Der Nazi am Fenster

„Knoipper“ – wie er sich selbst nennt – versteht die (linke) Welt nicht mehr: Da hatte er für die Revolutionäre 1.-Mai-Demo, die unter seiner Wohnung an der Sonnenallee vorbeizog, extra ein Punklied mit dem Titel „Nazis raus“ auf laut gestellt. Zudem kleben an seiner Wohnungstür jede Menge Aufkleber der „Partei“ sowie der Slogan „FCK AFD“, um zu zeigen, dass er zu den „Guten“ gehört und „Antirassist“ ist – doch das nützte ihm alles nichts. Kaum tauchte er über den vorbeimarschierenden Demonstranten am geöffneten Fenster auf, ertönten schon die ersten „Nazi!“-Schreie, streckten Menschen, die ihn noch nie gesehen hatten, Stinkefinger zu ihm empor und begannen, Gegenstände nach ihm zu werfen.

„Knoipper“ lehnte sich empört hinaus, machte den „Scheibenwischer“ und rief „Ich bin doch kein Nazi“, nicht ahnend, dass ihn eine solche Beteuerung in den Augen der Antifa noch verdächtiger machen würde, denn das behaupten sie ja alle: die AfD-Wähler, die Querdenker, all die anderen alten biodeutschen Kartoffeln oder auch diese präfaschistischen Künstler, die die „Schäbigkeit“ besaßen, mit ihren zynischen Videos die Pandemiepolitik der Bundeskanzlerin zu kritisieren. Kurz darauf ging unter lautem Beifallsgejohle „Knoippers“ Fensterscheibe zu Bruch, und erschrocken zog er sich ins Innere seiner Wohnung zurück.

Ekelhaft, im Video zu sehen, wie sich dieselben „Revolutionäre“, die sich in ihrem Demo-Aufruf – einer Mischung aus mumifiziertem kommunistischem Pathos („Zu lange wurden unsere Körper und unsere Existenzen kriminalisiert, um den Ausbeutungsapparat des Kapitalismus durch immer wieder neue Formen des Imperialismus aufrecht zu erhalten“), Anbiederung an migrantische Communities („Yallah, Klassenkampf!“) und Gender-Konventionen („Laden wir alle Passant*innen ein, sich in unsere Reihen einzufinden!“) – in der imaginierten Opferrolle suhlen, zum blindwütigen Mob werden, wenn sie vermeintlich Andersdenkenden begegnen.

Offensichtlicher Fall von „Friendly Fire“

Wie bei denselben Leuten, die sich untereinander vor lauter „Woken“-heit bis zum Geht-nicht-mehr ausdifferenzieren, plötzlich „Diversity“ überhaupt keine Rolle mehr spielt und der Reiz „Weißer Mann mit Glatze“ reicht, um blitzartig Hassgefühle und Tötungsreflexe zu aktivieren – denn um nichts anderes geht es, wenn man aus wenigen Metern Abstand Flaschen und Steine auf einen Wehrlosen schleudert.

Dieser offensichtliche Fall von „Friendly Fire“ wurde auch von „Spiegel“ und Tagesspiegel“ aufgegriffen, unter dem Tenor „Er ist doch Antirassist und kein Nazi!“, während auf Twitter eine Diskussion darüber einsetzte, ob der Mann die Attacke nicht vielleicht doch verdient habe, da auf seiner Facebookseite nicht nur das Hakenkreuz, sondern auch Hammer und Sichel durchgestrichen seien: „Es wäre im Sinne der journalistischen Sorgfaltspflicht des TS (Tagesspiegel) gewesen, hier genauer hinzuschauen.“

Unstrittig scheint sowohl für die berichtenden Journalisten als auch für die meisten Twitterer zu sein, dass ein tatsächlich „Rechter“ sich keineswegs beklagen dürfte, wenn er tätlich angegriffen würde – wobei die Definitionsmacht für „rechts“ natürlich stets bei den Angreifern liegt.

