Sabine Drewes, Gastautorin / 15.09.2019 / 06:16 / Foto: Pixabay / 36 / Seite ausdrucken

Die Ballonflucht vor 40 Jahren

Heute vor vierzig Jahren, in der Nacht vom 15. auf den 16. September 1979, gelang es zwei Familien – vier Erwachsenen und vier Kindern –, die todbringenden Grenzsperranlagen zwischen Thüringen und Franken mit einem selbstgebauten Heißluftballon zu überwinden.

Die SED empfand dies – wenig verwunderlich – als eine Riesenblamage. Nicht nur, weil der Fluchtversuch der Familie Strelzyk mit dem ersten selbstgebauten Heißluftballon am 4. Juli 1979 gescheitert war, ohne dass die Stasi der versuchten „Republikflüchtlinge“ habhaft werden konnte. Blamabel empfand das SED-Regime die Flucht auch deshalb, weil sie nur drei Wochen vor den „Jubelfeiern“ zu „30 Jahre DDR“ unter dem Motto „Größte Leistungsschau des Sozialismus auf deutschem Boden“ glückte. Eine Flucht, die zuvor wegen ihrer Tollkühnheit in dieser Form wahrscheinlich nicht einmal für die SED-Genossen vorstellbar war. Sie wurde zweimal verfilmt (siehe hier und hier) und kam in die Kinos.

Die Geschichte dieser Flucht wahrheitsgetreu nachzuerzählen, ist nicht ganz einfach. Beide Familien haben teils unterschiedliche Erinnerungen und stellen ihren Anteil an der Idee und am Ballonbau zum Teil unterschiedlich dar. Einer der beiden Familienväter, Peter Strelzyk, verstarb im März 2017. Er kann sich nicht mehr äußern. Er war der in der Öffentlichkeit präsentere der beiden Männer. In dem 1980 erschienenen „Stern“-Buch von Jürgen Petschull, „Mit dem Wind nach Westen“ wird die Geschichte wohl mehr aus der Sicht der Strelzyks wiedergegeben. Lesenswert ist es trotzdem, ebenso das 1999 erschienene Buch von Doris und Peter Strelzyk „Schicksal Ballonflucht – Der lange Arm der Stasi“. Günter Wetzel erzählt heute auf seiner Webseite die Geschichte der Ballonflucht aus seiner Sicht; interessant sind dort vor allem auch die technischen Details zum Ballonbau. Das Prinzip des Heißluftballons ist zwar altbekannt, doch ihre praktische Umsetzung war für die Familien mit allerhand Schwierigkeiten und Tücken behaftet. Dass er am Ende erfolgreich gelang, grenzt in gewisser Weise an ein Wunder. Drei weitere Versuche, mit einem Ballon aus der „DDR“ zu flüchten, scheiterten am 10. April 1986, am 8. März 1989; und der letzte bekanntgewordene am 15. Oktober 1989.

Leben mit „zwei Gesichtern“

1979 ging die Nachricht von der geglückten Flucht in Windseile um die Welt. Die „New York Times“ schrieb nicht zu unrecht davon, „die Flucht zweier Familien mit einem Ballon [sprach] Bände über die politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Verhältnisse in der DDR“. Selbst der „Spiegel“ überschlug sich diesmal vor Begeisterung: „Die Ballonflucht stellt an schierer, vorbedachter Tollkühnheit nun wirklich alles in den Schatten, was unsere hochbezahlten Stuntmänner, Risikosportler und Abenteurer zu bieten haben.“ Peter Strelzyk hatte Petschull im genannten „Stern“-Buch (woher auch die beiden vorstehenden Zitate stammen) allerdings entgegengehalten: „Ist es heldenhaft, frei sein zu wollen?“ und fügte hinzu: „Unser Drang nach Freiheit war größer als unsere Angst.“ Später sagte er einmal, er würde es wieder so machen, während Günter Wetzel heute über ihren damaligen Mut staunt und sagt: „Ich bin froh, dass wir uns damals entschieden haben, aber mit dem Wissen von heute würde ich es nicht mehr machen, weil es zu gefährlich war“ (siehe hier).

