Rüdiger Stobbe / 26.07.2022 / 10:00 / Foto: Doenertier82 / 4 / Seite ausdrucken

Woher kommt der Strom? 28. Analysewoche 2022

Von den 43 Millionen Haushalten in Deutschland wird ein ein großer Teil mit Gas beheizt, Öl und Strom sind ähnlich teuer. Staatliche Unterstützung bei diesen um 300 Prozent und mehr gestiegenen Preisen würde das Land in den Ruin treiben.

Der Chart der 28. Analysewoche belegt den Zusammenhang zwischen Preisfindung an der Strombörse, dem Strombedarf und der Stromerzeugung mittels der regenerativen, „erneuerbaren“ Energieträger Wind- und Sonnenkraft. Vor allem der Samstag ist bemerkenswert, weil an diesem Tag gegenüber den übrigen Werktagen der Bedarf bereits wochenendmäßig gering und die regenerative Stromerzeugung in der Mittagsspitze fast ausreicht, den Bedarf zu decken.

Das hat wegen der zusätzlich aus Strom-Netzstabilisierungsgründen konventionellen Stromerzeugung eine Strom-Überproduktion zur Folge, die den Strompreis gegen Null fallen lässt. Am Sonntag ist ein sehr starker PV-Stromtag. Fast 40 GWh werden erzeugt. Allerdings ist die Windstromerzeugung wesentlich geringer als am Tag zuvor, sodass der Preis bei 40 €/MWh „hängenbleibt“. Bis auf den Montag wird jeden Tag über Mittag zu viel Strom produziert. Dieser Strom wird immer günstig abgegeben. Günstiger jedenfalls als der Preis, der für den Importstrom bezahlt werden muss.

Am 21. Juli 2022 gaben Klimaminister Habeck und der Präsident der Bundesnetzagentur Müller eine Pressekonferenz. Diese wurde von mir mit etlichen Zusatzinformationen dokumentiert. Auffällig war, dass Minister Habeck zum Beispiel in Sachen Strom-Netzstabilität alles andere als Sachkenntnis bewies. Der Deutschlandchef des Strom-Netzbetreibers TennetTim Meyerjürgens, gab einen Tag später der WELT ein Interview, das ebenfalls Zweifel an der Qualifikation für diesen hohen Posten aufkeimen lässt

450 Euro zum Leben – auf Hartz-IV-Niveau

Aufgrund der Verengung des Gasmarktes sind die Preise explodiert. Die Auswirkung dieses Sachverhalts auf eine 86-jährige Frau (Einkommen gesamt 1.200 Euro, in einer 55-qm-Wohnung mit 400 Euro Miete inkl. Nebenkosten ohne Heizung), die mit Gas inkl. Warmwasser beheizt wird. Der Abschlag für das Gas beträgt bis zum 1. August 2022 65 Euro/Monat. Kürzlich kam die Mitteilung des Gasversorgers, dass der Gaspreis von 0,05 Euro zum 1. September auf 0,18 Euro (von mir abgerundet) angehoben wird. Die Nachfrage beim Versorger, wie hoch der neue Abschlag anzusetzen sei, ergab diese Antwort. Man kann und sollte natürlich darüber nachdenken, was es für Einsparmöglichkeiten gibt. Die hängen am Ende auch vom Winterwetter ab. Doch auch dann wären die Gaskosten, wäre der Abschlag für die alte Dame nicht zu stemmen. Hinzu kommt mit Sicherheit eine Erhöhung des Stromabschlags in ähnlichem Umfang. Zur Veranschaulichung: 1.200 Euro Einkommen ./. 200 Euro Gas ./. 150 Euro Strom (geschätzt) ./. 400 Euro Miete. Bleiben 450 Euro zum Leben. Leben auf Hartz-IV-Niveau. 

Das Beispiel kann mit Millionen Haushalten hochgerechnet und vervielfacht werden. Es gibt 43 Millionen Haushalte in Deutschland, von denen ein großer Teil mit Gas beheizt wird. Bei Öl und Strom sieht es preismäßig ähnlich aus. Von Gewerbe, Handel und Industrie ganz zu schweigen. Die benötigen viel mehr Gas und Strom als die Haushalte (1/3 zu 2/3), um produzieren, um wirtschaften zu können. Eine tatsächlich wirksame Unterstützung des Staates bei diesen um 300 Prozent und mehr gestiegenen Preisen für alle „bedürftigen“ Verbraucher jeden Monat würde diesen in den endgültigen Ruin treiben. Da helfen ein paar hundert Euro Einmalzuschuss nichts. 

Bei der Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und dem daraus generierten Chart handelt es sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Nutzen Sie den höchst empfehlenswerten virtuellen Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.). Ebenso wie den bewährten Energierechner.

