Henryk M. Broder / 12.09.2015 / 09:47 / 9 / Seite ausdrucken

Wir sind nicht die Guten, wir sind die Besten

Ich höre, wie der Vizekanzler „Wir schaffen das!“ sagt und die Kanzlerin „Das schaffen wir!“, wenn wir uns nur richtig anstrengen. Ich sehe, wie ein Promi nach dem anderen sich zu Wort meldet und seine Hilfe anbietet, um sich dafür feiern zu lassen. Wer eine Dachkammer frei hat und einen Flüchtling bei sich aufnimmt, versäumt es nicht, darüber gleich in „RTL exclusiv“ oder bei „Aspekte“ zu berichten. Wir sind nicht die Guten, wir sind die Besten. Das soll uns erst mal einer nachmachen.

Das sind keine Kundgebungen der Nächstenliebe, das ist eine Orgie der Selbstbeweihräucherung. Tue Gutes und rede darüber, dann kommst du in die „Gala“. Ein großer deutscher Vordenker hat einmal gesagt, es gebe „kein richtiges Leben im falschen“. Heute müsste man sagen: Man kann nicht mit dem Auto zu Aldi rollen, während andere zu Fuß um ihr Leben laufen. Mehr

Leserpost (9)
Dr. Christian Rother / 13.09.2015

Böse Zungen könnten Broder vorwerfen, er verfahre nach der Devise: “Nur nicht helfen. Man könnte ja als Gutmensch bezeichnet werden.” Die Flüchtlinge haben jedenfalls mehr von denjenigen, die ihnen helfen und sich dabei eventuell selbst beweihräuchern als von denjenigen, die sich zwar nicht selbst beweihräuchern aber auch nicht helfen.

Waldemar Undig / 13.09.2015

Ich würde auch sonst ersticken. Die Achse ist zur Zeit mein einziger Rettungsanker. Ich mache mir Sorgen um unser Volk. Mal Hysterie, mal Euphorie, aber nie einen kühlen Kopf oder gar eigenständiges Denken. Zum Glück finde ich das alles hier. Vielen Dank dafür, und macht bitte weiter so.

Regina Horn / 13.09.2015

Herr Weisshuhn: wenn man keine Argumente mehr hat, arbeitet man mit Unterstellungen. Wie schäbig.

Peter Weinert / 13.09.2015

Werter Herr Weisshuhn, ich weiß nicht ob Herr Broder Probleme mit der Kultur und Religion der “Flüchtlinge” hat. Wenn Sie sich die Vorkommnisse in und um die Flüchtlingslager anschauen, müßten Sie eigentlich merken, daß wir alle große Probleme mit den schon hier angekommenden haben. Diese Probleme werden sich mit dem weiteren Anschwellen der “Einwanderung”  weiter verstärken. Vielleicht sogar bis zu der Tatsache, daß die Eingewanderten dann irgendwann keine Probleme mehr mit den ursprünglichen Eingeborenen haben.

peter luetgendorf / 12.09.2015

Sehr geehrter Herr Broder, ich finde es auch ziemlich albern, wenn man zeitgleich über die Qualitäit von deutschen Waffen diskutiert und sich darüber politisch klar ist, sie niemals in einem Krisengebiet wie Syrien einzusetzen. Gruß Peter Lütgendorf

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