Seit ich das erste Mal von dieser Ballonflucht erfuhr, hat sie mich über all die Jahrzehnte immer wieder berührt. Dieser Drang nach einem Leben in Freiheit und – relativer – Unabhängigkeit, der Wunsch, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, ohne sich selbst verleugnen oder sich immer wieder an ein Regime anbiedern zu müssen, das man verabscheute, all dies brachte mir mein eigenes Glück wiederholt zu Bewusstsein. Der Druck, sich anzupassen, war im „Goldenen Westen“ jedenfalls in keiner Weise vergleichbar mit dem Druck, der auf den Deutschen unter Hammer, Zirkel und Ährenkranz lastete. Selbst wenn man in das Leben unter dem SED-Regime hineingeboren wurde, wachten viele doch irgendwann auf und bekamen schmerzlich die Zerrissenheit zu spüren, die aus der äußeren Anpassung und dem inneren Rückzug ins Private resultierte.

Dieses Leben mit „zwei Gesichtern“ erscheint mir ungeheuer anstrengend und unbefriedigend. So schildert auch Günter Wetzel die Fluchtgründe: „Wesentliche Gründe waren, dass es nicht möglich war, öffentlich oder auch in kleinem Kreis seine Meinung zu äußern, da man nicht sicher sein konnte, ob nicht ein oder sogar mehrere Beteiligte Spitzel waren“. Peter Strelzyk äußerte sich sehr ähnlich: „Das war eine quälende Erfahrung, denn von Mal zu Mal wurde mir klarer, daß ich auf der falschen Seite der deutschen Grenze lebe. Ich bekam immer mehr Sehnsucht nach dem Leben im Westen, nach der Meinungsfreiheit, nach der Bewegungsfreiheit und nach den individuellen Entfaltungsmöglichkeiten, ohne den Druck eines Systems, das alle Bürger gleichmachen will.“ Zuerst sei der Fluchtgedanke rein theoretisch gewesen, doch je mehr Oberhand der Wunsch gewann, umso klarer sei ihm zugleich geworden, dass er es alleine nicht schaffen würde.

Ein Kunststück nach dem anderen

Günter Wetzel berichtet auf seiner Homepage, die Idee zur Ballonflucht sei indirekt von seiner Schwägerin gekommen, die schon 1958 in den Westen ging. Zufällig zu Besuch, brachte sie eine Zeitschrift mit, in der über das jährliche Ballonfahrertreffen in Albuquerque (USA) berichtet wurde. Daraufhin sei ihm der Einfall gekommen, dass eine Flucht mittels Heißluftballon eine der wenigen Möglichkeiten sei, die lebensgefährlichen Grenzsperranlagen mit Frau und Kindern zu überwinden. Seine Gedanken teilte er flugs seinem Freund Peter Strelzyk mit. Das war am 7. März 1978. Da sind sich beide Männer in ihrer Erinnerung einig: Das war ein Tag vor dem „Internationalen Frauentag“, der in der „DDR“ aktiv begangen wurde.

Günter Wetzel machte sich nach eigenem Bekunden an die Besorgung von Stoff und Garn, aus dem die erste Ballonhülle mit Hilfe einer alten Nähmaschine seiner Schwiegermutter, Marke „Gritzner“, ausgestattet mit Schwungrad und Fußpedal, zusammengenäht wurde. Dabei habe er sich für die Zuschnitte an den Fotos des Magazins orientiert. Der Stoff wurde in mehreren Bahnen zugeschnitten und zusammengenäht; das Volumen betrug geschätzte 1.800 Kubikmeter. Eine solche Stoffmenge unter den beengten Bedingungen im dritten Stock eines Wohnhauses – noch dazu unter einer Dachschräge – zu verarbeiten, erforderte schon einiges Geschick, um nicht den Überblick zu verlieren.

Während die Beschaffung des Stoffes laut Günter Wetzel nicht schwierig gewesen sei – anfangs seien sie mit der Stoffwahl noch nicht wählerisch gewesen – wird das im Buch etwas anders geschildert. Demnach sei es gar nicht so einfach gewesen, so viel Stoff auf einmal zu bekommen. Schließlich konnte nicht einfach im nächstbesten Geschäft in der Heimatstadt der beiden Familien in Pößneck nachgefragt werden. Weder in Rudolstadt, in Saalfeld noch in Jena sei man fündig geworden. Erst in Gera hatte man Erfolg. Auf die Frage der verdutzten Verkäuferin, wofür denn so viel Stoff benötigt werde, habe man geantwortet, man wolle den Stoff für einen Camping-Club haben; der Stoff – ein Futterstoff für Lederwaren – würde natürlich noch imprägniert werden. Der Stoff sei im Konsument-Warenhaus in ausreichender Menge verfügbar gewesen.