Schauen Sie sich an, wie sich eine angenommene Verdopplung (Original-Excel-Tabelle) beziehungsweise  Verdreifachung (Original-Excel-Tabelle) des Wind- und Photovoltaik (PV)-Stroms auswirken würde. Beachten Sie bitte, dass der Strom bei entsprechender Kennzeichnung im Chart (= 1) oft eben nur im Tagesdurchschnitt ausreicht. Das ist vor allem dann der Fall, wenn, wie an allen Tagen zum Beispiel der 18. Kalenderwoche oder aktuell auch in der 28. KW am Sonntag, die PV-Stromerzeugung stark bei gleichzeitig schwacher Windstromerzeugung ist. Da würde Strom zur Deckung des Bedarfs in Zeiträumen fehlen, an denen nur (schwacher) Windstrom zur Verfügung steht. Insbesondere in der Nacht.

Auch bei einer Verdoppelung oder Verdreifachung würde es nicht reichen. In der Vergangenheit war und aktuell ist die regenerative Stromerzeugung zur kompletten Bedarfsdeckung „Strom in Deutschland“ praktisch immer unzureichend. Dieser Chart belegt den Sachverhalt eindrucksvoll. Man erkennt darüber hinaus, dass zum Beispiel gut 40 Prozent regenerative Stromerzeugung im Jahr 2021 nur ein Durchschnittswert sind, und dass die 50 Prozent im Jahr 2020 trotz Zubaus weiterer regenerativer Stromerzeugungsanlagen durchaus nicht sicher sind. Der Wind, der Wind, das himmlische Kind, der Wind macht halt, was er will.

Der Chart mit den Import- und Exportzahlen sowie der Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz sind sehr erhellend. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft. Sehr bemerkenswert ist auch der Bericht des ZDF zum aktuellen Windkraftausbau, welcher in der Reihe ZOOM+ gezeigt wurde. Dass die Energiewende faktisch gescheitert ist, veranschaulicht Prof. Fritz Vahrenholt in seinem Vortrag beim „Berliner Kreis in der Union“.

Wie wollen die Deutschen leben?

Wie im Realitätscheck zur Energiewende angekündigt, erschien am 21. Juli 2022 der erste Teil der Analyse des Prof. Lesch-E-Auto-Videos, welcher im ZDF ausgestrahlt wurde.

Am 27. Juni 2022 ist der zweite Teil des Realitäts-Checks zur Energiewende von Professor Hans-Werner Sinn erschienen. Weiterhin lesenswert ist der Artikel vom 3. Juni 2022 der Enexion-Kolumne zur Energiewende: Energiewende & die Bundesnetzagentur, Politik und Gaswirtschaft. Sehr zu empfehlen ist das aktuelle Kompendium für eine vernünftige Energiepolitik der Bundesinitiative Vernunftkraft e.V. Es kann auch als Nachschlagewerk genutzt werden.

Die Werte des bisherigen Jahres 2022 belegen, dass die Energiewende kaum in den angestrebten Zeiträumen gelingen wird. Trotz weiteren Zubaus von Windkraft- und PV-Anlagen in Sachen regenerativer Stromerzeugung liegt die regenerative Stromerzeugung immer noch bei nur gut 50 Prozent. Auch im Bereich CO2 hat sich seit 2019 kaum etwas getan, wenn man vom ersten Corona-Jahr 2020 absieht. Es stellt sich die Frage, ob die deutsche Bevölkerung in der Mehrheit so leben will wie im Frühjahr 2020, dem Jahr mit wenig konventioneller Stromerzeugung wegen des Lockdowns und deshalb auch weniger CO2-Ausstoß. Dafür mit Arbeitsplatzverlusten, viel Kurzarbeit, Vereinsamung wegen mangelnder Mobilität. Jetzt droht die nächste Katastrophe, genannt Energiekrise.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche, möglich bis 2016, in der jeweiligen Tagesanalyse unten. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vor allem auch die Im- und Exportwerte. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Das Analysewerkzeug stromdaten.info ist ein sehr mächtiges Instrument, welches mit dem Tool „Fakten zur Energiewende“ nochmals erweitert wurde.

Falls Sie die Agora-Handelstage vermissen: Bitte die ebenfalls verlinkte Agora-Chartmatrix aufrufen.