Das Berliner Ritual der gewalttätigen Ausschreitungen rund um den 1. Mai gibt es seit 1987, als in Kreuzberg, ausgehend von einem linken Straßenfest, unerwarteterweise schwere Krawalle ausbrachen, die mit Plünderungen und Brandstiftungen einhergingen. Wer seitdem an einem beliebigen 1. Mai dort mal persönlich vor Ort war, kennt den Ablauf. Immer fängt es „bunt, fröhlich, vielfältig und friedlich“ an, und immer endet es in Gewalt, Zerstörung und allgemeinem Katzenjammer. Der politische Anspruch ist nur Fassade. Stets liegt schon ab dem Nachmittag zwischen Görlitzer Bahnhof und Hermannplatz eine gespannte Erwartungshaltung in der Luft, füllen sich die Straßencafes mit Schaulustigen, wird allseits ordentlich mit Alkohol vorgeglüht für die eigentliche „Party“ am Abend.

Pünktlich nach Anbruch der Dämmerung fliegen dann die ersten Steine und werden die ersten Barrikaden angezündet, als Auftakt für stundenlange Scharmützel mit der Polizei. So läuft es in jedem Jahr, mal mehr, mal weniger schlimm. Weder gutgemeinte Appelle linker Politiker noch sozialpädagogische Einhegungskonzepte konnten das verhindern. Kein Wunder, bietet doch das beliebte Ritual einem Großteil der Teilnehmenden, von denen viele sogar extra von auswärts anreisen, eine willkommene Gelegenheit, politisch korrekt (gegen „Bullen“ und „System“) die Sau herauszulassen.

Wenn es dunkel wird, kommen die Werwölfe

Sobald es dunkel wird, verwandeln sich dann betont „achtsame“ Soziologie-Studierende, die sonst jedes Wort auf die Goldwaage legen, in harte Straßenkampf-Werwölfe. Wenigstens einmal im Jahr „Revolution“ spielen, sich selbst und die eigenen Emotionen spüren, sich heiser schreien, gemeinsam mit Gleichgesinnten: „Ganz Berlin hasst die Polizei!“ Einmal im Jahr den ganzen aufgestauten Frust herauslassen darüber, dass man keinen Plan hat in seinem Leben, dass man auch mit Ende zwanzig immer noch auf die Eltern-Unterstützung aus dem westdeutschen Provinzkaff angewiesen ist, aus dem man leider stammt. Die Wohlstands-Kids von 2021 spielen in teuren Markenklamotten die echten „Riots“ von 1987 nach. Werden sie blöderweise beim Steinewerfen erwischt, flüchten sie sich sofort zurück in ihre Opferrolle, jammern über „Polizeigewalt“ und „Kriminalisierung“.

Lächerlich und zum fremdschämen wäre das, würde nicht wie in der obigen Szene das menschenverachtende Potenzial aufscheinen, das diesen Leuten innewohnt, wenn sie in der Masse auftreten. Was unterscheidet eigentlich den linksextremen Mob, der Steine schmeißt, Barrikaden und Autos anzündet sowie „Nazis“ jagt, von dem Mob, der 1938 durch deutsche Innenstädte zog, die Schaufensterscheiben jüdischer Geschäfte einwarf und deren Inhaber verprügelte oder umbrachte? Oder von dem Mob rechtschaffener Bürger, die mit Fackeln durch mittelalterliche Gassen zogen, um Hexen zu jagen und anschließend auf dem Marktplatz zu verbrennen? Die Frage ist ernst gemeint. Auch die Teilnehmer solcher früheren Mobs waren überzeugt davon, „gut“ zu sein und gegen das „Böse“ zu kämpfen. Und nur die wenigsten von ihnen waren aktive Täter, die meisten dagegen sensationslüsterne Mitläufer, Gaffer, Johler und Stinkefinger-Zeiger – beiderlei Geschlechts.