Das nächste Kunststück bestand darin, diese Stoffmenge unbemerkt nach Hause zu schaffen. Zur Erinnerung: Auf ein eigenes Auto konnte man gut und gerne zehn Jahre warten. Und ein Mietauto bekam man nicht einfach so, das musste angemeldet werden. Ob sie nun mit Peter Strelzyks altem Moskwitsch oder mit einem neuen, von Günter Wetzel gemieteten fuhren, bleibt unklar. Auf jeden Fall aber ist leicht nachvollziehbar, dass es nicht einfach gewesen sein kann, die riesige Stofffülle auf den Rücksitzen und im Kofferraum zu verstauen; nach Pößneck zurückzufahren und den Stoff auszuladen habe man sich erst im Schutze der Dunkelheit getraut. Allmählich wurde klar, dass für den Transport von Ballon plus Plattform, Brenner, Gasflaschen, und später noch einem Gebläse, eigentlich ein zweites Auto, auf jeden Fall aber ein Anhänger benötigt wurde.

200 Meter vor dem verminten Todesstreifen

Der erste Versuch, den Ballon auf einer vorher ausgekundschafteten Waldlichtung in der Nähe von Ziegenrück mit Luft zu füllen, scheiterte kläglich. Der Stoff erwies sich als zu luftdurchlässig. Also wurde er teilimprägniert und ein erneuter Versuch in einem Steinbruch in Döritz gestartet. Die Idee war, die Hülle an einer steilen Steinwand hochzuziehen und so mit Gas zu befüllen. Da der Verdacht bestand, dabei beobachtet worden zu sein, wurde der Ballon eiligst in den Anhänger geladen und der Ort schnell verlassen. Dabei wurde ein Teil der Hülle über den Boden gestreift und völlig zerfetzt. Um mögliche Spuren zu beseitigen, wurde die ganze Ballonhülle sicherheitshalber verbrannt.

Die Fluchtwilligen waren nun zwar um viel Geld ärmer (der Stoff habe 2.400 Mark gekostet), aber für den nächsten Versuch klüger. Für einen zweiten Ballon wurde Taftstoff in Leipzig aufgetrieben. Der Stoff für die ersten 900 von jetzt veranschlagten circa 2.200 Kubikmetern Volumen wurde anstandslos übergeben. Allerdings unterlief dabei ein Fehler, der den Familien zum Verhängnis hätte werden können: Sie zahlten per Scheck. Es wurde ein neuer Versuchsplatz gesucht, eine Waldlichtung, die den beiden Familienvätern als sicher vor einer Entdeckung durch ungebetene Gäste erschien. Doch auch diesmal wollte die Hülle sich einfach nicht aufrichten; ein Gebläse musste her. Schließlich „stand“ der Ballon. Aber vom Boden abheben wollte er nicht. Die Flamme des Brenners wurde immer kleiner. Die Leistung des Brenners erwies sich als nicht ausreichend. Der Druck war nicht stark genug.

Die erfolglosen Versuche veranlassten Günter Wetzel, sich von dem Plan zu verabschieden, mittels eines Heißluftballons zu fliehen. Auch seine Frau Petra beschäftigte der Gedanke immer wieder, was bei einem Unglück mit den Kindern passieren würde. Zu gefährlich, entschieden die Wetzels damals. Peter Strelzyk und sein ältester Sohn Frank tüfteln jetzt alleine am Ballon weiter. Die Strelzyks und Wetzels brachen den Kontakt zueinander ab, um die Wetzels nicht wegen Mitwisserschaft in Gefahr zu bringen. Tatsächlich wird es den Strelzyks gelingen, den Ballon in der Nacht vom 3. auf den 4. Juli 1979 startklar zu machen und problemlos von einer neu ausgekundschafteten Waldlichtung zwischen Oberlemnitz und Heinersdorf abzuheben.

