„Die Sprache des Grünen Reiches“

Der Satiriker und Karikaturist Bernd Zeller liebt es, den alltäglichen Irrungen und Wirrungen der Sprache auf den Grund zu gehen. Für seinen neuesten Cartoon-Band „Die Sprache des Grünen Reiches“ hat er die schleierhaften Reden und verbalen Täuschungsmanöver unserer grünen Politiker (und Politikerinnen) genauestens unter die Lupe genommen. Vor allem der Satz „Sprache schafft Wirklichkeit“, mit dem der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck ein Kapitel seines Buches „Wer wir sein könnten“ betitelte, hat ihn nachhaltig inspiriert.

Getreu diesem Ausspruch erschuf auch Zeller seine eigene Wirklichkeit, und zwar in Wort und Bild. Das Ergebnis sind Karikaturen, die zuweilen wahrer als die Realität erscheinen. Sie sind buchstäblich wie aus dem Leben gegriffen und treffsicher im Witz, dabei schonungslos, ohne jedoch den Betrachter gleich in Verzweiflung zu stürzen. Denn Zeller beweist dank seiner Zeichnungen, dass Humor keine Gabe, sondern eine Einstellung ist, die vor allem dann nützlich ist, wenn es eigentlich wenig zu lachen gibt.

Bernd Zeller, geboren 1966 in Gera, war als Zeichner und Autor bereits für zahlreiche Medien tätig. Wie alle echten Künstler hat er zwar begonnen zu studieren (Medizin, Jura und Kunst), seine Universitätslaufbahn jedoch rechtzeitig abgebrochen. Die Erlebnisse aus dieser Zeit verarbeitete er in seinem Werk „101 Gründe, nicht zu studieren“. In der Harald Schmidt Show brillierte er jahrelang als Gagschreiber und Kolumnist „Unser Ossi“, bei den Satire-Magazinen „Eulenspiegel“ und „Titanic“ war er als Redakteur im Einsatz. Er veröffentlichte bisher unter anderem bei Spiegel Online, neues deutschland, Die Welt, Süddeutsche Zeitung, Thüringer AllgemeineBerliner Zeitung, Focus und auf Achgut.com

Aktuell wirkt er in seiner Online-Satire-Zeitung „Zeller-Zeitung“ sowie als weltweit führender Senior-Influencer auf YouTube. So beglückt er die Welt mit täglich einem Videobeitrag. Zeller:

 „Der bisher noch nicht von Youtube bekannte Cartoonist Bernd Zeller hat sich in diesem Segment neu erfunden und betätigt sich als Senior-Influencer mit Video-Ansagen, die man braucht, zum Beispiel dieser hier. Auf die Frage, ob es wirklich jeden Tag ein Video geben soll, reagiert Bernd Zeller ungehalten: 'Ich kann mit dieser Frage nichts anfangen; Tag ist ein soziales Konstrukt. Wer so fragt, ist nicht offen.' Nur gut, dass das niemand fragt.“

Bernd Zeller: „Die Sprache des Grünen Reiches", Solibro 2019 [Satte Tiere Bd. 9], ISBN 978-3-96079-065-5, Hardcover, 14,8 x 21 cm, 68 Seiten mit 59 Cartoons von Bernd Zeller, Originalausgabe, 16,00 Euro, hier bestellbar.

Foto: Bernd Zeller/Solibro

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C.S. Merten, Bonn / 14.04.2019

Niemand gibt uns unsere gestohlene Vernunft so schön zurück wie Bernd Zeller : “Ganz Berlin haßt die andere Hälfte” ist da an einem gezeichneten Laternenmast irgendwo in seiner “Zeller Zeitung” zu lesen und wer jemals in die Kommentarspalten des “Tagesspiegels” gesehen hat, dem leuchtet sofort ein, worin die tiefe Weisheit dieses Paradoxons liegt. Fünf Wörter braucht Zeller, um dieses ganze Greta- oder Antifanten-Gehabe ad absurdum zu führen. “Sind Deutschkurse noch zeitgemäß?” fragt die heutige Ausgabe und gibt folgende Antwort: “Immer mehr Zuwanderer scheitern an den zu hohen Anforderungen in den ihnen auferlegten Deutschkursen, was nicht nur mit der komplizierten deutsche Sprache zu tun hat, auch mit dem auferlegten Zwang, der Frust und Abneigung auslöst. Darum muss die prinzipielle Sinnhaftigkeit dieser Institution hinterfragt werden. Lohnt sich Deutsch hier überhaupt noch? Natürlich nicht, Deutsch ist das Bargeld unter den Sprachen: noch da, aber schon überflüssig. Die Zeit in den Kursen und das Engagement der Helfer wären besser anderweitig einzusetzen.” Mir jedenfalls geht es so: Wenn ich nach der “Zeller Zeitung” in die Tagespresse sehe, weiß ich oft nicht, ob ich noch bei Bernd Zeller oder schon bei Andrea Dernbach bin. Bei Zeller ist’s freilich bitterer Spaß, bei Dernbach indes bitterer Ernst. Uns allen aber sei unbedingt auferlegt, diesen luciden Mann täglich zu lesen, wo möglich zu kaufen, aber immer zu unterstützen. So viele seiner Art gibt es nämlich nicht mehr.      