Der moderne linke Diskurs ist geprägt von der Identitätspolitik, setzt daher – auch mangels intellektueller Potenz – nicht mehr auf Analyse von Machtverhältnissen oder Systemstrukturen, sondern spaltet die Gesellschaft auf, filetiert sie anhand von Kollektivmerkmalen wie Hautfarbe, Gender/Geschlecht oder Religion. Das bekam nicht nur „Knoipper“ zu spüren, sondern kürzlich auch Hasnain Kazim, Ex-Spiegel-Korrespondent und ehemaliger Bundeswehroffizier. Kazim, groß im Austeilen ressentimentgeladener Verbalattacken zum Beispiel gegen „Ostdeutsche“ oder Spätaussiedler, aber auch mit Nehmerqualitäten, was derbe Kritik und Hassmails gegen ihn selbst betrifft, klagte kürzlich auf Twitter:

„In Debatten über das Thema Rassismus bekomme ich in diesen Tagen und Wochen immer häufiger zu hören, ich hätte überhaupt nichts zu melden, schließlich sei ich ein „Token“, „äußerlich PoC, aber innerlich weiß“, und was mich wirklich nachdenklich stimmt, ist, dass mir Leute vorwerfen, ich sei mit einer Weißen verheiratet und könne daher nicht die „Perspektive eines PoC“ einnehmen. Auch wurde mir zuletzt ernsthaft vorgehalten, ich sei nur „hellbraun“, also nicht dunkel genug, um über Rassismus sprechen zu dürfen. […] Ticken diese Leute noch ganz sauber?

Eine sehr berechtigte Frage. Und gut, dass jemand wie Kazim ins Nachdenken kommt (leider erst, wenn er selbst von Ausgrenzung betroffen ist – „Token“ soll heißen: Alibi-Migrant, Kollaborateur, Verräter). Denn wer beginnt, über sich selbst zu reflektieren und eingefahrene Standpunkte infrage zu stellen, wird zum Individuum, wird menschlich. Wer dagegen mit dem Mob (jedweder Couleur) brüllt und marschiert, entmenschlicht sich.

Wer Menschen als „Nazis“ abstempelt, die sich gegen die Euro-, Energie-, Migrations- oder jetzt auch Coronapolitik der Bundesregierung unter Angela Merkel positioniert haben, weil er für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit ihnen zu faul oder zu beschränkt ist, leistet dem gewalttätigen Mob Vorschub. Auch hier werden aus Worten Taten. Ganz abgesehen davon, dass das geistlose Einprügeln mit der Nazi-Keule auf Andersdenkende die Verbrechen der Nationalsozialisten verharmlost und das Andenken an deren Opfer entwürdigt.

Die stets unschuldig wirkenden sozialistischen Verheißungen

Das Defizit der Linken an Selbstreflexion und echter Selbstkritik schreit mittlerweile zum Himmel. Was auch daran liegt, dass ihr der Mut fehlt, das eigene desaströse Scheitern zu analysieren. 70 Jahre Sowjetunion mit Millionen Opfern des Stalinismus, 40 Jahre Völkergefängnis in Mittel- und Osteuropa sowie die zweite Diktatur auf deutschem Boden mit Unterdrückung und Misswirtschaft wurden großenteils verdrängt und tabuisiert, die Lehren daraus nicht gezogen. Eine politisch nur einseitig informierte Jugend muss ja den Eindruck gewinnen, die seit 80 Jahren nicht aussterben wollenden Nazis und andere „Rechte“ seien die einzige Bedrohung unserer Demokratie. So fällt jede junge Generation aufs Neue herein auf die stets unschuldig und frisch wirkenden sozialistischen Verheißungen.

Ein erfolgreiches Antidot ist immer noch das autobiographische Jahrhundertwerk „Die Revolution entlässt ihre Kinder“ von Wolfgang Leonhardt. Es beschreibt die allmähliche Desillusionierung eines jungen kommunistischen Emigranten, der 1945 aus Moskau nach Deutschland zurückkehrte, um beim Aufbau des Sozialismus zu helfen. All das, was bei dessen deutschen Fans bis heute nahezu ungebrochen und unbewältigt wirksam ist, bezeugt Leonhardt aus eigener Anschauung: Lüge und Täuschung als Wesenselemente kommunistischen Machtstrebens, die Versuche, Geschichte im eigenen Sinne zu verfälschen, die Bestrebungen, Andersdenkende einzuschüchtern und auszugrenzen, um sie nach ihrer physischen Liquidierung schließlich sogar von Fotos und aus Büchern wegzuretuschieren, als hätten sie nie existiert – alles im Namen von „Gleichheit“ und „Gerechtigkeit“, für das „Wohl der Menschheit“ und das zukünftige kommunistische Paradies auf Erden. „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“, zitiert Leonhardt seinen Chef Walter Ulbricht.