Doch nach etwa 25 Minuten Flugzeit stieß der Ballon an eine Wolkendecke, geriet in einen Nebel und wurde nass. In der Folgezeit verlor er schnell an Höhe. Zwischen zwei hohen Tannen glitt die Gondel zu Boden. Die Familie wusste allerdings nicht, wo sie gelandet war – im Osten oder im Westen? Der Sohn sagte auf die Frage seines Vaters, sie seien 34 Minuten in der Luft gewesen; die Flucht in die Freiheit könnte also geglückt sein. In der Ferne entdeckte Peter Strelzyk einen hohen Zaun. Immer noch unsicher, wo der Ballon heruntergekommen war, wurde der Waldboden mit einer Taschenlampe angestrengt abgesucht. Und da sahen sie es: Stolperdrähte, die bei Berührung Alarm auslösen sollten, ragten aus dem Boden. Schließlich fand Frank Verpackungsmaterial von einem Toastbrot, auf dem stand: „VEB Nahrungsmittel…“ Die Strelzyks befanden sich nur etwa 200 Meter vor dem verminten Todesstreifen. Im Osten.

Der größte Heißluftballon Europas

Der Schock muss tief gesessen haben. Sie mussten sich schleunigst von der Grenze entfernen und das Sperrgebiet verlassen. Den Ballon konnten sie weder bergen noch mitnehmen. Schließlich gelangten sie zu einem freiliegenden Kartoffelfeld. Dieses musste ungesehen überquert werden. Wie durch ein Wunder gelang es ihnen, auch das fünf Kilometer breite Sperrgebiet unerkannt zu verlassen. Auf der verlassenen Waldlichtung fanden sie ihr Auto mitsamt Anhänger und Gebläse unentdeckt. In Windseile wurde alles verladen. Erschöpft und verzweifelt fuhr die Familie heim. Im Anschluss und aus Angst vor einer drohenden Festnahme, sobald der Ballon entdeckt wurde, versuchten die Strelzyks in Ost-Berlin, zur amerikanischen und chinesischen Botschaft Kontakt aufzunehmen, um mit ihrer Hilfe in den Westen zu gelangen. Erfolglos.

Am 23. Juli 1979 gestand Peter Strelzyk den Wetzels den missglückten Fluchtversuch, der im Thüringer Grenzgebiet schnell bekannt wurde. Am 14. August wurde offiziell in der „Volkswacht“ um Mithilfe bei der Aufklärung „einer schweren Straftat“ gebeten. Auf einem Foto wurden die gefundenen „Tatwerkzeuge“ präsentiert: „Montagezange (Wasserpumpenzange), Länge 250 mm; Taschenmesser mit einer Klinge und kombiniertem Schraubenzieher/Kronenverschlußöffner, grüne, leicht geriffelte Plastschalen; Barometer, goldfarbenes Gehäuse, auf furnierter Preßspanplatte mit 3 Bohrlöchern am oberen Rand; nullsteinige Taschenuhr, Hersteller: UMF Ruhla (ältere Ausführung)“. Ballon, Gondel und Gasflaschen blieben selbstverständlich unerwähnt. Der als „schwere Straftat“ umschriebene missglückte Fluchtversuch mit einem Heißluftballon sollte verheimlicht werden.

Jetzt war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Staatssicherheitsdienst auch die beiden Familien finden würde. Darüber waren sich die Strelzyks und Wetzels im klaren. Es gab nur einen Ausweg: einen dritten Ballon bauen. Aber losziehen und große Stoffmengen auf einmal kaufen, das ging nun nicht mehr. So musste mühsam der Stoff für das neu berechnete Volumen von circa 4.200 Kubikmetern an verschiedenen Orten und in verschiedenen Läden zusammengesucht werden. Günter Wetzel: „Wir mussten den Stoff für den Ballon in der ganzen DDR zusammenkaufen. Wir brauchten 1.250 Quadratmeter und konnten nicht mehr als 40, 50 Meter am Stück erwerben, ohne Verdacht zu erregen. Offizielle Begründung war, dass wir alles für eine Camping-Ausrüstung brauchten.“

Das Unterfangen war nicht nur nervenaufreibend, sondern auch teuer – Günter Wetzel beziffert die Kosten für die Ballons auf insgesamt 40.000 bis 50.000 Ostmark. Trotzdem gelang es, in der Schnelle den größten Heißluftballon Europas mit 25 Metern Höhe und 20 Metern Breite mitsamt allem Zubehör zu bauen. Für einen Test blieb keine Zeit; ein Loch in der Hülle konnte nur notdürftig geflickt werden. Beim richtigem Wetter musste die Chance sofort ergriffen werden. Um 1 Uhr nachts am 16. September 1979 waren beide Familien am Startplatz zwischen Oberlemnitz und Heinersdorf versammelt.