Wichtige Info zu den Charts: In den Charts von Stromdateninfo ist Solarstrom gelb markiert und immer oben, oft auch über der Bedarfslinie. Das bedeutet aber nicht, dass dies der Strom ist, der exportiert wird. Im Gegenteil. Wegen des Einspeisevorrangs wird dieser Strom, genau wie anderer regenerativ erzeugter Strom, bevorzugt in das Netz eingespeist. Zum Export bleibt praktisch nur konventionell erzeugter Strom übrig, der immer allein aus Netzstabilisierungsgründen benötigt wird. Gleiches gilt für zusätzliche Stromsenken, umgangssprachlich Stromverbraucher genannt. Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge zum Beispiel erhöhen den Bedarf erheblich, so sie denn im geplanten Umfang realisiert werden sollten. Der hierfür zusätzlich benötigte Strom wird aber durchaus nicht regenerativ gedeckt. Die Sonne scheint nicht mehr und länger, der Wind weht nicht stärker, nur weil zusätzlicher Strom benötigt wird. Deshalb wird der zusätzlich benötigte Strom aktuell immer zusätzlich konventionell erzeugt. Jedenfalls so lange, bis der „massive Ausbau“ der „Erneuerbaren“ plus Speicher realisiert wurde und 100 Prozent grüner Strom nicht nur im Durchschnitt, sondern auch tatsächlich zur Verfügung steht, wenn er benötigt wird.

Tagesanalysen

Montag, 11.7.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 38,77 Prozent, davon Windstrom 8,3 Prozent, PV-Strom 18,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,27 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Heute ist die Windstromerzeugung über Tag schwach, die PV-Stromerzeugung für einen Sommertag ebenfalls. Zusammen mit der konventionellen Erzeugung wird der Bedarf so gerade gedeckt. Zumindest über Tag. Ansonsten wird hochpreisiger Strom importiert. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Juli ab 2016.

Dienstag, 12.7.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 44,64 Prozent, davon Windstrom 7,89 Prozent, PV-Strom 24,87 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,88 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Heute ist die PV-Stromerzeugung wesentlich höher als gestern. Die Windstromerzeugung bleibt weiterhin schwach. Die konventionelle Stromerzeugung produziert über die Mittagsspitze über den Bedarf hinaus. Der Grund ist die Tatsache, dass ein zu starkes Absenken der Erzeugung die nach Sonnenuntergang entstehenden Import-Strompreise in ungeahnte Höhen steigen lassen. Innerhalb weniger Stunden vor dem Sonnenuntergang ist ein so kräftiges Wiederhochfahren konventioneller Kraftwerke rein technisch nicht möglich. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Juli ab 2016.

Mittwoch, 13.7.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 48,31 Prozent, davon Windstrom 18,93 Prozent, PV-Strom 18,43 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,45 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Heute steigt die Windstromerzeugung über Tag so stark an, dass nur am Vormittag Strom importiert werden muss. Am Nachmittag gelingt es den konventionellen Erzeugern sogar, dass mit dem Einsatz von Pumpspeicherstrom die Vorabendlücke geschlossen wird, sodass keine Stromimporte notwendig werden. Den hohen Strompreis kassiert diesmal Deutschland. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 13. Juli ab 2016.

Donnerstag, 14.7.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,87 Prozent, davon Windstrom 20,47 Prozent, PV-Strom 20,28 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,12 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Heute fast das gleiche Bild wie gestern. Die konventionellen Stromerzeuger schaffen es wieder, die hohen Vorabendpreise zu kassieren. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 14. Juli ab 2016.

Freitag, 15.7.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 52,44 Prozent, davon Windstrom 20,52 Prozent, PV-Strom 20,38 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,55 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Heute gibt es über Tag keinen Windstromanstieg. So entstehen wieder zwei Stromversorgungslücken, die auch durch massiven Pumpspeichereinsatz nicht verhindert werden können. Gutes Geld wird trotzdem eingenommen. Die deutschen Stromerzeuger erhalten selbstverständlich die gleichen Preise, die Deutschland, die der Stromkunde für den Importstrom bezahlt, wenn dieser benötigt wird. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 15. Juli ab 2016.

Samstag, 16.7.2022: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 65,11 Prozent, davon Windstrom 29,54 Prozent, PV-Strom 23,58 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,99 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Zu Beginn des Wochenendes sorgen wenig Strombedarf, gute PV-Stromerzeugung und für einen Sommertag viel Windstrom dafür, dass (von 11:00 bis 16:00 Uhr) die regenerative Stromerzeugung nahe an den Bedarf heranreicht. Der Strompreis sinkt für diesen Zeitraum auf 0 €/MWh. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 16. Juli ab 2016.

Sonntag, 17.7.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,45 Prozent, davon Windstrom 8,78 Prozent, PV-Strom 31,12 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 13,55 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Bedarf sinkt nochmals. Die PV-Stromerzeugung ist noch stärker, aber die Windstromerzeugung ist gering. So fällt zwar der Strompreis. Immerhin werden diesmal die 0 €, sondern um 14:00 Uhr nur die 40 €/MWh-Marke erreicht. Zehnmal so viel und mehr kassieren unsere Nachbarn, die heute den dringend benötigten Strom zur Deckung der Vorabendlücke nach Deutschland liefern. Weshalb kostet der Importstrom am frühen Morgen nur – aber immerhin – die Hälfte? Der Bedarf, die Nachfrage ist in diesem Zeitraum geringer als am Vorabend. Der Preis wird von Angebot und Nachfrage bestimmt. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 17. Juli ab 2016.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier

Rüdiger Stobbe betreibt seit über sechs Jahren den Politikblog www.mediagnose.de.