Die Lektüre dieses Buches wäre auch den Teilnehmern der Revolutionären 1.-Mai-Demo zu wünschen. Damit sie aufhören, hinter fremden Fenstern krampfhaft nach „Nazis“ zu suchen. Und endlich einmal in den eigenen Spiegel schauen.

Foto: Christian Engels / Frankfurter Klasse

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Leserpost

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A. Adam / 06.05.2021

Angesichts der linken Unfähigkeit zu echter Selbstreflexion und -kritik geht mir das alte Bibelwort aus Matthäus 7.3. durch den Kopf: “Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?” Die Linken werfen den Andersdenkenden vor, sie seien menschenverachtend, rassistisch, ausgrenzend usw. Selber aber betreiben sie eine menschenverachtende Bekämpfung Andersdenkender (“Nazi”) bis hin zu Übergriffen auf Eigentum, Leib und Leben, leisten sich permanent rassistische Attacken (“alter weißer Mann”, usw.) und üben sich fleißig und stetig in Ausgrenzung vom Allerfeinsten (Cancel, Culture, Umgang mit der AfD etc.). Wie konnten sich diese heuchlerischen, verlogenen und oft auch schlicht dummen Gestalten so ungehemmt in unserem Land ausbreiten und hier alles unter ihre Kontrolle bringen? Die traurige Antwort auf diese Frage muss vermutlich lauten: Weil die Menschen so sind, wie sie sind. Viele, wenn nicht die meisten, sind Mitläufer, Denkfaule, unkritisch Gläubige, Lügner, Denunzianten, Neider, Hasser, Gewalttäter usw. Dass sich die gegenwärtige Unkultur so rasant ausbreiten konnte, wirft wahrlich kein gutes Licht auf das Menschengeschlecht. Die “Nie wieder!”- und “Wehret den Anfängen!”-Schreier tun gegenwärtig genau das, was sie angeblich mit ihrem Linksstaat für alle Zukunft verhindern wollten. Sie tun das, weil sie nicht erkennen, dass es zwischen braunem und rotem Sozialismus keinen nennenswerten Unterschied gibt, dass die Methoden und die Folgen immer die gleichen sind, und die einen nicht besser als die anderen.

Tobias Kramer / 06.05.2021

“Es wäre im Sinne der journalistischen Sorgfaltspflicht des TS (Tagesspiegel) ...” Tagesspiegel und Journalismus. You made my day.

M. Quadermueller / 06.05.2021

Da bekommt doch ganz schnell den Eindruck, daß es NICHT den Falschen gestroffen hat ;-).

Thomas Taterka / 06.05.2021

Die Avantgarde dieser Bewegung hat sich,  ganz zeitgemäß, vom eigenen Fußvolk abgesetzt und jagt jetzt ” die Nazis” auf dem Fahrrad im Villenviertel Grunewald. Was der Meute auf der Sonnenallee an Verstand fehlt, wird dort durch dreisten Ehrgeiz wieder gutgemacht. Hausfriedensbruch und Neulackierung eines Fahrzeugs ist NICHT friedlich .

Ben Wert / 06.05.2021

Der schwarze Block: 90% Milchbubis, die den weiblichen Teilnehmerinnen der Demo mit ihrem “Kampfesmut” imponieren wollen. Dem Mann am Fenster nützen auch die linkesten Aufkleber an seiner Tür nichts, sein Problem: Er ist ein alter, weißer Mann.