Unwahrscheinlich viel Glück

Der diesmal nicht ganz ruckelfreie Start blieb zum Glück ohne schwere Verletzungen. Obwohl das notdürftig geflickte Loch den Belastungen nicht standhielt, erreichte der Ballon eine Höhe von 2.000 Metern. Allerdings musste ununterbrochen geheizt werden. Die Windgeschwindigkeit betrug etwa 50 Kilometer die Stunde. Viele Lichter sahen die Flüchtlinge nicht am Boden, auch den Verlauf der Grenze nicht. Wie sie später erfuhren, sind sie praktisch direkt über dem Grenzübergang Rudolphstein hinweggeflogen; dabei wurden Scheinwerfer auf sie gerichtet, sie erreichten den Ballon allerdings nicht. Schließlich ging die Flamme des Brenners aus, und der Ballon ging zügig zu Boden.

Auch diesmal war nicht klar, wo sich die Familien nun befanden. Sie konnten alle die Gondel eigenständig verlassen, nur Günter Wetzel hatte sich, wie sich später herausstellte, einen Muskelfaserriss zugezogen, der im Krankenhaus behandelt werden musste. Nachdem die beiden Väter erst einmal die Gegend alleine in Augenschein genommen hatten, wurde ihnen schnell klar: diesmal hatten sie es geschafft. Sie waren im Westen. In einer Scheune sahen sie landwirtschaftliche Maschinen eines Typus, der sie eindeutig als westliche Maschinen auswies. Ein Polizeiauto kam in dem Moment vorgefahren, und einer der beiden Flüchtlinge fragte noch: „Sind wir hier im Westen?“ „Aber natürlich, wo denn sonst“, antworteten die verdutzten Polizisten, nur 10 Kilometer entfernt von der innerdeutschen Grenze.

Die beiden Familien hatten unwahrscheinlich viel Glück gehabt; die Geschichte hätte sehr übel ausgehen können, nicht nur wegen des Lochs in der Ballonhülle. Die Stasi war ihnen dicht auf den Fersen; nur sechs Tage später wäre es für eine Flucht zu spät gewesen. Man mag sich die Folgen für die Familien gar nicht ausmalen; ihr „Verbrechen“ war für SED und MfS unverzeihlich. Es reicht, zu erfahren, wie vor allem den Strelzyks nach der Flucht das Leben im Westen von der Stasi zur Hölle gemacht wurde. Nachlesen kann man das im erwähnten Buch „Schicksal Ballonflucht – Der lange Arm der Stasi“. Ein „guter Freund“ wurde als Informeller Mitarbeiter auf die Familie angesetzt. Nach dem Fall der Mauer verlangten die Strelzyks Akteneinsicht.

Der lange Arm der Stasi

Dabei kam ans Tageslicht, was die Familie bis dahin nur geahnt hatte. Die Stasi hatte es auf die körperliche und seelische Unversehrtheit und auf die berufliche Existenz der Strelzyks abgesehen. Mit diesem Schicksal standen sie nicht alleine; aber ganze 25 Kilogramm Akten zeugen einmal mehr von einem zutiefst menschenverachtenden System, das in jedem Andersdenkenden einen Feind sah, den es zu vernichten galt, auch im vermeintlich sicheren Westen. Die Strelzyks kehrten nach der Wiedervereinigung nach Pößneck zurück. Nach einem zähen Ringen gelang ihnen 1998 die Rückübertragung ihres Hauses.

Auf die Frage, ob sich die Flucht gelohnt habe, antworteten beide Familien dennoch unisono: Ja, auf jeden Fall. Sie hätten trotz allem im Westen gefunden, was sie gesucht hatten: die Freiheit. Ihnen sei dadurch ein Leben ermöglicht worden, das sie im unterdrückten Teil Deutschlands niemals hätten führen können; ihren Kindern wäre eine Zukunft in freier Entfaltung verwehrt geblieben. Das sieht auch der jüngste Sproß der Strelzyks so, der zum Zeitpunkt der Flucht 11 Jahre alt war: Hätten seine Eltern diese Flucht nicht gewagt, hätten sie zehn Jahre seines Lebens verschenkt. Deutlicher kann man seine Wertschätzung für ein Aufwachsen in Freiheit kaum zum Ausdruck bringen.