 

In eigener Sache:

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Leserpost

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Thomas Brox / 26.07.2022

“Eine tatsächlich wirksame Unterstützung des Staates bei diesen um 300 Prozent und mehr gestiegenen Preisen für alle „bedürftigen“ Verbraucher jeden Monat würde diesen in den endgültigen Ruin treiben.”  Das ist böswillige Delegitimierung von Gottvater Staat. Die EZB druckt das Geld - alles ist gut. ++ Mit den Sanktionen schießt sich Dummland selbst ins Knie. Russland wird nicht den Bach runter gehen, sondern der Abstieg dieses grenzdebilen Landes wird sich beschleunigen.

Robert Korn / 26.07.2022

Wunderbar das Habecksche Gestammel über “Aufrecht erhalten der Netzspannung”. Spannung, Strom, Netzfrequenz, Leistung, ist doch eigentlich alles egal… Das sind so von alten weißen Männern erfundene Kategorien. Den Märchenerzähler kann sowas nicht beeindrucken. Und wir stehen vor einem Wintermärchen…

Dirk Badtke / 26.07.2022

Kein Wort zu den hunderten Millionen Tonnen in die Landschaft geschütteten Materials, Millionen Kilometer Verdrahtung, Umspanner etc., alle 20 Jahre neu? Die Linien des Grenznutzen sind lange überschritten. Alleine 120 GW, also das 1.5-2 fache der benötigten Leistung DEs sind an Wind und Sonne als Nennleistung installiert. Und mit jedem weiter ins nichts, wird natürlich der Nichtstrom auf den Strompreis umgelegt. Tatsächlich aber erzeugt die Lebensmittelverwesung (Biogasanlagen) 55% der gesamten “Erneuerbaren”. Eine Speichertechnologie ist bisher nicht in Sicht, Spinnereien mit Wasserstoff und Batterien sind energertisch und materialmassig nicht machbar. Wir haben hier einen der größten europäischen “Solarpark”, dieser hatte eine Batterie von 5000 kwh für 6.25 Millionen, also pro kwh 1250 €. Gefördert mit 2.5 Mill.€ und vor einem Jahr abgefackelt, die Feuerwehr ratlos. Tatsache ist, es gibt keine Planung dieses Projektes, es wird irgendetwas hingebastelt und es gibt auch keine verfügbare Speichertechnologie, es gibt deshalb auch kein Stromüberschuss aus dem man Gas in Heizungen ersetzt und Elektrofahrzeuge betreiben kann. Noch zum CO²-Märchen, von Maggie Thatcher in den achtziger Jahren erfunden, um die Kohlegewerkschafter unter Kontrolle zu bringen und die Kernkraft zu etablieren. Wer an die CO² Trumanshow glaubt, sollte sich gleich aus dem Kellerfenster stürzen, denn Indien, China und Afrika fangen gerade erst an, und den hier teuer gebauten Solar-und Windschrott kann sich dort keiner leisten. Die hier ablaufende Farce führt zur Deindustrialisierung und damit zur Vernichtung unseres Wohlstandes, zur stärkeren Umweltverschmutzung weltweit. PV-Anlagen werden zu fast 100% in China mit Kohle produziert, Windanlagen sind auch weg, Namen wie SOLAR-VALLEY oder SUN-CITY sind zu bewundern, dort sind Milliarden versenkt und Ruinen stehen umher. Es wird bei uns kräftig weitergemacht, EnBW hat gerade einen Solarpark fertig 122 ha (Gottesgabe), Klimapark Batzlow 36 ha etc.

Helmut Driesel / 26.07.2022

  Rein gefühlt sind in den letzten beiden Jahren keine Windräder dazu gekommen, die geernteten Erträge stagnieren. Die Solarzellen sind nach wie vor auf den Zenit ausgerichtet, weil die Investoren so die maximale Ausbeute erwarten. Die maximale Ausbeute fällt aber an sonnenreichen Tagen genau in die Zeit der niedrigsten Preise, es wäre also volkswirtschaftlich sinnvoll, auch Flächen gegen Osten oder Westen auszurichten oder eventuell Spiegel einzusetzen. Die könnte man auch in die Zellen integrieren, damit sie keine Windlast bilden. Ich habe das Gefühl, dass die Industrie die gesamte alternative Energietechnik halbherzig verfolgt und umsetzt. so, als würde die nächste Energiewende schon in der Luft liegen. Eventuell sogar eine Revolution?

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