Das Umweltinstitut München e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Es ruft zum „Klimastreik“ am 29. November auf, möchte den Betriebsbeginn eines slowakischen Atomkraftwerks verhindern und warnt vor der „Bombengefahr“ des Forschungsreaktors in Garching. Und es bittet um Spenden, um mehr „Aktionspakete“ mit Flyern, Plakaten und Aufklebern verteilen zu können.
Gelegentlich schreibt das Umweltinstitut auch Briefe. So zum Beispiel am 11. November an ein Münchner Hotel und Konferenzzentrum. Nicht, um dort Zimmer zu buchen oder eine Konferenz anzumelden, sondern: „Wir möchten Sie herzlich bitten, der Konferenz von EIKE keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, da diese Organisation gefährliche Propaganda verbreitet und unseren demokratischen Grundwerten entgegensteht.“
EIKE, das Europäische Institut für Klima und Energie, ist ebenfalls ein gemeinnütziger Verein. Die „gefährliche Propaganda“ besteht in wissenschaftlich begründeten Zweifeln an der Medienerzählung von der Klimakatstrophe, vom bevorstehenden Weltuntergang durch CO2 und von der einzig möglichen Rettung durch hüpfende Panik-Kinder. Darüber eine Konferenz in einem Hotel abzuhalten, keine Flughafenbesetzung, keinen Eingriff in den Straßenverkehr, sondern eine völlig gewaltfreie Konferenz, bei der Tatsachen analysiert und Bewertungen ausgetauscht werden, steht also nach Auffassung des Briefschreibers Dr. Hauke Doerk „unseren demokratischen Grundwerten entgegen“.
Der EIKE-Kongress soll am 22. und 23. November stattfinden, doch inzwischen hat das Hotel den Vertrag „aus Sicherheitsgründen“ gekündigt. Nachgeholfen hat bei dieser Entscheidung wohl die Tatsache, dass am letzten Samstag ein Flashmob von 15 bis 20 Personen mit Megaphon und Flugblättern in das Gebäude drang und ein impressumloses Flugblatt verteilte, in dem es hieß: „Wir wollen diese Konferenz nicht ungestört stattfinden lassen. Daher treffen wir uns am Freitag, den 22.11., um 7:30 Uhr am S-Bahnhof München-Riem!“ Wie es in diesen Kreisen mit dem Verständnis demokratischer Grundwerte steht, zeigt ein besonders aparter Vorwurf, der ebenfalls in besagtem Flugblatt erhoben wird: „Auch Teile der CDU, zum Beispiel in Thüringen, greifen auf Veröffentlichungen von EIKE zurück.“
Das Hauptverbrechen der EIKE-Konferenz
Die meisten der im Kongressprogramm angekündigten Redner sind renommierte Wissenschaftler – vom ehemaligen Leiter des Marine Geophysical Laboratory der australischen James Cook University über den emeritierten Inhaber des Lehrstuhls für Quartär- und Umweltgeologie an der Universität Bern bis zu Sonnenforschern des Danish National Space Centre und der Hebrew University of Jerusalem. Um diese Leute am Reden auf einer Fachveranstaltung zu hindern, genügt es in Deutschland, sie per Flugblatt einer „rechten Ideologie“ zu bezichtigen.
Das gemeinnützige „Umweltinstitut“ und die gewaltbereiten Flugblattverfasser (ob und wie sie miteinander zusammenhängen, kann nur die Staatsanwaltschaft ermitteln) sind aber bloß der exekutive Arm jener Medienindustrie, die sich in der Klimafrage seit langem als Einpeitscher betätigt. In diesem Fall war es ein Artikel des „Tagesspiegel“, der bereits vor zwei Monaten händereibend die Frage stellte: „Ob sich die Konferenz nun einen anderen Veranstaltungsort suchen muss, bleibt abzuwarten." Zuvor hatte der Tagesspiegel-Schreiber Paul Gäbler, der sich sonst um „Tiefgründiges aus dem Herzen Berlins“ kümmert, das Hauptverbrechen der EIKE-Konferenz benannt: „Als Redner geladen wurde unter anderem der Geologe Sebastian Lüning, der in seinem Buch „Die kalte Sonne“ die Behauptung aufstellt, die erhöhte Sonnenaktivität sei für die globalen Veränderungen verantwortlich. Diese Theorie wurde in der Wissenschaft eindeutig widerlegt.“
Es ist sicher eine Serviceleistung des Tagesspiegels, seinen Lesern mitzuteilen, welche aktuellen wissenschaftlichen Theorien „eindeutig widerlegt“ wurden. Aber dürfen irregeleitete Forscher nicht dennoch das Recht beanspruchen, ihre widerlegten Thesen mit Ihresgleichen zu erörtern? Gehört nicht gerade das zu den vielbeschworenen „demokratischen Grundwerten“?