Aus Dankbarkeit für die Hilfsbereitschaft und herzliche Aufnahme durch die Bürger der Stadt Naila in Oberfranken, dem Ort, in dessen unmittelbarer Nähe der Ballon niederging, schenkten die beiden Familien dieser Stadt den Ballon gleich nach ihrer geglückten Flucht, am 21. September 1979. In der Urkunde steht jener bewegende Satz:

Möge der Ballon von der Stadt Naila für alle Zeiten als Zeichen eines ungebrochenen Willens zur Erlangung der Freiheit erhalten werden.“

Heute befindet sich der Ballon als Leihgabe bis Ende 2020 im Museum des Hauses der Bayrischen Geschichte in Regensburg.

 

Weiterführende Hinweise:

https://www.welt.de/geschichte/article181611328/Ballonflucht-aus-der-DDR-So-dramatisch-war-die-Flucht-wirklich.html

https://www.ballonflucht.de/home.html?content=home

https://de.wikipedia.org/wiki/Ballonflucht

https://www.bstu.de/informationen-zur-stasi/themen/beitrag/spektakulaere-fluchtversuche/

https://www.stasi-mediathek.de/fileadmin/pdf/dok1108.pdf

 

Ergänzung:

Das Museum Naila im Schusterhof informiert gerade über eine Sonderausstellung zu der Ballonflucht von 1979: 

https://www.museum-naila.de/wp-content/uploads/2019/08/40j-ballonflucht-web.jpg

Foto: Pixabay

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Leserpost

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Gert Köppe / 15.09.2019

Danke, Frau Drewes, das Sie mit diesem Artikel daran erinnern, wie “toll” doch der Sozialismus für die Menschen war, das ganze Familien sogar Leib und Leben riskierten, nur um dieser angeblich “besseren” Gesellschaftsordnung zu entfliehen. Man kann es gar nicht oft genug sagen. Jeder ideologisch “links verballhornte” Spinner sollte sich das intensiv reinziehen. Das ist das Ergebnis von dem, was er “erstrebenswert” findet. Vor Allem die, welche mit ihrem Ar….. im freien Westen gehockt haben und die ehemalige DDR als das bessere Deutschland angesehen haben. Sie hätten alle gern dorthin gehen können, aber das wollten sie wohl auch nicht. Es ist unmöglich wie heute diese Typen schon wieder versuchen den Sozialismus erneut salonfähig zu machen. Soviel Dummheit, Ignoranz und Dreistigkeit ist nur schwer auszuhalten. @Birger Goltz: Was diejenigen, in der Zeit nach Stellung eines Ausreiseantrages, bis zur evtl. genehmigten Ausreise, für Willkür und Schikanen ausgesetzt waren ist Ihnen wohl glatt entgangen? Oder glauben Sie wirklich das es bloß beim Verlust des Hauses blieb? Reichlich naiv, Ihre Sichtweise. Sie hätten sich mal, vor dem Kommentar, besser informieren sollen. Einigen Menschen wurde ihr gesamtes soziales Umfeld zerstört. Der Druck wurde ausgeübt, um die Leute zurück “auf Linie” zu bringen und dazu ihren Ausreiseantrag wieder “freiwillig” zurück zu ziehen. Nicht jeder wollte und konnte sich auch psychisch nicht diesem staatlichen Repressalien aussetzen und zog daher lieber die Flucht vor, auch unter Lebensgefahr.

H.Milde / 15.09.2019

@ A.Müller. Sic. Tausche bei der “Rede” des Expat- Barden die Wörter wie “Rräächts”, auch iS “Klääämaloiignärrrr”, “SUV-Fahrerrr”, “Äslamfeinde”, “Asöööl,- oder Frrämdänfainde” ,Rrrägärrrungskrääätäker” ua.,  gegen “Israääl/Joodä” , “Volksverrrrääter”, “Volksschäädling”, “Onwäärrtes Lääben”, “Entarrrtätä Konst” etc. aus. Voilá kein Unterschied mehr zu den berühmten Reden des GröFaZ und seinem demagogischen Hinkefuß erkennbar, und die jubenden Neo-HJ/BDM/FDJler*innen*diverse “lääben äähn mät haissän Härrzen”, offensichtich nur allzu bereit sich für Mutterfiguren, Grüne-Linke und Komintern 2.0 zu opfern, besser aber noch die “Rechten”- so.- über die Klinge springen zu lassen. SAntifa marschiert!  Mir graust´s vor solchen Künstlern, deren Genossen und Neo-Rotgardisten: “Heute Deutschland, morgen…......”