Thomas Taterka / 14.04.2019

Das ” Grüne Reich ” schwadroniert zwar immer von ” gemeinsamer Zukunft “, meint aber ausgeklügelte Apartheid.

James Napier / 14.04.2019

“Die Sprache des grünen Reiches” übersetzen wir mal ins Lateinische: “Lingua viridis imperii” Victor Klemperer könnte es nur gutheißen. Auch Vera Lengsfeld dürfte ein dejavue-Erlebnis haben, wenn sie im Comicband die Zeichnung mit dem Fahndungsplakat an der Litfaßsäule sieht. Daran steht: “Gesucht. Hier könnte ihr Fahndungsfoto stehen”. Im Hintergrund sagt einer zum anderen: “Reg dich ab, das ist Kunst und betrifft nur die, die zu recht gemeint sind”. Es ist bemerkenswert, wie weit es in Deutschland schon wieder ist.

Peter Thomas / 14.04.2019

Bernd Zellers meist schemenhaft-flächige Zeichnungen sind das beste Substrat für die Brillanz und Luzidität seiner Kommentare: keiner erdolcht den totalitären Wahn eleganter und müheloser als er. Wenn die Merkel-Rothsche Staatssicherheit wieder mit dem Befüllen der Lager anfängt, könnte Zeller sich leicht in exponierter Position - z.B. als “Wandzeitungsredakteur” - wiederfinden.

Eberhard Berger / 14.04.2019

Eine der besten Karikaturen ist für mich die von der Verleihung des Hans-Joachim-Friedrichs-Preises, wo Bernd Zeller unsere Oberlehrerin Reschke sagen lässt: “Wir machen uns nicht mit einer guten Sache gemein. Wir sind die gute Sache.” Ein Volltreffer.

Lutz Herzer / 14.04.2019

„Sprache schafft Wirklichkeit“. Diese Erkenntnis Habecks ist nichts wirklich neues, war schon immer die Devise aller Gehirnwäscher und steht sinngemäß schon im Neuen Testament: “Im Anfang war das Wort…” (Johannes 1,1-4). Klar, wenn die Kanzlerin von Hetzjagden spricht, dann haben Hetzjagden stattgefunden. Wenn die Kanzlerin sagt, “wir schaffen das”, dann schaffen wir das, basta. Wenn die Kanzlerin sagt, “der Islam gehört zu Deutschland”, dann gehört der Islam zu Deutschland, u.s.w.u.s.f.. Wenn Barbara Coudenhove-Kalergi im Januar 2015 (!) sagt, “Europa bekommt ein neues Gesicht, ob es den Alteingesessenen passt oder nicht” (derstandard.at), dann bekommt Europa ein neues Gesicht. So, und jetzt kommt auch noch die Greta daher und sagt, “Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre!” Woody Allen würde dazu vermutlich sagen, “whatever works”.

Hans-Peter Dollhopf / 14.04.2019

“Das Ergebnis sind Karikaturen, die zuweilen wahrer als die Realität erscheinen.” Ja dann ist es Zeit, sich Zeit für Wittgenstein zu nehmen.

Frank Holdergrün / 14.04.2019

“Schleierhaften Reden der Grünen.” >>>>> Danke für diesen Begriff, der die Wesensverwandtheit der Grünen mit dem Islam treffend klammert. Bernd Zeller nimmt die totalitären Grünen meisterhaft auseinander, eine Religion, die Angst macht. Und wenig sonst. Schon das Vorwort von Norbert Bolz ein Genuss: „Die Grünen passen deshalb so gut in Talkshows, weil sie ihre Leidenschaft nicht durch Sachlichkeit verunstalten.“

Karla Kuhn / 14.04.2019

“Getreu dieses Ausspruchs erschuf auch Zeller seine eigene Wirklichkeit, und zwar in Wort und Bild. “ Das ist ihm hervorragend gelungen, das mit Roth gefällt mir besonders. Treffender gehts nicht. Ich liebe Karikaturen ! Das Kamel und die Karikaturen, zwei schöne Beispiele, wie man den Sonntag sogar politisch ertragen kann, ohne aus der Haut zu fahren.

Peter Groepper / 14.04.2019

Bernd Zellers blitzschnell aktueller Humor ist Extraklasse. Klar in der Birne. Politisch weder links, rechts, oben, unten sondern einfach nur: gesund - oder noch besser: nicht krank! Mit humorlosen Menschen ist der Umgang auf die Dauer meistens mühsam und unerquicklich. Selbst wenn man ihrer Meinung ist. Mit humorvollen Menschen ist der Umgang dagegen fast immer amüsant. Selbst wenn man nicht ihrer Meinung ist. Ein Leben ohne Humor ist möglich - aber sinnlos.

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