Von Manfred Gillner.
Heiko Maas hat die Verantwortung für seinen per Twitter und Facebook verbreiteten „Dank“ an die als linksextrem geltende Band „Feine Sahne Fischfilet“ auf sein „Social Media Team“ abgeschoben. Aber es gibt in seinem Ministerium gar kein solches Team. Das geht zumindest aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen vom November 2015 hervor. Darin steht:
BMJV hat für die Betreuung der Social Media Angebote des Ministeriums kein eigenes Social Media Team. Die Aufgaben werden innerhalb des Referats ‚Öffentlichkeitsarbeit: Internet‘ von insgesamt zwei Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen wahrgenommen, die überwiegend mit anderen Aufgaben des Referats befasst und im Bereich Social Media nur mit Zeitanteilen tätig sind.
Eine Person in der Referatsleitung ist nach Angaben der Bundesregierung zeitanteilig mit etwa 10 Prozent mit dem Bereich „Social Media“ befasst, eine weitere Person in der Sachbearbeitung mit etwa 25 Prozent. Es ist sehr unwahrscheinlich und widerspricht jeglicher Berufs- und Lebenserfahrung, dass das Lob für die umstrittene Band von dieser Zwei-Personen-Gruppe, die zudem auch nur am Rande mit den sozialen Medien befaßt ist, ohne Abstimmung mit dem Minister ersonnen und in die Welt gesetzt wurde.
Baron Münchhausen lügt sich so dreist durchs Amt, wie es das noch nie gegeben hat. Ob im Fall Range, bei Gina-Lisa oder dem Lob für die linksradikale, polizeihassende Punkband. Wenn Schavan und Guttenberg durch das Erschummeln ihrer Doktortitel dem Amt schon Schaden zufügten, sollte Heiko Maas ratzfatz seinen Hut nehmen, weil wir sonst zur Bananenrepublik und Lachnummer Europas werden.