Die wuchtig auftretende Arroganz der Blockwarte der korrekten Meinung speist sich offenkundig aus einer wachsenden Nervosität. Sie merken, daß das Volk zu murren anfängt. Zuviel Greta-Wahnsinn, Diesel-Wahnsinn, Strom-Wahnsinn – und zu real der bevorstehende Verlust an Arbeit, Rente, Zukunft. Aber in dieser Phase gehen sie aufs Ganze. Die EIKE-Mitarbeiter und ‑Gäste können froh sein, dass man sie bloß aus einem Hotel vertrieben hat. Denkbar wäre auch, dass Umweltaktivisten an die Taxi-Innung schreiben, um ihnen jede Beförderung zu verwehren, oder an die Stadtwerke, damit man ihnen Strom und Wasser abstellt.
Bis jetzt hat die Wirklichkeit solche Spottphantasien immer noch schneller eingeholt, als der Autor sein Hotel umbuchen konnte.
Beitragsbild: Jacek Halicki CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Der korrekte Titel dieses Artikels lautet: "Mob gewinnt – Wie Öko-Terroristen einen wissenschaftlichen Kongress behindern" Habt Ihr Angst, die Dinge beim Namen zu nennen ?
Ich verstehe nicht, warum die von "Aktivisten" bedrohten deutschen Vereine oder Parteien ihre Versammlungen nicht in das östliche Nachbarland verlegen. Stettin, Danzig, Breslau, Krakau, Warschau -- um nur ein paar Städte zu nennen, die bequem von Deutschland aus zu erreichen sind -- können es in Kongressinfrastruktur mit jeder deutschen Großstadt aufnehmen. Und mit linken "Aktivisten" aus Deutschland wird man bei uns in Polen schnell fertig, das hat die "Antifa" schon vor einiger Zeit in Warschau schmerzlich erfahren müssen (weswegen sie auch nie mehr wiedergekommen ist).
Der Kampf gegen rechts ist den Linken überlebenswichtig und wird von den Bundesregierungen seit 1998 gefördert. Es ist der gleiche Kampf, den auch (linke) Nazis führten, gegen rechts. Rechts, dort wo das freiheitlich gesonnene Bürgertum ist, welches bis vor wenigen Jahrzehnten noch auf dem soliden Fundament des (jüdisch)-christlichen Glaubens stand und Familie, Freiheit und Subsidarität pflegte. Dieses Rechts wird seit Bestehen der linken Irregeleiteten zunehmend bekämpft. Das bürgerlich Bollwerk zerbröselt, auch weil das Christentum entwertet wurde und vor allem deutsche Kirche aus monetären Gründen diesen Irrsinn unterstützen. Der Kampf gegen rechts ist ein Kampf gegen Freiheit und Demokratie. Ist das so schwer zu erkennen?
Solange die Opfer des Terrors nichts unternehmen, so lange bleibt der Terror bestehen und entwickelt sich weiter. Boykott und Wahrheits-Fakten müssen überall auf die Tische, an die Wände und in Leserbriefe sowie FB. 3-10 Mio Fb notas haben ihre Wirkung und können eben nicht mehr gelöscht werden.
@Rosemarie Könen - so wie Sie hat es noch niemand ausgedrückt. Ein Strauß Rosen von mir dafür, besser kann man es nicht zusammenfassen.
Hat Voltaire nicht dem Sinne nach gesagt: "Auch wenn ich deine Meinung nicht billigen würde, so würde ich doch mein Leben dafür geben, dass du sie sagen darfst." Wir fallen hinter die Aufklärung zurück, überlassen einer mittelalterlichen Religion das Feld und folgen den Wahnideen einer kranken Sechzehnjährigen! Ich fasse es nicht! Ist das jetzt ein Albtraum oder wahr?
EIKE wird in Wikipedia als das deutsche Zentrum der Klimaleugnerszene beschrieben. Da werden demokratische Regeln natürlich außer Kraft gesetzt. Logisch.