lutzgerke / 06.05.2021

„Ganz Berlin hasst die Polizei!“ - das ist doch ein gutes Zeichen? ACAB! Das ist ja nicht nur in Berlin so. 17.4.20 “Pflastersteine gegen das Wahlkreisbüro des SPD-Bundestagsabgeordneten Helge Lindh.” 7.10.20 “Nach einem Angriff auf ein Polizeigebäude in Berlin-Lichtenberg und das Amtsgericht ... Auch ein SPD-Büro in Neukölln wurde attackiert.” 5.3.21 ... “Das bestätigte auch die Polizei. Am häufigsten waren die SPD (27 Angriffe) und die AfD (11) Ziel dieser Beschädigungen.” 14.1.16 “... Seit Wochen hetzen Linksextreme gegen den Berliner SPD-Politiker Tom Schreiber.”  Im Übrigen kippt auch in der Scene die Akzeptanz der Dauerquarantäne. / Im “Paradies” gibt es nur Verräter. Alte Faustformel vom Josef. / Was mir völlig fremd ist, daß sich gewisse Kreise öffentlich so gerne zur Zielscheibe machen müssen? Die Verwirrung wäre schnell beendet, würde dem Mainstream die Aufarbeitung überlassen. Kein Sorge, der meldet sich schon. Einer genaueren Analyse und der Konsequenzen enthalte ich mich.        

Olaf Reymann / 06.05.2021

Zum Prädikat des “Nazi” kommt man heutzutage schneller als zu einem Impftermin. In Schleswig geschah es beispielsweise (laut einer Meldung der Sh:z), dass “Aktivisten” das Hinweisschild eines Fischers zerstörten, der selbst gefangenen Fisch an der Schlei verkauft und auf das Schild schmierten: “Wer Fisch isst, der ist ein Nazi”. Ich weiß nicht, welche Krankheit die Leute haben. Aber ich möchte sie nicht haben.

Hubert Appenrodt / 06.05.2021

„(…) Kein Wunder, bietet doch das beliebte Ritual einem Großteil der Teilnehmenden, von denen viele sogar extra von auswärts anreisen, eine willkommene Gelegenheit, politisch korrekt (gegen ‚Bullen’ und ‚System’) die Sau herauszulassen.“ Zum bewährten Ritual gehört auch in jedem Jahr das mediale Schweigen aller Gesinnungsgenossen in den Redaktionen von Presse, Hörfunk und Fernsehen am darauffolgenden Tag und im Merkel-Seehofer-Berlin das Auflegen neuer millionenschwerer Regierungsprogramme gegen Rechts für die Randaleteilnehmer, für die Akademiker unter ihnen ebenso wie für Schulabbrecher der deutschen demokratischen Antifa.

Jana Hensel / 06.05.2021

Und was macht derzeit die CDU? Nachdem nun der Staatssicherheitsschutz neuerdings wegen staatsfeindlicher Hetze ermitteln darf, wird dem Innengeheimdienst ein weiteres Schwert geschmiedet. Man will die Stasi 2.0. In Gestalt des innenpolitischen Sprechers der Unionsfraktion, Mathias Middelberg bewirbt sie ein neues Trojanergesetz zum Bespitzeln der eigenen Bürger.  Sie solle ein zentraler Baustein bei der Zitat „besseren Bekämpfung von Rechtsextremismus und Islamismus“ werden.  Bezeichnend ist das Weglassen des gefährlichsten da am meisten Einfluss gewinnenden Extremismusses, deren Vertreter nicht nur in den Reihen der Grünen, Linken, SPD und hunderten von NGOs mit hunderten von Millionen an Steuermittel gemästet werden und Schlüsselpositionen bei Verlagen und Pressekonzernen sowie bei ARD und ZDF besetzen, sondern offenbar auch bereits die Eingeweide der Merkel-CDU befallen haben. Linksextremisten werden von solchen “CDU"lern also explizit nicht ins Visier genommen. Man muss schon extrem dumm (dafür steht wohl das “D”) sein, um dieses Kuscheln der MerkelDU und auch der China-Sozialistischen Union Södolfs mit Linksextremisten zu übersehen. Klarer kann man den Rutsch dieser Partei in den linken Gossengraben nicht vor Augen geführt bekommen.

S.Niemeyer / 06.05.2021

Das empfohlene Antidot ist für diese Klientel leider nicht geeignet, die Lektüre eines lebensklugen Buches mit 700 Seiten würde sie völlig überfordern, Horizonterweiterung und Reflektieren gefährden die Mob-Zugehörigkeit. Der Mob bevorzugt Bücherverbrennung.

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