Stefan Hofmeister / 15.09.2019

@Birger Goltz Das ist eine dreiste Lüge! Ich habe Republikflüchtlinge unter meinen Freunden (übers Schwarze Meer). Wenn Sie das getan haben (Ausreiseantrag stellen), waren Sie sofort Paria und wurden bis hin zum Zwangsurlaub in Bautzen/Irrenanstalt und Entzug der Kinder (Heim für Schwererziehbare) gegängelt. Von einem menschenverachtenden Regime. Arbeiten Sie für die Stasistiftung von Kahane?

Helmut Driesel / 15.09.2019

  Es geht unvermeidlich auf den Jahrestag der großen friedlichen Revolution zu. Der frische Wind des Umschwungs bläst aus allen Knopflöchern. Ein frenetisch nachgefühlter Patriotismus strebt seinem Höhepunkt zu. Wie eine Welle im Hochwasser, wo noch keiner weiß, wo sie über die Dämme schwappen wird. Der Grat zwischen Bangen und Hoffen, zwischen Gram und Freude scheint um so schmaler zu werden, je weiter die freudigen Ereignisse zurück liegen. Es ist, als wäre damals ein Kind geboren in Analogie zur heiligen Nacht der Christenheit, nun stellt sich im Heranwachsen heraus, der Bub ist gar ein Sohn des Leibhaftigen. Die Freudetrunkenheit der Einheitsnacht war ein infames Manöver, um vom Kleingedruckten abzulenken. Nun heißt es, die Nerven behalten, sich nichts anmerken lassen. Es gilt das faule Spiel mitzuspielen, um nicht persönlich Schaden zu nehmen. Wenn ich solche gut geschriebenen Geschichten lese, frage ich mich jedesmal, warum ich nie auf solche Gedanken gekommen wäre, man hätte mir eine Fahrkarte in den Westen in die Hand drücken können, ich hatte nie die Hoffnung, es könnte mir “drüben” besser gehen. Und ich war nicht schlecht informiert, haben jeden Tag ein paar Stunden NDR oder RIAS gehört, im Auto unterwegs den Deutschlandfunk. Abends die normalen ZDF- Nachrichten. Es ging mir nicht sonderlich gut, aber ich kann Ihnen heute nicht sagen, warum ich nicht in den Westen wollte. Gelegentlich dachte ich für Momente daran, nach Großbritannien zu gehen. Das reicht heute als Material für einen Alptraum: Die Briten hätten mich empfangen mit dem Vorwurf, “Du kannst doch nichts, was willst Du hier, was sollen wir mit Dir anfangen?” Soweit konnte ich aber damals nicht sehen. Ich dachte etwa so: Alles, was Du brauchst, ist hier. Aber Du musst es Dir erkämpfen! Wenn es sein muss, einer gegen alle. Heute haben wir ein “Jeder gegen alle”. Es fällt mir schwer, den Fortschritt darin zu entdecken. Das Spielfeld ist größer geworden, der Feind unberechenbarer. Die Chance Null.

Norbert Höfs / 15.09.2019

Wow ! Was für eine Botschaft-Zitat-„Wesentliche Gründe waren, dass es nicht möglich war, öffentlich oder auch in kleinem Kreis seine Meinung zu äußern, da man nicht sicher sein konnte, ob nicht ein oder sogar mehrere Beteiligte Spitzel waren“. Peter Strelzyk äußerte sich sehr ähnlich: „Das war eine quälende Erfahrung, denn von Mal zu Mal wurde mir klarer, daß ich auf der falschen Seite der deutschen Grenze lebe. Ich bekam immer mehr Sehnsucht nach dem Leben im Westen, nach der Meinungsfreiheit, nach der Bewegungsfreiheit und nach den individuellen Entfaltungsmöglichkeiten, ohne den Druck eines Systems, das alle Bürger gleichmachen will.“ Wir schreiben nun das Jahr 2019 und sind sozusagen auf dem Weg, zurück in die Zukunft. Was will uns die Autorin mit dem Beitrag denn eigentlich mitteilen? Wer eine Tragödie überlebt hat, ist nicht ihr Held gewesen.  Helden waren doch diejeningen Bürger der DDR, die auch nach 1989 auf dem Gebiet der ehemaligen DDR geblieben sind. Nicht der Ballon ist heutzutage das Problem, denn Regierungen muss man wechseln wie Windeln-aus den selben Gründen.

