Gemeinsamkeit. Die Flügel-Streitereien sind genauso nervig und destruktiv wie die Streitereien zwischen Realos und Fundis bei den Günen in den 80ern.

S.Buch / 12.09.2021

Habe gerade einen Ausschnitt vom heutigen Triell gesehen. Laschet wird von einem der Hochstaplerin nach dem (Plapper-) Maul redenden AgitProp nach Herrn Maaßen gefragt und ob er ihn - entgegen Frau Priens Wahlempfehlung - wählen würde. Meine Güte, ist der Typ eine linksgrüne Knalltüte. Da schwafelt er wieder von „die Brandmauer gegen Rechts muss stehen“, während die Tore zur linksextremen SED offenbar weit offen sind, wenn diese nur von ihrer Position zur NATO abrückt. Mit dieser Flitzpiepe und seiner Kommunisten-CDU ist für das bürgerliche Lager absolut kein Blumentopf zu gewinnen, so viel steht fest. Nicht wählbar!

Bertram Scharpf / 12.09.2021

Falsch ist die Strategie der CDU nur, wenn man annimmt, daß die CDU die Wahl gewinnen will. Insbesondere für Frau Merkel hat dies nie gegolten.

g.schilling / 12.09.2021

Bei Luschet hilft auch kein Friseur mehr. Er hat fertig. Seine neueste wichtigste Frage ist: “Welches Bundesland möchte wie viel der ““Ortskräfte”” (aus Ramstein und Friedland) bei sich aufnehmen?” Wer so eine Frage im Wahlkampf, bei sinkenden Umfragewerten stellt, ist nicht nur bekloppt der ist nur ein Fall für die Gummizelle.

Dr. med. Jesko Matthes / 12.09.2021

Passend zum “Wahlkampf” der CDU: Der Spruch mit den “Ideen” ist von Karl Kraus. Von Tucholsky ist: “... Pleite erkennt man daran, dass die Bevölkerung aufgefordert wird, Vertrauen zu haben.”

Horst Jungsbluth / 12.09.2021

Die Union hat sich mit der Kanzlerin Merkel selbst ins Abseits gestellt und mit dem Kandidaten Laschet die Zuschauer, sprich die meisten Wähler restlos vergrault. Um beim Fußball zu bleiben, die Politik erinnert mich ganz fatal an Tasmania 1900 und die kamen auch aus Berlin. Leider gibt es keinen Schiedsrichter, der das irre Spiel einfach abpfeift, sondern es geht in die Verlängerung und statt Elfmeterschießen wird es ein böses Erwachen für (fast) alle geben, nur die “Strategen des Untergangs”, die Postenjäger und die üblichen Absahner werden sich die Hände reiben. Politiker ist wohl der seltsamste Beruf, den es gibt,  da ganz offensichtlich die meisten überhaupt nicht wissen und wohl ach gar nicht wissen wollen, wozu sie da sind und wofür sie bezahlt werden.

Uta Buhr / 12.09.2021

Wenn’s um Gedächtnisverlust (sprich Amnesie)  geht - OLAF! Einfach toll, wenn er nach der der Wahl auch vergessen hat, wohin er den Schlüssel zum Finanzministerium verlegt hat. Dann sind alle Unterlagen futsch, und wir leben ganz von Steuern befreit,  Paradiesisch. Also - Scholzi for Chancellor!

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