Thomas Mueller / 15.09.2019

Leider kann man heute nicht mehr in den Westen abhauen, der Ballon wäre nicht das Problem.

August Klose / 15.09.2019

@Johannes Schuster Gut das Sie das hier mal auf intelligente Weise ganz klar stellen. Einfach in den Laden gehen, eine Enzyklopädie Luftfahrt und ‘ne Formelsammlung kaufen, Bollon bauen und dann losfliegen (ja ich weiß, beim Bollon heißt es fahren). Mann, hätten wir das schon 1975 gewusst, dann wären wir einfach in den Buchladen gegangen, hätten eine Verfassung gekauft (getarnt als Geschenk für eine Jugendweihe) und “Staatsbürgerkunde in Übersichten” und hätten Revolution gemacht. Statt dessen haben wir gewartet und gewartet…

Erich Schmidt / 15.09.2019

Ja, genau so war es. Heute haben die SED-Erben ganz plötzlich ihr großes Herz für Flüchtlinge entdeckt. Bis 1989 haben Vertreter dieser Partei noch auf sie schießen lassen. Wenn dann doch mal jemand die Flucht gelungen ist, dann wurde im Westen die Stasi auf ihn angesetzt um ihn physisch zu vernichten. Beispiele dafür gibt es mehrere.  Jeder, der in dieser Partei ist oder sie wählt rechtfertigt dies nachträglich und würde es heute wieder befürworten. Wie kurz ist das historische Gedächtnis von Wählern?

Johannes Schuster / 15.09.2019

Die vielen Fehlschläge zeigen aber auch hier eines deutlich: Die Deutschen haben ein Intelligenzproblem. Einen Heißluftballon zu konstruieren ist nicht sonderlich schwer (Dreisatzrechnen). Da holt man sich im Buchladen unauffällig eine Enzyklopädie der Luftfahrt (als Geburtstagsgeschenk getarnt) und eine Formelsammlung der Physik. In Deutschland ist alles immer irgendwie BER - von Halbheit und Geiz getragen wie auch die Entwicklung der Strahljäger eher an inneren Widerständen darbte als an den äußeren Umständen. Die Deutschen scheitern regelmäßig an sich selber.

Detlef Rogge / 15.09.2019

Aus meinen Erinnerungen „Hart an der Grenze“: “Die ersten Jahre nach dem Mauerbau sind mir noch in recht guter Erinnerung geblieben, wohl weil wir bis zu unserem Umzug 1964 von unserer Wohnung einen Logenplatz mit Blick auf die Grenzanlagen an der Bornholmer Straße hatten. Ich entsinne mich, in den Sommermonaten nachts bei geöffneten Fenstern, durch Salven von Maschinenpistolen aufgeschreckt zu sein; des Öfteren sorgte von Grenztruppen abgefeuerte Signalmunition für derart gleißend helle Illumination, dass unsere Wohnung bei Dunkelheit taghell erleuchtet war. Mein Vater, Angehöriger der West-Berliner Schutzpolizei, kommentierte derartige Vorkommnisse meist lakonisch: „Der Krieg ist noch nicht zu Ende.“ Auf dem begrünten Mittelstreifen der Bornholmer Straße mit der schon vor dem Mauerbau stillgelegten Straßenbahntrasse der Linie 3 sind mir mindestens zwei große Gedenkkreuze für getötete Flüchtlinge erinnerlich, die sich wohl mit letzter Kraft noch auf West-Berliner Gebiet geschleppt haben mussten. Mein Schulweg führte mich täglich an diesen vorbei; meine Freunde und ich nutzten sie gern zweckentfremdet als Torpfosten beim Fußballspielen…”

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